nnz-tv Nachrichten aus Nordthüringen Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Mo, 13:00 Uhr
09.12.2019
IFA Museum schafft es in die japanische Presse

Besuch aus Japan

Tadamichi Tomita besuchte kürzlich das IFA-Museum. Herr Tomita war Top-Manager bei Mitsubishi und Daimler. Seit seiner Pensionierung arbeitet der 75-jährige als Journalist für eine japanische Automobil-Tageszeitung. In vier Serien berichtet er über die Geschichte des Automobilbaus in der DDR...

Die Serie beginnt mit dem weltweit bekannten IFA-Logo und seiner Bedeutung „Industrieverband Fahrzeugbau der DDR“. Die 18 größten DDR-Kombinate werden nach Beschäftigtenzahl aufgeführt. Carl Zeiss Jena als größtes Kombinat mit 70.000. Die zwei IFA-Kombinate PKW Karl-Marx-Stadt und Nutzkraftwagen Ludwigsfelde mit jeweils 55.000 Beschäftigten. Mit über 50 Fotos wird die IFA-Historie den japanischen Lesern veranschaulicht
.
Für seine Recherche reiste T. Tomita von Tokio nach Deutschland und besuchte das Fahrzeugmuseum in Frankenberg, das Museum P.S- Speicher in Einbeck und das IFA-Museum Nordhausen. Nahezu drei Stunden ließ sich Herr Tomita von unserem Museumsfreund W. Steinmetz durch die Ausstellung führen. Inzwischen hat uns H. Tomita die gerade erschienenen vier Automobil –Zeitungen geschickt. In der Ausgabe vom 02.11.2019 berichtet Herr Tomita über die 90-jährige Geschichte der „Nordhausen-Fabrik“, wie er unser IFA-Werk bezeichnet. In seiner Mail schreibt er: „Ca 50.000 Automobile-leser haben die Serie genossen“.

Tadamichi Tomita besuchte kürzlich das IFA-Museum. (Foto: IFA Museum Nordhausen) Tadamichi Tomita besuchte kürzlich das IFA-Museum. (Foto: IFA Museum Nordhausen)

Unser japanischer Gast interessierte sich vor allem für diejenigen IFA-Innovationen, die bereits erfolgreich erprobt waren, bevor diese im Westen in Serie gingen. Ganz besonders galt sein Interesse den Anfängen der sowjetrussischen Raketenentwicklung, die von 1945 bis 1947 in Bleicherode und am Standort der „Nordhausen-Fabrik“ von den russischen Raketen-Pionieren Koroljow und Tschertok organisiert wurde. Tadamichi Tomita wusste davon nichts. Auch die darauf folgende zwangsweise Verbringung der deutschen Ingenieure nach dem russischen Gorodomlja und deren weitere Mitarbeit an Stalins Rüstungs- und Raumfahrtprogramm waren für Herrn Tomita unbekannt. Er berichtet daher ausführlich darüber.

Das Ende der IFA war längeres Gesprächsthema. H. Tomita äußerte sein Unverständnis, dass an diesem attraktiven Industriestandort keine Neuansiedlung gelungen ist. Und dass die Stadt Nordhausen das IFA-Museum nicht als Kontaktstelle für potentielle Investoren nutzt.

Herrn Kubayaschi vom Lohorchester sei Dank für die Übersetzung der Zeitungsberichte
Dr. Werner Steinmetz
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

09.12.2019, 13.19 Uhr
Heimathistoriker | Das Stiefkind der Stadt Nordhausen
Jetzt sollte es auch den letzten von unserer Politelite klar sein, dass das IFA-Museum nicht sterben darf und gefördert werden muss! Wer sich von der Politelite jetzt noch sperrt, gehört nicht in den Stadtrat und den Kreistag, der gehört bei der nächsten Wahl abgewählt!

Sollte sich nicht innerhalb kürzester Zeit etwas für das IFA-Museum tun, so müssen sich die Vertreter der Stadt Nordhausen mehr als schämen. Aber im Moment scheint ja "König Fußball" wichtiger als alles andere zu sein! Und für die Fußballfans: Nein, Wacker sollte auch nicht sterben müssen, aber die hätten ja eigentlich potente Spender in ihrem Hintergrund!

