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Mo, 10:10 Uhr
04.05.2020
Harztor-Bürgermeister Stephan Klante kämpft für Einhaltung unserer Grundrechte

Wie selbstbestimmt ist unser Leben noch?

"Kein Thema bestimmt unseren Alltag mehr als Corona oder Covid 19. Die Nachrichtenlage ist verwirrend, Fachleute vertreten unterschiedliche Auffassungen und präsentieren diverse Gutachten, Institute widersprechen sich...", so beginnt der emotionale Artikel des Bürgermeisters Stephan Klante, den Sie hier lesen können...

Stephan Klante (Foto: Gemeinde Harztor) Stephan Klante (Foto: Gemeinde Harztor)


Kein Thema bestimmt unseren Alltag mehr als Corona oder Covid 19. Die Nachrichtenlage ist verwirrend, Fachleute vertreten unterschiedliche Auffassungen und präsentieren diverse Gutachten, Institute widersprechen sich in Zahlen und Empfehlungen und Politiker reden gebetsmühlenartig von Pandemie, Krieg und verheerenden Folgen. Ich erlebe Menschen, die verunsichert, gar in Panik und Angst versuchen den Alltag zu meistern.

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Und, ich erlebe Menschen, die nicht an die Gefährlichkeit von Corona oder Covid 19 glauben. Persönlich bin ich ein Verfechter der Meinungsfreiheit! Jeder sollte in einer wehrhaften Demokratie seine Meinung kundtun dürfen, ohne verurteilt zu werden. Wesentlich ist für mich die Sachlichkeit und am Ende ein Konsens.

Zunehmend beschäftigt mich der Verlust der Bürgerlichen Rechte und der Menschlichkeit. Ich frage mich, ob der Bogen nicht überspannt wird. Während Freiheitsrechte, Unverletzlichkeit der Wohnung oder die körperliche Unversehrtheit ihre Einschränkung durch das pandemiebegründete Infektionsschutzgesetz erfahren, ist im Grundgesetz in Artikel 1 Absatz 1 ein Grundsatz festgeschrieben, der absolut gilt, Eingriffe also stets unzulässig sind: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Fraglich ist, ob die derzeitigen Einschränkungen diesem Grundsatz noch gerecht werden können.

Der sachliche Schutzbereich der Menschenwürde wird in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts beschrieben als der „soziale Wert- und Achtungsanspruch des Menschen, der es verbietet, den Menschen zum bloßen Objekt des Staates zu machen oder ihn einer Behandlung auszusetzen, die seine Subjektqualität in Frage stellt“. Ist die Menschenwürde in erheblicher Weise durch eine Maßnahme der öffentlichen Gewalt berührt, ist der Schutzbereich des Artikel 1 Absatz 1 GG eröffnet, was per se einen Eingriff in das Grundrecht darstellt, da es absolut gilt, d. h., dass die Menschenwürde nicht durch Maßnahmen der öffentlichen Gewalt beeinträchtigt sein darf. Eine Beeinträchtigung kann in der beschnittenen körperlichen Integrität der Seniorinnen und Senioren in den Altersheimen gesehen werden, insoweit diese wegen des Besuchsverbots vereinsamen oder gar im Sterbebett allein gelassen werden.

Mir gehen dabei herzergreifende Szenen durch den Kopf. „Eingesperrt zum Selbstschutz“, so die offizielle Begründung, sind die älteren Menschen in ihren Residenzen. Der Staat hat ihnen jegliche eigenverantwortliche Entscheidung genommen, Kinder, Enkel oder Urenkel sehen zu dürfen. Ich rede von älteren Menschen, die in ihrem Leben schon viele Höhen und Tiefen erlebt haben. Und nun dürfen sie nicht mehr eigenverantwortlich entscheiden, welcher (letzte) Weg für sie der richtige Weg ist. Aus welchem Recht leiten sich die staatlichen Instanzen die Möglichkeit ab, sich über den Leitsatz des Grundgesetzes hinwegzusetzen und die Menschen zum Objekt ihres Handelns zu machen? Ich wiederhole mich, hinter Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes treten alle Grundrechte der Freiheit, Gleichheit und körperlichen Unversehrtheit zurück. Welche Würde bleibt diesen Menschen, wenn sie sich fügen müssen und nicht selbst über ihr Leben entscheiden dürfen.

Dieses Beispiel lässt sich auf andere umstrittene Bereiche unseres Lebens übertragen. Losgelöst von meiner persönlichen Einstellung zum Thema Impfpflicht, ist die Nachrichtenlage hierzu ebenso gegensätzlich, wie die sonstigen Meldungen zu Covid 19. Zu hinterfragen ist, wie selbstbestimmt jeder mündige Bürger für sich selbst entscheiden darf und sollte, ob er dieses Angebot in Anspruch nimmt oder nicht. Es sollte in einer freiheitlichen Demokratie jedem selbst überlassen werden, ob er sich, jedenfalls vor dieser Infektion, mittels Impfstoff schützt oder nicht. Diese Erwägung kann dazu führen, dass sich die Diskussionskultur wieder allmählich auf die Sachebene beschränkt. Daneben stelle ich mit Erschrecken fest, dass denunzierende Äußerungen, wie „….wer sich nicht an die Einschränkungen hält, ist verantwortlich für womöglich viele Tote“ zur Schuldfrage werden.

Warum sind wir geneigt, regelmäßig bei anderen die Schuld zu suchen? Der Logik vorangegangener Aussage folgend, dürften keine Menschen am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Im Straßenverkehr sterben jährlich tausende Menschen. Hierbei übernimmt jeder einzelne Verkehrsteilnehmer freiwillig die Verantwortung für sein Handeln und nimmt es, zumindest, billigend in Kauf, dass etwas passieren könnte. Das etwas hinkende Beispiel des Straßenverkehrs zeigt letztlich auf, dass es gesellschaftlich durchaus akzeptiert wird, dass die Teilnahme am Straßenverkehr Risiken birgt, die in Kauf genommen werden. Diese Erkenntnis lässt sich durchaus auch auf das Gefährdungspotenzial von Corona/Covid19 übertragen, natürlich mit Einschränkung, da das Virus derzeit nicht gänzlich wissenschaftlich untersucht ist. Wesentlich erscheint hier der Gedanke, dass von der Mehrzahl der Menschen die Existenz des Virus mit seinen möglichen Folgen akzeptiert wird oder werden sollte.

