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Fr, 21:00 Uhr
25.10.2019
Wirtschaftspolitik am Freitagabend

Der Merz war da

Wen soll die CDU in diesem Land noch aufbieten, um authentische Politik zu vermitteln? Dem NUV und der Autohaus-Peter-Gruppe ist gelungen, was den Politikgrößen in diesem Freistaat nicht vergönnt war – sie holten Friedrich Merz nach Nordhausen und über 800 Frauen und Männer waren in das Opel-Haus gekommen…

Friedrich Merz in Nordhausen (Foto: nnz) Friedrich Merz in Nordhausen (Foto: nnz)
Die Begrüßung des Gastes aus dem Sauerland übernahm Andreas Peter, der von seinen Eindrücken der Grenzöffnung als Neunjähriger berichtete und den persönlichen Bogen weiterspann bis hin zum immer noch leeren Industriegebiet in der Goldenen Aue, versehen mit der Bitte an Merz, vielleicht seinen nationalen und internationalen Geschäftspartnern von dem 35-Millionen-Euro teuren und 100 Hektar großen Industriegebiet zu berichten.

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Nach der Begrüßung freute sich CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring über die zahlreichen Gäste und begrüßte einige Ausgewählte. Mohring nutzte die Möglichkeit, noch einmal die Notwendigkeit eines Politikwechsels zu begründen und rezitierte dann die bekannten Punkte des christdemokratischen Wahlkampfes: eine andere Bildungspolitik, die innere Sicherheit und der ländliche Raum sowie die digitale Zukunft Thüringens. Diejenigen unter den Lesern, die sich für Landespolitik und vor allem für den zu Ende gehenden Wahlkampf interessieren, kennen die Ausführungen des Thüringer CDU-Chef nahezu auswendig. Und trotzdem ließen die 700 von ihnen das heute noch einmal über sich "ergehen".

Am Ende versuchte sich Mohring noch ein wenig in christdemokratischer Eigenkritik, natürlich in Richtung Berlin und plädierte für Meinungsfreiheit, die leider ein Stückchen abhanden gekommen sei, aber wieder den politischen Diskurs bestimmen müsse und nicht die Zurückhaltung einer eigenen – wenn auch unbequemen - Meinung.

Danach wurde Friedrich Merz mit erneutem Beifall am Rednerpult begrüßt worden. Er spann den historischen Bogen vom 9. November 1989 bis in diese heutige Zeit. In Richtung der „Greta-Generation“ sagte Merz, dass sie in den zurückliegenden 30 Jahren in einer phantastischen Zeit aufgewachsen sind, die jungen Menschen ungeahnte Möglichkeiten der privaten und beruflichen Entfaltung gab und gibt. Noch nie ginge es einer ganzen Generation so gut.

Gespannte Zuhörerschaft (Foto: nnz) Gespannte Zuhörerschaft (Foto: nnz)
Anschließend ging Merz auf Wirtschaftsthemen ein, auf andere notwendige Formate, bei denen es um die Frage geht, dass bei einem künftigen G3-Treffen (nich mehr 7 oder 8) neben China und USA auch Europa dabei sein wird. „Deutschland allein wird nicht der Player neben den zwei Großen sein, aber Europa.“ Merz brach eine Lanze für eine andere Politik gegenüber Russland. „Ohne Russland wird es in Europa nicht gehen, wir müssen Gespräche führen, wir müssen den Russen zeigen, dass wir für einen Dialog bereit sein können." Denn „Russland gehört zu Europa“, ist sich Merz sicher.

Zur automobilen Wirtschaft: Merz plädierte nachdrücklich für die Dieseltechnologie und: „Wir dürfen uns von den Umweltverbänden nicht den Mut abkaufen lassen, weiterhin an der Spitze des technologischen Fortschritts zu stehen. Wir hatten und haben keinen Dieselskandal, sondern einen Betrugsskandal der Industrie an der gesamten Gesellschaft. Modernste Dieseltechnologie wird es in Jahrzehnten noch geben, nur stellt sich die Frage, wo sie entwickelt und zur Herstellung gebracht wird. Gleiches gelte für die Zukunft der E-Mobilität, die nicht auf die Batterie als Energiespender fokussiert sein darf.

