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Mo, 13:41 Uhr
06.06.2005

nnz-Forum: Nicht nur für Enthusiasten

Nordhausen (nnz). Die nnz hatte in der vergangenen Woche einen Beitrag unter der Überschrift „Fliegende Fetzen im Tabakspeicher“ veröffentlicht. Dazu jetzt einige Anmerkungen von Jürgen Rennebach.


1. Beim „Tabakspeicher“ handelt es sich um ein Museum für Industrie, Handwerk und Gewerbe. Eine umfassende archäologische Sammlung soll hier nicht beheimatet sein, sie gehörte eigentlich in ein Stadtgeschichtsmuseum.

2. Die Konzeption für diese Ausstellung hat nicht eine Agentur aus Hannover erarbeitet. Dies war der Fall beim „Kunsthaus Meyenburg“.

3. Zu den noch fehlenden Erläuterungen und Exponatsbeschriftungen ist zu sagen, daß die gesamte Ausstellung erst unmittelbar vor ihrer Wiedereröffnung aufgebaut wurde. Deshalb ist es erst jetzt möglich, gemeinsam mit den Mitarbeitern des Hauses, diese Texte zu erstellen. Das neue Beschriftungssystem für die einzelnen Stationen wird weltweit eingesetzt und hat sich bewährt.

4. Mitmachaktionen sind nicht nur in den Sonderausstellungen, sondern auch an anderen Orten des Museums in großem Umfang möglich und erwünscht. Zudem werden sie schon seit Jahren mit Erfolg durchgeführt.

5. Der neue Tresen am Eingang wertet diesen Bereich enorm auf. Und ein Tresen ist nun mal höher als ein Tisch. Die Mitarbeiter können auch über einen Tresen Kontakt zu den Besuchern aufnehmen.

6. Zum Vorwurf, daß sich ein Künstler des Museums angenommen hat, führe ich an, daß ich seit vielen Jahren in mehreren großen Städten Dauerausstellungen konzipiert und gestaltet habe. Diese Ausstellungen finden reges Interesse und Zustimmung.

7. Beauftragt waren wir, meine Kollegin Kunigunde Berberich und ich, mit der
gestalterischen Überarbeitung des „Tabakspeicher“. Diese ist nach Meinung von Besuchern gut gelungen. Im Ergebnis steht unter anderem auch ein wesentlich sinnvollerer Ausstellungsablauf. Die Einrichtung der Vitrinen und auch weitestgehend die der Räume oblag dem Team des „Tabakspeicher“. Es ist schwer nachvollziehbar, warum das Museum gesichtslos geworden sein soll. Durch Hervorheben einzelner ausgewählter Exponate wurde gerade die Beliebigkeit durchbrochen. Der Tabakspeicher darf nicht nur Depot für Sammelstücke weniger Enthusiasten sein. Die neu konzipierte Ausstellung ermöglicht auch außenstehenden Besuchern einen tiefen Einblick in die Entwicklung des Landkreises.
Jürgen Rennebach
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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