Wie in vielen Themenbereichen, gibt es meines Erachtens auch hier kein pauschales Richtig oder Falsch. Vielmehr liegt die „Wahrheit“ dazwischen, die sich aber erst rückblickend gänzlich erschließen wird. Wer meine Zeilen als Schwarz-Weiß-Malerei wahrnimmt, dem sei gesagt, dass jeder seine Sicht auf die Dinge haben kann und soll. Die einzelne Sicht konstruktiv und vernünftig miteinander auszutauschen, hat unsere Gesellschaft lange Zeit ausgezeichnet. Hieran sollten wir festhalten. Mein Anliegen ist es, den realen Szenarien ins Auge zu schauen und mit klarem Blick zu hinterfragen, welche Maßnahmen noch verhältnismäßig sind.

Krankheit, Tod und andere Katastrophen gehören zur menschlichen Geschichte. Dies auszublenden oder zu ignorieren ist illusorisch. Diese Pandemie ist nicht die erste und auch nicht die letzte, die das menschliche Dasein begleiten wird. Wir sollten diesem Ereignis mit Augenmaß begegnen und fernab strikter Verbote auf das Verständnis der Menschen bauen, selbstbestimmt den Folgen entgegentreten und danach verantwortungsbewusst handeln, anstatt mit etwaigen Scheinmaßnahmen die Menschen in einer gefühlten Sicherheit zu wiegen. Die Gesetze der Natur sind stärker als jede Verordnung es jemals zu sein vermag.
Stephan Klante
Autor: red

Kommentare
Marcus Gerlach
04.05.2020, 10.27 Uhr
Schön....
..... geschrieben. Vieles davon seh Ich genauso und sicher auch ein großer Teil der anderen Leser. Dennoch bleibt die Frage im Raum wie das oben beschriebene erhalten und geschützt werden kann wenn in Berlin (manchmal still und heimlich) beschlossen wird Grundrecht und Meinungsfreiheit und der gleichen außer Kraft zu setzen. Eigentlich sollte doch spätestens nach den wiederholten Wahlen in Erfurt klar sein dass hier nur das geduldet wird was "oben" gewünscht wird.

Nichts desto trotz glaube Ich nein hoffe Ich zur Zeit so stark wie nie an einen gesunden Menschenverstand und auch an das Herz aller Menschen die hier bestimmen können und auch bei denen die solche Bestimmungen durchsetzen und vertreten sollen.
blondchen
04.05.2020, 10.37 Uhr
Danke Herr Klante
für diese Gedanken. Vielleicht hinterfragen endlich mal ein paar mehr Leute die unverhältnismässigen Einschränkungen. Vor allem die sogenannten Ordnungshüter sollten mal überlegen welcher Ordnung sie dienen. Denn auch die sind dem Grundgesetz verpflichtet.
Holger18
04.05.2020, 10.43 Uhr
Überfordert?
Selten so ein wirres Statement gelesen. Wir befinden uns jetzt in der siebten Woche pandemiebedingter Einschränkungen. Diese dienen dem Zweck, die Ausbreitung eines Virus zu verlangsamen, das einerseits hochansteckend ist und mit dem andererseits die Menschheit noch keine Erfahrungen gemacht hat. So soll eine Überlastung des Gesundheitswesens vorgebeugt und Zeit für Gegenmaßnahmen gewonnen werden. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung findet das richtig. Die Einschränkungen sind lästig aber keine Katastrophe. Die Würde des Einzelnen bleibt gewahrt - auch wenn Fußball nicht stattfindet und Menschen in Pflegeheimen nicht mehr direkt besucht werden können.

Wo liegt jetzt Herrn Klantes Problem? Er tut sich offensichtlich schwer damit, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erst etwas über das Virus und seine Verbreitung lernen müssen, bevor sie letzendliche Wahrheiten ausbreiten. Dieser Prozess, in dem sich Einschätzungen immer wieder ändern können, heißt Erkenntnis und ist Grundprinzip von Wissenschaft.
Politik muss nun die daraus gewonnen Informationen bewerten und Entscheidungen treffen. Dabei ist es nicht so wichtig, ob es mal zwei Schritte vor und einen zurück geht, sondern dass Politik ihre Entscheidungsfindung transparent begründet. Auch hier läuft es m.E. nach eigentlich ziemlich gut.

Wie wenig Herr Klante seinen Entscheidungshorizont an wissenschaftlicher Erkenntnis orientiert, zeigt sich an seinen irrlichternden Aussagen zum Impfen: Nein, hier gibt es eben keine gegensätzlichen Erkenntnise!
PIMI
04.05.2020, 10.47 Uhr
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Käthe
04.05.2020, 10.54 Uhr
Eine Meinung,
die mir aus der Seele spricht.

Vielen Dank
Zukunft
04.05.2020, 10.55 Uhr
Jetzt kommen die Regierungs-Schäfchen
Der Holgi macht den Anfang, jetzt warten wir noch auf das Spätzle und das Kommando Blau. Dann ist der Auftrag erfüllt und kann als abgearbeitet nach Berlin gemeldet werden. Hut ab, ihr seid schneller als Correktiv.
Lehrer Schnauz
04.05.2020, 11.13 Uhr
na, wenn ich schon so nett gebeten werde....
Herr Klante, ich darf zitieren:

Daneben stelle ich mit Erschrecken fest, dass denunzierende Äußerungen, wie „….wer sich nicht an die Einschränkungen hält, ist verantwortlich für womöglich viele Tote“ zur Schuldfrage werden.

Ja, genauso ist es. genauso wie im Straßenverkehr. Dort gelten auch Regeln. Wer sich nicht daran hält und dadurch andere verletzt oder gar tötet ist ebenso Schuld.

Ihr Beispiel hinkt also nicht nur, es ist komplett daneben.

ich zitiere weiter:

"Krankheit, Tod und andere Katastrophen gehören zur menschlichen Geschichte..."

Ja, da haben Sie Recht. Nun hat aber der Mensch die Mittel und (die meisten jedenfalls) den Intellekt, sich vor derartigen Krankheiten und Katastrophen weitgehend zu schützen. Das unterscheidet unter anderem den Homo Sapiens vom Primaten. Das auszublenden oder zu ignorieren ist ebenfalls illusorisch.