Weitere Themen seiner Ausführungen waren die digitale Technologie, die berufliche Aus- und Weiterbildung. Der berufliche Mittelbau müsse gestärkt werden, denn die Werkleiter oder die Meister und Vorarbeiter werden in den Unternehmen entscheiden, ob Deutschland seine noch vorhandene Leistungsfähigkeit behalte oder verliere.

Von der Wirtschaft zum Kampf der Kulturen, "von dem wir nicht wissen, ob wir ihn gewinnen". Es könne nicht sein, dass ein ehemaliger Innenminister an einer Lesung in Göttingen oder das ein Prof. Lucke durch linke Chaoten an Vorlesungen gehindert werden. Merz bekannte auch, dass die Energie- oder auch die Einwanderungspolitik der Bundesregierung nicht mit Europa vereinbar sei. „Wir wollen, dass die bisherige Politik der Union korrigiert wird, dass sich nicht nur die Deutschen an Gesetze halten müssen, sondern auch diejenigen, die bei uns Schutz oder einen wirtschaftlichen Neuanfang suchen.“ Die CDU müsse schließlich zu einer alten Stärke zurückfinden, denn letztlich sei das Erstarken der AfD das Ergebnis einer verfehlten CDU-Politik. Die Politik der CDU in Berlin müsse sich ändern.

Nach einem Zwischenruf aus der Zuhörerschaft, warum die CDU das alles nicht schon längst geändert habe, redete sich der Sauerländer in Rage und wandte sich gegen Pöbeleien, gegen Hass und Hetze von Rechts und von Links. "Auch deshalb brauchen wir die Mitte, ich bin bereit diese Mitte wieder zu erobern. Ich will nicht, dass meine Kinder mich eines Tages fragen, warum habt ihr die Fehler erkannt, aber warum habt ihr nicht das Notwendige getan?"

Am Ende ein Nordhäuser Geschenk (Foto: nnz) Am Ende ein Nordhäuser Geschenk (Foto: nnz)
Die letzten fünf Minuten waren das, was die Menschen am "neuen" Merz schätzen, was sie hören wollten: die klaren Ansagen, die aus Analysen kommen. Man merkte (oder sollte merken?), dass diese derzeitige Union, vor allem die in Berlin, nicht mehr die CDU des Friedrich Merz ist.

