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Fr, 15:48 Uhr
20.12.2019
NABU Thüringen kritisiert:

Wölfe nicht auf Schafe konditionieren

Wölfe dürfen nicht auf Schafe konditioniert werden, meint der NABU Thüringen im folgenden Beitrag. Bei den jüngsten Schafsrissen durch Wölfe bei Ohrdruf wurde mit zu niedrigen Zäunen Herdenschutz betrieben, ist das Argument...

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Bei den Schafsrissen im letzten halben Jahr rund um den Standortübungsplatz Ohrdruf haben einige Schäfer mit unzureichenden Zaunhöhen gearbeitet. Laut des NABU Thüringen wiesen viele der Zäunungen lediglich eine Höhe von 105 oder sogar nur 90 Zentimetern auf. Es besteht der Eindruck, dass dort Wölfe auf Schafe als die leichtere Beute geradezu konditioniert wurden. "Nach sechs Wolfsjahren am Standortübungsplatz bei Ohrdruf ist es trotz aller verständlichen Schwierigkeiten beim Aufbau von Zäunen fahrlässig, wenn immer noch zu niedrige Zäunen verwendet werden.

Allen Wölfen vor Ort und nicht nur der Wölfin wird hierdurch beigebracht, dass hinter dem Zaun leichte Beute zu finden ist und Zäune nicht schwer zu überwinden sind", sagt Silvester Tamás vom NABU Thüringen. "Dies ist keine geeignete Maßnahme, um Wölfen das Ablassen von der leichten Beute Schaf anzutrainieren. Vorbildliche Schäfer, welche bei Ohrdruf mittlerweile Herdenschutzhunde einsetzen, haben dagegen gar keine Schäden durch Wolfsübergriffe zu beklagen."

Das Thüringer Umweltministerium wurde durch die teils mangelhaften Herdenschutzmaßnahmen weniger bekannter Schäfer und die damit verbundene hohe Anzahl von Wolfrissen dazu veranlasst, einen Antrag zum Abschuss der Wölfin zu stellen. Diesen Antrag hält der NABU Thüringen für sehr kritisch und rechtlich nicht umsetzbar. In einem FFH-Gebiet, in dem der Wolf als Schutzziel benannt ist, werden nicht alle zumutbaren Anstrengungen unternommen, um Schafe und Wölfe gleichermaßen zu schützen. Eine mögliche Klage gegen eine Genehmigung zur Tötung der Wölfin prüft der Verband gerade.

Da der Standortübungsplatz Ohrdruf im Besitz der Bundesrepublik Deutschland ist, muss eine an den Schutzzielen ausgerichtete Pflege in den zukünftigen Pachtverträgen verankert werden. Die dort wirtschaftenden Schäfer müssen verpflichtet werden, alles Notwendige zu tun, dass die Schutzziele in einem durch Europäisches Recht geschütztem Gebiet auch umgesetzt werden. Hierbei sind die Schäfer natürlich ausreichend zu unterstützen.

Als Notfallplan für die prekäre Situation fordert der NABU Thüringen, die schon lange geplante Entnahme der Hybriden vorzunehmen und dann die Situation erneut zu bewerten. "Längst überfällig ist auch die Besenderung der Wölfin mittels eines GPS-Sendehalsbandes und vor allem die Verstärkung des Herdenschutzes bei allen betroffenen Schäfern. Ein absolut wirksamer Schutz wären hier die Herdenschutzhunde. An diesen führt nun kein Weg mehr vorbei!" Nur wenn Schafe für Wölfe schwerer als Rehe zu erbeuten sind, sind sie vor Übergriffen dauerhaft geschützt.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20250302
20.12.2019, 20:18 Uhr
Diese Überschrift...
...sorry, aber würde jemand schreiben, "Notgeile Männer nicht auf Frauen konditionierten"?

Und wenn der NABU den Schäfern 5-Meter-Hohe- oder Elektrozäune spendiert, ist dann alles gut?

Die Natur diktiert Wildtieren ihre Opfer als Nahrungsquelle und man kann und muss das akzeptieren oder auch nicht.

