Fr, 11:25 Uhr
27.05.2005
Wo ist das schönste Dorf?
Nordhausen (nnz). Im Jahr 2005 findet in den Dörfern des Landkreises Nordhausen Thüringens wieder der Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft statt. Der Sieger des jeweiligen Kreiswettbewerbes ist berechtigt, am Landeswettbewerb 2006 teilzunehmen. Bis zur Siegerehrung ist es noch ein weiter Weg.
Im Landkreis Nordhausen haben sich acht Gemeinden beworben, die in den Monaten Mai und Juni von der Kreisjury unter die Lupe genommen werden. Das Thüringer Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung, das Landwirtschaftsamt in Bad Frankenhausen, die Untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes, dessen Untere Bauaufsicht, Wirtschaftsförderung, Untere Naturschutzbehörde und der Bereich Kreisentwicklung entsandten je ein Jurymitglied. Am 18. Mai war der Auftakt der Besichtigungstour in den Goldene-Aue-Orten Görsbach und Windehausen. Beide stellen sich oft diesem Wettbewerb, mit Erfolg, denn den Bürgermeistern und Gemeinderatsmitgliedern ist es ein Bedürfnis, das, was im Dorf geschaffen wurde, über den Ort hinaus kundzutun.
Am 26. Mai begab sich die Jury nach Harzungen und Buchholz, also in eine ganz andere landschaftliche und wirtschaftliche Region. Harzungen besitzt eine ideale Lage, auch deshalb, weil der Verkehr an der Peripherie des Ortes vorbeiführt, während die vielen Fahrzeuge in Buchholz mitten durchs Dorf lärmen. In Harzungen leben 238 Einwohner, kein Haus steht leer, die Dorfentwicklung liegt den meisten Harzungern am Herzen, so stellten es der stellvertretende Bürgermeister Karsten Baudrexl und das Gemeinderatsmitglied Waltraud Teichmann bei der Vorstellung des Ortes dar. Die Hofanlagen mit den Gärten sind gepflegt, den Pferden gehört die große Sympathie. Die Jurymitglieder ließen es sich deshalb beim Rundgang auch nicht nehmen, zwei Höfe mit Pferdestallanlagen zu besichtigen und sich in einem Gehöft an historischen Kutschen zu erfreuen. Harzungen ist zum 2. Mal in der Dorferneuerung, was dem Ort sehr gut getan hat und weiterhin tut. Zur Zeit ist die Kirche eingerüstet, der Turm wird saniert, und es stellte sich heraus, dass die Schäden größer sind als erwartet. Die zweite Baustelle ist eine Straße, die mit Altstadtpflasterung versehen wird. Im Jahr 2006 soll es mit der Dorfplatzgestaltung und der Renovierung des Gemeindehauses voran gehen. Den Fremdenverkehr gestaltet man gemeinsam mit Neustadt. In Harzungen befand sich eines der Außenlager des KZ Mittelbau-Dora. Nur wenige Spuren deuten noch darauf hin. Auf dem Friedhof steht ein Gedenkstein, der an die Toten erinnert, an anderer Stelle ein Denkmal, das die Todesmärsche zu Ende des Krieges ins Gedächtnis bringt. Wanderungen rund um Harzungen gibt es viele. Eine Chronik des Ortes wurde kürzlich herausgegeben.
In Buchholz schmückten Gänseblümchen auf blauem Tuch den Tisch im Jugendclub, wo die Jury von der Bürgermeisterin Monika Wüstemann, vom Architekten Karsten Kurch und von der Ortschronistin Inge Otto begrüßt wurde. Seit der letzten Wettbewerbsteilnahme hat sich das Ortsbild sehr positiv verändert, auch dank der Förderung durch die Dorferneuerung. Im Ortszentrum leuchten das Gebäude der Feuerwehr und das daran anschließende grundhaft sanierte Wohnhaus der Gemeinde in neuem Glanz. Bei der Einfahrt, von Neustadt kommend, fiel der Jury die Neusetzung des Gefallenendenkmals ins Auge. Die 220 Einwohner sind rege, ihre Gehöfte ansehnlich zu gestalten. Auch diejenigen, die nicht in die Dorferneuerung aufgenommen wurden, sind eifrig dabei. Das Leben in der Gemeinde ist, angefangen von den Kindern über die Jugendlichen bis hin zu den Senioren, abwechslungsreich. Zahlreiche Feste setzen Höhepunkte. Beim Rundgang durchs Dorf wurde auch auf die Bergbautradition hingewiesen, die sich in vielen Sagen erhalten hat. Nahe des Friedhofes besichtigte die Jury eine Kupferschieferbinge. Ein Sorgenkind ist die Kirche, von deren desolatem Zustand man sich überzeugen konnte. Es gründete sich ein Kirchenbauverein, dem 38 Mitglieder angehören. Seit Mai ist er beim Amtsgericht eingetragen. Die Lage des Ortes im unmittelbaren Harzvorland ist idyllisch und lädt zu zahlreichen Wanderungen ein. Und wer mehr über den Ort wissen möchte, kann alles in einer aufschlussreichen Chronik nachlesen.
