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So, 08:42 Uhr
27.10.2019
AvD empfiehlt:

Machen Sie jetzt ihr Auto winterfit

Es ist kaum mehr zu übersehen: Der Winter steht vor der Tür. Eine Vorahnung auf die kalte Jahreszeit gibt es bereits, wenn es nachts empfindlich kalt wird und in einigen Lagen die Temperaturen auch unter die Null-Grad-Marke rutschen.



Für Autofahrer wird es jetzt höchste Zeit, zeitnah ihr Fahrzeug winterfest zu machen. In der Regel sind dazu nicht viele Maßnahmen erforderlich, doch diese entscheidend, um in der kalten Jahreszeit sicher und gut unterwegs zu sein. Als wichtigster Punkt steht die Umrüstung des Autos auf Winterreifen ganz oben auf dem Zettel. Und zwar nicht nur für die Bewohner der Mittel- und Hochgebirgsregionen, auch im Flachland und in den Ballungsräumen sind Sommerreifen nun keine gute Wahl mehr. Denn Winterreifen bieten mit ihrer weicheren Gummimischung nicht nur eine spürbar bessere Haftung bei kalten Temperaturen, woraus sich auch ein Sicherheitsgewinn auf feuchten Fahrbahnen mit Laub oder bei Reifglätte ergibt.

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Sobald Schnee liegt sind Winterreifen sogar unerlässlich, weil ihr offeneres Reifenprofil verhindert, dass sich der Reifen mit Schnee zusetzt und damit der Vortrieb völlig unterbunden wird. Weiteres Argument für den Winterreifen: In Deutschland besteht eine situative Winterreifenpflicht, das heißt, wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit nicht angepasster Bereifung unterwegs ist, kann von der Polizei mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister belegt werden. Sogar 80 Euro werden fällig, wenn sich daraus eine Verkehrsbehinderung ergibt. Zusätzlich zum Fahrer gibt es dann ein Bußgeld von 75 Euro und einen Punkt für den Fahrzeughalter. Und wird der Fahrer eines sommerbereiften Autos Opfer eines Verkehrsunfalls, kann ihm dennoch eine Mithaftung zugeschrieben werden (AG Trier: zfs 1987, 162) und es droht zudem eine erhebliche Leistungskürzung der Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit.

Als Winterreifen im Sinne des Gesetzgebers gelten allein Winter- und Ganzjahresreifen, die auf der Reifenflanke das „Alpine“-Symbol tragen, wenn sie vor dem 1. Januar 2018 produziert wurden. Die bis dahin verwendete M+S-Kennzeichnung hingegen reicht nicht, weil diese rechtlich nicht geschützt ist und in einigen Fällen sogar Sommerreifen damit versehen sind. Für Winterreifen, die vor dem Stichtag hergestellt wurden, gilt indes eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024.

Gute Sicht in dunkler Jahreszeit besonders wichtig


Eine eingehende Prüfung sollte jetzt auch die Beleuchtung erfahren. Eine Überprüfung der Fahrzeugbeleuchtung in der Fachwerkstatt stellt einerseits sicher, dass alle Lampen und Leuchten am Auto funktionieren, bei Bedarf wird auch die Einstellung der Scheinwerfer korrigiert, so dass sie die Straße bestmöglich ausleuchtet, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Etwas Aufmerksamkeit sollte jetzt auch den Scheibenwischern geschenkt werden, deren Gummis unter der Hitze des Sommers gelitten haben könnten. Ist die Wischerleistung noch zufriedenstellend oder bleiben Schlieren auf der nassen Scheibe? Es kann bereits helfen Glasreiniger auf einen Lappen zu geben und die Wischkante der Gummis damit abzuziehen. Führt das zu keiner signifikanten Verbesserung, sind auf jeden Fall neue Scheibenwischerblätter nötig. Das gilt erst recht, wenn die Wischergummis eingerissen sind. Bei dieser Gelegenheit sollte auch der Füllstand des Scheibenwaschwassers geprüft werden. Ist das Auffüllen notwendig, unbedingt einen Wischwasserzusatz mit Frostschutz verwenden. Und wer ohnehin die Motorhaube geöffnet hat, kann die Fugen und Lufteinlässe auch gleich von angesammeltem Laub befreien.

Kleine Handgriffe, große Wirkung


In jedem Fall ist es eine gute Idee jetzt auch die Autoscheiben von innen mal wieder gründlich zu reinigen. Denn Klimaanlage und Lüftung haben während der Sommermonate einen feinen Belag hinterlassen. Zur Scheibenreinigung eignet sich mit Wasser verdünnter Brennspiritus oder ein Glasreiniger aus dem Supermarkt. In beiden Fällen sollte das Reinigungsmittel nicht antrocknen, sondern unmittelbar nach dem Auftragen verrieben und anschließend mit einem sauberen, saugfähigen Tuch oder Zeitungspapier trocken gewischt werden. Saubere Scheiben verbessern nicht nur die eigene Sicht, sie verhindern auch von anderen Lichtquellen geblendet zu werden, weil sich deren Lichtstrahl auf der dreckigen Scheibe bricht. Außerdem helfen saubere Scheiben das Beschlagen des Autos von innen zu verhindern, beziehungsweise helfen diese schneller beschlagfrei zu bekommen, weil die Feuchtigkeitspartikel deutlich weniger Möglichkeiten finden anzudocken.

Um das Beschlagen der Scheiben zu verhindern, können auch in ein Leinentuch eingeschlagene Walnüsse, die im Beifahrerfußraum platziert werden oder ein Schälchen mit handelsüblichem Speisesalz. Auch ein Raumentfeuchter aus dem Baumarkt kann helfen dem Beschlagen der Scheiben entgegen zu wirken. Wer es ganz perfekt machen will, tauscht zudem noch den Luftfilter für den Innenraum des Autos.

Puder gegen den Frost


Zum Schutz gegen das Festfrieren der Türen hat sich Glyzerin bewährt, das mit einem Lappen auf die Türdichtungen des Autos aufgebracht wird. Wahlweise kann man aber auch Babypuder verwenden; das hat den gleichen Effekt. Beide Mittel halten die Gummis geschmeidig, wirken Feuchtigkeitsabweisend und schützen die Dichtungen so wirksam vor Beschädigungen. Schließlich ist es noch eine gute Idee die Fahrzeug-Ausstattung um eine Wolldecke und eine Taschenlampe zu ergänzen, während Schneeketten nicht permanent ins Auto gehören, sondern nur bei entsprechenden Wetterprognosen oder bei Fahrten ins Gebirge eingeladen werden sollten.
Autor: red

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Kommentare
Kobold2
27.10.2019, 13:56 Uhr
Winterreifen!
Alles Quatsch, kost doch nur Geld. Reicht doch, wenn man schön langsam rumschleicht. Während der Rest hinter einem ins Lenkrad beisst, hat man wenigstens ungehinderte Sicht nach vorn. Stau ist doch nur hinten doof. ;)
geloescht.20230927
27.10.2019, 16:49 Uhr
@Kobold2
Idioten sterben leider nie aus!
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