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Mi, 12:21 Uhr
12.02.2020
Geschichts- und Altertumsverein Nordhausen

Geschichtsfreunde wählten neuen Vorstand

Auch wenn der Sturm „Sabine“ draußen – wenn auch in abgeschwächter Form – noch tobte, so ging es bei den Südharzer Geschichtsfreunden am Dienstagabend eher ruhig und sachlich zu. Sie hielten im Nordhäuser Vereinshaus „Thomas Mann“ ihre Jahreshauptversammlung ab...

Vorstand Geschichts- und Altertumsverein  (Foto: HG Backhaus) Vorstand Geschichts- und Altertumsverein (Foto: HG Backhaus)
Der neue Vorstand

Unter anderem stand ein wichtiger Tagesordnungspunkt an: Die Wahl eines neuen Vorstandes. Da gab es diesmal Veränderungen. Doch zunächst lauschten die etwa 25 Mitglieder des Geschichts- und Altertumsvereins den Ausführungen des Vorsitzenden Hans-Jürgen Grönke, der in seinem Rechenschaftsbericht auf das vergangene Jahr zurückblickte und das an Vielseitigkeit reiche Vereinsleben nochmals Revue passieren ließ. Vor allem die neun abendfüllenden und mit Lichtbildern untersetzten Vorträge im Museum Tabakspeicher hätten wieder bei den Vereinsfreunden wie auch bei den zahlreichen Gästen großen Anklang gefunden.

Insgesamt hatte der Verein 17 Veranstaltungen im Angebot. Darunter die traditionelle Busexkursion diesmal mit Ziel Hildesheim und Umgebung sowie zwei Autoexkursionen, die nach Bad Sachsa und Herzberg sowie nach Benneckenstein, Tanne und Sorge führten. Zudem organisierte Vorstandsmitglied Dr. Marie-Luis Zahradnik zwei Führungen über den Jüdischen Friedhof.

Der Vereinsvorsitzende dankte namentlich allen, die an der Vorbereitung und Durchführung sämtlicher Aktivitäten ihren Anteil hatten. Darüber hinaus würdigte er abermals die Einsatzbereitschaft all derer, die „im Verborgenen“ wirken. Zu ihnen gehören Vereinsfreundin Döring (verschickt Geburtstagsgrüße) und Eberhard Nacke (pflegt die Homepage des Vereins).

Geschichte- und Altertumsverein (Foto: HG Backhaus) Geschichte- und Altertumsverein (Foto: HG Backhaus)


Lob und Dank galt ebenso den Autoren, die mit ihren Beiträgen den 44. Band der „Gelben Reihe“ wieder zu einem Erfolg haben werden lassen, auch wenn es durch einen verändert gestalteten Buchdeckel diesmal zu Irritationen in den Buchläden gekommen war. Die Publikation wird gemeinsam vom Geschichts- und Altertumsverein und dem Stadtarchiv Nordhausen herausgegeben und erscheint seit 2013 im Verlag Steffen Iffland Nordhausen. Es gibt sie seit nahezu vier Jahrzehnten.

Schließlich richtete Grönke seinen Blick auf geplante Aktivitäten im Jahr 2020. So versprechen die neun Vortragsabende, eine Bus- und zwei Autoexkursionen, zwei Wanderungen, Arbeitseinsätze und mehrere Führungen über den Jüdischen Friedhof abermals ein bildungs- und abwechslungsreiches Vereinsjahr zu werden. Sämtliche Aktivitäten sind im neuen Flyer nachzulesen, der jedoch zum großen Bedauern an diesem Abend den Geschichtsfreunden aus drucktechnischen und terminlichen Gründen noch nicht vorlag.

Hans-Jürgen Grönke erinnerte zudem daran, dass der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein in diesem Jahr 150 Jahre alt wird und verwies dabei auf Aktivitäten, um dieses Jubiläum würdig begehen zu können und bat um weitere Vorschläge. Der Verein war 1870 gegründet worden. Nach der Wende erfolgte im Jahr 1991 die Wiedergründung. Gegenwärtig zählt der Geschichtsverein 90 Mitglieder.

