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Di, 18:04 Uhr
05.05.2020
Handwerkskammern appellieren, Aufträge zu vergeben

Eine Krise nach der Krise vermeiden

Die Handwerksunternehmen in Thüringen sind auf Aufträge angewiesen, um trotz der wirtschaftlich angespannten Situation optimistisch in die Zukunft blicken zu können. Um die "Krise nach der Krise" im Handwerk zu vermeiden, sollten sowohl Kommunen wie auch Privatpersonen jetzt kräftig Aufträge vergeben...

„Dass die Betriebe nur mit blauen Flecken, nicht aber mit einem Genickbruch aus der Corona-Zeit hervorgehen, liegt unter anderem auch an den Kommunen und den privaten Kunden. Die Nachfrage muss wieder steigen, um die Krise nach der Krise zu vermeiden. Schließlich ist das Handwerk der Wirtschaftsmotor Thüringens“, betonen die Hauptgeschäftsführer der Thüringer Handwerkskammern, Thomas Malcherek (HWK Erfurt), Hans Joachim Reiml (HWK für Ostthüringen) und Manuela Glühmann (HWK Südthüringen).

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Seit dem Beginn der Corona-Krise wurden über die drei Organisationen insgesamt 6.900 Anträge auf Soforthilfe gestellt, davon 3.600 im Kammerbezirk Erfurt, 2.000 im Kammerbezirk Ostthüringen und 1.300 im Kammerbezirk Südthüringen. Damit meldet jeder vierte der insgesamt rund 30.000 Handwerksbetriebe im Freistaat einen Liquiditätsengpass. Um die finanzielle Lage nicht zusätzlich zu verschärfen und Betriebe an den Rand der Existenz zu drängen, braucht es einen erfolgreichen Neustart – und zahlreiche Aufträge. Bisher ist das Gegenteil der Fall: Laut einer aktuellen Umfrage hat mehr als die Hälfte der Betriebe (56 Prozent) mit stornierten Aufträgen von gewerblichen und/oder privaten Kunden zu kämpfen. „Das muss nicht sein. Unsere Handwerker wollen und können arbeiten, ohne das oberste Ziel – die Eindämmung der Corona-Pandemie – aus den Augen zu verlieren“, so die Hauptgeschäftsführer. Sie versichern, dass sich die Betriebe trotz der Arbeitsroutine an die Abstands- und Hygienemaßnahmen halten, so dass weder die Gesundheit der Mitarbeiter noch die Sicherheit der Auftraggeber gefährdet ist.

Während die Soforthilfen des Landes und des Bundes ein wichtiges Instrument für eine schnelle Unterstützung waren und sind, basiere der mittel- und langfristige Erfolg eines Handwerksbetriebs vor allem auf Kundentreue. „Im vergangenen Jahr haben viele Kunden noch über lange Wartezeiten gestöhnt. Jetzt ist die Zeit, die freien Kapazitäten der Handwerker für Vorhaben zu nutzen, die schon länger auf der persönlichen To-Do-Liste stehen“, sagen die Hauptgeschäftsführer. Jeder Auftrag wirke sich positiv auf das Geschäft des Handwerksbetriebs aus, und damit konsequenterweise auch auf die Möglichkeit, attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze anbieten und sichern zu können. „Fehlen die Aufträge, kommt das gesamte System ins Wanken. Das wirkt sich in direkter Form auf die Betriebe aus, die womöglich Kündigungen aussprechen oder gar schließen müssen, und indirekt auf die Attraktivität einer gesamten Region“, blicken Sie voraus.

Damit gerade öffentliche Aufträge schnell vergeben und bearbeitet werden können, setzen sich die Thüringer Handwerkskammern – wie auch schon vor der Corona-Krise – für eine Entschlackung der Bürokratie ein. „Die Zeit des Papiertigers muss vorbei sein. Statt Stunden am Schreibtisch zu verbringen, müssen die Betriebe ihre Kernkompetenz – das Handwerk – ausschöpfen können“, betonen die Verantwortlichen. Darüber hinaus müsse die öffentliche Verwaltung vor Ort wieder flächendeckend arbeitsfähig sein, um Handwerksunternehmen die für ihre Arbeit erforderlichen Bescheinigungen und Genehmigungen erteilen zu können.
Autor: red

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Kommentare
Leser X
05.05.2020, 19:02 Uhr
Leute, kauft Autos!
Wenn es nach der Automobilindustrie geht, soll es der erste Reflex der Leute nach überstandener Pandemie sein, sich ein neues Auto zu kaufen, das von der Regierung mit unser aller Gelder subventioniert wird.

Man kann nur hoffen, dass unsere dafür anfälligen Minister, allen voran Herr Scheuer und Herr Altmeier, diesem Humbug einen Riegel vorschieben.
Gudrun1974
05.05.2020, 19:23 Uhr
Der Bürger soll dem Arzt helfen, dem Handwerker, der freiwilligen Feuerwehr....
... und letzt hat noch der Spahn oder Söder gesagt, dass sich Bürger und Regierung nach der Krise wohl einiges zu verzeihen hätte.

