Do, 11:45 Uhr
05.03.2020
Niedersachswerfer Pädagogin organisiert Vorschul-Kurs
Reif für die Schule
Die Niedersachswerfer Pädagogin Katrin Eisfeld bietet ab April erstmals in ihrer Lernwerkstatt Zielsicherlernen eine wöchentliche Vorschule an. Damit reagiert die 52-jährige Lerntherapeutin auf die gestiegene Nachfrage bei Eltern nach einem solchen Angebot...
Die Passung zwischen Kindergärten und Schulen stimmt oft nicht mehr. Es gibt beispielsweise kein einheitliches Vorschulprogramm in den Kindergärten, so dass die Voraussetzungen der Schulanfänger doch sehr unterschiedlich sind. Sie sind immer von den Rahmenbedingungen der Einrichtungen, von der Fachkompetenz und dem Engagement der Erzieher abhängig, nennt die Grundschulpädagogin Gründe.
Hinzu komme der späte Stichtag - also der Tag, bis zu dem Kinder als schulpflichtig gelten.
Den Stichtag regeln die Bundesländer in ihren Schulgesetzen. In Thüringen ist das mittlerweile der 1. August. Gerade junge Kinder, die gerade erst sechs Jahre alt geworden sind, haben es oft schwer, den Anforderungen der Schule gerecht zu werden, sagt Katrin Eisfeld. Jungen oft noch mehr als Mädchen. Sind Kinder von Anfang an überfordert, leidet auch der Selbstwert, sagt Eisfeld.
In ihrer Vorschule wolle sie die Kinder für die Grundschule fit machen und den Eltern Tipps an die Hand geben. Ich verstehe mein Angebot als präventive Maßnahme, um möglichen Lernschwierigkeiten rechtzeitig zu begegnen, erklärt die Sonderpädagogin.
Ein wichtiger Baustein für die Schulfähigkeit ist laut Eisfeld die phonologische und sprachliche Bewusstheit. Vorschulkinder verfügen zwar über eine gut verständliche Umgangssprache und über einen ausreichenden Wortschatz. Doch die Silben und Laute, also die Form und die Struktur der Sprache, sind ihnen oft nicht bewusst. Doch genau das wird in der Schule vorausgesetzt. Für ein erfolgreiches Lesen- und Schreibenlernen benötigen die Kinder genau diese phonologische Bewusstheit, sagt die Pädagogin. Spielerisch soll das aufmerksame Hören, das Reimen und die Bewusstheit für Laute, Silben, Wörter und Sätze geübt werden.
Auch das Schreibenlernen beginnt nicht erst in der Schule. Die Voraussetzungen dafür müssen schon vorher immer wieder trainiert werden, weiß die Lehrerin. Dazu gehört beispielsweise auch das Zusammenspiel von Augen und Hand. Bewegungsabläufe müssen von dem Kind beobachtet und korrigiert werden können. Formbewusstheit meint in diesem Zusammenhang das Erkennen der Form und deren Umsetzung in eine Bewegung. Das automatisierte Zeichnen von Formen ist eine bedeutsame Vorstufe zum Schreiben, so Eisfeld. Auf der Grundlage der Entwicklungsstufen der Handgeschicklichkeit wird auch der Dreifingergriff erarbeitet. Die richtige Schreibhaltung, die Arbeitsweise auf einem Blatt von links nach rechts und von oben nach unten sind weitere Übungsschwerpunkte.
Die mathematischen Vorläuferfertigkeiten sind Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Rechnen lernen. Zählen würden die Kinder anfangs auswendig. Viel wichtiger für das Verständnis der Grundschulmathematik ist aber das denkende Rechnen, und dass Kinder Zahlen und Mengen zuordnen können, sagt die Pädagogin. Auch das werde geübt. Ganz nebenbei lernen die Vorschüler, aufmerksam und konzentriert zu sein. Sie üben den Umgang mit ihren Lernmaterialien und nicht zuletzt erwerben sie auch soziale Kompetenzen im Umgang untereinander, ist Eisfeld überzeugt.