Merz mit klarer Ansage
Der nahezu frenetische Beifall, vor allem bei seiner Kritik an der Wirtschafts- und der Migrationspolitik der Bundesregierung, zeigten dass der Sauerländer den Nerv der CDU-Basis traf. Bleibt nur die Frage, was nützt dieses gemeinsame Gefühl...
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
25.10.2019, 22:26 Uhr
Mike Mohring ehrlich und zu Landesthemen mittig und gut. Aber zu zurückhaltender Beifall in Nordhaus
Der Überschrift habe ich nichts hinzuzufügen. Mohring ist ein aufrichtige Mann. Die Frage ist. Nach der Wahl. Darf er sein Pro Thüringen wirklich so ehrlich angehen? Ich würde mir es für Thüringen wünschen.
Wolfi65
25.10.2019, 23:16 Uhr
Leere Worte und die dazu passende Politik
Seit 30 Jahren immer nur der selbe Sülz.
Eine Endlosschleife, welche zu stoppen ist.
Wem will denn Merz seine Märchen erzählen?
Vielleicht seinen Sauerländischen Parteifreunden, denn denen kann er seine Erzählungen noch verkaufen.
Im Osten kommt mit *Weiter so!*, keiner mehr weiter.
Auch ein *basta*, wird nicht mehr ziehen.
Also Herr Merz, danke fürs kommen und ein ganz besonderer Dank fürs gehen.
Und beehren Sie uns bitte nicht so alsbald wieder.
Rainer H.
25.10.2019, 23:20 Uhr
Die CDU titelt Aufbruch 2019, und bewies heute sie meint es ernst.
Die Landes CDU bewies heute abermals, das sie einen konservativen Kurs verfolgt. Es war ein sehr guter Auftritt von Mike Mohring.
Friedrich Merz machte deutlich, das in Berlin viele Fehlentscheidungen fallen, welche die Menschen nicht nachvollziehen können. Aber am Sonntag geht es um Thüringen und nicht um Berlin. In Richtung der Gäste lies er auch durchblicken, das er bereit steht, wenn man ihn braucht!
Seine Rede war ehrlich und glaubwürdig, sie hat die Menschen im Saal mitgerissen.
Latimer Rex
25.10.2019, 23:41 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Crimderöder
26.10.2019, 09:11 Uhr
Merz als Fata Morgana der alten CDU
Na klar, wer möchte an diesem Abend nicht ein Selfie mit dem ausgegrabenen Shootingstar machen, den Merkel einst bewußt ins Reich der konservativ-Unberührbaren abgeschoben hatte. Nach glücklichen Jahren für Merz privat wird er nun nach höchst unglückseligen Jahren für seine Partei erweckt, um irgendetwas zwischen mitte-rechts und Bierdeckel zu beleben. Friedrich Merz, der den konservativen Transatlantiker mimt, bleibt der politisch geköpfte CDU-Brautwerber Merkels. Er erinnert die Mitglieder wohl noch an die Ära der alten, vor-merkelschen CDU von 2005. Doch es ist vorbei - und kommt nie wieder.
Kama99
26.10.2019, 11:39 Uhr
Zur Ehrlichkeit...
...des Herrn Mohring. Seine angeblichen Drohmails kamen nicht aus der rechten Ecke sondern von einen "linken Polit-Aktivisten". Das wusste er und wurde jetzt aufgedeckt. Alles nachzulesen im Netz. (ef-magazin.de/2019/25/10/….).
Herr Schröder
26.10.2019, 12:35 Uhr
Kama99
Ist doch egal wo diese Mails herkommen. so was gehört sich nicht! Weder von rechts noch von links!

Sollte März Kanzlerkandidat werden hat die AfD bei vielen Wählern fertig.

Morgen geht meine Stimme an Steffen Iffland!
Mueller13
26.10.2019, 12:56 Uhr
CDU unter Mohring
Rechts blinken und dann nach links abbiegen!

Wir werden es erleben.
geloescht.20250302
26.10.2019, 15:24 Uhr
Danke für den Hinweis Kama99!
Habe gerade meine Mails gecheckt und den Original-Artikel im Newsletter von Vera Lengsfeld gefunden.

Merz als soziales Gewissen und wieder einmal neuer alter Hoffnungsträger dieser Partei ist für Mohrings Wahlkampf genauso absurd wie andererseits neulich den von Merkel geschassten, vom vermeintlich "politisch korrekten" Politikbetrieb und Meinungsklüngel verfemten Maaßen, der aus dem sächsischen Wahlkampf wegkomplimentiert wurde, in Ebeleleben als Hoffnungsträger der Werteunion als Schützenhilfe für die Thüringer CDU und ihren hiesigen Chefumfaller und -opportunisten zu präsentieren.
Ra1n3R
26.10.2019, 15:51 Uhr
@Kama99
Die von Dir verlinkte Seite ist nicht das Original, nur ein kopierter Text. Die Verfasserin ist Vera Lengsfeld, wie man auch auf ihrer Blog-Seite lesen kann.
Herr Mohring entschuldigt sich dann einfach nach der Wahl und wäscht seine Hände in Unschuld. Da kommt dann vermutlich sowas wie - "Mir lagen solche Informationen zu diesem Zeitpunkt nicht vor", oder es wird einfach totgeschwiegen, weil es seinen Zweck erfüllt hat. ;-)