Ihrer Meinung folgend sollten wir also etwa so an die Sache herangehen:

Oh, da gibt es einen Virus, dieser wird Alte und Kranke dahinraffen. Dann ist es eben so, war ja im Mittelalter mit der Pest genauso....nur die Harten kommen in den Garten.
Cinderella
04.05.2020, 11.51 Uhr
analog Schäuble
In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ hatte sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble bereits in einem sehr ähnlichen Wortlaut dazu geäußert.
N. Baxter
04.05.2020, 11.51 Uhr
auch diese Meinung
sollte mal völlig neutral betrachtet und reflektiert werden.

Gedankenspiel: Ein älterer Mensch hat gerade Geburtstag und darf aber leider seine Kinder, Enkel und Urenkel NICHT sehen. Kurze Zeit später verstirbt er "altersbedingt".
Wäre es da nicht für ALLE besser gewesen, doch noch gemeinsam zu feiern? Jeder kann und darf die Frage für sich selbst beantworten.
20210305
04.05.2020, 12.05 Uhr
Herr Klante
Sehr gut geschrieben , nur total daneben. Lasst euch vom Corona anstecken, dann begreift ihr endlich mal weshalb das alles geschieht. In anderen Ländern wird viel schärfer eingegrenzt. Da ist das hier in Deutschland doch noch wie Urlaub.
TB77
04.05.2020, 12.06 Uhr
Meinungsfreiheit...
…sollte für alle Menschen gelten. Also darf Herr Klante auch seine persönliche Sicht auf die Dinge nehmen. Zu diesen Zeiten ist es mehr als wichtig, dass die Einhaltung des Grundgesetztes gewahrt wird.
Für mich ist erschreckend, wie viele Menschen eine Einschränkung hinnehmen und das noch gut finden. Andere Länder haben es uns vorgemacht, dass es auch anders geht. ( Schweden, Schweiz..)
Von eine möglichen Bedrohung, der Überlastung des Gesundheitssystem, konnte und kann nie die Rede sein.
In Deutschland sind über 13.000 Intensivbetten leer, Krankenhäuser melden Kurzarbeit an...

Eine Impfpflicht darf es in Deutschland nicht geben! Ich gebe jeden die Empfehlung sich mit Zahlen der WHO zu Zwangsimpfungen auf der Welt zu beschäftigen! Diese Vorgehensweise ist mehr als kritisch zu sehen!
altmeister
04.05.2020, 12.25 Uhr
Richtig oder falsch?
Es ist bekannt, dass letztendlich jede neue Grippe immer erst einmal unbekannt ist. Daher wird bei den Impfungen auch das aktuellste und neueste Virus berücksichtigt, es ist aber nicht möglich, mit der Impfung einen bis dahin unbekannten Erreger zu bekämpfen. Somit ist klar, dass vor diesem aktuellen Coronavirus noch nicht durch Impfung geschützt werden konnte und kann.
Wo ist da bitte der Unterschied zu den vorherigen Jahren?

Welches Ausmaß hat die Mehrarbeit des medizinischen Personals gegenüber den vergangenen Jahren, in denen, von der Mehrheit unbeachtet, zehntausende Grippetote zu beklagen waren und bis fast eine Millionen Patienten zum Arzt gegangen sind wegen Grippesymptomen? Haben die "systemrelevanten" Berufe da weniger zu tun gehabt?
Warum wird beim Krankenhaus über Kurzarbeit gesprochen, wenn soviel zu tun ist? Das kann ich nicht nachvollziehen!
Wo also ist die so viel angesprochene Mehrbelastung?
Auch vor diesen chaotischen Zeiten waren das Pflegepersonal, die Mitarbeiter im Handel und Transport, kurz, die jetzt so genannten systemrelevanten Berufe, nicht von Langeweile geplagt, waren oft unterbesetzt. Was ist da jetzt anders?
Ansteckungsgefahr gab es auch vorher schon und die Hygiene wurde beachtet. Oder nicht?
Was ist übrigens mit "systemrelevant" gemeint? Es bringt das beste Gesundheitswesen nichts, der bestgefüllte Laden, wenn keiner da ist, der da Geld erwirtschaftet! Ohne den produktiven Teil unserer Gesellschaft könnte kein Arzt, keine Pflegekraft, kein Apotheker, kein Händler und auch kein Beamter, Beschäftigter im öffentlichen Dienst und Politiker irgend etwas machen, verkaufen, verwalten oder regieren! Bei allem Respekt vor diesen Menschen muss es klar sein, dass der Arbeiter am Fließband, der Anlagenfahrer in der Chemie, der Bauer im Stall und auf dem Feld überhaupt erst ermöglichen, dass unsere Gesellschaft so funktionieren kann!
Gerade aber diese Teile unserer Gesellschaft sind jetzt oft in Kurzarbeit, vielleicht sogar ihren Job schon los, haben schmerzhafte Einkommenseinbußen, wo bleibt da das Mitgefühl?
Kein Beamter geht mit 60% seines Einkommens nach Hause, da bleibt das Portemonnaie so gefüllt wie bisher. Wo ist da die Solidarität der Gesellschaft?
Lehrer Schnauz
04.05.2020, 12.28 Uhr
Meinungsfreiheit....
ist in keiner Weise eingeschränkt. Herr Klante hat diese Meinung und darf sie ungestraft äußern. Ich habe eine Meinung zu seiner Meinung und äußere die genauso ungestraft. Ich darf ihn dabei nicht beleidigen, nicht bedrohen oder gar hier zu Maßnahmen mit Meinungsverstärkern aufrufen - dann hätte ich die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten.

Mancheiner hat dieses Meinungsfreiheitsdingens nicht richtig verstanden, glaub ich.

Interessant im Artikel ist der Bezug zum GG "...die Würde des Menschen". Da muss ich Herrn Klante sogar Recht geben. Die Maßnahmen gegen den Virus greifen in die Grundrechte (u.a. auch Versammlungsfreiheit) der Bürger ein - das Wesentliche dabei ist: Der Eingriff geschieht nicht um dem Bürger zu schaden, sondern um ihn zu schützen. Der Schutz seiner Bürger ist eine Aufgabe des Staates (was im Zuge der Flüchtlingsdebatte immer wieder eingefordert wurde. Es gab da ein paar, die sahen die Geflüchteten als Bedrohung).

