Sa, 10:58 Uhr
28.05.2005
Karawane auf dem Petersberg
Nordhausen (nnz). Ein Kamel auf dem Petersberg und ein Zelt, wie in 1001 Nacht? Das geht, denn es ist eine Zeitreise auf einen orientalischen Basar. nnz stellt das Spektakel und die Macher vor.
Karawane auf dem Petersberg (Foto: nnz)
Bagdad, irgendwann im Zeitalter von 1001 Nacht. Die finstere Hexe hat ihren unfähigen Sohn auf den Thron gesetzt, nun ist das Chaos am Hof vollkommen. Es wird Zeit, daß der verzauberte Herrscher und sein Großvesier zurückkehren. Auf ihrer Reise treffen die in Störche verwandelten Helden auf zahlreiche Abenteuer. Am Ende winkt dann auch die hübsche Prinzessin. Doch mehr sei noch nicht verraten aus 1001 Sternnacht, dem Märchen der Varietegruppe Komplott gegen die Schwerkraft.
Im vergangenen Jahr war die Truppe mit diesem Stück auf Tour. Am liebsten spielen wir auf Festivals. Sagt Steffi Böttcher, Leiterin des Kinder- und Jugendzirkus. Auch der Austausch mit anderen Künstlern sei dort sehr gut. Und natürlich die vielen Kinder, die begeistert mitmachen. Trotzdem würde das Komplott gerne öfter in Nordhausen auftreten, wenn es denn einfacher wäre. In anderen Städten scheint es für nichtkommerzielle Gruppen unkompliziertere Auftrittsmöglichkeiten zu geben, ist Steffi Böttcher aufgefallen. Man werde zwar vom Kulturamt unterstützt, es ermöglichte auch den Aufbau des Zirkuszeltes auf dem Petersberg, aber kostenlos ist diese Spielstätte nicht zu bekommen. Das Gelände gehört schließlich ins Nachnutzungskonzept der Landesgartenschau.
Gewinn machen mit Zirkusdarbietungen ist nicht drin, auch wenn die Veranstaltungen gut besucht werden, kommen an einem Abend selten mehr als 150 Euro zusammen. Gage bekommt ohnehin niemand. Große Projekte, wie früher die Schrille Nacht sind beim kargen Budget nicht mehr drin. Dafür soll es ab dem nächsten Schuljahr Workshops geben - in Pantomime und Theater. Für Leute, die lieber zuschauen als mitmachen, wird die experimentelle Performance La Luna wiederbelebt. An einem besonderen Ort soll eine besondere Idee umgesetzt werden. Was das ist, entscheiden die Darsteller selbst. Immer zu Vollmond wird es überraschendes mit dem Kinderzirkus und dem Theaterprojekt Studio 44 geben. 2003 waren die Hausbesuche des kleinsten Variete der Welt der große Erfolg. Die Gruppe spielte in den Wohnzimmern der Gastgeber.
Nach dem Einbruch vor einigen Wochen, sah es für den Verein erst einmal schlecht aus. Alle Technik war entwendet oder zerstört worden. Sofort half das Theater aus. Die Zusammenarbeit ist wieder sehr gut. Wir durften auch das Zappelini Jubiläum im großen Haus feiern. Da bekannte sich Intendant Lars Tietje klar zu uns, berichtet Steffi Böttcher. Inzwischen kooperiert das Studio 44 mit dem Jungen Theater. Das Büro des Vereins befindet sich in der Grimmelallee direkt neben dem Proberaum. Nun stimmt auch die Hausnummer 44 wieder. Wir sitzen jetzt an der Hauptschlagader. Das ist alles richtig lebendig, begeistert sich die Zirkus-Chefin. In der evangelischen Grundschule war man zu weit weg von Proberäumen und Auftrittsorten.
Studio 44 wächst weiter. Jeden Herbst kommt eine neue Kindergruppe dazu, auch wenn Interessierte jederzeit einsteigen können. Die Puppenspielergruppe Die Vierlosophen haben sich für eine Zusammenarbeit entschieden. Studio 44 als Dachverband für große und kleine Projekte, so könnten sich die Macher die Zukunft vorstellen.
Für Zirkus und Variete werden noch Auftrittsorte gesucht, im Freien, aber auch in Räumen während der kälteren Jahreszeit. Wer Auftrittsmöglichkeiten anbieten kann, die möglichst keine Platzmiete kosten, der möchte sich bei Steffi Böttcher unter 0179/7482844 melden. Wer einen funktionstüchtigen Computer zu verschenken hat, kann dem Kinder- und Jugendzirkus damit eine Freude machen.
Wer erst einmal schauen möchte, was das Studio 44 so bietet, kommt am Sonntag um 15.00 Uhr einfach auf den Petersberg. Das Zelt neben dem Petriturm ist nicht zu übersehen. Aufgeführt wird das Stück 1001 Sternnacht. Zur großen Kindertagsparty am 1. Juni sind an selber Stelle Märchen zu hören. Jugendliche lockt sicher eher die Feuershow am 10. Juni auf den Berg.
