Fr, 11:09 Uhr
12.10.2001
nnz-Forum: Bürgerabend und Brief
Nordhausen (nnz). Diese und andere Fragen stellte die Bürgerinitiative PRO Nordhausen vor 14 Tagen der Nordhäuser Stadtverwaltung. Leider steht noch immer eine Antwort aus.
Die Mitglieder der BI fragen sich, ob diese Verzögerungstaktik wirklich nötig ist, etliche Bürger machten auf dem letzten Bürgerabend deutlich wie dringend ein Diskussionsabend mit der Thematisierung der Veränderungen auf dem Petersberg ist. So sahen das auch die Beteiligten des Leitungsgremiums der LGS GmbH zumindest an jenem Abend. So sollte kurzfristig ein Abend ausschließlich zum Petersberg stattfinden, da die Verkehrsraumplanung den gesamten Zeitraum des letzten Bürgerabends in Anspruch nahm.
Leider jedoch, erweckt sich der Eindruck, dass man es nun doch nicht mehr so eilig hat mit einem Bürgerabend zum Petersberg, getreu dem Motto erst Projekte präsentieren wenn alles in Sack und Tüten ist. Es besteht akuter Handlungsbedarf, da sonst die Gefahr besteht, dass die Bürger erneut vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
PRO Nordhausen stellt hier nochmals öffentlich die gestellten Fragen.
- Wann findet der versprochene und noch ausstehende Bürgerabend zum
Thema Petersberg statt?
- Wann ist mit der Beantwortung unseres Fragekataloges von vor vier
Wochen zu rechnen?
- Wann findet die nächste Tagung des Fachbeirates zur LGS statt?
- Ist mit der von Stadtverwaltungskreisen zur Sprache gebrachten
Einbindung der Bürgerinitiative PRO Nordhausen im Fachbeirat zur
LGS zu rechnen?
- Wie sieht künftig die aktive Einbringung von Bürgerwünschen in die
Planungen aus?
- Werden die kommenden Bürgerabende wie bisher gehandhabt, in denen
Präsentationen fertiger Projekte den Bürgern serviert werden, oder
ist damit zu rechnen, dass hier auch Vorschläge aus Bürgerkreisen
eingebracht werden können?
Offener Brief: Künftiger Rathausbrunnen am Buchhaus Rose
Sehr geehrte Frau Rinke,
wie Sie hoffentlich unserem ersten Schreiben, bezüglich des vorgesehenen Brunnens am Buchhaus Rose entnehmen konnten, sind wir die Bürgerinitiative PRO Nordhausen bemüht, uns konstruktiv in die Entwicklung unserer Stadt einzubringen.
Wir haben uns zwischenzeitlich in Fachkreisen umgeschaut und Erkundigungen eingeholt, was eine Sanierung oder Neuanfertigung einer der barocken Wasserkunstfiguren des überregional anerkannten Künstlers J. L. Meil (1729-1772), deren drei Nordhäuser Exemplare im Garten des Meyenburgmuseums stehen, kosten würde.
Zunächst einmal hat sich eine einheimische Restauratorin (Frau Pohl) die Figuren angesehen. Die Begutachtung ergab, dass eine Sanierung der Figuren dringend anzuraten sei, jedoch sollten die Brunnenfiguren nicht wieder im Freien aufgestellt werden, da ihrem Zustand nach, dies nicht anzuraten sei. Allerdings bestände die begrüßenswerte Möglichkeit eine der Brunnenplastiken durch einen Bildhauer nacharbeiten zu lassen. Dahingehend haben wir recherchiert und haben Kontakt zu einem ehemaligen Nordhäuser, welcher als gelernter Bildhauer in Dresden tätig ist, hergestellt. Dieser ist dort u.a. auch an der Sanierung der Dresdener Frauenkirche beteiligt, um für die Kirche ähnliche Steinplastiken, wie die der Nordhäuser Wasserkunstplastiken zu rekonstruieren. Nach Auskünften dieses Herrn, würde der finanzielle Rahmen eine derartige Figur anzufertigen, sich um die 40.000,- DM bewegen. Wobei das schon ein recht guter Preis wäre. Auch sei nicht zu verachten, dass in Dresden aufgrund der vorhandenen Bausubstanz bestausgebildete Fachleute verfügbar sind.
Da Ihren Ausführungen vom letzten Bürgerabend zufolge, die Stadt Nordhausen plant, einen Brunnen am Rathausplatz zu errichten der in Tradition und Qualität, den historischen Wasserkünsten des 18. Jh. in keiner Weise nachstehen soll, müsste es demnach auch in Ihrem Interesse stehen, eine Qualitativ hochwertige Brunnenfigur anzufertigen. Warum nicht eine Darstellung, die historischen Anspruch erhebt. Damit würde zum einen eine traditionelle Wasserkunst unserer Vorfahren wieder ins Stadtbild integriert, zum anderen würde mit der, nach barocken Gesichtspunkten gearbeiteten Plastik eine anspruchsvolle und stilistisch reizvolle Komposition in Verbindung mit dem Baukubus des Nordhäuser Renaissance-Rathauses entstehen.
Wir sind gern bereit, wenn seitens der Stadtverwaltung Interesse besteht, Kontakt zu dem Dresdener Bildhauer herzustellen.