Aber wenn Wildtiere die eigene Existenzgrundlage gefährden, steht der eigene Überlebenswille des Menschen an erster Stelle.
Bärchen12
20.12.2019, 22:24 Uhr
Wölfe
Wer hatte eigentlich die Scheissidee in einem so dicht bewohnten Land wie Deutschland Wölfe wieder anzusiedeln? derjenige sollte sich jetzt auch um die Kosten kümmer. Bin mal gespannt, wann der erste Wanderer oder Jogger angegriffen wird. dann jedenfalls ist das Geschrei groß.
Frohes Fest!
Sonntagsradler 2
21.12.2019, 07:40 Uhr
Tja @ tannhäuser , @Bärchen12 so ist es eben
Solange nicht die Existenz oder das Leben eines Angehörigen aus den Reihen der „Wolfsliebhaber“ selber betrifft, sind es Einzelfälle und Kolateralschäden. Aber dieses Phänomene kennen wir ja aus anderen Bereichen unseres Lebens zur genügen.
Ich bin zwar kein Freund des NABU Thüringen, finde aber den Artikel vollkommen in Ordnung.
Wölfe in Deutschland.
Na und! Das ist doch nicht sooooo schlimm.In spanien oder Portugal sind es streunende Hunde.
Wölfe gibt es schon langen in Europa.
Andreas Dittmar
21.12.2019, 11:08 Uhr
Der Sinn eines Weidezauns
Der Weidezaun wurde einst geschaffen, damit Schafe, Ziegen und Kühe nicht ausbüxen und nicht damit die keiner klaut. Auch die elektrische Ausführung dient diesem Zweck und ermöglicht sogar die Kosten und den Materialaufwand für diese Zäune gering zu halten. Wenn man aus Versehen oder Übermut draufp...lert, könnte man zwar wegen des Schmerzes meinen, der Zaun sei eine Abwehrmaßnahme. Dem ist aber nicht so.

Man hat es nicht auf die Reihe gekriegt, die Hybriden zeitnah einzufangen, will aber der Wölfin einen Peilsender verpassen. Warum nicht noch ein Smartphone, ein Googlekonto und einen Facebookaccount ?

Falls es dem NaBu an hohlen Ideen fehlt, hab ich noch ein paar Vorschläge :

- Pallisadenzaun mit Wachturm
- das Wolfsrudel einzäunen
- Grundwehrdienst für Schafe
- Bären statt Hütehunde
- Wolfswarnwesten und/oder Rundumleuchten
Leo 1A5
21.12.2019, 15:15 Uhr
,,Rotkäppchen" kommt bestimmt
bald auch auf den Index , passt schließlich politisch nicht mehr in Zeit das Märchen.

Lieber die Wölfe schützen als Rotkäppchen ist ja in fast allen Bereichen so.

Manchmal frag ich mich wann die Herrschaften das letze Mal wirklich in der Natur waren die sich solchen Blödsinn einfallen lassen unser Schalenwild braucht den Wolf nicht genauso wenig wie unsere Schaf/Rinderhalter.

,Wolf ja aber nur in Gebieten(,,Schutzzone Wolf") wo es auch Sinn macht ,,Bayrischer Wald ,Ober-Lausitz" etc. als regionale Spezialität aber in Thüringen ist der Wolf komplett überflüssig.

Meine Meinung:

Den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen unter Beachtung § 22 (Mutter/Welpenschutz) und ist dann ganzjährig bejagbar außerhalb der Schutzzone.

Da ist egal ob Hybrid oder echter Wolf außerhalb der Schutzzonen könnte er geschossen werden.

Damit würde man den Wolfsbestand auf ein vernünftiges Maß regulieren ohne den Wolf auszurotten.
Iltis
21.12.2019, 17:21 Uhr
NABU ist nicht die Regierung
und dieser Silvester T. vom NABU ist nur genau so ein Faktenleugner und Geschichtenerzähler, wie einige der werten Vorkommentatoren.

Richtig ist, die Wölfin bei Ohrdruf und ihr Hybridnachwuchs sind zum Abschuss freigegeben. Und das ist doch mal etwas, was man gut finden darf, anstatt wieder die übliche Leier von der "Bananenrepublik" mit kurz vor dem Hungertod stehenden Schäfern aufzuführen.

Ein paar Wölfe kann Deutschland schon ertragen. Aber wenn sie Probleme machen oder zu viele werden, dann müssen sie reguliert werden. So wie fast alles in der Kulturlandschaft.
Paul
21.12.2019, 22:19 Uhr
Wölfe
Wölfe haben in einer dicht besiedelten und zivilisierten Gegend absolut nichts zu suchen. Es gibt auf der Welt ausreichend Wald wo sie rumlaufen können. Im Umfeld vom Menschen haben sie nichts verloren.
Es ist nur abzuwarten, bis das erste Menschenopfer zu beklagen ist. Mal sehen ob dann diese "Tier"schützer auch noch so "klug" daherlabern.
Sonntagsradler 2
22.12.2019, 07:33 Uhr
Ihr könnt doch nicht ...
ein paar Wölfe abschießen wollen nur weil sie Hunger haben.
Das lässt Brüssel aber nicht zu.