Zum Besuch von Herrn Merz, naja. Die Politik, bzw. die Vertretung der Interessen von manchen "Klatschpappen-Wahlzombies" ist dem Blackrock-Herrn doch Schnurz, solange er keine Funktionen an der Spitze einnimmt. Beim "Geld regiert die Welt" hat er diese schon inne, da spielt Thüringen "natürlich" eine immense Rolle für ihn.
harzwj
26.10.2019, 17:43 Uhr
"Der Merz war da"...
und nun?, so könnte man hinterfragen. Die Antwort wird es morgen, frühestens um 18:00 Uhr bei der ersten Hochrechnung geben. An den Wahlurnen und mit der "Briefwahl" wird entschieden wie es in Thüringen die nächsten Jahre weiter gehen soll/ wird. Das ganze Land, möglicherweise die EU und die Welt schaut morgen gespannt auf Thüringen. Warum? Um den "Linksruck oder Rechtsruck, oder den Trend zur Mitte" zur Kenntnis zu nehmen? Hoffentlich gibt es eine hohe Wahlbeteiligung und der Souverän, die Wählerinnen und Wähler bringen ihre Position zu den Ergebnissen der abgelaufenen Legislatur und den Erwartungen an die nächsten Jahre zum Ausdruck.
Der Eine, oder Andere wird im Ergebnis des endgültigen Wahlergebnis zum Nachdenken angeregt werden.
Die einzige, für unsere Region im nördlichsten Teil Thüringens vorgetragene, pragmatische Bitte an Herrn Merz, war die von Herrn Peter. Er hat mit klaren Worten um die Unterstützung bei der Besiedlung des Industriegebietes "Goldene Aue" gebeten. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates von Black-Rock, lt. "arte" vom 19.09.2019, hat Herr Merz in Wahrnehmung seiner Verantwortung gegenüber dem "größten Investor der Welt" die Unternehmensphilosophie zu vertreten und durchzusetzen. Diese besteht, lt "arte" Bericht darin wirtschaftlichen- und politischen Einfluss zu stabilisieren und auszubauen. Die Beteiligungen an Unternehmen weltweit liefern den Beleg. Möglicherweise könnte sich diese Dialektik, bezogen auf die Forderungen des NUV und Herrn Peter, positiv auf unsere Südharzregion auswirken. Man wird sehen, ob sich nunmehr zeitnah im Industriegebiet was positives für die Region bewegt.
Gehen Sie zur Wahl, so meine Empfehlung. Wenn Sie nicht ihrem Wahlrecht nachkommen, haben Sie schon falsch gewählt.
Einen schönen Wahlsonntag und vergessen Sie nicht, die Uhren werden auf "Winterzeit" umgestellt.
W. Jörgens
Psychoanalytiker
26.10.2019, 17:54 Uhr
Wer die CDU wählt ...
... wählt weiter nichts, als "weiter so". Ein für mich furchtbarer Gedanke. Und ja, es ist "nur Landtagswahl". Aber wenn die CDU hier ein gutes Ergebnis einfährt, denken Merkel & Co.: "Wir haben alles richtig gemacht". Daher CDU nicht wählen !!!
Capone
26.10.2019, 20:44 Uhr
Keine Wahlkampfveranstaltung
Wie hieß es noch vor ein paar Tagen in dieser Zeitung: Der NUV wolle diesen Termin nicht als Wahlkampfveranstaltung verstanden wissen. Wie bitte soll man denn einen Vortrag einordnen, der sozusagen am Vorabend der Wahlen einem der ehemaligen Bewerber um den CDU Bundesvorsitz ein Podium bietet, in einem mit erdrückenden CDU Werbebannern bis hin zum Pult geschmückten Saal, in dessen vorderster Reihe die neuen Bewohner der CDU Weiselzellen Platz genommen haben, flankiert von Manfred Grund und Egon Primas, welcher auf dem oben im Artikel sichtbaren Foto sogar die original Merkelraute präsentiert. Soll man den Event etwa als neutrale, wissenschaftliche Auseinandersetzung ansehen?
Herr Taft
26.10.2019, 21:13 Uhr
ich hätte es nie gedacht...
aber ich muss unserem Psycho mal Recht geben:

