So, 14:22 Uhr
22.03.2020
Gedanken zum Internationalen Tag des Waldes
Und still ruht der Wald…
…weil man ihn vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, könnte man meinen. Dazu ein Beitrag eines nnz-Lesers im Forum dieser Zeitung...
So sieht es aus in den Südharzer Wäldern (Foto: privat)
Genau diese liegen in hohen und viele Meter langen Stapeln fast überall im Wald herum. Natürlich sind das alles ehemals vom Borkenkäfer befallene und kranke Bäume gewesen, die auf den Abtransport warten.
Streift man jedoch von den breiten, kaum noch begehbaren Wegen in den Forst, stellt man fest, dass dort auch große Flächen kahl geschlagen wurden, die grüne Kronen hatten, deren Rinde keine Käferzeichnung hat und die Baumscheiben auch keinen Anhalt für eine Erkrankung geben. Rings umher ist die Natur großflächig verwüstet, tiefe Schlammgleise der Maschinen und Rücketätigkeiten hinterlassen ein Inferno, das früher oft beseitigt, heute sich selbst überlassen bleibt. Die Rodekommandos ziehen dann eben weiter, es stehen einfach zu viele Bäume vor dem Wald.
Vielleicht ist ja bei der ganzen Coronamanie jemandem aufgefallen, dass es noch andere Dinge auf der so geschundenen Welt gibt. So war gestern beispielsweise der traditionelle Tag des Waldes, den die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen hat. Der Tag hat den Sinn, auf die Bedeutung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung aufmerksam zu machen.
Tourismusförderung pur (Foto: privat)
Wenn der geneigte Erholungssuchende nun versucht, dies im Wald zu tun, wird er schnell eines Besseren belehrt. Besonders im einst so schönen Südharz kann man ohne große Mühe bereits vom Waldrand aus die Interpretation der Waldnutzung in allen Facetten genießen. Es ist ein Jammer, was wir in der Natur anrichten. Man möchte meinen, auch hier ist der Verstand vom Baum erschlagen worden. Es macht einfach traurig und wütend, wie mit dem Wald umgegangen wird.
Fröhliches Wandern (Foto: privat)
Sicherlich fehlt mir der fachliche Hintergrund, das alles zu begreifen, es hat bestimmt einen ökonomisch-ökologischen Sinn, das Desaster des Stausees bei Kelbra lässt grüßen.
Ich wünsche einen wunderschönen sonnigen Sonntag und begebe mich erneut auf die Suche nach dem Wald, der noch wie Wald aussieht.
Ein Bürger vom Waldesrand, der Name ist der Redaktion bekannt
Autor: red
So sieht es aus in den Südharzer Wäldern (Foto: privat)
Genau diese liegen in hohen und viele Meter langen Stapeln fast überall im Wald herum. Natürlich sind das alles ehemals vom Borkenkäfer befallene und kranke Bäume gewesen, die auf den Abtransport warten.
Streift man jedoch von den breiten, kaum noch begehbaren Wegen in den Forst, stellt man fest, dass dort auch große Flächen kahl geschlagen wurden, die grüne Kronen hatten, deren Rinde keine Käferzeichnung hat und die Baumscheiben auch keinen Anhalt für eine Erkrankung geben. Rings umher ist die Natur großflächig verwüstet, tiefe Schlammgleise der Maschinen und Rücketätigkeiten hinterlassen ein Inferno, das früher oft beseitigt, heute sich selbst überlassen bleibt. Die Rodekommandos ziehen dann eben weiter, es stehen einfach zu viele Bäume vor dem Wald.
Vielleicht ist ja bei der ganzen Coronamanie jemandem aufgefallen, dass es noch andere Dinge auf der so geschundenen Welt gibt. So war gestern beispielsweise der traditionelle Tag des Waldes, den die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen hat. Der Tag hat den Sinn, auf die Bedeutung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung aufmerksam zu machen.
Tourismusförderung pur (Foto: privat)
Wenn der geneigte Erholungssuchende nun versucht, dies im Wald zu tun, wird er schnell eines Besseren belehrt. Besonders im einst so schönen Südharz kann man ohne große Mühe bereits vom Waldrand aus die Interpretation der Waldnutzung in allen Facetten genießen. Es ist ein Jammer, was wir in der Natur anrichten. Man möchte meinen, auch hier ist der Verstand vom Baum erschlagen worden. Es macht einfach traurig und wütend, wie mit dem Wald umgegangen wird.
Fröhliches Wandern (Foto: privat)
Sicherlich fehlt mir der fachliche Hintergrund, das alles zu begreifen, es hat bestimmt einen ökonomisch-ökologischen Sinn, das Desaster des Stausees bei Kelbra lässt grüßen.
Ich wünsche einen wunderschönen sonnigen Sonntag und begebe mich erneut auf die Suche nach dem Wald, der noch wie Wald aussieht.
Ein Bürger vom Waldesrand, der Name ist der Redaktion bekannt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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