Übrigens: So schlimm ist es doch gar nicht. Die Maßnahmen werden schrittweise gelockert. Wir können einkaufen, viele können arbeiten und ich habe morgen (endlich) wieder einen Friseurtermin. Hoffen wir, dass die Fallzahlen dadurch nicht ansteigen und die Maßnahmen wieder verschärft werden müssen. Also bitte halten Sie sich alle schön an Abstands- und Hygieneregeln.
Kobold2
04.05.2020, 12.29 Uhr
Ja super.....
Da kommt man mit Einhaltung der Grundrechte und meint i.G. den persönlichen Egoismus.. Das durch diesen ein gesellschaftlicher Schaden entstehenden, ist dann völlig egal. Hauptsache man hatte seinen Spass. Das man sich der gesamtgesellschaflichen Situation unterordnen muss, damit es funktioniert, ist wohl noch nicht überall angekommen?
Die vielen Glaskugelleser wären am Anfang der Pandemie besser aufgeoben gewesen, aber auch jetzt besteht noch die Möglichkeit sich einzubringen, wo doch die Wissenschft fast täglich neue Erkenntnisse vor findet. Aber hinterher sind sowieso alle schlauer, jedenfalls die, die Überleben.
Den Schweizern ging es er noch schlechter als uns, also bitte nichts erfinden.
ottilie
04.05.2020, 12.46 Uhr
Holger 18 - Zum Thema und den Äußerungen von Herrn Klante
Hallo Holger 18, hab mich über Ihre Meinung gefreut und gedacht, endlich mal wer mit Hirn.
Frau Merkel und alle anderen Minister würden doch niemals die Wirtschaft so weit runter fahren, wäre das Virus nicht so gefährlich und hätte man ein Mittel, diese Krankheit zu bekämpfen. Man sollte diese Menschen, die da glauben , eingeschränkt leben zu müssen, alle mal los schicken, damit sie dann am eigenen Leib verspüren, wie gefährlich doch diese Krankheit ist, wenn sie diese hätten. Dann hätten sie wohl eine andere Meinung.
Und ich hoffe ja nicht, dass Herr Klante denkt, dass man von den "Alten" die Rente auf diese Art einsparen könnte. Was ist schon eine Geburtstagsfeier ohne Feier, da haben ja viele ältere Leute mehr Verstand und verzichten ganz darauf, Hauptsache sie bleiben von dieser für sie tötlichen Krankheit verschont. Und es gibt viele Menschen, die ihre Angehörigen auch nicht allzu oft im Heim besuchen, aber jetzt wollen sie, wo sie nicht dürfen. Besser nachdenken, hilft oftmals.
diskobolos
04.05.2020, 12.59 Uhr
@ Marcus Gerlach
Das müssen Sie mir genauer erklären: Wo wird hier die Meinungsfreiheit eingeschränkt? Sie dürfen nicht nur denken, was Sie wollen, Sie dürfen das sogar verbreiten. Wir leben weder in Nordkorea noch in der Türkei. Natürlich können Sie nicht davon ausgehen, dass alle anderen Ihre Meinung teilen. Diese Gejammer wird langsam unerträglich.
Zu dem Chaos, das die Herren Kemmerich und Mohring angerichtet haben, ist hier lang und breit diskutiert worden. Ich bin jedenfalls froh, dass diese Herren und der Strippenzieher im Hintergrund jetzt nicht regieren.
Henkel
04.05.2020, 13.01 Uhr
Oberlehrer,
so lange die Meinung nicht Meinungsgebend ist, interessiert es auch niemanden. Sobald die Meinung Einfluss hat, geht es anders herum. Siehe bspw. Dr. Wodarg, der am Ende wohl auch noch Recht behalten wird. Der durfte seinen Posten räumen. Oder Naidoo als Migrationskritiker, da hat RTL sofort gehandelt eh sich der Mainstreamjournalismus darauf einschießen kann. Man könnte es endlos weiterführen. Wenn man eine Möglichkeit findet, zu schaden, tun man es dann ohne zu zögern.

Und nein, Kobold2, man kann sich nicht immer herausreden damit, hinterher sei man immer schlauer. Dazu ist der Zauber zu gut aufgezogen. Das wird extra so getrimmt, dass wir genau so denken müssen. Wenn man sich, wie die Bundesregierung, die passenden Wissenschaftler aussucht und auf den Rest nicht hört, kommt eben so etwas dabei rum.

Nun stehen wir vor schlimmeren Problemen. Es gibt 13 Studien, wie solche Isolation einer Menge Menschen Lebenszeit kosten wird. Den Alten, die sich nun aus Sorge weniger bewegen und und und. Das Summiert sich. Des Weiteren haben wir den Menschen, deren Operationen nicht durchgeführt wurden, Lebenszeit geklaut. Wie es die Schüler verkraften, ist auch noch nicht klar. Wirtschaftlicher Schaden kann man sich noch nicht ausmalen. Jedes Versagen vor Corona kann man nun schön darauf schieben. Andere Politfelder wie Migrationsversagen spielt gar keine Rolle mehr. Der Politik gefällt es und kam ganz gelegen. Wenn es nach denen geht, kann der Spaß noch bis nächstes Jahr gehen. Je geringer der Abstand zur Wahl, umso besser. Eh es zu vielen Menschen raffen.
Paulinchen
04.05.2020, 13.22 Uhr
Der Beitrag des Herrn Klante...
... erinnert mich an den Herrn Watzke von Borussia Dortmund.(Beispiel sein Auftritt bei M. Lanz) Fußball um jeden Preis?

Es gibt leider noch immer Menschen, die glauben, dass sie von der Regierung schikaniert werden. Dabei wird es nahezu täglich, von einigen Politikern immer wieder bekräftigt, es geht vorrangig um die Gesundheit der Bevölkerung. Selbst die Kanzlerin hält sich gegenwärtig an ihren Amtseid, welcher von ihr fordert, den Nutzen des Volkes zu mehren. Je mehr Menschen gesund und munter sind, desto mehr profitiert davon die Wirtschaft.

In einer italienischen Zeitung habe ich heute gelesen, dass dort die Reproduktionszahl von 0,2 anvisiert wird. Nur dieser Wert macht es möglich, die Pandemie zu beherrschen! Es würde mich wundern, wenn andere Länder in der EU davon abweichen werden. Allerdings vermisse ich an dieser Stelle das Europäische Parlament in Brüssel. Ist dies eigentlich noch aktiv?

