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Di, 13:21 Uhr
24.12.2019
ADAC

Zweites Leben für den Auto-Akku

Die Zahl der Elektroautos wird in den nächsten Jahren deutlich steigen. Doch was passiert mit Akkus, die defekt oder zu schwach sind? Sie werden keinesfalls wertlos, nur weil sie für den Einsatz im Auto nicht mehr leistungsfähig genug sind...

Batterien, die nicht mehr im Auto genutzt werden, aber noch einen Energieinhalt von 70 bis 80 Prozent haben, können in ein zweites Leben (sog. „Second Life“) im stationären Betrieb überführt werden. Dort können sie zum Beispiel in Großspeichern genutzt werden, wie aktuell bei Projekten im Hamburger Hafen oder in der Amsterdam Arena, in denen die Betreiber neue Geschäftsmodelle erproben.

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Auch als Stromspeicher für den privaten Haushalt sind die Batterien prinzipiell einsatzfähig. Um die Weiterverwendung außerhalb des Fahrzeuges zu ermöglichen, müssen aber geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden. Hürden bei der Nutzungsänderung und Verwendung von Batterien für Second-Life-Anwendungen sind (etwa) ungeklärte Haftungsfragen und die Verantwortung für die Entsorgung.

Geht es dann ans Recyceln, steht Effizienz im Vordergrund: Das gilt vor allem für die in einem Akku enthaltenen Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt – denn sie sind zu wertvoll, um sie ungenutzt zu lassen. Recyclinganlagen für Lithium-Ionen-Akkus gibt es bereits heute. Wenn in den nächsten Jahren aber mehr alte Batterien recycelt werden müssen, müssen auch die Anlagen sukzessive erweitert werden. Eine möglichst effiziente Rückgewinnung der Materialien ist die Voraussetzung dafür, dass sich der Aufwand ökonomisch und ökologisch bezahlt macht.

Nach geltender Rechtslage (Batteriegesetz von 2006) müssen mindestens 50 Prozent des Materials einer Batterie recycelt werden – ein Wert, der häufig bereits durch das Entfernen von Gehäuse und Komponenten aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff erreicht wird. Das Ziel, auch die kritischen Rohstoffe der Batterie wiederzugewinnen, wird damit klar verfehlt. Der ADAC fordert, die Gesetzeslage den technischen Möglichkeiten anzupassen und die sogenannte „Recyclingeffizienz“ gemäß dem technisch realisierbaren Stand auf über 90 Prozent anzuheben. Nur so kann ein hohes Maß an stofflicher Verwertung erreicht werden.

Nach Ansicht des ADAC ist bei der Batterieweiterverwendung und dem Recycling technisch heute schon deutlich mehr möglich, als regulatorisch gefordert wird. Da sich der Großteil der Traktionsbatterien aber noch längere Zeit im Einsatz in Fahrzeugen oder in Second-Life-Anwendungen befinden werden, wird es noch ein wenig dauern, bis größere Stückzahlen recycelt werden müssen. Umso wichtiger ist es aber, dass diese Zeit genutzt wird, um klare regulatorische Rahmenbedingungen zu schaffen, entlang derer Recycling und Second-Life weiterentwickelt werden können, um dann, wenn Elektromobilität ein Massenmarkt geworden ist, vorbereitet zu sein.
Autor: red

Kommentare
Psychoanalytiker
25.12.2019, 10.51 Uhr
Jedes Jahr zu Weihnachten ...
... werden wunderschöne alte und neue Märchen in diversen "Medien" den Menschen nahe gebracht. Nun will uns der ADAC auch noch das neue Märchen " Die Wiedergeburt des Auto-Akkus" erzählen. Ich warte schon darauf, dass die LED-Kerzen eines Plaste-Weihnachtsbaumes mit einem im Wohnzimmer stehenden, recycelten Litium-Akku eines E-Autos betrieben werden ...
VGF
25.12.2019, 12.27 Uhr
Kein Märchen
Ein Freund von mir macht genau das.
Es hat sich vom Schrott eine ausgediente E-Auto Batterie geholt und verwendet diese als Pufferspeicher für seine Solaranlage.
Funktioniert prima und hat den Bruchteil einer normalen Pufferbatterie gekostet. Außerdem ist die Restkapazität (ca. 15 kW bei 3000 €) der
alten Autobatterie deutlich höher als die Kapazität einer bezahlbaren Haus-Puffer-Batterie (z.B. 7,5 kW, bei 8000 €).

Soweit ich weiss verwendet auch Tesla ausdiente E-Auto-Batterien für die Haus-Pufferspeicher.
Es ist also kein Weihnachtsmärchen.
5020EF
25.12.2019, 15.38 Uhr
Klingt super...
Solange die Batterien tun was sie sollen...
Was aber, wenn sie vorher in Brand geraten oder defekt sind? Dann müssen sehr lange sie in Tausenden Litern Wasser (Trinkwasser?) gekühlt werden.
Für mich klingt das eher gefährlich als nützlich.

