Do, 12:41 Uhr
02.06.2005
Jeder Tag ist ein guter für...
Nordhausen (nnz). Ein ähnliches Satzkonstrukt ist in den vergangenen Tagen oft gebraucht worden. Meist wurde damit allerdings die bundesdeutsche Politiklandschaft gemeint. Jetzt macht ein solcher Satz auch in Nordhausen die Runde...
Hinter vorgehaltener Hand wird in einigen Stadtratsfraktionen schon mal gesagt, daß jeder Tag, den sich Investor Rossing eher vom Pferdemarkt zurückziehen werde, ein guter Tag für diese Stadt sei. Nun ist ja bekannt, dass sich vor allem Mitglieder der damaligen SPD-Stadtratsfraktion nicht unbedingt mit den beiden Rossing-Brüdern anfreunden konnten. Das lag weniger an deren Konzept, sondern an der Tatsache, dass es nie einen wirklichen Wettbewerb zwischen Pferdemarkt und Südharz-Galerie geben werde. Zumindest zwischen den beiden Nordhäuser Polen wäre so die Marktwirtschaft durch eine Planwirtschaft ersetzt worden.
Immer mehr wird nun auch vom Märchen zur Realität, dass sich die Verwalter der Stadt auf eine Ersatzvariante einstellen. Die einzelnen Grundstücke könnten gekauft und zusammengefaßt werden, so hätte die Kommune die Macht darüber. Und so könnte das, was seit Jahren und seit Monaten leer steht und leergezogen wurde, dann auch endlich verschwinden. Das wiederum sollte eigentlich der Investor übernehmen.
Der aber ist nur schwer erreichbar. Die Herren Rossing und Pinnow eilen von Termin zu Termin, von Besprechung zu Besprechung. Das mag ja alles geschäftig aussehen, für Nordhausen vermutlich ist es zu wenig, denn einen SB-Mieter hat man bislang nicht vorweisen können. Und mit dem steht und fällt das Konzept. Es wird eher fallen, sind sich die Kenner der Szene einig, obwohl der Investor immer noch bemüht ist, Optimismus zu verbreiten. Doch die Firma ROSCO bekommt Druck, auch von der Stadtverwaltung. Diesem Druck wollen die Leute in Bad Hersfeld nicht ausweichen. Wir wollen uns von dem Projekt nicht zurückziehen, versichert Ruediger W. Pinno, der heute gerade auf einer Baustelle in Gießen zu finden ist.
Finden muß er unbedingt einen SB-Markt. Zur Auswahl stehen Ketten, deren Zahl mal an einer Hand abgreifen kann. Und einen Discounter wollen sowohl ROSCO als auch die Stadtverwaltung Nordhausen nicht. Noch nicht. Denn auch das gibt Pinno zu: Das derzeitige und auch das zu erwartende Konsumklima in Deutschland verleitet nicht gerade zu einer üppigen Investitionsbereitschaft.
Und so wird die ROSCO-Gruppe auch weiterhin nach einem SB-Markt am Nordhäuser Pferdemarkt suchen. Parallel dazu wird es Überlegungen geben, wie man seitens der Stadtverwaltung aus dieser vertrackten Angelegenheit herauskommt. Denn Fakt ist auch, ein zweiter Einkaufstempel, selbst im Rohbau, hätte gut in die kommunale Wahllandschaft des kommenden Jahres gepaßt.
Autor: nnzHinter vorgehaltener Hand wird in einigen Stadtratsfraktionen schon mal gesagt, daß jeder Tag, den sich Investor Rossing eher vom Pferdemarkt zurückziehen werde, ein guter Tag für diese Stadt sei. Nun ist ja bekannt, dass sich vor allem Mitglieder der damaligen SPD-Stadtratsfraktion nicht unbedingt mit den beiden Rossing-Brüdern anfreunden konnten. Das lag weniger an deren Konzept, sondern an der Tatsache, dass es nie einen wirklichen Wettbewerb zwischen Pferdemarkt und Südharz-Galerie geben werde. Zumindest zwischen den beiden Nordhäuser Polen wäre so die Marktwirtschaft durch eine Planwirtschaft ersetzt worden.
Immer mehr wird nun auch vom Märchen zur Realität, dass sich die Verwalter der Stadt auf eine Ersatzvariante einstellen. Die einzelnen Grundstücke könnten gekauft und zusammengefaßt werden, so hätte die Kommune die Macht darüber. Und so könnte das, was seit Jahren und seit Monaten leer steht und leergezogen wurde, dann auch endlich verschwinden. Das wiederum sollte eigentlich der Investor übernehmen.
Der aber ist nur schwer erreichbar. Die Herren Rossing und Pinnow eilen von Termin zu Termin, von Besprechung zu Besprechung. Das mag ja alles geschäftig aussehen, für Nordhausen vermutlich ist es zu wenig, denn einen SB-Mieter hat man bislang nicht vorweisen können. Und mit dem steht und fällt das Konzept. Es wird eher fallen, sind sich die Kenner der Szene einig, obwohl der Investor immer noch bemüht ist, Optimismus zu verbreiten. Doch die Firma ROSCO bekommt Druck, auch von der Stadtverwaltung. Diesem Druck wollen die Leute in Bad Hersfeld nicht ausweichen. Wir wollen uns von dem Projekt nicht zurückziehen, versichert Ruediger W. Pinno, der heute gerade auf einer Baustelle in Gießen zu finden ist.
Finden muß er unbedingt einen SB-Markt. Zur Auswahl stehen Ketten, deren Zahl mal an einer Hand abgreifen kann. Und einen Discounter wollen sowohl ROSCO als auch die Stadtverwaltung Nordhausen nicht. Noch nicht. Denn auch das gibt Pinno zu: Das derzeitige und auch das zu erwartende Konsumklima in Deutschland verleitet nicht gerade zu einer üppigen Investitionsbereitschaft.
Und so wird die ROSCO-Gruppe auch weiterhin nach einem SB-Markt am Nordhäuser Pferdemarkt suchen. Parallel dazu wird es Überlegungen geben, wie man seitens der Stadtverwaltung aus dieser vertrackten Angelegenheit herauskommt. Denn Fakt ist auch, ein zweiter Einkaufstempel, selbst im Rohbau, hätte gut in die kommunale Wahllandschaft des kommenden Jahres gepaßt.