Was mir auch unerklärlich ist, ist die massive Forderung nach Öffnung der Spielplätze. Angenommen, wir hätten einen April gehabt, der wettertechnisch seinem Namen alle Ehre gemacht hätte, dann wären die offenen Plätze verwaist gewesen. Es ist aus meiner Sicht schon bemerkenswert, daß es Eltern gibt, denen die Kinder plötzlich beinahe eine Last sind. Haben sie sich die Kinder nur wegen des Kindergeldes angeschafft? Der Staat gibt die Bildung kostenlos, einen Teil (!!) der Erziehung, aber die notwendige Liebe, sollte doch wohl vom Elternhaus kommen.

Der Innenminister sagte am Wochenende einen sehr guten Satz : "Das Virus macht keinen Urlaub und keine Unterschiede." Darüber sollten die Menschen mal nachdenken, wenn sie ihre Menschenrechte massiv einfordern. Auch der MP von Bayern bringt es auf den Punkt :"Wir laufen einen Marathon, dessen Ziel wir nicht kennen und nicht wissen, wann er zu Ende ist."

Nur der Beitrag des Herrn Klante, bringt für mich, auch keine neuen Erkenntnisse über das Virus und dessen Verhalten. Heute gibt es schon wieder einen Beweis dafür, dass die Virologen nicht schlafen. Belgier und Amerikaner, sind auf einer neuen Spur, bei der Suche nach einem Impfstoff. Vielleicht hilft uns nun ein Lama oder Alpaka. Also - abwarten und Tee trinken.
Lehrer Schnauz
04.05.2020, 13.33 Uhr
Meinungsfreiheit
Man könnte denken, dass hier Menschen aufgrund Ihrer Meinung sanktioniert wurden. Tatsächlich war das auch so. Aber das hat mit der Meinungsfreiheit im Sinne des GG nicht wirklich etwas zu tun.

Beispiel Xavier Naidoo: Wen RTL bei sich auftreten lässt und wen nicht und warum nicht ist Sache von RTL und in keiner Weise staatlich vorgegeben. Möglicherweise hätte Naidoo sogar dagegen klagen können. Die Erfolgsaussichten einer solchen Klage hingen dann von der Vertragsgestaltung ab.

Bei Herrn Dr. Wobarg ging es wohl eher darum, dass er seine Thesen in Medien veröffentlicht wurden (KenFM, Rubicon, Geolitica), welche in der Vergangenheit oft mit verschwörungstheoretischen Artikeln auffielen. Verschwörungstheorien sind nicht so das Ding von Transparency International. Es ging wohl weniger um die Meinung, als mehr um die Art der Verbreitung. Und auch hier, stand wohl Herrn Dr. Wobarg der Klageweg offen - und auch hier entscheidet letzten Endes die Ausgestaltung seines Vertrages mit TI über die Erfolgsaussichten.

Die Meinungsfreiheit ist ein staatlich garantiertes Recht. Wenn es eingeschränkt wird, kann man wie bei jedem Rechtsbruch dagegen klagen. Ich vermute jedoch, dass insbesondere bei TI in den Statuten, die Angestellte sehr wahrscheinlich akzeptieren müssen, irgendetwas in der Art drin steht.
Marco Müller-John
04.05.2020, 13.51 Uhr
Akt der Menschlichkeit
Es ist der größte Akt der Menschlichkeit, der Solidarität und der Fürsorge, den wir zur Zeit alle erbringen. In dem wir verzichten, schützen wir die, die den Schutz bedürfen.

Die Gier, den Egoismus und den individuellen alltäglichen Firlefanz geopfert, bleibt das vom Leben vor uns liegen, was seiner realen Betrachtung würdig ist.

Und jede Impfung ist ebenso Schutz des anderen, wie die Einhaltung von Verkehrsregeln dies auch sind. Wer jene Menschlichkeit in der Substanz anzweifelt, weil das Eigene wichtiger ist, als das Ganze, opfert menschlichste elementare Grundregeln, deren wir uns so lange rühmten.

Es geht darum, darauf zu schauen, was wichtiger ist als Gemeinschaft und nicht als Individuum. Wer dieses nicht vermag, hat bald keine Pflegenotstand mehr, keine Krebspatienten und chronisch kranken Kinder.

Also müssen auch Sie Herr Klante verstehen üben, das das Wohl der Gemeinschaft wertvoller ist, als der vollumfänglich freie individuelle Gestaltungsdrang der Lebenszeit.

Und nur darauf kommt es an.
Wie Bitte
04.05.2020, 16.08 Uhr
Ich persönlich würde mich in meiner Freiheit wesentlich eingeschränkter fühlen,
wenn auf Grund (zu früh) gelockerter Corona-Gegenmaßnahmen die von einigen Leuten geforderte "Durchseuchung" stattfinden würde, ich dadurch angesteckt und sterben würde.
Nordthüringer
04.05.2020, 16.41 Uhr
Gute Analyse ...
..., Herr Klante.

Weniger staatliche Regulierungen und mehr persönliche Entscheidungsfreiheit auch in jetziger Situation wären das Maß der Dinge, mit dem die meisten von uns sicherlich gut leben könnten, wenngleich dieses nicht auf alle Bürger zutrifft.

Ich denke hier beispielhaft an die Einführung der
Mund-Nasen-Schutz-Pflicht, die ursprünglich überhaupt
niemand wollte und die letzten Endes nur aufgrund
eines Eiertanzes der Ministerpräsidenten zustande kam.

Manche Leute jedoch scheinen geradezu nach einer straffen staatlichen Führung zu schreien, wenn man sich einige Kommentare genauer ansieht.
Wenn man dann noch von einem Lebenslauf dieser
Kommentatoren ausgeht, der vielleicht in der ehemaligen DDR begann, weiß man doch sofort, woher der Wind weht ...
Real Human
04.05.2020, 17.31 Uhr
Die Würde der Toten ist unantastbar, …
Was nützen die hehresten Freiheiten, dem, der nur noch Asche oder vergammelndes Gebein ist, der also nicht mehr ist!? Manchmal müssen Rechtsanwälte ihre Mandanten vor sich selbst schützen. Richtig schlimm wird es aber, wenn Regierende ihre Bürger zu Leichtsinnigkeiten verleiten.

