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So, 11:35 Uhr
14.10.2001

JS-Special: Optimistisch ins Studium

Nordhausen (nnz). Zu Beginn des Wintersemesters an der Fachhochschule Nordhausen vermittelten der Rektor Prof. Christian Juckenack, Beate Altmeyer vom Thüringer Ministerium für Wissenschaft, die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, Landrat Joachim Claus und ­ last but not least ­ Jantje Samtleben, Studentenratsvorsitzende, viel Optimismus und Zuversicht für die nächsten sechs Studienmonate.


197 „Erstklässler“ beginnen ihr erstes Semester an der Fachhochschule Nordhausen. Nahezu 600 Studierende zählt nun die Fachhochschule Nordhausen (FHN) und es war zu vermuten, dass alle Plätze im großen Hörsaal der FHN anlässlich der Immatrikulationsfeier am Donnerstag besetzt sein würden. Fehlanzeige: Der Unterricht endete um 14 Uhr und wer wartet da schon von den höheren Semestern auf diese Einführungsfeier der Neueinsteiger? Dass diese Veranstaltung ein gesellschaftliches Ereignis hohen Ranges für Nordhausen und die Freunde der Fachhochschule werden kann und wohl auch werden soll, scheint man noch nicht begriffen zu haben. Dabei betonten alle Redner/innen, dass Nordhausen dabei sei, eine wirkliche Studentenstadt zu werden. Darüber hinaus gehört dazu aber auch die Begegnung bei offiziellen Anlässen zwischen der Hochschule und der regionalen Wirtschaft und Verwaltung. Professor Juckenack hob dieses Erfordernis gleich zu Beginn seiner Rede hervor.

Hier also ging es erst einmal darum, die Studienanfänger/innen bekannt zu machen mit allen Modalitäten des Studienlebens und dem, was sich sonst damit verbindet. Der Rektor führte dazu ­ nicht zuletzt auch unter dem Eindruck der gegenwärtigen internationalen Lage ­ aus, dass der Auftrag der Hochschulen nicht allein in der Vermittlung von Wissen besteht, sondern von Wissensverknüpfung: Teilgebiete des Wissens so zu verknüpfen, dass daraus Bildung auf breiter Basis wird. Und diese u.a. wiederum die internationale Verständigung ohne Ressentiments ermöglicht.

Juckenack versuchte mit seinen Ausführungen, den „Erstklässlern“ den Übergang von Elternhaus zum doch weitgehend selbständigen Studienleben zu erleichtern und verwies auf die zahlreichen Möglichkeiten, die dafür innerhalb des FHN-Bereiches genutzt werden können. Es wurde ihnen versichert, mit der Fachhochschule Nordhausen eine ausgesprochen gute Wahl getroffen zu haben, wobei sie mit dem Studium in den jeweiligen Fächern auch gleichzeitig das Wachsen dieser Bildungsstätte miterleben können, die sich ja noch voll im Aufbau befindet. Der Rektor wies grundsätzlich darauf hin, dass das Studium heutezutage zu keinem Abschluss führt, der dann ein Leben lang trägt, sondern zu einer steten Neuorientierung an die Erfordernisse von Wirtschaft und Gesellschaft und ihrer Weiterentwicklung nötige, für die der Studienabschluss eher die Grundlage schafft. Die Hochschulausbildung ist eine Investition gegenseitiger Art, denn die Gesellschaft „investiert in Sie, damit sie nach dem Studium ihr Wissen dieser Gesellschaft zur Verfügung stellen können“. Juckenack wies dabei auf Länder hin, in denen das Studium mit zum Teil hohen Gebühren verbunden sei, die der Studierende aufzubringen habe. Seine Ausführungen schlossen eine solche Gebührenbelastung für die Zukunft auch für Deutschland nicht aus. Der Professor wies weiter darauf hin, dass sich die Fachhochschulen heute „in Augenhöhe“ mit den Universitäten befinden. „Sie haben den Auftrag, anders als die Universitäten, praxisgerechte Ausbildung zu leisten, während die Universitäten...zurück zu der Ausbildung von Wissenschaftlern kommen sollen.“

Prof. Juckenack ging schließlich auch auf die Bedeutung der FHN auf dem Weg zur Internationalität hin, auf dem man bereits beachtlich weit gekommen sei. Auch dabei erschlössen sich für die Studierenden weitreichende Möglichkeiten. Diese Position wurde auch in den Grußworten der Vertreterin des Wissenschaftsministeriums unterstrichen, wobei Beate Altmeyer die bisherigen Verdienste Professor Juckenacks als Rektor der FHN ausdrücklich hervorhob. Im übrigen versicherte sie der Bildungsstätte die besondere Aufmerksamkeit von Ministerin Dagmar Schipanski. OB Barbara Rinke hieß die mit den Studium Beginnenden willkommen und wünschte sich ­ wie zuvor schon der Rektor ­ dass möglichst viele auch nach Abschluss des Studiums in der Region bleiben. Diese Hoffnung drückte auch Landrat Joachim Claus in seinem Grußwort aus, wobei er ein besonderes Präsent mitbrachte durch den Hinweis, dass ein weiteres Gebäude dem Campuskomplex zuerkannt worden sei. Nachdem auch die Vorsitzende des Studentenrates, Jantje Samtleben, in sehr annehmlicher Weise die „Neuanfänger“ begrüßt hatte, endete die Feier mit einer zwanglosen Begegnungsrunde, zu der der Förderverein der Fachhochschule eingeladen und einen Imbiss gesponsert hatte.
Autor: nnz

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