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Mo, 18:00 Uhr
02.12.2019
Vorbereitungen für den letzte Kreistag des Jahres laufen

Auch der Kreisausschuss diskutierte Wacker

Zur regelmäßigen Kreisausschuss-Sitzung hatte heute Nachmittag Landrat Matthias Jendricke geladen. Dabei kam bei mehreren Gelegenheiten auch wieder das Thema eines größeren Landkreises zur Sprache. Und der FSV Wacker 90


In der Informationsrunde referierte Jendricke zum Förderbescheid über den Umbau der Turnhalle in Niedersachswerfen. Hier sind 1,5 Millionen Euro vom Land bestätigt bei einem Eigenanteil von 10%.

Die Haushaltsberatung wird in eine größere Diskussion zur Kreisumlage hinauslaufen, das war heute schon zu spüren.

Jendricke verteidigte die Höhe mit dem Argument, dass auch die Schulumlage schon integriert sei und deshalb eine höhere Umlage als in anderen Kreisen erhoben würde. Je größer ein Kreis sei, desto günstiger könnte die Umlage sein, warb der Landrat für veränderte Strukturen. Das sehen LINKE und CDU anders, sie halten die anvisierten 49,89 % Kreisumlage für die Kommunen (darunter 13% Schulumlage) für zu hoch.

Die Anschaffung zweier Hilfeleistungslöschfahrzeuge wurde danach beschlossen, wovon eines im nächstes Jahr an Liebenrode und das zweite an Bleicherode ausgeliefert werden wird. Allein die Gestelle von Daimler Benz werden 168 000 Euro teuer, die Aufbauten kosten weitere 406 000 Euro. Die Beladungen schließlich liegen bei 204 000 Euro und werden bei Magirus Deutz gekauft.

Weiter ging es mit der Verlängerung des Regionalmanagements in Kooperation mit dem Kyffhäuserkreis und dem Unstrut-Hainich-Kreis. Hier ist der Landkreis über drei Jahre mit einem Eigenanteil von insgesamt 107.683,33 mit von der Partie. Die Ausschussmitglieder stimmten dem ebenfalls reichlich gefördertem Projekt zu.

Die nächste Kreistagssitzung am 17. Dezember hat 33 Punkte im öffentlichen Teil geplant. Das sind sogar noch mehr als bei der Monstersitzung vor Jahresfrist. Anträge der Fraktionen, Satzungsänderungen, Verträge, geplante Straßenbaumaßnahmen und einiges andere sollen dort im öffentlichen Teil verhandelt werden. Auch über die Fortschreibung des Stützpunktfeuerwehrkonzeptes soll entschieden werden, desgleichen zieren die Leitstellenförderung und auch die neuen Unterkunftsregelungen für Asylanten die Tagesordnung. Weiterhin will der Kreis dann auch einen Anteil an einem Windrad erwerben, ein Bürgerhaushalt und eine neu zu begründender „Geschwister-Scholl-Preis“ werden ebenfalls behandelt.

Abschließend kam aus den Reihen der CDU die unvermeidliche Frage, was denn nun aus den Bauplänen im Albert-Kuntz-Sportpark würde, wenn die versprochenen Eigenmittel von Wacker in Höhe von 1 Million Euro nicht kämen.
Matthias Jendricke ist in dieser Frage aber sehr entspannt und verwies darauf, dass am Bau wie geplant festgehalten würde, egal was bei Wacker passiert. Laut letztem Schreiben des Verwaltungsamtes finanziert der Freistaat mit 7 Millionen und der Bund mit 1 Million Euro das Projekt. Der Fußballverein habe im Herbst noch einmal seine Zusage über 1 Million Euro bekräftigt. Das Land Thüringen kenne aber natürlich aus der Vergangenheit auch Ausfallszenarien und es würde mit Sicherheit eine Lösung gefunden. Der geplanter Bau ist eine normale Umbaumaßnahme, unabhängig von der Ligazugehörigkeit eines einzelnen Vereins und er wird durchgezogen, egal in welcher Liga Wacker künftig spielen wird. Eine Stadt wie Nordhausen brauche einfach eine solide Stadionanlage, denn das Stadion stünde ja nicht nur dem FSV Wacker zur Verfügung.
Olaf Schulze
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