eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 16:03 Uhr
01.10.2001

11 Jahre Deutsche Einheit

Sollstedt (nnz). Jahrestage sind immer Anlass zur Besinnung. Es wird Bilanz gezogen über das Erreichte, positive und negative Entwicklungen werden dargestellt, neue Ziele abgesteckt. In den vergangenen Tagen waren auch wieder Grußworte einiger Politiker von Bund, Ländern und Gemeinden in den Medien nachzulesen, die diesem Muster entsprachen. nnz mit etwas anderen Gedanken des Sollstedter Bürgermeisters Jürgen Hohberg.


Meine persönlichen Gedanken richten sich jedoch nach den Ereignissen des 11. September 2001 vor allen Dingen darauf, dass uns diese wie kaum ein anderes Ereignis nach dem Ende des 2. Weltkrieges, bei dem ich selbst noch nicht geboren war, gezeigt hat, welche Bedeutung das Wort “Frieden” für uns Europäer, für uns Deutsche wieder gewonnen hat! So sicher waren wir uns nach der friedlichen Revolution im Herbst 89 in der DDR, dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem Fall des “Eisernen Vorhanges” und der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes vor nunmehr elf Jahren, dass es für uns keine Bedrohung des Friedens mehr gibt. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in Serbien, Mazedonien, Tschetschenien oder am Persischen Golf erschienen uns sehr weit weg, wir fühlten uns davon kaum betroffen und nicht bedroht. Die Terroranschläge in den USA, viel weiter von uns entfernt als die genannten Krisenherde, haben aber allen Menschen auf der ganzen Welt vor Augen geführt, dass es vor den Gräueltaten, die fanatischen und irregeleiteten Gehirnen entspringen, auf der ganzen Welt keinen sicheren Ort gibt, dass diese also eine Bedrohung für die gesamte friedliebende Menschheit darstellen.

Vor diesem Hintergrund erscheinen die Widrigkeiten, denen wir in unserer täglichen Arbeit begegnen, belanglos und die Schwierigkeiten und zwischenmenschlichen Probleme allesamt überwindbar. Das alltägliche Streben erhält eine neue Dimension:

“Wohin Du blickst, ist Kampf auf Erden.
Wohin Du blickst, kann Friede werden.” (Richard Dehmel, 1863-1920 )

Erklärtes Ziel aller friedliebenden Menschen ist es, dem Terror den Nährboden zu entziehen. Er gedeiht auf Armut und Unwissenheit, aber auch auf Intoleranz und Vorurteilen gegenüber “Anderen”, egal ob “Andersdenkenden”, “Andersgläubigen” oder auch nur “Andersaussehenden”. Es gibt nur einen Weg, den Frieden zu erhalten: Aufeinander Zugehen! Nehmen wir uns selbst nicht mehr so wichtig, nehmen wir uns mehr Zeit dafür, andere verstehen zu lernen. Blicken wir uns um in unserer Welt, nur so kann Friede werden!
Jürgen Hohberg, Bürgermeister
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)