Mein lieber Scholli, da ich auch noch neben Gewerbe- und Umsatzsteuer noch andere Abgaben und Beiträge an den Staat zu entrichten habe, frage ich mich: Wenn ich eh schon für alles alleine sorgen muss, um den Laden am Laufen zu halten (ach ja, privat fürs Alter vorsorgen soll ich ja auch noch, wenn ich mit dem Heimunterricht für den Nachwuchs fertig bin!), dann stellt sich eine Frage: Welche Dienstleistung erbringt der Staat noch für mich außer für ein kostenloses (Nein, ich Zahl ja noch GEZ) Theater zu sorgen?

P. S. Ich muss auch noch:

- Müll trennen
- Regenerative Energien subventionieren und gut finden
- Dieselmotoren abschaffen oder mindestens verteufeln
- verzichten, Holz im Garten zu verbrennen
- auf Leistungsstarke Staubsauger verzichten
- normale Glühbirnen schlecht finden, aber gleichzeitig E Autos kaufen

Nee, das kann man nune wirklich nicht alles schaffen.
PIMI
05.05.2020, 20:07 Uhr
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geloescht.20230927
05.05.2020, 20:16 Uhr
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Kobold2
05.05.2020, 20:18 Uhr
So so Kommunen und Privatpersonen
sollen das Schiff steuern und retten.
Schuld sind halt wieder mal alle anderen.
Wir haben's mit 4 Firmen versucht. Von bei zurückgerufen, über ein halbes Angebot bis hin , nach dem Aufmaß die Informatin zu bekommen das man ja nun doch aus unvorhergesehen Problemen kein Angebot machen könne , war alles dabei. Wir dachten schon, das wir im Reality TV gelandet sind.
Es gab genau eine Firma, die ein entsprechends Angebot gemacht hat. Nun gut, dafür hatten wir es bei der Entscheidungsfindung leichter.
Von nix kommt halt auch nix und von uns auch kein Mitleid.
Paulinchen
05.05.2020, 20:29 Uhr
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Micha123
05.05.2020, 20:30 Uhr
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PIMI
05.05.2020, 21:27 Uhr
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Franziskus
05.05.2020, 22:03 Uhr
Diese Mülltrennung
in diesem Kreis ist für mich sehr fragwürdig ?
Dann möge man mal nach Bayern oder Baden-Württemberg
schauen und vergleichen.
geloescht.20250302
05.05.2020, 23:18 Uhr
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der Andere
05.05.2020, 23:36 Uhr
Kobold2 - mir ging es ähnlich , Hochmut kommt vor dem Fall
Ich hatte mit Handwerkern ähnliches erlebt , denen waren wohl die Auftragsvolumen zu popelig, die sind trotz Zusage gar nicht erst vor Ort erschienen , ist gemerkt . Oder Aussagen wie : " wir bauen nur schlüsselfertig - ja gut , Malern und Teppich verlegen dürfen Sie selbst " . Natürlich kann man nicht alle Firmen über einen Kamm scheren , aber in vergangenen Jahren haben sich die Handwerksfirmen ja offensichtlich die Kunden ausgesucht und auch die Preise diktiert , um nicht zu sagen hochgetrieben. Nicht der Kunde ist König , sondern offensichtlich der Unternehmer. Da die Preise nur die Richtung nach oben kennen , kann es sehr wohl für einige Firmen schlimm werden. Bei der Lohnentwicklung sieht es anders aus , man rennt den Preissteigerungen förmlich hinterher . Und wenn man denkt , daß man ja endlich genug Eigenkapital und ein ziemlich gutes Einkommen hat , Fehlanzeige - selbst dann laufen einem die Preissteigerungen vor den Löhnen weg. Ich weiß nicht , wie das Andere machen . Ich denke , es ist unklug , sich als Normalverdiener sagenhaft langlaufende hohe Finanzierungen ans Bein zu hängen. Braucht mir auch keiner erzählen wollen , daß ja die Lohnkosten enorm gestiegen sind. Wenn man den ausführenden Handwerker fragt , sagt der dir was ganz anderes. Wenn schlüsselfertiges Bauen laut Statistik nunmehr um die 1800 € pro gm kosten soll - wohlgemerkt ohne Baugrund , frage ich mich , wer sich das noch leisten kann / soll und wie die Preise gebildet werden. Und jetzt schreien die Handwerkskammern nach Aufträgen - schon klar. Ich denke und hoffe , daß sich die Baupreise wieder normalisieren müssen , sonst sieht es schlecht aus für die Unternehmen.Nicht nur die Chefs sind ja von Corona betroffen sondern eben auch ihre Kunden und Mitarbeiter.
Franziskus
09.05.2020, 23:46 Uhr
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