So verbleiben wir mit freundlichen Grüßen und in der Hoffnung von Ihnen baldige Nachricht zu erhalten. Bürgerinitiative PRO Nordhausen
Autor: nnzDie Mitglieder der BI fragen sich, ob diese Verzögerungstaktik wirklich nötig ist, etliche Bürger machten auf dem letzten Bürgerabend deutlich wie dringend ein Diskussionsabend mit der Thematisierung der Veränderungen auf dem Petersberg ist. So sahen das auch die Beteiligten des Leitungsgremiums der LGS GmbH zumindest an jenem Abend. So sollte kurzfristig ein Abend ausschließlich zum Petersberg stattfinden, da die Verkehrsraumplanung den gesamten Zeitraum des letzten Bürgerabends in Anspruch nahm.
Leider jedoch, erweckt sich der Eindruck, dass man es nun doch nicht mehr so eilig hat mit einem Bürgerabend zum Petersberg, getreu dem Motto erst Projekte präsentieren wenn alles in Sack und Tüten ist. Es besteht akuter Handlungsbedarf, da sonst die Gefahr besteht, dass die Bürger erneut vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
PRO Nordhausen stellt hier nochmals öffentlich die gestellten Fragen.
- Wann findet der versprochene und noch ausstehende Bürgerabend zum
Thema Petersberg statt?
- Wann ist mit der Beantwortung unseres Fragekataloges von vor vier
Wochen zu rechnen?
- Wann findet die nächste Tagung des Fachbeirates zur LGS statt?
- Ist mit der von Stadtverwaltungskreisen zur Sprache gebrachten
Einbindung der Bürgerinitiative PRO Nordhausen im Fachbeirat zur
LGS zu rechnen?
- Wie sieht künftig die aktive Einbringung von Bürgerwünschen in die
Planungen aus?
- Werden die kommenden Bürgerabende wie bisher gehandhabt, in denen
Präsentationen fertiger Projekte den Bürgern serviert werden, oder
ist damit zu rechnen, dass hier auch Vorschläge aus Bürgerkreisen
eingebracht werden können?
Offener Brief: Künftiger Rathausbrunnen am Buchhaus Rose
Sehr geehrte Frau Rinke,
wie Sie hoffentlich unserem ersten Schreiben, bezüglich des vorgesehenen Brunnens am Buchhaus Rose entnehmen konnten, sind wir die Bürgerinitiative PRO Nordhausen bemüht, uns konstruktiv in die Entwicklung unserer Stadt einzubringen.
Wir haben uns zwischenzeitlich in Fachkreisen umgeschaut und Erkundigungen eingeholt, was eine Sanierung oder Neuanfertigung einer der barocken Wasserkunstfiguren des überregional anerkannten Künstlers J. L. Meil (1729-1772), deren drei Nordhäuser Exemplare im Garten des Meyenburgmuseums stehen, kosten würde.
Zunächst einmal hat sich eine einheimische Restauratorin (Frau Pohl) die Figuren angesehen. Die Begutachtung ergab, dass eine Sanierung der Figuren dringend anzuraten sei, jedoch sollten die Brunnenfiguren nicht wieder im Freien aufgestellt werden, da ihrem Zustand nach, dies nicht anzuraten sei. Allerdings bestände die begrüßenswerte Möglichkeit eine der Brunnenplastiken durch einen Bildhauer nacharbeiten zu lassen. Dahingehend haben wir recherchiert und haben Kontakt zu einem ehemaligen Nordhäuser, welcher als gelernter Bildhauer in Dresden tätig ist, hergestellt. Dieser ist dort u.a. auch an der Sanierung der Dresdener Frauenkirche beteiligt, um für die Kirche ähnliche Steinplastiken, wie die der Nordhäuser Wasserkunstplastiken zu rekonstruieren. Nach Auskünften dieses Herrn, würde der finanzielle Rahmen eine derartige Figur anzufertigen, sich um die 40.000,- DM bewegen. Wobei das schon ein recht guter Preis wäre. Auch sei nicht zu verachten, dass in Dresden aufgrund der vorhandenen Bausubstanz bestausgebildete Fachleute verfügbar sind.
Da Ihren Ausführungen vom letzten Bürgerabend zufolge, die Stadt Nordhausen plant, einen Brunnen am Rathausplatz zu errichten der in Tradition und Qualität, den historischen Wasserkünsten des 18. Jh. in keiner Weise nachstehen soll, müsste es demnach auch in Ihrem Interesse stehen, eine Qualitativ hochwertige Brunnenfigur anzufertigen. Warum nicht eine Darstellung, die historischen Anspruch erhebt. Damit würde zum einen eine traditionelle Wasserkunst unserer Vorfahren wieder ins Stadtbild integriert, zum anderen würde mit der, nach barocken Gesichtspunkten gearbeiteten Plastik eine anspruchsvolle und stilistisch reizvolle Komposition in Verbindung mit dem Baukubus des Nordhäuser Renaissance-Rathauses entstehen.
Wir sind gern bereit, wenn seitens der Stadtverwaltung Interesse besteht, Kontakt zu dem Dresdener Bildhauer herzustellen.
So verbleiben wir mit freundlichen Grüßen und in der Hoffnung von Ihnen baldige Nachricht zu erhalten. Bürgerinitiative PRO Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht zwingend mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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