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Do, 13:16 Uhr
21.04.2005

Mehr Geld fürs Ticket

Nordhausen (nnz). Ab Juli müssen sich die Fahrgäste von öffentlichen Verkehrsmitteln auf höhere Ticketpreise einstellen. Noch ist nichts beschlossen, doch Auswege gibt es kaum. Die nnz mit einer ersten Bestandsaufnahme.


In 1. Lesung behandelten die Stadträte in ihrer gestrigen Sitzung die Beschlussvorlage über die Tarifanpassung im öffentlichen Personennahverkehr der Stadt Nordhausen ab dem 1. Juli 2005. Demnach sollen dann Karten für Straßenbahn und Bus beispielsweise der „Einzelfahrschein 1 Tarifzone“ von 1 Euro auf 1,20 Euro, der „Einzelfahrschein 2 Tarifzonen“ von 1,20 Euro auf 1,40 Euro oder der „Einzelfahrschein 3 Tarifzonen“ von 1,70 Euro auf 1,80 Euro steigen und auch die Wochen-, Monats- und Jahreskarten sollen in ähnlichen Prozentsätzen wie bei den unterschiedlichen Einzelfahrscheinen angehoben werden.

Die Anhebung der Tarife mache sich wegen geringerer Zahlungen des Freistaates Thüringen für den Stadtverkehr Nordhausen notwendig. 2001 war dies noch eine Summe von 895 Tausend Euro, die sich schon 2004 auf 663.000 Euro verringerte und 2005 reduziere sich die Finanzbeihilfe des Freistaates für den Personennahverkehr gar auf 520.00 Euro, erklärte der Geschäftsführer Verkehrsbetriebe, Bodo Hempel, den Stadträten. Gleichzeitig würden ebenfalls die Erstattungsleistungen für die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen im ÖPNV gekürzt und es entstünden weiterhin zusätzliche finanzielle Belastungen durch die gestiegenen Betriebskosten für Dieselkraftstoff.

Falls die Tarifsteigerungen zum Tragen kämen, solle auf keinen Fall die soziale Komponente außer Acht gelassen werden, regte SPD-Stadtrat Andreas Wieninger in der Diskussion an. Darüber habe sich auch schon der Ausschuss Soziales, Kultur, Schulen und Sport verständigt und erste Anregungen für einen Nordhausen-Pass auf den Weg gebracht, sagte Christa Biesenbach (CDU).

Martin Höfer (FDP) schlug vor, dass man - gemessen an dem Bedarf der einzelnen Fahrschein-Arten - eventuell nur die wenig genutzten erhöhen solle. Christine Wagner (CDU) sagte, dass sie nur bei zwingender betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit einer Tariferhöhung zustimme.
Autor: nnz

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