Wählt NICHT die CDU ! Wenn ihr eine stabile Landesregierung wollt, dann wählt Grüne oder Linke oder SPD.

Die CDU hätte nur die Grünen und die SPD um eine Koalition zu bilden. Beides wird nicht reichen. Also bleibt nur RRG... alles andere sind weggeworfene Stimmen.

Ich hätte es auch lieber anders...ist aber nunmal so.
Tor666
26.10.2019, 21:50 Uhr
Grüne oder Linke oder SPD,
der Alptraum für jeden leistungsorientierten Menschen. Die nächsten 5 Jahre werden so schon turbulent, geprägt von dem drohenden Crash, der Klimaabzocke und evtl. einer neuen Flüchtlingswelle. Dann solch eine geballte Ladung Inkompetenz. Da muss sich die AFD eigentlich nur zurücklehnen und drauf warten, wie viele Menschen noch aufwachen, ehe wir im sozialistischen Nirgendwo landen.
geloescht.20250302
26.10.2019, 22:50 Uhr
Und da kommt der Nächste um die Ecke...
...der Stimmen als weggeworfen betrachtet.

Und wer nicht die von Ihnen vorgeschlagenen Parteien wählt, sollte lieber zuhause bleiben, Spätzlevernichter?

Ihr Demokratieverständnis ist nicht gewachsen, seitdem Sie sich vor 2 Jahren hier als Auswanderungsexperte nach Nordkorea profilieren wollten.

Da hilft es nichts, wenn Sie jetzt so tun, als würden Sie auch Extremismus von Links ebenso wie den von Rechts verurteilen.
HUKL
27.10.2019, 01:35 Uhr
Nachtrag zum Besuch von F. Merz
Obwohl die Neugier das Erscheinen der bereits im Vorfeld sehr umstrittenen politischen Person praktisch erst „5 Minuten vor 12“ als letzter Hoffnungsträger mehr Gleichgesinnte in die Nordhäuser „Peterhalle“ lockte als sich die stets regelrecht verlaufenden Zuschauer bei den 14- tätigen Auftritten der „Möchtegernfußball - Aufstiegsanwärter“ im einheimischen AKS, wird man vermutlich in beiden Lagern ihre jeweils angestrebten Ziele noch ein paar Jährchen nach hinten verschieben müssen.....

Nicht nur in Nordhausen werden an diesem Sonntag alle berechtigten stinknormalen Bürger mit ihrem Kreuzchen an der entsprechenden Stelle in den Wahllokalen entscheiden, welche der vielen Parteien ihre vergangenen Hausarbeiten nicht zur Zufriedenheit erledigten bzw. welche vermeintliche neue Hoffnungsträger auserkoren werden.

Zukünftig würde ich mir wünschen, dass nicht erst am Ende einer jeweiligen Legislaturperiode, nämlich ein paar Wochen vor dem Wahltermin, die Bilder und Sprüche der Kandidaten an den Bäumen und Laternenmasten hängen, um damit auf sich aufmerksam machen zu können! Wo waren diese Volksvertreter eigentlich vorher? Diesen viel zu hohen finanziellen Aufwand hätte man bestimmt für wichtigere Zwecke verwenden können!
Kobold2
27.10.2019, 08:08 Uhr
Eine Partei
Zu wählen, mit deren Interessen man sich identifizieren kann, ist kaum noch möglich.
Man wählt leider eher das kleinere Übel.
Was von der alternativen neuen Partei des Volkes, der Mitte usw. zu halten ist, hat man am Donnerstag im Bundestag gesehen.
Man votierte gegen einen Mindestlohn für Azubis!
Nichts gelernt, aus 30 Jahren Niedriglohn und der daraus resultierenden Abwanderung.
Die versprochenen Alternativen kann ich da leider nicht ausmachen.
Psychoanalytiker
27.10.2019, 08:10 Uhr
Clever gedacht, Spätzle ....
... mir Recht geben, dass die CDU nicht gewählt werden sollte und gleichzeitig Angst vor RRG verbreiten. Sehr clever!