7   |  1     Login für Vote
09.12.2019, 15.36 Uhr
K.Haller | Heimathistoriker - Sie bringen es voll auf den Punkt
Das IFA-Museum gehört auch zur Stadtgeschichte. Ich verstehe auch nicht was das soll das das IFA-Museum von der Stadt nicht Unterstützt wird. Man braucht sich nur mal auf der Homepage des Museums anzusehen und da sieht man wer da schon alles aus der Politik, Wirtschaft, Konstrukteure, Weltraumfahrer, Sportler, Vereine usw. schon da waren. Auch nicht zu vergessen die vielen Besucher des Museums. Allein all den ehemaligen Mitarbeitern die Jahrzehnte in der IFA gearbeitet haben würden es wohl begrüßen das das IFA-Museum weiter einen festen Bezug der Stadt Nordhausen bleibt.

5   |  1     Login für Vote
09.12.2019, 16.13 Uhr
Sonntagsradler 2 | Irgendwie wieder klasse
wie hier ein paar Kommentatoren von der Stadt fordert, den Steuergelder Wasserhahn für ihren Verein etwas mehr auf zu drehen.
Unter den Motto
Ist ja schließlich der Verein (mein Verein) in dem „Ich“ Mitglied bin.
Und so bettelt jedes Mitglied eines Vereins weil sie denken ihr Verein ist der Wichtigste und kommt zu kurz
Bin mal gespannt.

1   |  3     Login für Vote
09.12.2019, 16.50 Uhr
Heimathistoriker | Vereinsmitglied?
Werter Sonntagsradler 2, wo steht denn, dass ich im Verein der IFA-Museumsfreunde Mitglied bin? Woher kommt Ihre Information?

Zu Ihrer Information: Ich bin weder Mitglied im IFA-Museumsverein, noch habe ich mit den anderen Museumsvereinen in Nordhausen etwas zu tun. Man kennt sich und wenn man um Hilfe bitte, so hilft man sich auch gegenseitig, beispielsweise mit Exponaten und Informationen aus, mehr aber auch nicht. Was meinen Nicknamen angeht, so erklärt sich dieser eigentlich selber, aber extra für Sie: Ich bin eine historisch interessierte Person, die sich speziell mit der Historie Vorort interessiert und beschäftigt, dies schon seit Jahrzehnten!

Angeblich interessiert sich unsere Politelite doch so sehr für die Nordhäuser Historie. Einer von unseren Stadträten hat sogar einen Verlag gegründet, der heimathistorische Schriften herausgibt! Auch wurde von mindestens einerm unserer ehem. OberbürgermeisterInnen immer wieder zu diversen Ausstellungseröffnungen betont, wie sehr man sich doch für die Nordhäuser Historie interessiere.

Jetzt kann, darf und sollte unsere Politelite doch mal zeigen, was Ihnen an der Heimatgeschichte und an Nordhausen liegt, aber wenn ich das richtig sehe, wird es einigen unserer Museen und Geschichtsvereine irgendwann so gehen wie den letztlich eingestellten "Nordhäuser Nachrichten". (Welche ebenfalls von eben diesem Verleger verlegt wurden!)

Allerdings könnte Ihr Kommentar auch unter den Fußballfreunden stehen, ich verstehe dort Ihre Scheu nicht!

Soweit mir bekannt ist, hat das IFA-Museum nicht die großen Spender, Gönner, Mäzen und Förderer wie so manch anderer Verein in und um Nordhausen.

Ich weiß nicht, wie es in anderen Städten mit IFA-Standort ist, aber falls Nordhausen das erste IFA-Museum sein sollte und hier, achtung Wortspiel, "Pionier"-Arbeit leistet, so ist dies noch ein Grund mehr, das IFA-Museum Nordhausen nicht sterben zu lassen!

Wie bereits geschrieben, jetzt könnte unsere Politelite zeigen, was Ihnen an Nordhausen und der Geschichte liegt, nicht nur in Verbindung mit dem IFA-Museum, sondern auch in Verbindung mit anderen Vereinen. Damit sind natürlich auch Sportvereine gemeint! Aber bitte erstmal dort die Löcher stopfen, wo es auch wirklich Sinn macht und die Geldbeträge überschaubar sind!

Ich bitte dennoch um Beantwortung meiner fragen Ihrerseits, werter Sonntagsfahrer!

3   |  1     Login für Vote
09.12.2019, 21.20 Uhr
K.Haller | Lieber Herr Sonntagsradler 2
Auch ich bin nicht Mitglied im IFA-Museum. Finde es aber eine Frechheit von Ihnen gleich jedem der einen Kommentar abgibt ein Mitglied und Bitsteller zu sein. Ich sag ja auch nicht das Sie zu irgend einem Verein gehören.