Tot sein ist für den Toten nicht schlimm. Wer nicht mehr existiert, kann auch nicht mehr leiden. Bei Corona geht dem leidlosen Nicht-mehr-sein im Endstadium aber fast immer eine sehr schmerzhafte Gegenwehr des lebendigen Leibes voraus. Das Virus zerstört im fortgeschritten Stadium die Lungenfunktion. Die Patienten werden dann unter dem Narkosemittel Propofol künstlich beatmet und so in ein künstliches Koma gelegt. Propofol war aber auch in Deutschland schon mal knapp. Zieht sich das künstliche Koma über Wochen hin, bleiben meist dauerhafte Schäden zurück.

Ohne massive Sedierung würden die Patienten ähnlich wie beim Waterboarding leiden. Auch Zyklon B bewirkt eine innere Erstickung. War es manchmal knapp, so dauerte der „Todeskampf“ oft 20 Minuten. Unsediert dauert das langsame Ersticken durch Corona meist sehr viel länger.

Mediziner mögen mich korrigieren.

Die „Philosophie“ einer verantwortungsvollen Politik war bisher darauf ausgerichtet, die Ausbreitung des Virus so weit zu verlangsamen, dass die medizinischen Einrichtungen niemals überfordert sein würden und immer ausreichend viele Beatmungsgeräte oder Sedierungsmittel vorhanden wären. Genau das Gegenteil kann aber passieren, wenn die Vorsichtsmaßnahmen zu stark gelockert werden.

Sollte es etwa Politiker geben, die insgeheim bereit sind, ein vorzeitiges Sterben von alten und kranken Menschen billigend in Kauf zu nehmen, um so die Kranken- und Pflegekassen zu entlasten und die Erbfolgen zu beschleunigen? Ehrlicher wäre es dann sicher, Natrium Pentobarbital in Apotheken frei zum Verkauf anzubieten. Hat nicht das BVerfG den § 217 StGB (zurecht!) gekippt?

Fazit: Mal 5 Minuten lang die Luft anhalten, wenn man glaubt, Corona sei ein nachgeordnetes Problem; aber bitte nur bei robuster Gesundheit!
Psychoanalytiker
04.05.2020, 17.43 Uhr
Herr Klante, Sie sind Politiker ?
Man merkt's. Und da Sie sich hier quasi "outen", teile ich Ihnen aus meiner Sicht mit, dass ich Ihnen niemals meine Stimme geben würde, auch wenn ich anerkenne, dass Sie sich trauten, Ihre Meinung kund zu tun.

Das Grundgesetz, das eigentlich durch freie Meinungsäußerung (Abstimmung) in eine gemeinsame Verfassung hätte umgewandelt werden sollen, ist "von Menschen gemacht". Daher wurde letztendlich auch keine Verfassung erarbeitet.

Das Leben und der Tot sind von der "Natur gemacht". Gesetze kann man ändern, so wie's gerade passt, Leben und Tot (noch) nicht.

Ich finde es "erbärmlich" wenn Menschen auf Ihre "menschengemachte" Rechte (z.B. Versammlungsfreiheit) pochen und es ihnen dabei gleichzeitig "am Arsch vorbei geht" wenn Menschen, die dieses Land mit aufbauten, wegen Ignoranz, Dummheit, Besserwisserei, politische Ar...kriecherei u.ä. so wie durch Corona angesteckt werden und ggf. auch sterben. Solche "Bestimmer" sind nicht "Gott", dass sie über Leben und Tot anderer bestimmen dürfen.

Es ist natürlich Ihr Recht, Ihre Meinung zu vertreten, aber Sie sollten sich schämen, dies so, wie im Artikel genannt, zu vertreten. Ich lebe lieber, als z.B. zu demonstrieren oder in Urlaub zu fahren. Und ich glaube mehr den "Medizinern" und weniger den Politikern, die ALLES zu wissen glauben ...
diskobolos
04.05.2020, 18.04 Uhr
Nordthüringer
Wenn wir schon mal dabei sind staatliche Gängelung zugunsten freier Entscheidungen abzuschaffen, sollten wir auch gleich Geschwindigkeitsbeschränkungen, Arbeitsschutz u. ä. abschaffen.
Der Seitenhieb auf Menschen, die in der DDR gelebt haben, ist unangemessen.
Kobold2
04.05.2020, 18.11 Uhr
Henkel, den aufgezogenen Zauber
gibt es derzeit weltweit. Dafür funktioniert mir die Koordinierung zu gut, wo man sich doch sonst bei banalern Themen, in weitaus kleineren Kreis nicht einigen kann.
Was aber auffällig ist, das in den Ländern, die zu spät reagiert haben, wo auch noch das Gesundheitssystem nicht so leistungsfähig ist, die Fallzahlen sehr hoch waren. Griechland hat z. B. noch fruher als Deutschlan recht drastisch reagiert. Mit dem Ergebnis, das sie die Fallzahlen dort vergleichsweise niedrig sind.
Das die persönliche Entscheidungsträger ihre Defizite hat, sah man recht deutlich nach den ersten Maßnahmen , Co man sich Zeit aller Warnungen mit den Kindern auf dem Spielplatz gestapelt hat, Coronapartys feiern musste, oder in den Supermärkten Hühner auf der Stange gespielt hat.
Zu diesem indirekten Ruf nach mehr Regulierung und Kontrolle, kamen auch hier noch viel direkte Rufe dazu.
Das Ergebnis haben wir jetzt. Die Jammerei wohl immer. Damals in die eine Richtung und heute in die andere. Viele Menschen ums man halt vor sich selbst schützen .
Ich finde, das es uns bei den vielen Unbekannten und den ständig neuen Erkenntnissen, bis jetzt, gut gelungen ist, damit zurecht zu kommen. Ein weiter so, wie vorher sehe ich nur bedingt und im Moment ist nun mal alles anders, das geht weiter so schon mal gar nicht. Dem muss sich das Gewohnheitstier Mensch mal anpassen. Ich sehe hier zu viel Leichtsinn auf uns zukommen. Wir konnten auch einen 70. und einen 89. Geburtstag (dazu noch in einer schönen europ. Stadt) nicht feiern, unserem Hobby nicht nachgehen, die Enkel nicht sehen usw. NA UND ! Aber wir sind alle noch gesund und haben n.u.W. auch niemanden angesteckt!
Das ist es was zählt und das andere kann man nachholen!
Nordthüringer
04.05.2020, 19.09 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Kein Chat
Arree
04.05.2020, 19.32 Uhr
Schlaumeier
Ich kann mich nur wiederholen, jetzt kommen die Schlauen und finden alles übertrieben und fordern die Grundrechte.
Wenn man an die Bilder der letzten Wochen in Italien denkt, dann möchte ich mal denjenigen sehen, der den Mut gehabt hätte, keine Einschränkungen in Deutschland zu veranlassen.