Also nochmal ganz langsam, an alle, die nicht "Besserverdiener" sind: Die CDU (CSU) hatte bundesweit seit 30 Jahren (dabei vielfach in Regierungsverantwortung) Gelegenheit, ein wirklich "vereintes Deutschland" zu schaffen. Zunächst sorgte man aber dafür, dass nicht eine GEMEINSAM ausgearbeitete und verabschiedete neue Verfassung erstellt wurde. Es blieb das (durchaus gute Grundgesetz), aber daduch wurde dieses den ehemaligen DDR-Bürgern fraglos "übergestülpt". Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hatten aber eine neue Verfassung vorgesehen. Das war einst auch sehr durchdacht.

Die anderen Gründe für das häufige "Versagen" habe ich bereits genannt, aber nur zur Erinnerung: Geringere Löhne, obwohl die Löhne (und auch Abfindungen) der Arbeitgeber massiv stiegen, Kinderarmut, die nur verhindert werden kann, wenn "Mama" zwei oder drei weitere Job's ausführt, geringere Rentenwerte gegenüber Westrentnern (und dadurch indirekt Gefahr von Altersarmut), zulassen von Mietwucher und hofieren von Spekulanten, Betrüger im Dieselskandal "streicheln" und Kosten auf den Autobesitzer abschieben, Inanspruchnahme der Steuerzahler im Rahmen der Bankenkrise, Missachtung des Artikels 16a Grundgesetz (siehe oben) ... und, und, und. Das hat weitestgehend die CDU gemacht. Aber eben auch die "Nationale Front der BRD" (Koalition mit SPD und kuscheln mit den Grünen, der FDP oder potentiellen Koalitionspartnern) sollte aus Sicht des ehemaligen DDR-Bürgers ein NO-GO sein, zumindest so lange, bis diese Parteien die SOZIALE Marktwirtschaft mal wiederentdecken. Und um das bisherige "Weiter so" zu verhindern, bedarf es eben mal eines "Schusses vor den Bug" ...
HeiKev
27.10.2019, 09:20 Uhr
Friedrich Merz
hätte schon mindestens zehn solcher Veranstaltungen in Thüringen halten müssen, um überhaupt merkbar in den Wahlkampf einzugreifen. Auch das Publikum war von vorne herein Unionslastig.

Für mich gilt diesmal strategisch zu wählen. Es darf dem rechten Rand nicht gelingen, das Land in die Unregierbarkeit zu manövrieren. Und mit Frau Keller, die hoffentlich bleibt, gibt es die wirkliche Alternative für Nordthüringen. Da ist in den letzten fünf Jahren zweifellos viel Gutes passiert. Obwohl man fairer Weise sagen muss, dass es aufgrund des wirtschaftlichen Booms in Deutschland auch viel Geld zu verteilen gab.
Tor666
27.10.2019, 12:20 Uhr
Kobold2,
dass ist leider die typisch linke Denke. Da wird dann jegliche Differenzierung über Bord geworfen. Die Industrie nimmt so und so viel ein, Strich drunter, wau, die machen alle unheimlich viel Plus. Also Mindestlohn für alle Azubis.

