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Mi, 11:24 Uhr
25.09.2019
Ausbildung und Schüleraustausch

Polnische Auszubildende im Fokus

Der Landkreis Nordhausen konnte jetzt bereits zum wiederholten Mal Vertreter aus Gostyn in Polen begrüßen. Diesmal standen die gemeinsamen Planungen für Schüleraustausche an allgemeinbildenden Schulen beider Landkreise und Praktika für polnische Auszubildende im Berufsbildungszentrum Nordhausen (BBZ) sowie in regionalen Unternehmen im Mittelpunkt der Gespräche...

Hierzu war neben dem Landrat aus Gostyn, Robert Marcinkowski, auch der Schulleiter der polnischen Berufsschule angereist.

Während des zweitätigen Aufenthaltes informierte sich die Delegation mit dem Europa-Service Nordthüringen, der die Planungen für die Praktika der polnischen Auszubildenden gemeinsam mit dem BBZ übernimmt, zu den Möglichkeiten der theoretischen und praktischen Berufsausbildung in Nordhausen.

Besonderes Highlight waren neben dem Besuch der Lehrstätten des BBZ, die Besuche der Firma Sokratherm und des Logistikunternehmens Kielholz & Rybicki. Wie Olaf Salomon vom BBZ und Claudia Reich vom Europa-Service Nordthüringen berichten, konnten sich die polnischen Gäste von der hohen Ausbildungsqualität im BBZ und in den Unternehmen überzeugen, so dass man im kommenden Jahr gemeinsam ein Projekt in der internationalen Berufsausbildung starten will. Über einen zweiwöchigen Lernaufenthalt im BBZ und in regionalen Unternehmen sollen junge Fachkräfte u.a. aus den Bereichen Logistik und Mechatronik besondere Kompetenzen erlangen und in Kontakt mit Nordthüringer Arbeitgebern kommen.


Hier haben die Unternehmen die Möglichkeit, eigenes Knowhow zu zeigen und die angehenden Fachkräfte für die praktische Arbeit nach Abschluss der Berufsausbildung zu begeistern. Dass Fachkräfteentwicklung heute auf verschiedenen Wegen läuft und Auslandserfahrungen und Fremdsprachenkenntnisse oft wichtige Zusatzqualifikationen sind, wissen viele Unternehmen, berichtet Claudia Reich und ergänzt, dass bereits zahlreiche Unternehmen die Chancen nutzen, eigene Auszubildende durch Auslandspraktika zu qualifizieren und auch ausländische Fachkräfte anzusprechen.

Im nächsten Schritt des geplanten Aufenthaltes für die polnischen Auszubildenden werde zunächst eine Projektfinanzierung über das EU-Programm ERASMUS+ gemeinsam mit der polnischen Berufsschule beantragt und der Aufenthalt im kommenden Jahr weiter geplant. Die Landräte beider Landkreise, Robert Marcinkowski und Matthias Jendricke, zeigten sich sehr erfreut über die Verdichtung der zukünftigen deutsch-polnischen Zusammenarbeit und unterstützen die Planungen. So steht bei einem nächsten Besuch einer Nordhäuser Delegation auch die Besichtigung der polnischen Berufsschule bereits fest im Programm.

Wer mehr Informationen zum Europa-Service Nordthüringen und zu den Möglichkeiten der Gewinnung und Entwicklung von Fachkräften im Ausland wissen möchte, erhält diese im Internet unter www.esn-europa.de oder telefonisch unter 03631 9143014. Der ESN ist ein Angebot des Landkreises Nordhausen und wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.
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