Mit großer Verwunderung und Bestürzung nahmen die Vereinsfreunde die Nachricht auf, dass in einer Informationsveranstaltung Bürgermeisterin Jutta Krauth (SPD) davon sprach, dass im Laufe des Jahres das Vereinshaus „Thomas Mann“ veräußert werden soll. Den in diesem Haus seit Jahrzehnten ( in der DDR-Zeit unter dem Dach des Deutschen Kulturbundes) aktiven Vereinen, Interessen- und Arbeitsgemeinschaften sowie Parteigruppen wurde als Ausweichobjekt das Kreiskulturhaus / Jugendklubhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße angeboten.

Nach den Ausführungen des Vorsitzenden stand der Bericht des Schatzmeisters, der einhellig Zustimmung fand. Allerdings blieb auch Gert-Dietrich Reuter ein Appell an einige Mitglieder nicht erspart, künftig den Jahresbeitrag in Höhe von 30 Euro pünktlich zu entrichten. Für die Kassenprüfer Helmut Haßkerl und Helmut Garleb gab es nach Prüfung des Berichts des Schatzmeisters keine Beanstandungen. Als neue Kassenprüfer für die kommenden zwei Jahre erhielten Helmut Liebetrau und Peter Ruppert einmütig das Vertrauen der anwesenden Mitglieder

Wichtigster Tagesordnungspunkt aber war die Wahl eines neuen Vorstandes. Für die nächsten zwei Jahre steht Hans-Jürgen Grönke weiter an der Spitze des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins. Als Stellvertreter steht ihm Dr. Wolfram Theilemann zur Seite. Paul Lauerwald, der auch die Jahreshauptversammlung leitete, fungiert wieder als Schriftführer, während sich Gert-Dietrich Reuter letztmalig um die Finanzen kümmert.

Zudem wurden als Beisitzer Dr. Marie-Luis Zahradnik und Vincent Eisfeld gewählt. Hans-Georg Backhaus, der sechs Jahre gemeinsam mit M.-L. Zahradnik für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnete, trat aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Wahl an. In der sich anschließenden Diskussion wurde u.a. den beiden „altgedienten“ Vereinsfreunden und langjährigen Vorstandsmitgliedern Hans-Jürgen Grönke und Paul Lauerwald für ihr Jahrzehnte langes engagiertes Wirken für den Geschichtsverein Lob und Dank gezollt und dies mit lebhaftem Beifall unterstrichen.

Auch künftig wird der Geschichtsverein zeitnah über seine Veranstaltungen in den Medien informieren. Gäste – ganz gleich aus welchem Land sie stammen und vor allem auch junge Leute sowie Pädagogen, die Geschichte lehren, – sind zu den Vortragsabenden sehr willkommen. Eintritt wir nicht erhoben.

Auf drei Vortagsabende sei an dieser Stelle schon mal verwiesen: So führt Vereinsmitglied Thomas Kopf am 10. März mittels Lichtbilder durch „Das alte Nordhausen“. Am 14. April ist Dr. Rolf Nielbock zu Gast und stellt „Die Einhornhöhle“ vor. Und schließlich berichten am 12. Mai Thomas Müller und Markus Veit in einem Co-Vortag über „Nordhausen in den Sechziger Jahren“ und stellen zugleich ihr gleichnamiges Buch vor. Die genannten Veranstaltungen finden im Museum Tabakspeicher in der Bäckerstraße 20 statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr.
Hans-Georg Backhaus


Geschichts- und Altertumsverein (Foto: HG Backhaus)
Geschichts- und Altertumsverein (Foto: HG Backhaus)
Geschichts- und Altertumsverein (Foto: HG Backhaus)
Geschichts- und Altertumsverein (Foto: HG Backhaus)
Autor: red

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Kommentare
SeniorRepente
12.02.2020, 14:18 Uhr
Wieviel soll der Thomas Mann Club kosten?
Mich würde mal interessieren, wieviel die Stadt für den Thomas Mann Club haben möchte? Wie hoch sind ungefähr die Sanierungskosten und wo sind die größtenSchäden?
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