Die Vorschule findet einmal wöchentlich für 90 Minuten in einer Kleingruppe bis 4 Kindern statt. Anmeldungen sind unter Telefon (036331) 4 78 70 möglich.
Autor: redDie Passung zwischen Kindergärten und Schulen stimmt oft nicht mehr. Es gibt beispielsweise kein einheitliches Vorschulprogramm in den Kindergärten, so dass die Voraussetzungen der Schulanfänger doch sehr unterschiedlich sind. Sie sind immer von den Rahmenbedingungen der Einrichtungen, von der Fachkompetenz und dem Engagement der Erzieher abhängig, nennt die Grundschulpädagogin Gründe.
Hinzu komme der späte Stichtag - also der Tag, bis zu dem Kinder als schulpflichtig gelten.
Den Stichtag regeln die Bundesländer in ihren Schulgesetzen. In Thüringen ist das mittlerweile der 1. August. Gerade junge Kinder, die gerade erst sechs Jahre alt geworden sind, haben es oft schwer, den Anforderungen der Schule gerecht zu werden, sagt Katrin Eisfeld. Jungen oft noch mehr als Mädchen. Sind Kinder von Anfang an überfordert, leidet auch der Selbstwert, sagt Eisfeld.
In ihrer Vorschule wolle sie die Kinder für die Grundschule fit machen und den Eltern Tipps an die Hand geben. Ich verstehe mein Angebot als präventive Maßnahme, um möglichen Lernschwierigkeiten rechtzeitig zu begegnen, erklärt die Sonderpädagogin.
Ein wichtiger Baustein für die Schulfähigkeit ist laut Eisfeld die phonologische und sprachliche Bewusstheit. Vorschulkinder verfügen zwar über eine gut verständliche Umgangssprache und über einen ausreichenden Wortschatz. Doch die Silben und Laute, also die Form und die Struktur der Sprache, sind ihnen oft nicht bewusst. Doch genau das wird in der Schule vorausgesetzt. Für ein erfolgreiches Lesen- und Schreibenlernen benötigen die Kinder genau diese phonologische Bewusstheit, sagt die Pädagogin. Spielerisch soll das aufmerksame Hören, das Reimen und die Bewusstheit für Laute, Silben, Wörter und Sätze geübt werden.
Auch das Schreibenlernen beginnt nicht erst in der Schule. Die Voraussetzungen dafür müssen schon vorher immer wieder trainiert werden, weiß die Lehrerin. Dazu gehört beispielsweise auch das Zusammenspiel von Augen und Hand. Bewegungsabläufe müssen von dem Kind beobachtet und korrigiert werden können. Formbewusstheit meint in diesem Zusammenhang das Erkennen der Form und deren Umsetzung in eine Bewegung. Das automatisierte Zeichnen von Formen ist eine bedeutsame Vorstufe zum Schreiben, so Eisfeld. Auf der Grundlage der Entwicklungsstufen der Handgeschicklichkeit wird auch der Dreifingergriff erarbeitet. Die richtige Schreibhaltung, die Arbeitsweise auf einem Blatt von links nach rechts und von oben nach unten sind weitere Übungsschwerpunkte.
Die mathematischen Vorläuferfertigkeiten sind Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Rechnen lernen. Zählen würden die Kinder anfangs auswendig. Viel wichtiger für das Verständnis der Grundschulmathematik ist aber das denkende Rechnen, und dass Kinder Zahlen und Mengen zuordnen können, sagt die Pädagogin. Auch das werde geübt. Ganz nebenbei lernen die Vorschüler, aufmerksam und konzentriert zu sein. Sie üben den Umgang mit ihren Lernmaterialien und nicht zuletzt erwerben sie auch soziale Kompetenzen im Umgang untereinander, ist Eisfeld überzeugt.
Die Vorschule findet einmal wöchentlich für 90 Minuten in einer Kleingruppe bis 4 Kindern statt. Anmeldungen sind unter Telefon (036331) 4 78 70 möglich.


