Mi, 13:42 Uhr
25.05.2005
Opfer und Wunder
Nordhausen (nnz). Lange klammerten sich die Verantwortlichen, die Eltern, Lehrer und Schüler der evangelischen Grundschule in Nordhausen an einen Strohhalm. Doch der scheint abhanden gekommen zu sein. Dafür ist Konfusion bei den Informationen eingetreten.
Wenn man heute in punkto kirchlicher Grundschule recherchierte, dann erhielt man von jedem Gesprächspartner eine andere Antwort. Ein Anruf beim evangelischen Öffentlichkeitsarbeiter in Nordhausen Frank Tuschy brachte zum Beispiel folgendes hervor: Morgen soll es ein Spitzengespräch zwischen der Stadt Nordhausen und der Thüringischen Landeskirche geben. Eine Nachfrage bei der Thüringer Landeskirche war denn schon erstaunlich in ihrem Ergebnis. Weder Pressesprecher Ralf-Uwe Beck noch Oberkirchenrat Wagner wußten von einem Gespräch. Ähnlich die Antwort aus dem Nordhäuser Rathaus. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) war ebenso ahnungslos wie ihr vermeintlicher Gesprächpartner.
Also wieder anrufen bei Frank Tuschy. Der hatte für diese scheinbare Fehl-Information keine Erklärung, verwies dafür aber auf den heutigen Abend. Da tagt nämlich der Kreiskirchenrat. Ein Beschluß in Richtung Schule stehe zwar nicht auf der Tagesordnung, wohl aber eine Information.
Die hielt denn Superintendent Bornschein für die nnz parat. Der letzte Strohhalm sei gebrochen, die Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM) hatte gestern beschlossen, ihren Schließungsbeschluß nicht zurückzunehmen. Einen neuen Träger zu finden (außer dem Jugendsozialwerk), das wird eher schwer werden. Ein Neuer bedarf einer Dreijahresfrist zur Anerkennung und der Kirchenkreis Südharz darf nach den Regularien der Kirchenprovinz Sachsen schon gar nicht. Unsere Schule ist ein kirchenpolitisches Opfer, so die resignierende Aussage des Superintendenten.
Vielleicht gibt es noch das Fünkchen Hoffnung, aber mit jedem Tag wird das kleiner, jedoch bei kirchlichen Belangen sollte man den Faktor Wunder nicht ganz vernachlässigen.
Autor: nnzWenn man heute in punkto kirchlicher Grundschule recherchierte, dann erhielt man von jedem Gesprächspartner eine andere Antwort. Ein Anruf beim evangelischen Öffentlichkeitsarbeiter in Nordhausen Frank Tuschy brachte zum Beispiel folgendes hervor: Morgen soll es ein Spitzengespräch zwischen der Stadt Nordhausen und der Thüringischen Landeskirche geben. Eine Nachfrage bei der Thüringer Landeskirche war denn schon erstaunlich in ihrem Ergebnis. Weder Pressesprecher Ralf-Uwe Beck noch Oberkirchenrat Wagner wußten von einem Gespräch. Ähnlich die Antwort aus dem Nordhäuser Rathaus. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) war ebenso ahnungslos wie ihr vermeintlicher Gesprächpartner.
Also wieder anrufen bei Frank Tuschy. Der hatte für diese scheinbare Fehl-Information keine Erklärung, verwies dafür aber auf den heutigen Abend. Da tagt nämlich der Kreiskirchenrat. Ein Beschluß in Richtung Schule stehe zwar nicht auf der Tagesordnung, wohl aber eine Information.
Die hielt denn Superintendent Bornschein für die nnz parat. Der letzte Strohhalm sei gebrochen, die Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM) hatte gestern beschlossen, ihren Schließungsbeschluß nicht zurückzunehmen. Einen neuen Träger zu finden (außer dem Jugendsozialwerk), das wird eher schwer werden. Ein Neuer bedarf einer Dreijahresfrist zur Anerkennung und der Kirchenkreis Südharz darf nach den Regularien der Kirchenprovinz Sachsen schon gar nicht. Unsere Schule ist ein kirchenpolitisches Opfer, so die resignierende Aussage des Superintendenten.
Vielleicht gibt es noch das Fünkchen Hoffnung, aber mit jedem Tag wird das kleiner, jedoch bei kirchlichen Belangen sollte man den Faktor Wunder nicht ganz vernachlässigen.

