Mi, 10:05 Uhr
11.05.2005
nnz-intern: Kalter Kaffee
Nordhausen (nnz). Klar, die nnz ist immer ein bisschen schneller. Das liegt nicht nur an der Technik. Mit dem folgenden Beispiel soll das noch einmal deutlich gemacht werden.
Seit gestern überschlagen sich die Thüringer Medien und Agenturen zu einem Thema, das von einer Zeitung aufgewärmt wurde: Die Kooperation zwischen SPD und PDS bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen im kommenden Jahr.
Das Thema oder die dahinter steckende Information ist jedoch für Leser der nnz kalter Kaffee. Die nnz berichtete bereits am 9. Dezember 2004 unter dem Titel Eine Partei im Abseits. Da war unter anderem zu lesen:
...Der Machterhalt. Der steht in rund 18 Monaten erst einmal in der Stadt Nordhausen an. Auf eine entsprechende Frage in einem nnz-Interview sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), daß sie im Jahr 2006 noch einmal als Oberbürgermeisterin kandidieren werde. Das wissen auch die Sozialisten und werden keinen Versuch unternehmen, dieses Unterfangen der Sozialdemokratin Rinke zu stören, vor allem nicht durch einen eigenen Kandidaten. Die PDS wird also Rinke im Wahlkampf mehr oder weniger offen unterstützen.
Der Machtzuwachs: Für die Rinke-Unterstützung gibt es eine Gegenleistung, schließlich wird im gleichen Jahr, etwa auch zur gleichen Zeit, ein Landrat im Landkreis Nordhausen gewählt. Die nnz hatte bereits ausführlich über die Befindlichkeiten der CDU mit ihrem jetzigen Landrat Joachim Claus berichtet. Diese Spannungen gipfelten darin, daß Claus eine Alleinkandidatur im nnz-Interview nicht ausschloss, sollte ihn seine Partei nicht unterstützen. Momentan sieht es so aus, als habe sich an diesem Zustand nicht allzu viel geändert. Ob Joachim Claus mit CDU-Rückendeckung oder solo antritt, er wird sich mit nur einem Gegenkandidaten auseinandersetzen müssen. Den wird die PDS stellen und hat sich schon auf eine Kandidatin verständigt. Die SPD wird ihre Dienste leisten und die Kandidatin der Sozialisten nicht nur unterstützen, sie wird keinen eigenen aufstellen. 17 Jahre nach der Wende, so denken die Strategen bei Rot-Rot, kann das dem Wahlvolk vermittelt werden.
Sollte diese Strategie dann von Erfolg gekrönt sein, dann wäre ein PDS-Landrat nicht nur das politische Novum im Lande Thüringen, dann wäre die gesamte Verwaltungsspitze in rot-roten Händen. Hinzu kommt der ehrenamtliche Beigeordnete Klaus Hummitzsch (PDS)...
Also: nnz-Leser erfahren die wichtigen Sachen im kommunalpolitischen Leben des Landkreises Nordhausen immer ein bisschen eher...
Autor: nnzSeit gestern überschlagen sich die Thüringer Medien und Agenturen zu einem Thema, das von einer Zeitung aufgewärmt wurde: Die Kooperation zwischen SPD und PDS bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen im kommenden Jahr.
Das Thema oder die dahinter steckende Information ist jedoch für Leser der nnz kalter Kaffee. Die nnz berichtete bereits am 9. Dezember 2004 unter dem Titel Eine Partei im Abseits. Da war unter anderem zu lesen:
...Der Machterhalt. Der steht in rund 18 Monaten erst einmal in der Stadt Nordhausen an. Auf eine entsprechende Frage in einem nnz-Interview sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), daß sie im Jahr 2006 noch einmal als Oberbürgermeisterin kandidieren werde. Das wissen auch die Sozialisten und werden keinen Versuch unternehmen, dieses Unterfangen der Sozialdemokratin Rinke zu stören, vor allem nicht durch einen eigenen Kandidaten. Die PDS wird also Rinke im Wahlkampf mehr oder weniger offen unterstützen.
Der Machtzuwachs: Für die Rinke-Unterstützung gibt es eine Gegenleistung, schließlich wird im gleichen Jahr, etwa auch zur gleichen Zeit, ein Landrat im Landkreis Nordhausen gewählt. Die nnz hatte bereits ausführlich über die Befindlichkeiten der CDU mit ihrem jetzigen Landrat Joachim Claus berichtet. Diese Spannungen gipfelten darin, daß Claus eine Alleinkandidatur im nnz-Interview nicht ausschloss, sollte ihn seine Partei nicht unterstützen. Momentan sieht es so aus, als habe sich an diesem Zustand nicht allzu viel geändert. Ob Joachim Claus mit CDU-Rückendeckung oder solo antritt, er wird sich mit nur einem Gegenkandidaten auseinandersetzen müssen. Den wird die PDS stellen und hat sich schon auf eine Kandidatin verständigt. Die SPD wird ihre Dienste leisten und die Kandidatin der Sozialisten nicht nur unterstützen, sie wird keinen eigenen aufstellen. 17 Jahre nach der Wende, so denken die Strategen bei Rot-Rot, kann das dem Wahlvolk vermittelt werden.
Sollte diese Strategie dann von Erfolg gekrönt sein, dann wäre ein PDS-Landrat nicht nur das politische Novum im Lande Thüringen, dann wäre die gesamte Verwaltungsspitze in rot-roten Händen. Hinzu kommt der ehrenamtliche Beigeordnete Klaus Hummitzsch (PDS)...
Also: nnz-Leser erfahren die wichtigen Sachen im kommunalpolitischen Leben des Landkreises Nordhausen immer ein bisschen eher...