Sicherlich sollten jetzt Lockerungen kommen, aber zu sagen es war alles übertrieben ist ganz schön einfach.
Nordthüringer
04.05.2020, 19.57 Uhr
Von Abschaffung ...
... staatlicher Gängelung war hier keine Rede, wohl aber von
Reduzierung und Anpassung.
Was haben Corona-Massnahmen mit Tempolimit und Arbeitsschutz zu tun?
Sehen Sie einen Unterschied?
Bin selbst in der DDR geboren und aufgewachsen,
habe aber die "DDR-Brille" abgelegt,
diskobolos, bitte weniger Empfindsamkeit!
Kritiker2010
05.05.2020, 08.14 Uhr
Herr Klante, die Welt ist eine Scheibe!
Sie wurden nun also von zahlreichen Kommentatoren als Ketzer der diesjährigen Ersatz-Religion entlarvt.

In den 90ern hieß es, wir wären auf dem Weg in eine Informationsgesellschaft. Wer hätte damals gedacht, dass viele Menschen die verfügbaren Informationsmengen gar nicht verdauen können und weiterhin eine gut dosierte und vorsortierte Wissens-Zuteilung benötigen?
Endlose Wiederholungen akzeptierter Meinungen sichern das eigene Weltbild besser, als die Ambivalenz abstrakter Zahlen und Fakten.

Ihre Gedanken zu den Werten des Grundgesetzes fielen hier auf fruchtlosen Boden – gleichermaßen enttäuschend, wie vorhersehbar.

Wenn Sie also das nächste Mal gedanklich etwas weiter raus segeln, denken Sie bitte daran: Die Welt ist eine Scheibe! Das wissen wir ganz genau, auch wenn noch niemand den Rand gesehen hat.
Psychoanalytiker
05.05.2020, 09.46 Uhr
Ich bin kein Rechtsanwalt ...
... aber ich habe mich ein klitzekleines "Bißchen" informiert:

Wer die Gefahr durch Corona "ignoriert", oder "auf die leichte Schulter nimmt" und durch dieses Handeln andere Menschen in Gefahr (Ansteckung, Erkrankung, Lebensgefahr, Tot) bringt, kann sich unter Umständen (z.B. Wissen um die eigene Infektion mit dem Coronavirus) bei der Ansteckung Dritter strafbar machen. In Fachbeiträgen renomierter Anwälte las ich, dass neben vorsätzlicher oder fahrlässiger Körperverletzung auch fahrlässige oder vorsätzliche Strafbarkeit wegen Totschlags oder Mordes in Betracht kommt.

Dies sollten sich (mindestens) auch alle Ignoranten, Beschwichtiger, Besserwisser und Leugner der Gefahr des Coronavirus ins Gehirn meißeln.
Kritiker2010
05.05.2020, 11.33 Uhr
Jetzt neu: Hexenhammer - Corona-Edition
Das soll kein Chat werden. Aber auf den besonnen formulierten Einwand des Psychoanalytikers möchte ich antworten.

Legen wir also den Corona-Leugnern das Handwerk, weil durch Ihre abweichende (teils absurd anmutenden) Meinungen Menschen gefährdet werden könnten. (Konjunktiv!)

Demnach müssen wir aber zuvor Ärzten das Praktizieren und den Pharma-Firmen das Testen und Produzieren von Medikamenten verbieten, da hierdurch belegbar Menschen (und Tiere) zu Schaden kommen. (Imperativ!)

Herdenimmunität? Virusmutation? Untersterblichkeit?
Durch das Aufsagen dieser Worte zeigt sich der Beelzebub bei Vollmond im Sinne des noch ungedruckten neuen Hexenhammers.

Das Schlechte an diesem Ansatz ist jedoch, dass er sich auf Alles und gegen Jeden anwenden ließe und letztlich in vollständiger Handlungsunfähigkeit aller Beteiligten endete. Willkommen in Absurdistan.

Wollen wir an dieser Stelle vielmehr hoffen, dass nicht der eine oder andere altgediente Deutschlehrer an den mittelbaren Folgen mangelnder Orthographie in einigen Kommentaren verstirbt!
Frank1966
05.05.2020, 11.51 Uhr
Martin Luther King
Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt!
Paulinchen
05.05.2020, 12.44 Uhr
Wir können nur abwarten,...
... so habe ich es schon in einem anderen Beitrag geschrieben. Heute hat uns der Prof. Dr. Wieler wissen lassen, dass die Wissenschaftler mit einer zweiten, ja unter Umständen, auch mit einer dritten Infektionswelle rechnen.

Ich wette darauf, dass selbst, wenn es bis dahin schon einen Impfstoff gibt, es dann eine große Anzahl von Impfgegnern geben wird. Was dann für den Rest der Bevölkerung bedeutet, wir werden wohl ohne eine Impfpflicht, für immer und ewig mit dem Coronavirus leben müssen. Denn wie ist es denn bei der Masernimpfung? Da wird wegen einer kleinen Spritze schon von Körperverletzung gesprochen. Brauchen wir dann irgendwo, im Nirgendwo eine Insel für die Impfgegner, um wieder halbwegs unbeschwert leben zu können? Wie wird es sein, wenn der Impfstoff, oder ein Medikament gefunden ist, gibt es dann erst einmal wieder jede Menge Demos, um das Recht auf Unversehrtheit (den kleinen Pieks) durchzusetzen? Oder ziehen wir dann Grenzen zwischen den Befürwortern und Gegnern, denn letztere wollen ja das Recht auf Freiheit in jeder Hinsicht und Form,egal für welchen Preis und Folgen.
Mr0815
05.05.2020, 12.49 Uhr
Schließe mich an.
Ich zitiere an dieser Stelle Henryk M. Broder und schließe mich seiner Aussage an: „Es ist mir peinlich, aber in diesem Fall stehe ich voll hinter der Regierung“

Mir persönlich ist es peinlich, in diesen Tagen näher an den Meinungen der Herren John, diskobolus, Kobold2 usw. zu stehen und diesen zuzustimmen.
Da tut es gut, zu sehen das zumindestens Paulinchen nicht ihre Meinung gedreht hat und wie in ihrem Beitrag die richtigen Fragen stellt.

