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Mo, 15:38 Uhr
30.09.2019
30 Jahre Grenzöffnung zwischen Ellrich und Walkenried

Ein Tag an dem Geschichte geschrieben wurde

Es war der 11. November 1989 um 19:34 Uhr, als zwischen Ellrich in Thüringen und Walkenried in Niedersachsen der eiserne Vorhang fiel. In Ellrich bereitete man sich gerade auf die Abendveranstaltung des Ellricher Karnevalvereins im „Lindenhof“ vor. Zeitgleich wurde in Walkenried der Sängerball im „Freizeitzentrum“ vorbereitet.

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Die Grenzöffnung in Berlin war bereits zwei Tage her, aber die Verbindungsstraße zwischen Ellrich und Walkenried blieb weiterhin geschlossen. Den ganzen Tag über versammelten sich die Einwohner am Grenztor des „Ellricher Sandwerks“ und diskutierten mit den Soldaten der Grenztruppen über die Grenzöffnung Richtung Walkenried. Die Antwort der Grenzer lautete: „Nein, wir dürfen nicht. Hier bleibt alles zu.“ Kaum jemand ließ in seiner Hartnäckigkeit nach – und das sollte sich lohnen. Das Grenztor am Sandwerk in Ellrich wurde in den Abendstunden des 11. November 1989 geöffnet und Hunderte aus Ellrich und Umgebung marschierten in Richtung „Rotbuche“. Gegen 19:30 Uhr kamen sie am Grenzzaun der „Rotbuche“ an, wo die Walkenrieder sie bereits erwarteten. 19:34 Uhr war es soweit! Ein großes Zaunteil wurde abgeschraubt, heruntergebogen und als Teppich für den Grenzübertritt benutzt.

Die Umarmungen, die Freude und das Glücksgefühl waren unbeschreiblich. Noch heute, nach nunmehr 30 Jahren, bekommen diejenigen, die an diesem Augenblick teilnehmen durften, eine Gänsehaut, wenn sie sich daran erinnern. Schnell sprach sich die Nachricht dieses historischen Ereignisses herum. Die Karnevalsveranstaltung in Ellrich und der Sängerball in Walkenried wurden abgebrochen, denn alle wollten bei der Grenzöffnung dabei sein. So ging es mit Pauken und Trompeten zum Grenzzaun.

Anlässlich der Grenzöffnung und der großen Freude über die Wiedervereinigung 1989 pflanzten die Bürgermeister beider Orte eine Rotbuche, welche alljährlich Schauplatz für das „Rotbuchenfest“ ist. Vor die Buche setzen sie einen Gedenkstein zum 20. Jubiläum auf dem, auf dem ein symbolischer Baumstamm zu sehen ist. Der symbolische und der echte Baumstamm gehen fast nahtlos ineinander über. Durch die Öffnung der Grenzen hatte die politische Unterdrückung ein friedliches Ende gefunden.

In diesem Jahr feiern wir wieder das Jubiläum der Grenzöffnung. Seit nun genau 30 Jahren ist die innerdeutsche Grenze an der „Rotbuche“ geöffnet. Diese geschichtsträchtige Zeit ist es wert daran zu erinnern.
Aus diesem Anlass richtet die Stadt Ellrich zusammen mit der Gemeinde Walkenried ein Fest aus, welches unter dem Motto: „30 Jahre Grenzöffnung an der Rotbuche“ steht.

Dazu laden beide Gemeinden am Donnerstag, den 3. Oktober 2019 an die „Rotbuche“ zwischen Ellrich und Walkenried ein.
Autor: red

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