Fr, 09:44 Uhr
12.10.2001
nnz-Forum: PRO Nordhausen antwortet
Nordhausen (nnz). Es ist schon merkwürdig, wie schnell die Stadtplanerin Frau Inge Klaan und die Oberbürgermeisterin Frau Barbara Rinke bei manchen Dingen reagieren können, wenn es nur immer so wäre mit der Reaktionsfreudigkeit.
Wo bleibt beispielsweise der kurzfristig geplante Bürgerabend zum Petersberg oder die Beantwortung unseres Fragekataloges? Was die beiden Damen bei dem Artikel eines Mitgliedes der Bürgerinitiative PRO Nordhausen zwischen den Zeilen zu Lesen glauben, wissen wir nicht. Eines ist jedoch Fakt, wenn die Oberbürgermeisterin das Raketenwerk im Kohnsteinstollen in Zweifel zieht, sollte sie sich doch einmal die zugänglichen Stollenbereiche anschauen und erklären, was es denn nun für Gerätschaften sind, die dort seit 50 Jahren herumliegen. Man fragt sich, woran Tausende von verfolgten Menschen und Zwangsarbeitern von 1943 1945 in den Stollensystem unter Todesstrapazen arbeiten mussten, um Hitlers wahnwitzigen Krieg hinauszuzögern. Es kommt beinahe einer Missachtung der zu Tode gekommenen Menschen in dem Stollensystem gleich, wenn die Arbeit dieser Menschen in dem Raketenwerk der Wifo in Zweifel gezogen werden.
Zur Person Werner von Brauns gibt es zu sagen, dass sein Aufenthalt im einstigen Stadtmuseum am ehemaligen Friedrich- Wilhelm- Platz durchaus durch Zeitzeugen historisch verbürgt ist und das einzig und allein die Tatsache des Vorhandenseins des Raketenwerkes im Kohnstein seine Anwesenheit in Nordhausen veranlasste. Das aufgrund der Anwesenheit von Brauns, die Mauerreste des alten Stadtmuseums historisch wertvoll sein könnten, ist eine Mutmaßung von Frau Rinke und geht mit unseren Ansichten nicht konform. Von jeglicher Betrachtungsweise dieser Art, distanzieren wir uns auf das Schärfste.
Die Heckenanlage, die zwischen Stadttheater und Töpferstraße dermaleinst die ehemalige Stadtmauer dort nachahmen soll, ist eine nette Idee, regt jedoch in Anbetracht der riesigen Mauern an der Breitscheidstraße etwas zum schmunzeln an. Eine Hecke hätte sich wohl eher vor dem Sedandenkmal angeboten. Irgendwie widersprüchlich, da baut man Mauern wo nie welche waren und dort wo sie eigentlich historisch durchaus legitim wären, pflanzt man Hecken. Wir sind schon jetzt gespannt auf die städtebauliche Interpretation des Petersbergareals zum nächsten Bürgerabend. Bürgerinitiative PRO Nordhausen
Autor: nnzWo bleibt beispielsweise der kurzfristig geplante Bürgerabend zum Petersberg oder die Beantwortung unseres Fragekataloges? Was die beiden Damen bei dem Artikel eines Mitgliedes der Bürgerinitiative PRO Nordhausen zwischen den Zeilen zu Lesen glauben, wissen wir nicht. Eines ist jedoch Fakt, wenn die Oberbürgermeisterin das Raketenwerk im Kohnsteinstollen in Zweifel zieht, sollte sie sich doch einmal die zugänglichen Stollenbereiche anschauen und erklären, was es denn nun für Gerätschaften sind, die dort seit 50 Jahren herumliegen. Man fragt sich, woran Tausende von verfolgten Menschen und Zwangsarbeitern von 1943 1945 in den Stollensystem unter Todesstrapazen arbeiten mussten, um Hitlers wahnwitzigen Krieg hinauszuzögern. Es kommt beinahe einer Missachtung der zu Tode gekommenen Menschen in dem Stollensystem gleich, wenn die Arbeit dieser Menschen in dem Raketenwerk der Wifo in Zweifel gezogen werden.
Zur Person Werner von Brauns gibt es zu sagen, dass sein Aufenthalt im einstigen Stadtmuseum am ehemaligen Friedrich- Wilhelm- Platz durchaus durch Zeitzeugen historisch verbürgt ist und das einzig und allein die Tatsache des Vorhandenseins des Raketenwerkes im Kohnstein seine Anwesenheit in Nordhausen veranlasste. Das aufgrund der Anwesenheit von Brauns, die Mauerreste des alten Stadtmuseums historisch wertvoll sein könnten, ist eine Mutmaßung von Frau Rinke und geht mit unseren Ansichten nicht konform. Von jeglicher Betrachtungsweise dieser Art, distanzieren wir uns auf das Schärfste.
Die Heckenanlage, die zwischen Stadttheater und Töpferstraße dermaleinst die ehemalige Stadtmauer dort nachahmen soll, ist eine nette Idee, regt jedoch in Anbetracht der riesigen Mauern an der Breitscheidstraße etwas zum schmunzeln an. Eine Hecke hätte sich wohl eher vor dem Sedandenkmal angeboten. Irgendwie widersprüchlich, da baut man Mauern wo nie welche waren und dort wo sie eigentlich historisch durchaus legitim wären, pflanzt man Hecken. Wir sind schon jetzt gespannt auf die städtebauliche Interpretation des Petersbergareals zum nächsten Bürgerabend. Bürgerinitiative PRO Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht zwingend mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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