Die geschätzten Mitkommentatoren, welche sich hier im übrigen auf Xavier Naidoo und Wolfgang Wodarg berufen kann ich leider nicht ernst nehmen. Xavier Naidoo ist das beste Beispiel für Meinungsfreiheit, auch wenn ihm der Wind hart ins Gesicht bläst. Gäbe es keine Meinungsfreiheit würde er, wie im übrigen auch einige Mitkommentoren hier, zum Selbstschutz natürlich, in einer geschlossenen Anstalt therapiert werden.
Das ausgerechnet Wolfgang Wodarg zum Messias in Teilen der konservativen Fraktion auserkoren wurde, ist Ironie pur und zeugt davon, daß der Großteil nicht konservativ ist, sondern nur gegen alles und jeden.
Zur Erinnerung, Wodarg ist a). Mitglied der SPD, also der Esken-Borjans Partei und b). derjenige, der Gert Postel als stellvertretenden Amtsarzt eingestellt hat.
Punkt a). ist als Konservativer und ohne Köpfe wie Brandt und Schmidt untragbar und b). die Lachnummer schlechthin, welche von seiner unbestreitbaren fachlichen Qualifikation zeugt.

Abschließend mal eine Frage in den Raum gestellt, da ja hier schon ein unbedeutender Bürgermeister zu Wort kommen darf..
Wo sind die Statements der AfD zu diesem Thema? Das letzte was ich zu diesem Thema wahrgenommen hatte, ist eine Pressemitteilung der Zustimmung zu den Maßnahmen der Landrätin und Herr Dittmar fehlt hier leider sowieso seit längerem und wird zumindestens von mir vermisst.
Frank1966
05.05.2020, 13.21 Uhr
@Paulinchen
Ich versichere an Eides Statt, vor einigen Jahren für einen der größten Impfstoffhersteller der Welt gearbeitet zu haben. Ich habe aus moralischen Gründen, diese Tätigkeit beendet. Wenn Sie wüssten, was diesem Hersteller wichtig ist und das dabei über „Leichen“ gegangen wird, würden Sie Ihre Meinung, speziell zur Masernimpfung, zumindest überdenken.
Es gibt ein Gesetz zur Masernimpfung, für? Genau für 514 Masernfälle und null Todesfälle im Jahr 2019 ( Quelle rki.de Stand 01.03.2020 ). Zudem gibt es keinen reinen Masernimpfstoff. Es gibt einen Mehrfachimpfstoff.
Ich stelle eine Impfung als Ultima Ratio nicht in Frage, bin aber seit meiner Erfahrung etwas kritischer.
Auch finde ich dieses „Gebrüll“ nach einem Impfstoff sehr fragwürdig, weil damit wieder einmal, keine Diskussion über die Ursache geführt wird.
Wollen wir wirklich weiterhin, täglich diese Welt mißbrauchen, dies dann als unseren Wohlstand bezeichnen und einfach weiter so machen?
Ich habe gestern eine Doku auf Phönix gesehen - Tiertransporte grenzenlos - was wir diesen Lebewesen antun, unfassbar.
Ich befürchte, selbst dieses Virus wird uns nicht HEILEN!
Frank1966
05.05.2020, 14.34 Uhr
@Paulinchen
Ich vergaß noch eine provokative Frage in meinem vorherigen Kommentar. Vor was hat denn eigentlich ein Geimpfter Angst? Wenn Sie sich impfen lassen möchten, sind Sie doch Ihrer Meinung nach geschützt. Also eigentlich alles gut. Wer sich nicht impft, stirbt halt einfach., oder überlebt wie durch ein Wunder ;).
Paulinchen
05.05.2020, 14.44 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Henkel
05.05.2020, 15.15 Uhr
Paulinchen
zum Thema Impfstoff und Corona hat unter anderem Sucharit Bhakdi, einer der führenden Virologen weltweit, deutliche Worte gefunden. Da haben unzählige Experten, nicht finanziell involviert, ihre Meinung kundgetan. Wenn wir einmal durchseucht sind, brauchen wir den Unsinn nicht. Der Impfstoff sollte für alte oder Menschen mit Vorerkrankungen da sein, OK. Aber 12% der 80jährigen sterben an Viren und Bakterien, kommt halt was anderes und schlägt zu. Für jüngere Menschen ist das Virus nicht gefährlich, wenn man keine anderen schweren Erkrankungen hat. Deshalb ist eine Impfpflicht lachhaft.

Mr0815, warum konkret sollte Naidoo in die Klapse? Beispiel bitte.
Mr0815
05.05.2020, 17.10 Uhr
Beispiele? Gerne doch!
Zitat Naidoo: „Sie bringen unsere Alten um. Wenn ich Ihnen Böse wollte, dann könnte ich sagen, wir wissen, dass Sie die Rentenkassen geplündert haben und wollen jetzt, dass so viel wie möglich Rentner – ich will es gar nicht aussprechen.“ “

Mhm, ist klar..
Reine Logik, wenn dem wirklich so wäre, gäbe es keinen Lockdown. Man bräuchte den Virus einfach nur freien Lauf zu lassen, sich zurücklehnen und zusehen.
Problem ist dann aber, das dann wieder ein Naidoo und die derzeitigen Gegner des Lockdowns kommen und härtere Maßnahmen und einen Lockdown fordern würden.
Klar ist auch, das dieses Beispiel geistiger Umnachtung jemanden nicht reichen wird, der soetwas von sich gibt: „Aber 12% der 80jährigen sterben an Viren und Bakterien, kommt halt was anderes und schlägt zu.“
Menschenverachtender geht’s nicht mehr..
Und was das Thema Durchseuchung angeht, so gehen sie doch mit guten Beispiel voran. Lassen sie sich anstecken. Wenn es gut geht, sind sie vielleicht immun, wenn nicht brauchen sie sich um Immunität, Lockdowns und Corona nicht mehr zu sorgen. Für die Gesellschaft eine win-win-Situation.
tannhäuser
05.05.2020, 17.31 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
PIMI
05.05.2020, 18.40 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
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