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Do, 11:50 Uhr
28.11.2019
Der Gelbe Sack selbst ist Müll in vollendeter Form!

„Mir reichts!“

Als ich heute Morgen den Abfall für den Gelben Sack runter gebracht habe um ihn in selbigen unterzubringen, stellte ich zum wiederholten Mal fest, dass der Gelber Sack selbst nur Müll ist!...

An die Zeit mit anderer Trennung der Entsorgung unseres Wohlstandmülls kann ich mich noch recht gut erinnern. Damals wurden Metallbüchsen und Plastikverpackungen getrennt entsorgt. Dann wurde der Gelbe Sack eingeführt in dem nun der Verpackungsmüll außer Pappe-Papier und Glas gemeinsam hineinsollte.

Uns wurde ein stabiler Sack in höchst lobenden Worten zugesichert. Es war wie schon öfter eine Zusage in Luft Form. Der Sack war kein anderer als der den wir bisher hatten. Immer wieder hoffte ich auf einen stabileren Gelben Sack. Das Gegenteil scheint geschehen zu sein, denn dieser so hoch gelobte Gelbe Sack wurde von Jahr zu Jahr dünner und anfälliger. Bis er wie schon gesagt selbst nur noch zu Müll geworden ist.

Vor einiger Zeit platzte mir schonmal der Kragen, denn die halbe Rolle der Säcke waren so verklebt, dass schon beim Aufwickeln nur noch Rester herauskamen. Oft reißen sie schon beim Trennen kaputt. Wenn man dann mit etwas Glück einen Sack von den anderen abgetrennt hat und will ihn öffnen um etwas hinein zu tun, gucken die Finger schon unterhalb des Randes durch die hauchdünne Plastehaut des gelben Sackes.

Heute nun wollte ich den 2/3 gefüllten Sack aus dem Lager nehmen um den heruntergebrachten Müll umzufüllen, da hatte ich beim Anheben schon wieder den Rand in der Hand. Na ja dachte ich, dann bindest du eben den Sack zu und nimmst einen neuen. Weit gefehlt, da platzte der Sack auch noch an der Seite auf. Nun also den ganzen Müll in einen neuen Sack. Dann war alles frisch verstaut, der aufgeplatzte Sack mit den herausgefallenen Resten. Beim Anheben des selbigen platzte dieser auch schon wieder aus einander.

Es war zum Haare raufen. Jetzt kam der dritte Sack an die Reihe. Aber auch der riss am Rand und an der Schweißnaht auf. Was für ein Müll, war der fragende Gedanke. So war nun Nummer vier dran und der hielt nun sogar. Jetzt hatte ich im Prinzip gesehen, drei gelbe Säcke übereinander, was für ein Wunder das dieser nun ganz blieb und sogar noch den neuen Anfall aufnahm. So konnte ich den Wundersack nun vorsichtig noch zu binden.

Scheinbar geht es anderen fast so ähnlich. Denn erst neulich sah ich malwieder den halben Inhalt eines Müllsackes auf der Straße liegen. Unnütze Arbeit für unsere fleißigen Abfallentsorger. Wie weit sich die Eigentümer noch verantwortlich fühlen möchte ich dahingestellt lassen.

Was für ein Müll wird uns hier als Müllsack angeboten? Scheinbar, scheint es dafür keinen Verantwortlichen zu geben? Oder? Denn als sogenannter Kunde habe ich hier nicht die Wahl, dieses Müll-Produkt zu nehmen oder es nicht zu nehmen.