Weitere Ortsbesichtigungen finden am 14. Juni 2005 in Hainrode und Niedergebra statt, und am 16. Juni sind die Jurymitglieder in Friedrichsthal und Hörningen.
Autor: nnzIm Landkreis Nordhausen haben sich acht Gemeinden beworben, die in den Monaten Mai und Juni von der Kreisjury unter die Lupe genommen werden. Das Thüringer Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung, das Landwirtschaftsamt in Bad Frankenhausen, die Untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes, dessen Untere Bauaufsicht, Wirtschaftsförderung, Untere Naturschutzbehörde und der Bereich Kreisentwicklung entsandten je ein Jurymitglied. Am 18. Mai war der Auftakt der Besichtigungstour in den Goldene-Aue-Orten Görsbach und Windehausen. Beide stellen sich oft diesem Wettbewerb, mit Erfolg, denn den Bürgermeistern und Gemeinderatsmitgliedern ist es ein Bedürfnis, das, was im Dorf geschaffen wurde, über den Ort hinaus kundzutun.
Am 26. Mai begab sich die Jury nach Harzungen und Buchholz, also in eine ganz andere landschaftliche und wirtschaftliche Region. Harzungen besitzt eine ideale Lage, auch deshalb, weil der Verkehr an der Peripherie des Ortes vorbeiführt, während die vielen Fahrzeuge in Buchholz mitten durchs Dorf lärmen. In Harzungen leben 238 Einwohner, kein Haus steht leer, die Dorfentwicklung liegt den meisten Harzungern am Herzen, so stellten es der stellvertretende Bürgermeister Karsten Baudrexl und das Gemeinderatsmitglied Waltraud Teichmann bei der Vorstellung des Ortes dar. Die Hofanlagen mit den Gärten sind gepflegt, den Pferden gehört die große Sympathie. Die Jurymitglieder ließen es sich deshalb beim Rundgang auch nicht nehmen, zwei Höfe mit Pferdestallanlagen zu besichtigen und sich in einem Gehöft an historischen Kutschen zu erfreuen. Harzungen ist zum 2. Mal in der Dorferneuerung, was dem Ort sehr gut getan hat und weiterhin tut. Zur Zeit ist die Kirche eingerüstet, der Turm wird saniert, und es stellte sich heraus, dass die Schäden größer sind als erwartet. Die zweite Baustelle ist eine Straße, die mit Altstadtpflasterung versehen wird. Im Jahr 2006 soll es mit der Dorfplatzgestaltung und der Renovierung des Gemeindehauses voran gehen. Den Fremdenverkehr gestaltet man gemeinsam mit Neustadt. In Harzungen befand sich eines der Außenlager des KZ Mittelbau-Dora. Nur wenige Spuren deuten noch darauf hin. Auf dem Friedhof steht ein Gedenkstein, der an die Toten erinnert, an anderer Stelle ein Denkmal, das die Todesmärsche zu Ende des Krieges ins Gedächtnis bringt. Wanderungen rund um Harzungen gibt es viele. Eine Chronik des Ortes wurde kürzlich herausgegeben.
In Buchholz schmückten Gänseblümchen auf blauem Tuch den Tisch im Jugendclub, wo die Jury von der Bürgermeisterin Monika Wüstemann, vom Architekten Karsten Kurch und von der Ortschronistin Inge Otto begrüßt wurde. Seit der letzten Wettbewerbsteilnahme hat sich das Ortsbild sehr positiv verändert, auch dank der Förderung durch die Dorferneuerung. Im Ortszentrum leuchten das Gebäude der Feuerwehr und das daran anschließende grundhaft sanierte Wohnhaus der Gemeinde in neuem Glanz. Bei der Einfahrt, von Neustadt kommend, fiel der Jury die Neusetzung des Gefallenendenkmals ins Auge. Die 220 Einwohner sind rege, ihre Gehöfte ansehnlich zu gestalten. Auch diejenigen, die nicht in die Dorferneuerung aufgenommen wurden, sind eifrig dabei. Das Leben in der Gemeinde ist, angefangen von den Kindern über die Jugendlichen bis hin zu den Senioren, abwechslungsreich. Zahlreiche Feste setzen Höhepunkte. Beim Rundgang durchs Dorf wurde auch auf die Bergbautradition hingewiesen, die sich in vielen Sagen erhalten hat. Nahe des Friedhofes besichtigte die Jury eine Kupferschieferbinge. Ein Sorgenkind ist die Kirche, von deren desolatem Zustand man sich überzeugen konnte. Es gründete sich ein Kirchenbauverein, dem 38 Mitglieder angehören. Seit Mai ist er beim Amtsgericht eingetragen. Die Lage des Ortes im unmittelbaren Harzvorland ist idyllisch und lädt zu zahlreichen Wanderungen ein. Und wer mehr über den Ort wissen möchte, kann alles in einer aufschlussreichen Chronik nachlesen.
Weitere Ortsbesichtigungen finden am 14. Juni 2005 in Hainrode und Niedergebra statt, und am 16. Juni sind die Jurymitglieder in Friedrichsthal und Hörningen.

