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Do, 15:03 Uhr
24.10.2019
Iffland wiederholt Forderung

Land muss sich an Entschärfung beteiligen

Mit Verweis auf die brandenburgische Stadt Oranienburg dringt Nordhausens CDU-Fraktionschef Steffen Iffland beim Freistaat Thüringen darauf, sich in Nordhausen an der Finanzierung der Entschärfung von Blindgängern aus dem 2. Weltkrieg zu beteiligen...

Nordhausen 1945, Blick vom Dom (Foto: Verlag Iffland) Nordhausen 1945, Blick vom Dom (Foto: Verlag Iffland)
Er verwies dabei auf die Stadt Oranienburg. „Die kommunalpolitischen Verantwortungsträger in Oranienburg haben es geschafft, dass ihre Stadt offiziell zu einer `Modellregion der Kampfmittelsuche´ ernannt wird. Und das nicht nur in Brandenburg, sondern bundesweit“, sagte Iffland.

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In Oranienburg würden noch rund 260 Blindgänger mit Langzeitzünder vermutet. „Dieser Status bedeutet eine erhebliche Unterstützung durch Bund und Land für Oranienburg, das wie Nordhausen erheblich durch Blindgänger belastet ist. Allein für die Jahre 2019 und 2020 hat der Oranienburger Bürgermeister Laesike vier Millionen Euro zusätzlich vom Land bekommen. Aus Erfurt heißt es dagegen ständig `Nein, wir unterstützen nicht`, wie erst kürzlich Oberbürgermeister Kai Buchmann berichtete“, sagte
Iffland.

Das verwundere, da der Bund den Ländern Gelder zur Verfügung stelle, die die Länder wiederum an die Kommunen zur Munitionsbeseitigung weiterreichen müssten. „Während der Verleihung des Status´ an Oranienburg im August hatte der Brandenburgische Ministerpräsident darauf verweisen, dass mit dem Status auch erhöhte Unterstützungszahlungen des Landes an Oranienburg verbunden sind, sowie höhere
Ordnungsbehördliche Befugnisse“, berichtete Iffland weiter. Ministerpräsident Dietmar Woidke habe weiterhin gesagt, dass das Land Brandenburg jährlich rund 16 Millionen Euro für die Beräumung von Kampfmitteln zur Verfügung stelle.

„Und der ebenfalls anwesende Bundesfinanzminister Scholz sagte, dass der Bund den Ländern bis zum Jahr 2021 60 Millionen Euro für die Munitionsbeseitigung zur Verfügung stelle“, so Iffland. „Da stellt sich die Frage, warum Nordhausen in Erfurt ständig abblitzt mit seinen Forderungen nach Unterstützung, und die aktuelle Landesregierung offensichtlich blockt“, so der CDU-Fraktionschef.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
24.10.2019, 21:33 Uhr
Keine Bombensuche und Entschärfung mehr...
denn das Geld ist alle.
Ja was ist das denn?
Geht es noch?
Hier geht es um die Sicherheit der Bevölkerung und da wird um leere Kassen diskutiert.
Ein Lacher ist dieses Konstrukt Namens Marktwirtschaft.
Geld geht vor Menschenleben.
Krankheit geht vor Schutzimpfung.
Posten geht vor Gerechtigkeit.
Andreas Dittmar
24.10.2019, 21:36 Uhr
Da hat der Herr Iffland mehr als Recht
Vielleicht sollten die Leute, welche glauben, uns "in Erfurt gut zu vertreten", "uns in Erfurt ein Gesicht zu geben", immer dafür sorgen, dass man "in Erfurt nicht vergessen wird" beim nächsten Blindgängerfund einfach mal die Wasserpumpenzange in die Hand gedrückt bekommen um den Zünder rauszudrehen.
Psychoanalytiker
25.10.2019, 08:17 Uhr
Ich habe bezüglich Bomben wenig Ahnung ...
... aber ich hörte von den "Alten", die die Angriffe auf Nordhausen noch erlebten, dass in der Erde unserer Stadt (und in den Randgebieten) noch einige gefährliche Blindgänger liegen sollen. Und die werden älter, rosten dahin. Auch wenn die Zünder nicht aus Eisen sein sollen, so könnte ich mir vorstellen, dass auch diese durch Alterung nicht gerade besser und ungefährlicher werden. Und wenn man heute, ohne die Nazizeit selbst erlebt zu haben, ständig durch "die Politik" (und andere) verbal an diese Zeit erinnert wird, muss man aus der Politik heraus auch diesbezüglich handeln und z.B. Gelder bereitstellen. Wer A sagt, muss auch B sagen ...
Alanin
25.10.2019, 08:42 Uhr
Wo landet denn das Geld...
...welches der Bund dem Land für eben diesen Zweck zu Verfügung stellt, wenn Nordhausen am Ende ohne finanzielle Unterstützung vom Land dasteht.

Bekommen andere Kommunen das Geld? Beseitigt das Land auch selbst? Wird es zweckentfremdet verwendet?
Iffland
25.10.2019, 13:12 Uhr
Ca. 500 Bomben noch in der Erde...
Fachleute gehen davon aus, dass ca. 500 Bomben noch in und um Nordhausen liegen. Man weiß auch, dass diese durch Erschütterungen wandern. Gerade auf den Ackerflächen kommen nicht nur große Steine nach oben, sondern eben auch Bomben. Wer die Medien in der Vergangenheit verfolgt hat, weiß, dass man selbst die Bauern an den Kosten beteiligen wollte. Da sind schnell mal 25.000 Euro zusammen gekommen.

Der Bund reicht die Mittel aus, doch das Land nicht weiter. Vom Land hieß es sogar, es dürfte damit nur deutsche Munition geborgen werden. Doch in welcher deutschen Stadt liegen schon deutsche Bomben? Lediglich bei Bomben die wie jüngst in der Zorge Lagen, übernahm das Land die Kosten, weil die Stadt für das Flussbett nicht zuständig ist.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es wie in Oranienburg möglich sein muss, Städte wie Nordhausen, die zu 70 Prozent zerstört wurden und bis heute diese Wunden vorzeigen kann, auch ein Sonderregelung möglich ist. Denn am Ende zahlen es die Bürger durch die Steuern und da ist es mehr als fair dieses Schicksal unserer Stadt auf breite Schultern zu setzen.

Wobei ich den Vorschlag von Andreas Dittmar sehr imposant finde.
Wolfi65
25.10.2019, 13:53 Uhr
Was sagt uns das?
Bombe ausgraben und ins Flussbett der Zorge ziehen?
Diese Gesetze sind durch nichts zu überbieten.
Bürokratie ohne Ende auf Kosten der Sicherheit aller.
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