3   |  1     Login für Vote
10.12.2019, 07.46 Uhr
Sonntagsradler 2 | @Heimathistoriker / @K.Haller
Es ist aber schade das Sie keine Mitglieder irgendwelcher Verein sind. Aber diesen bettelnden Kommentaren für eine Unterstützung durch die Stadt zeigten eindeutige Hinweise. Übrigens ich bin Geschäftsführer eines kleinen Vereins bzw. Unterredens deren Mitglieder eine Finanzspritze von der Stadt gut gebrauchen Könnte.
Aber wir leben ja nicht mehr im Sozialismus und bei wünsch die was sondern in „ SO IST ES“
Wie heißt es so schön »Das Leben ist kein Ponyhof«
Oder wie sagte mein Historisch beflügelter Großvater immer»Des Lebn is koa Wunschkonzert«

2   |  2     Login für Vote
10.12.2019, 14.30 Uhr
ronronron | keine großen Spender bzw. Förderer?
...um nur mal zwei Förderer zu nennen
Autohaus Peter und Bäckerei Helbing.
vielleicht ist es nicht so bekannt, aber das Jobcenter und die GfaW sind mit Abstand die Größten Förderer für diesen Verein. Alle "Beschäftigten / Mitarbeiter" werden vom Jobcenter zur Verfügung gestellt, per Pauschale, in der sogar Anteile sämtlicher Nebenkosten des Vereins (Strom, Versicherungen, Heizung usw) enthalten sind.
Es werden kostenpflichtig für jedermann Räume , Verpflegung und Führungen zur Verfügung gestellt, die ebenfalls in die Kasse des Vereins fließen.
Und trotzdem wird auf hohem Niveau gejammert.

1   |  1     Login für Vote
10.12.2019, 15.34 Uhr
Heimathistoriker | Förderer?
Werter ronronron,

woher Sie die Information mit der Bäckerei Helbing haben, erschließt sich mir nicht. Auf der Website des Museums stehen lediglich: Autohaus Peter, Heck Immobilien, Waresa sowie die Hochschule Nordhausen. Obwohl ich bei der Hochschule zu zweifele, dass diese das Museum finanziell unterstützt oder gar unterstützen könnte, selbst wenn sie dies wollen würde.

Bei einen großen Nordhäuser Sportverein stehen, ebenfalls laut deren Website, Namen wie: KSK Nordhausen, Autohaus Peter, PK-Systems, EVN, Fa. Rollfinke, Stadtwerke Nordhausen, Echter Nordhäuser, Antenne Thüringen und einige mehr.

Viele Namen, die man auf der Seite, bis auf Autohaus Peter, auf der Seite des IFA-Museums nicht liest. Auch lese ich dort nicht, dass das Museum durch das Jobcenter, der GfaW oder vom Europäischen Fond unterstützt wird. Woher stammt bitte diese Information?

Was so manch anderer Verein, speziell im Sportbereich, macht ist jammern auf hohem Niveau, wie Sie so schön sagen! Im Sportbereich geht es teilweise um Millionenbeträge(!) und hier machen weder Stadt noch Kreis Nordhausen ein paar Tausend Euro für das IFA-Museum locker. Echt traurig und beschämend für unsere Wirtschafts- und Politelite, aber was sollte man auch anderes von ebendiesen erwarten?

1   |  1     Login für Vote
10.12.2019, 21.44 Uhr
ronronron | kleine Anmerkung für den "Heimathistoriker"
wer nur auf der Hausgemachten Webseite nach Informationen sucht, die nicht in das Image passen, wird wohl nicht fündig werden.
Vielleicht fragen Sie mal direkt die Beschäftigten im Museum
- wer hat sie dorthin vermittelt
- von wem werden sie bezahlt
- wer trägt die Unkosten

Es ist ja gut, wenn alte Technik erhalten und gepflegt wird und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, aber, und das ist "der springende Punkt", wer lässt sich denn dafür Medienwirksam feiern?
Die vom Jobcenter bezahlten Beschäftigten?

Stellen Sie sich vor, die ehemaligen Führungskräfte der NOBAS wollen ihre Produkte ausstellen und gründen auch einen Verein, da hätten man noch einen Verein der nach Anerkennung und Förderung ringt !

0   |  0     Login für Vote
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

digital
 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.