Wie heißt der Slogan des NABU »Die Wölf gehört zu Deutschland « und Europa wie die Tauben in die Stadt.
:-D
Pe_rle
22.12.2019, 08:13 Uhr
Wölfe
warum haben die Menschen nur etwas gegen den Wolf ???
ach ja ,die haben ja gegen alles und jeden etwas
schafft den Menschen ab und die Erde erholt sich ganz schnell
Kobold2
22.12.2019, 10:05 Uhr
Ist schon interssant
Das man meint festlegen zu dürfen wer, oder was sich wo aufzuhalten hat, oder welches Tier was und wo zu suchen hat.
Auch wir sind hier nur Gast auf dem Planeten und so wie manch einer meint, sich benehmen zu müssen, wird die Gastfreundschaft ganz schön strapaziert.
Man könnt ja die Sache auch noch auf Rehe, Wildschweine, Kühe, Schafe und sonstige Tiere ausweiten. Die sind allesamt zu doof über die Straße zu laufen und rennen ständig gegen unsere heiligen Blechkisten. Geht gar nicht.
geloescht.20250302
22.12.2019, 11:52 Uhr
Hier gehts aber nicht um Spatzen...
...die schon immer da waren und auf den Balkon kacken, sondern darum, wie toll man Vielfalt in Flora und Fauna findet und notfalls durch menschliche Eingriffe fördert.

Waschbären und die nordamerikanischen Eichhörnchen sind auch possierlich, aber Eindringlinge, die schon immer hier lebende Tierarten verdrängen und gefährden.

Manche finden bestimmt auch den Bärenklau und Füchse schön. Aber wenn man sich an ersterem "verbrennt" und von zweiterem, der im Extremfall Tollwut hat, gebissen wird, ist einem die eigene Gesundheit doch wichtiger als die Schönheit der Natur, oder Kobold2?

Und Ihr von Ihnen so sehr gehasstes Auto wird Ihnen sicherlich plötzlich lieb und teuer, wenn Sie am Sonntag begeistert einen ausgewilderten Bären im Possenwald beobachten konnten, der Ihnen dann am folgenden Tag auf der Straße begegnet, einen Totalschaden verursacht und eine Fahrt im Krankenwagen zur Notaufnahme beschert.
Kobold2
22.12.2019, 13:03 Uhr
Och Tannhäuser,
Es ist doch bekannt, das Wölfe eher scheue Tiere sind.
Oder werden etwa Meldungen von einfallenden Wolfsrudeln in menschliche Siedlungen, bewusst zurückgehalten?
Dagegen ist hier die Wahrscheinlichkeit mit einer Rotte Wildschweine beim Wandern Bekanntschaft zu machen (ist auch schon passiert) um ein Vielfaches höher. Das zum falschen Zeitpunkt und sie können froh sein, wenn sie die Notaufnahme noch erreichen.
Da kommt auch keiner auf die Idee, das die Tiere hier nichts zu suchen haben....
Bei Auto ist es mittlerweile so, das hier schon z.g.T. eine Abhängigkeit mit Suchtpotential besteht. Erhöhte Sensibilität ist eine der Begleiterscheinungen. ;)
geloescht.20250302
22.12.2019, 13:53 Uhr
Aber aber Kobold2...
Sie würden tatsächlich unseren Qualitätsmedien unterstellen, (überlebens)wichtige Informationen wie Überfälle, egal ob auf 2 oder 4 Beinen, zurückzuhalten?

Und bevor das hier wieder, wie so häufig zum Chat ausartet und mich die Redaktion berechtigterweise bremsen muss:

Ich mag auch den Canis Lupus als Spezies. Da ich aber in einem Dorf mit großer Schafzucht aufgewachsen bin und oft am Treiben und Scheren der Ovis beteiligt war, sympathisiere ich eher mit den Schäfern.

Und so scheu sind Ihre Wölfe beim (berechtigt naturtriebbedingten) Reißen von Lämmern nun auch nicht, oder?

Zum Thema Kobold2 und Auto(Fahrer) erlege ich mir erst mal bis zum nächsten Ihrer periodischen Rundumschläge ein temporäres Schweigegelübde auf.

Schönen unfallfreien 4. Advent wünsche ich noch!
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