Ein weiteres Problem ist das sogenannte Verpackungspapier an der Fleischtheke. Hier wird Papier mit einer aufkaschierten dünnen Folie verwendet. Papier mit Umweltsiegel „FSC“ Papier aus verantwortlichen Quellen“ Dann ein interessanter Text in sehr kleiner fast unlesbarer Schrift: Nützliche Dinge können aus dieser Verpackung hergestellt werden, doch dazu bedarf es Ihrer Mithilfe: die hauchdünne Folie bitte abtrennen und in die gelbe Tonne oder den entsprechenden Behälter, Papier in den Papiercontainer geben. Getrennt können Folie und Papier wiederverwendet werden. Recycling lebt vom Mitmachen! Frage: welcher, älterer Mensch kann diese kleine Schrift ohne Lupe lesen, oder macht sich die Mühe? Welcher Mensch mit nich tmehr intaktem Fingergefühl ist in der Lage, das Papier von der Folie zu trennen?

Werden wir jetzt von der Verpackungsindustrie voll verarscht? Hier habe ich die Wahl zum nein sagen. Aber mitgebrachte Verpackungen dürfen nicht über die Theke! Hier scheitert es am Willen zur Alternative. Selbst vorsprechen bei Partei und Politik blieben seit einem halben Jahr erfolglos. Ist in diesem Staat überhaupt noch jemand für soetwas zuständig oder gar noch verantwortlich?

Wir stehen vor der größten Herausforderung der Menschheit, der Klima-Katastrophe, und wir sind nicht in der Lage solche banalen Dinge in den Griff zu bekommen. Unsere Verpackungsindustrie ist zu allem in der Lage, nur scheinbar nicht Umwelt- und klimagerecht zu Handeln.

Um endlich zu regionalen und globalen Klimagerechten handeln zu kommen bitte ich Sie mit uns für den Klimaschutz zu Streiken.
KLIMA-STREIK FÜR ALLE am Freitag, den 29. Nov. um 14.00 Uhr Start auf dem Parkplatz am Kino (Nicht am Rathaus – Weihnachtsmarkt) in Nordhausen
Demonstrieren Sie mit uns: Fridays For Future, den Umweltverbänden, Extinction Rebellion, den Gewerkschaften und vielen anderen Menschen, für eine Überlebenschance. Welche Chance hat der Mensch im größten Artensterben seiner Zeit?
Klimaschutz jetzt für alle: Klimastreik mit allen! Am 29. Nov. um 14.00 Uhr in Nordhausen
Start auf dem Parkplatz am Kino; Ende auf dem Bahnhofplatz inNordhausen
Eckart von Hirschhausen sagte vor wenigen Tagen auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin:
„Wir müssen nicht das Klima retten, sondern uns. Denn gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten.“
Manfred Kappler
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

28.11.2019, 12.24 Uhr
Wolfi65 | Jawohl
Keine Plastikverpackung und Autoabgase mehr.
Keine Stromerzeugung mittels fossiler Ernergieträger.
Zurück zum Holz- und Faustkeil.
Keine Tierzucht mehr.
Alles Bio oder was?
Keine gelben Säcke mehr, sondern auf Dauer stinkende gelbe Tonnen.
Gerade bei Mehrfamilienhäusern mit zentralen Müllcontainer, muss dann extra wieder ein zusätzliches Behältnis zum Transport dahin, bereitgestellt werden, denn Plastiktüten usw. soll es ja auch nicht mehr geben.
Da wird die Wahl ziemlich eng.
PS: Die gelben Säcke sind zwar auch nicht das Non plus Ultra, aber besser wie die gelbe Tonne, welche ich noch von meinen Aufenthalten in Hessen kenne.

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28.11.2019, 12.40 Uhr
Sonntagsradler 2 | Erstaunlich was so ein gelber Foliensack
für Inspirationen hervorrufen kann
Von einem bei nahen Geduldsfadenriss über Geschicklichkeit Prüfungen bis bzw geduldsspiel zum Demoaufruf.
Ach übrigens zur Demo nur mit Wasserfarben beschriebene recycelbare Banner verwenden.
Der Umwelt und dem Klima zu liebe.