In Wirklichkeit gehört so etwas in die Hände verantwortungsbewusster Gewerkschaften, an denen sich dann auch die jeweilige Branche orientieren sollte/ muss. Die haben aber leider mehr damit zu tun, linke Demonstranten zu Demos zu karren/ so etwas zu organisieren als für die Arbeitnehmer da zu sein.

Einfach mal damit beschäftigen und auch die negativen Konsequenzen bedenken. Zumal uns aktuell ein Arbeitsplatzsterben bevorsteht, was aber gar nicht wahrgenommen wird.

Mit dem linken Kopf durch die Wand. Immer so tun, als wäre es gut für alle Menschen. Leider lässt sich auch CDU von der linken Inkompetenz durch die kunterbunte Arena treiben.
Kobold2
27.10.2019, 12:48 Uhr
Tja Thor666
Bei Gegenwind gleich die linke, oder grüne Keule raus holen und die Gegenseite in eine Ecke zu schieben, ist keine demokratische Grundlage. Eher untere Schublade.
Genau diesen Umgang mit ihnen, werfen sie doch so gern der Gegenseite vor und begeben sich dann in die Opferrolle für ein paar Mitleidspunkte.
Wenn sie eine Alternative sein wollen, dann bringen sie welche !
Grad das Handwerk st ja auch so wahnsinnig gut gewerkschaftlich organisiert?
Wie konnte es auch die Schweiz schon so lange mit einem Mindestlohn aushalten , wo es doch dort keine Gerwerkschaften gibt?
Tor666
27.10.2019, 13:46 Uhr
Ach Kobold2,
wenn dass, was Sie schreiben demokratisch sein soll, dann lache ich mich schlapp. Sie verstehen ja nicht mal grundsätzliches. Ich habe nicht geschrieben, dass der Mindestlohn falsch ist. Ich habe nur Ihr dummdreistes Gehetzte gegen die AFD aufgezeigt, dass es vernünftiges Für und Wider gibt. Die AFD war unter den Umständen dagegen, ebenso die FDP. Grüne und die Linken haben sich enthalten, wahrscheinlich, weil sie mehr wollten.
Wie es die Schweiz löst, weiß ich nicht. Aber Mindestlohn bedeutet nicht, dass man beide Länder vergleichen kann. Denn eins wissen wir doch auch. Linksbunte Menschen machen es kompliziert und was da noch alles mit hineinspielt. Die Frage, die sie dann stellen, beantwortet sich schon aus meinem Text heraus. Wo wir wieder bei lesen und verstehen wären. Da hapert es dann und mündet oftmals in sinnlosen Unterstellungen und haltlosen Wahrnehmungen.
Wininger
27.10.2019, 14:13 Uhr
Das Video von Merz kommt zu spät!
Warum kommen diese klaren Aussagen erst ein paar Stunden vor der Schließung der Wahllokale.
Hatte die unabhängige Presse kein Interesse an der Wahrheit?
Hauptsache Frau Keller hat am heutigen Wahlsonntag noch eine Straße medienwirksam eröffnet.
Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Kobold2
27.10.2019, 14:31 Uhr
Ja die Wahrnehmung Thor66
Ist so eine Sache.
Wenn sie die Nennung eines Fakts als dummdreisten Gehetze betiteln, dann haben wir wohl grundlegend verschiedene Auffassungen von der Realität und anhand ihrer Wortwahl, auch in den Punkten Respekt und Toleranz.
Undine
27.10.2019, 14:42 Uhr
Dumm nur, dass der Merz nix zu sagen hat.
In der CDU hat die Linke Frau Merkel die Hosen. Da kann die Landes-CDU noch so sehr auf "konservativ" machen.
Leser X
27.10.2019, 16:45 Uhr
Undine
Wie bitte, Merkel ist links??? Sozialraub, Hartz IV, Leiharbeit, Lohndumping, Minirenten... Was ist denn daran nun links??? Oder - anders gefragt - in welcher politischen Ecke muss man eigentlich stehen, um Merkels Politik links zu verorten???
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