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Di, 14:15 Uhr
02.10.2001

Kein Aufstieg und besseres Marketing

Nordhausen (nnz). Der SVC Nordhausen spielt Regionalliga. Ob sich die Fans und Zuschauer an diese sportliche Tatsache mittlerweile gewöhnt haben, wird auch das nächste Heimspiel am Samstag zeigen. nnz hat sich im Präsidium und im wirtschaftlichen Umfeld ungehört.


Die bisherige Bilanz des SVC in der Regionalliga kann sich durchaus sehen lassen: Zwei Siege, eine Niederlage. Am Samstag nun der erste richtige Heim-Härtetest gegen Leipzig’s Zweite. Sollte der SVC nach Beendigung der jetzigen Saison an Platz 1 der Tabelle stehen, wäre ein Aufstieg nicht möglich. Das Regelwerk verbietet es. Für das Präsidium steht ein Aufstieg auch nicht auf der Tagesordnung, wichtig erscheint es, einen weiteren Abfall aufzuhalten. Mit Jörg Meschke betreut ein langjähriger Leistungsträger die Mannschaft, die Gespräche mit Ex-Trainer Kontschewski sollen in den kommenden Tagen zu einem positiven Ende gebracht werden, kündigte Präsidiumsmitglied Uwe Törpe gegenüber nnz an.

Dennoch drücken den Verein, der mit einem Etat von etwas mehr als 100.000 Mark die jetzige Saison bestreiten will, finanzielle Sorgen. Aus der „Bundesliga-Zeit“ sind Verbindlichkeiten in Höhe von 90.000 Mark mitgenommen worden. So mußten die Gehälter einiger Spieler für die Monate Juli und August, für den ehemaligen Trainer bis Ende September ausgezahlt werden. Weiterhin steht die Bedienung von Krediten an, das Finanzamt oder die Berufsgenossenschaft verlangen rückwirkend ihre Beiträge und Abgaben.

Für einige Sponsoren ist dies ein nicht gerade erfreulicher Zustand. Gelder, die sie dem Verein für den Neuaufbau zur Verfügung gestellt hatten (nach nnz-Informationen rund 70.000 Mark) sind zum großen Teil aufgezehrt. In der vergangenen Woche trafen sich Präsidium und Wirtschaftsrat zu einer Sitzung. Nach nnz-Informationen war das Interesse der Sponsoren an dieser Zusammenkunft sehr dürftig. Einige Geldgeber haben nun einen nicht ganz unberechtigten Zweifel an der professionellen Führung des Vereins und fragen, warum auch noch eine Marketingfirma, die einem Präsidiumsmitglied gehöre, selbst in dieser schwierigen Situation noch Provisionen einstecken muß.

Unzufriedenheit herrscht momentan auch über die „Beschriftung“ der neuen Trikots der Regionalliga-Mannschaft. Für einige Sponsoren ist dies der falsche Umgang mit den „Unterstützern“, vor allem mit jenen aus der Region. Unprofessionalität auch hier die vorherrschende Meinung. Mehr noch: nnz liegen sogenannte VIP-Dauerkarten vor. Diese Einrittskarten sind ebenfalls mit Sponsoren bedruckt. Beide Unternehmen haben sich mittlerweile jedoch ins wirtschaftliche Nirvana verabschiedet. Sowohl der Büroausstatter als auch der Schreib- und Bürowarendiscounter haben sich längst aus dem Nordhäuser „Staub“ gemacht. Hier sollte ebenfalls schnell gehandelt werden. Oder zahlen diese beiden Unternehmen noch für den Aufdruck?
Autor: nnz

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