PS. Warum nur erfindet niemand wirkliche Öko-Autos? Zu teuer? .. Nein, einfach zu laut. So ein Esel macht schon recht viel Krach, wenn er Hunger oder keine Lust auf Arbeit hat.
Und arbeitsunwillige Esel gibts genug in diesem Land...
*Ironie-aus*

Frohe Weihnachten uns allen!
Kobold2
25.12.2019, 19.29 Uhr
Suchen Sie gerade
Die 100%ige Sicherheit?
Die werden sie leider nicht finden.
Sie können jeden Akkutyp, auch NiCd, Nimh, oder Bleiakku zum Brandbeschleuniger machen.
Die meisten Medienberichte sind m. M. m. etwas oberflächlich. Es wird zu wenig auf die Ursache eingegangen. Die ist oftmals nicht im Akku, sondern sitzt davor.
Das es bei Lithiumzellen 3 verschiedene Hauptgruppen gibt, die vorwiegend zur Anwendung kommen, ist vielen gar nicht bewusst. Die haben natürlich auch unterschiedliche Eigenschaften. Und nur ein Typ davon, kommt m. W. in E- Fahrzeugen zum Einsatz.
tannhäuser
25.12.2019, 20.26 Uhr
Die Ursache sitzt also davor...
...lieber Kobold2?

Soll man denn mit dem Feuerlöscher im oder vor seinem Auto schlafen, wenn man den Akku auflädt?

Ich muss Ihnen ehrlich sagen, dass ich kein paranoider Mensch bin.

Aber ich klemme jetzt auch nicht mehr ohne anwesend zu sein mein Smarthon und meinen Rasierer ans Netz.

Wie soll ich denn für Frau Baerbocks Kobolde einen standesgemäßen Gastgeber darstellen, wenn diese via Steckdose aus dem Stromspeicher Netz gesprungen kommen und bei mir aus Undankbarkeit Feuer legen?
Berserkertom63
25.12.2019, 20.39 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wir können das leider so nicht veröffentlichen. Ggf. rufen Sie bei Fragen an.
Paul
25.12.2019, 21.10 Uhr
Puffer...
Ja und was ist wenn die Batterien im Ars... sind da will si bestimmt keiner mehr für was weiß ich was fürn Gretsch.
Ein kluger Mann hat gesagt zum Thema E-Autos: dann haben wir in !0 Jahren die nächste Umweltkatastrophe, die Entsorgung der E-Autos ! Viel Vergnügen !
VGF
25.12.2019, 21.14 Uhr
Benzin brennt nicht?
@ 5020EF und Benzin oder Diesel brennen nicht?
Ich kenne die Statistik nicht, denke aber ein brennendes E-Auto ist medial einfach viel interessanter als ein brennender Diesel.
Kobold2
25.12.2019, 21.55 Uhr
Ja, Tannhäuser
Ihr beschriebenes Vorgehen, wird tatsächlich bei einer der 3 Akkugruppen geraten. Diese ist aber nicht in E - Autos und auch nicht in vielen Consumergeräten verbaut. Obwohl diese Zellen eine besseres Leistungs/Gewichtsverhältnis aufweisen auf den ersten Blick geeigneter wären. Aber es fehlt diesen Zelltypen an Eigensicherheit
Im Weglassen von Informationen kann man auch die Meinung in eine Bestimmte Richtung schieben. Eine differenzierte Betrachtung ist von einigen Seiten, an die Allgemeinheit nicht oft gegeben. Ich kenne auch Fälle, wo der konventionelle Bleiakku die Brandursache in Autos war.
Weder menschliches, noch technisches Versagen ist zu 100% auszuschließen.
Zum Laden eines Aukks braucht es immer ein "bißchen" Elektronik. Die kann man grob in zweierlei Hinsicht "kundenfreundlich" auslegen. Entweder gefällt der Preis und bleibt beim Mindeststandard, oder es gefällt durch ausgeklügelte und umfangreiche Technik, Risiken, so weit wie möglich zu reduzieren.
Schlaubert
26.12.2019, 09.47 Uhr
VGF,.....
Benzin und DIesel brennen schon , lassen sich aber gegenüber Solarpanels und Elektroautos bedeutend besser löschen.
Jürgen Wiethoff
26.12.2019, 10.55 Uhr
Erfahrungen
Wir haben noch in der Schule gelernt: Elektroenergie kann man nicht wirtschaftlich und nicht in großen Mengen speichern. Deswegen wurde das Verbundnetz geschaffen.

Ich habe Akkus der verschiedensten Bauarten (zum Beispiel auch Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akku für die Nokia-6000-Serie) für kleine Leistungen in Benutzung, die sind 15 Jahre und älter und immer noch voll funktionstüchtig. Ich habe auch schon viele Akkus in der Garantiezeit weggeworfen, weil sie „fix und fertig“ waren.

Ende der 70-er, Anfang der 80-er Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es eine Artikelserie in einer DDR-Fachzeitschrift. Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte rfe gewesen sein. Ich habe mir nur diese Aussagen gemerkt: Akkus sind Individuen. Eine Serienfertigung steht und fällt mit der Sauberkeit, Reinheit bei der Produktion. Das Funktionsrisiko ist kaum zu minimieren.
Kobold2
26.12.2019, 12.00 Uhr
Anfangs
waren Lithumzellen auch nur mit geringen Strömen nutzbar.
Beim Entladen und auch beim Laden. Da ist das Berufen auf ~50Jahre alten Wissensstand wenig zielführend.
Die heutige Leistungsdichtehat hat man vor 15 Jahren auch nicht gehabt. Das die Entwicklung Fortschreiten um auch an anderen Akkutechnologien gearbeitet wird, scheint man etwas zu verdrängen. Wenn ich mit hier den Daumenkindergarten anschaue, dann haben unsere Medien gut gearbeitet, um die Volksmeinung zu festigen. Alles oft genug, schön einseitig wiederholt und schon ist die Richtung vorgegeben......
Meine Empfehlung dazu wäre es, sämtliche elektrischen Geräte aus den Haushalten zu verbannen.
Dies waren schon oft genug die Ursache, das ganze Häuser abgebrannt sind
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