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28.11.2019, 12.43 Uhr
murmeltier | Kaum zu überbieten
Die Absurditäten, die von den Klimabewegten so abgelassen werden, sind für einen Normalo kaum noch zu ertragen. Klima änderte sich immer und wird sich auch weiterhin immer wieder ändern. Egal, ob es uns Menschen, und vor allem uns Deutsche gibt oder nicht. Meine gelben Säcke halten jedenfalls, nichts ist gerissen. Zumindest solange man das hineinpackt, was hinein darf und man nicht die komplette Welt mit einem Sackinhalt retten will.

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28.11.2019, 13.25 Uhr
Gylfaginning | Richtig Herr Kappler - "Verarsche" !
Der ursprüngliche Gedanke war mal - die signifikante Reduzierung der Verpackungen.
Die Industrie sollte - durch Rücknahme - gezwungen werden Verpackungen zu reduzieren.
Herausgekommen ist das "Duale System Deutschland". Ein typisches "Selbstbefruchtungs-Unternehmen".
Der Verbraucher zahlt pro Artikel einen "Entsorgungspreis" und "DSD" tut so - als wenn jetzt "entsorgt" wird.
Wir zahlen also bei jedem Artikel im "Voraus" !
Da nur begrenzt reycelt oder verbrannt wird landet ein großer Teil auf "Halde" (wie gesagt- wir haben schon für die Rücknahme bezahlt !).
Fazit: -der Verpackungsmüll wächst ungebremst !
-die "Entsorgung " ist ein lukratives Geschäft für
wenige !

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28.11.2019, 13.53 Uhr
Rolf Schneider | Wenn man es nicht besser wüsste:
Könnte man denken, hier entdeckt ein Schulkind seine Welt.

Unzählige Passagiere auf dieser Kugel bekommen es auf die Reihe, einen gelben Sack so zu füllen, dass dieser nicht reißt!

Und nebenbei: auch Klettverschlüsse an Schuhen bestehen aus Plastik... offensichtlich ÜBER-LEBENS-WICHTIG!

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28.11.2019, 14.26 Uhr
Don R. Wetter | Was soll hier die bösartige Häme ?
Das Thema ist grundsätzlich von hoher Brisanz. Demnächst steht vielleicht bei "DSD" eine Monopolisierung an.
"Remondis" ist zwar im ersten Anlauf gescheitert - wird aber sicher nicht aufgeben.
Da wird die "Qualität" der "gelben Säcke" ( unter aller Sau !) bestimmt nicht besser.

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28.11.2019, 15.05 Uhr
Pe_rle | Kappler
Werter Herr Kappler
glauben Sie wirklich ,das Ihre DEMO was bringt????
Die Industrie macht sich mit dem Verpackungsmüll die Taschen voll ohne Ende.
Beispiel gefällig::: dem Kunden wurde die Plastiktüte weg genommen ,haben sie im Ladenregal an irgend einer Stelle bemerkt das sich die Verpackung der Ware verändert hat,oder Ihr gelber Sack jetzt nur noch halb so voll ist ???
Das ist Marktwirtschaft,und die großen machen da weiter wo sie gestern aufgehört haben .
Also werden die auch Ihre DEMO nicht wahrnehmen

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28.11.2019, 16.02 Uhr
Waldemar Ceckorr | wer ähnliches durchgemacht hat
und sich einen beruhigungstee im beutel macht, bitte drann denken, der besteht dann aus bio-abfall, altpapier, altschnur und mglw. altmetall.
ich bitte um sorgfältige trennung.

:o) waldi der umweltbewusste

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28.11.2019, 17.14 Uhr
Marino50 | Gelbe Säcke und mehr...
Also meine gelben Säcke halten. Aber wenn am 29.11. ein Klimastreik ist, können wir doch den Freitag darauf einen "Gelben Säcke Streik " ins Leben rufen. War das nun ein Aufruf gegen den gelben Sack oder zum Klimastreik ?

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28.11.2019, 18.54 Uhr
Demokrit | Ich habe so mein Problem mit grünen Säcken
Da passt einfach nicht genug rein. Man kann ja Monday for green bag ausrufen.

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