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Di, 15:01 Uhr
28.04.2020
Nach zehn Jahren Arbeit:

»Nordhausen im Sozialismus« – Buchreihe ist vollendet

Zehn Jahre hat es gedauert. Nun ist er vollendet: der vierte und abschließende Band der Buchreihe „Nordhausen im Sozialismus“. In ihn haben die Autoren Günther Stanislowsky, Markus Veit und Thomas Müller noch einmal alles hineingesteckt, was sie im Köcher hatten...

NDH im Sozialismus (Foto: privat) NDH im Sozialismus (Foto: privat)


So huldigen sie den Nordhäuser Originalen aus DDR-Zeiten, dem „Dicken Peter“ oder dem Ofenreiniger Paul Edelkraut. Sie beschäftigen sich mit der legendären Ilka, der Eismaschine aus Niedersachswerfen, mit den Zeitungskiosken, dem Süßigkeitengeschäft in der Rautenstraße oder der Entstehung des Wohngebietes auf dem Sand. Neue alte Aufnahmen gibt es vom Bebelplatz, von der Rauten- und Töpferstraße und ganz winzigen Ecken Nordhausens.

Wie gewohnt geht es auch in Betriebe, wie die Hydro, Nordbrand, Dreistreif oder Tabak. Derweil es Bleicherode gleich mit mehreren Unternehmen ins Buch geschafft hat. Ob Ringmülltonne, Milchverkauf, Busbahnhof, Telefonzelle oder Spülkastenproduktion – nichts ist den Autoren entgangen. Ebenso wenig die Frage, wohin eigentlich die FIT-Flasche kam, wenn sie leer war.
In alter Manier wurden Zeitzeugen intensiv befragt, sodass ein munteres Gemisch aus Bild und ausführlichem Text entstand. Genau das zeichnete schon die zwischen 2008 und 2010 erschienen Bände aus – sie haben mehr zu bieten als einschlägige DDR-Bildbände. Wie immer entstand eine Mischung aus humorvollem Erinnern und kritischer Reflexion der Verhältnisse von 1949 bis 1989. Und ebenfalls wie immer sind einige Rückblenden hochaktuell: Aus dem Handelshof wurde gerade erst das Hotel Fürstenhof. Die Poliklinik in der Bahnhofstraße verschwand vor kurzem, ebenso die Kaffeefabrik.

Das Beste aber kommt zum Schluss. Ihrem letzten Band haben Müller, Stanislowsky und Veit einen ausführlichen Anhang verpasst. Ein Muss für alle historisch Interessierten. Darin sind alle Abrisse seit 1949 im Altstadtgebiet sowie alle Neubauten auch über die Altstadt hinaus erfasst. Die Arbeit zweier Jahrzehnte aus der Feder von Markus Veit. Es gibt ein Verzeichnis der Straßenumbenennungen und ein Abkürzungsverzeichnis, eine Liste aller Schulen und Kindergärten dieser Epoche, vor allem aber ein alle vier Bände umfassendes Schlagwortregister. Günther Stanislowsky trug dieses in einem Jahr mühevoll zusammen. Das Buch ist ab sofort im Handel erhältlich.
Autor: red

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