Autor: wf
Karawane auf dem Petersberg (Foto: nnz)
Bagdad, irgendwann im Zeitalter von 1001 Nacht. Die finstere Hexe hat ihren unfähigen Sohn auf den Thron gesetzt, nun ist das Chaos am Hof vollkommen. Es wird Zeit, daß der verzauberte Herrscher und sein Großvesier zurückkehren. Auf ihrer Reise treffen die in Störche verwandelten Helden auf zahlreiche Abenteuer. Am Ende winkt dann auch die hübsche Prinzessin. Doch mehr sei noch nicht verraten aus 1001 Sternnacht, dem Märchen der Varietegruppe Komplott gegen die Schwerkraft.
Im vergangenen Jahr war die Truppe mit diesem Stück auf Tour. Am liebsten spielen wir auf Festivals. Sagt Steffi Böttcher, Leiterin des Kinder- und Jugendzirkus. Auch der Austausch mit anderen Künstlern sei dort sehr gut. Und natürlich die vielen Kinder, die begeistert mitmachen. Trotzdem würde das Komplott gerne öfter in Nordhausen auftreten, wenn es denn einfacher wäre. In anderen Städten scheint es für nichtkommerzielle Gruppen unkompliziertere Auftrittsmöglichkeiten zu geben, ist Steffi Böttcher aufgefallen. Man werde zwar vom Kulturamt unterstützt, es ermöglichte auch den Aufbau des Zirkuszeltes auf dem Petersberg, aber kostenlos ist diese Spielstätte nicht zu bekommen. Das Gelände gehört schließlich ins Nachnutzungskonzept der Landesgartenschau.
Gewinn machen mit Zirkusdarbietungen ist nicht drin, auch wenn die Veranstaltungen gut besucht werden, kommen an einem Abend selten mehr als 150 Euro zusammen. Gage bekommt ohnehin niemand. Große Projekte, wie früher die Schrille Nacht sind beim kargen Budget nicht mehr drin. Dafür soll es ab dem nächsten Schuljahr Workshops geben - in Pantomime und Theater. Für Leute, die lieber zuschauen als mitmachen, wird die experimentelle Performance La Luna wiederbelebt. An einem besonderen Ort soll eine besondere Idee umgesetzt werden. Was das ist, entscheiden die Darsteller selbst. Immer zu Vollmond wird es überraschendes mit dem Kinderzirkus und dem Theaterprojekt Studio 44 geben. 2003 waren die Hausbesuche des kleinsten Variete der Welt der große Erfolg. Die Gruppe spielte in den Wohnzimmern der Gastgeber.
Nach dem Einbruch vor einigen Wochen, sah es für den Verein erst einmal schlecht aus. Alle Technik war entwendet oder zerstört worden. Sofort half das Theater aus. Die Zusammenarbeit ist wieder sehr gut. Wir durften auch das Zappelini Jubiläum im großen Haus feiern. Da bekannte sich Intendant Lars Tietje klar zu uns, berichtet Steffi Böttcher. Inzwischen kooperiert das Studio 44 mit dem Jungen Theater. Das Büro des Vereins befindet sich in der Grimmelallee direkt neben dem Proberaum. Nun stimmt auch die Hausnummer 44 wieder. Wir sitzen jetzt an der Hauptschlagader. Das ist alles richtig lebendig, begeistert sich die Zirkus-Chefin. In der evangelischen Grundschule war man zu weit weg von Proberäumen und Auftrittsorten.
Studio 44 wächst weiter. Jeden Herbst kommt eine neue Kindergruppe dazu, auch wenn Interessierte jederzeit einsteigen können. Die Puppenspielergruppe Die Vierlosophen haben sich für eine Zusammenarbeit entschieden. Studio 44 als Dachverband für große und kleine Projekte, so könnten sich die Macher die Zukunft vorstellen.
Für Zirkus und Variete werden noch Auftrittsorte gesucht, im Freien, aber auch in Räumen während der kälteren Jahreszeit. Wer Auftrittsmöglichkeiten anbieten kann, die möglichst keine Platzmiete kosten, der möchte sich bei Steffi Böttcher unter 0179/7482844 melden. Wer einen funktionstüchtigen Computer zu verschenken hat, kann dem Kinder- und Jugendzirkus damit eine Freude machen.
Wer erst einmal schauen möchte, was das Studio 44 so bietet, kommt am Sonntag um 15.00 Uhr einfach auf den Petersberg. Das Zelt neben dem Petriturm ist nicht zu übersehen. Aufgeführt wird das Stück 1001 Sternnacht. Zur großen Kindertagsparty am 1. Juni sind an selber Stelle Märchen zu hören. Jugendliche lockt sicher eher die Feuershow am 10. Juni auf den Berg.

