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02.09.2019
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Zentrale Unterbringung ist keine Lösung, sie ist das Problem

Das Landratsamt hat angekündigt, die Unterbringung von Flüchtlingen neu aufzustellen und dabei stärker auf die Gemeinschaftsunterkünfte zu setzen. Die Vorschläge würde keine Probleme lösen, sondern neue Probleme schaffen, warnt jetzt ein Leser der nnz, der sich mit der Materie auskennt...

Mit Bestürzung habe ich die Vorschläge aus dem Landratsamt zur Unterbringung von Flüchtlingen aufgenommen. Bevor das Thema morgen im Kreistag diskutiert wird will ich, abseits aller ideologischen Debatten, einmal einen fachlichen Blick aus der Sicht der sozialen Arbeit auf die Pläne des Landrates werfen.

Kurz zur Zusammenfassung: der Landrat wird morgen einen Beschluss in den Kreistag einbringen, der die bisherige Praxis der dezentralen Unterbringung von Geflüchteten faktisch abschaffen wird. Neuankömmlinge und „auffällige“ Geflüchtete sollen demnach generell in den sogenannten Gemeinschaftsunterkünften (GU) untergebracht werden. Ausnahmeregelungen sieht der Beschluss zwar vor, die sind aber, wie der gesamte Text, äußerst schwammig formuliert. Der Landrat stellt sich damit deutlich gegen das vom Kreistag bereits beschlossene Integrationskonzept, das vorsieht keine Segregation zu fördern.

Und hier fangen die Probleme aus professioneller Sicht an. Der Beschluss sieht unter anderem vor, dass „Nicht anerkannte ausländische Flüchtlinge, die bisher dezentral untergebracht sind […] vom Landkreis in eine geeignete Gemeinschaftsunterkunft umverteilt (werden), wenn sie beharrlich gegen ihre aufenthaltsrechtlichen Pflichten oder gegen grundständige Regeln des menschlichen Zusammenlebens verstoßen“. In der Begründung heißt es, dass in der Phase des Ankommens eine zentrale Unterbringung zu favorisieren sei und eine Unterbringung in Wohnungen nur in „extremen Ausnahmefällen“ in Betracht kommen soll. Gegenbenenfalls sei eine Umverteilung auch gegen den Willen der Betroffenen durchzusetzen.

Wer entscheidet wann jemand „auffällig“ ist? Was sind die „grundständigen Regeln des Zusammenlebens“? Reicht es wenn sich die Nachbarn beschweren, weil die Kinder zu laut spielen? Vage Formulierungen ohne klare Definition öffnen Denunziationen Tür und Tor und wir haben in den letzten Jahren immer wieder Fälle erlebt, in denen genau das geschehen ist. Geht der Beschluss so durch den Kreistag, schwebt auch über denjenigen, die sich alle Mühe geben in diesem Land anzukommen, das Damoklesschwert der zentralen Unterbringung. Familien mit Kindern, Auszubildende, Leute die einer geregelten Arbeit nachgehen – jeder Geflüchtete könnte ins Visier der Behörden geraten. Die Angst, die hier geschürt wird, ist real. Einrichtungen wie die GU in der Rathsfelder Straße werden von den Geflüchteten im Kreis auch als „Abschiebeknast“ bezeichnet und das kommt nicht von ungefähr.

Um das zu verstehen, muss man die Situation in den GU's kennen und die Vermutung, dass den meisten Kreistagsmitgliedern die Zustände hier nicht geläufig sein dürften, liegt nahe. In der Rathsfelder Straße etwa werden Mehrbettzimmer für bis zu acht Personen vorgehalten, die nicht abschließbar sind. Privatsphäre ist faktisch nicht vorhanden, Frauenbesuch ist verboten und der Wachdienst ist permanent präsent. Hier werden Männer untergebracht, denen klar ist, dass sie abgeschoben werden und deren Integrationswille sich im Bewusstsein dessen von vornherein erledigt hat. Viele sind aggressiv, leiden unter Depressionen, psychischen Erkrankungen und anderen Problemlagen, Alkohol- und Drogenmissbrauch kommen immer wieder vor. Was passiert wenn man Menschen ohne Perspektive auf engstem Raum zusammenbringt? Wenn man den strenggläubigen Muslim mit dem Alkoholiker in eine Zelle sperrt? Die Situation schaukelt sich hoch und eskaliert. Immer wieder. Viele der problematischen Vorkommnisse der letzten Zeit haben ihren Ursprung genau in diesem Spektrum, nicht aus der dezentralen Unterbringung. Die Sozialarbeiter, die in diesem Feld tätig sind, kennen die Hintergründe, weil sie tagtäglich mit genau diesen Fällen zu tun haben. Über die positiven Geschichten, die vielen kleinen Erfolge, die man ebenso tagtäglich erleben darf, redet niemand. In der Öffentlichkeit kommt nur das Bild vom „bösen Ausländer“ an.

Nun mag man einwenden, dass die Rathsfelder Straße nicht die einzige GU im Kreis ist und das der Vorschlag des Landrates eine „angemessene und bedürfnisgerechte“ Unterbringung vorsieht. Andere Einrichtungen dieser Art sind in der Region verteilt, vor allem in den ländlicheren Gegenden, wie etwa Sülzhayn. Hier werden vor allem Familien untergebracht. Das die Anbindungen an den Rest des Kreises und die Kreisstadt im ländlichen Raum ein Problem ist, ist hinlänglich bekannt. Nun wirft man Menschen in diese Gemengelage, die in der Regel nicht über einen Führerschein verfügen und auf die de facto kaum vorhandene Infrastruktur angewiesen sind. Wer hier landet, für den ist eine Anstellung in Schicht- oder Zeitarbeit oder im Handwerksbetrieb hinfällig, da kann noch so viel guter Wille von Seiten der Betroffenen herrschen. Integration wird nahezu unmöglich gemacht, oder anders ausgedrückt: beim Busfahrer wird niemand Deutsch lernen.

Was hier vom Landratsamt angestrebt wird ist Assimilation, nicht Integration und das muss und wird schiefgehen. Integration ist keine Einbahnstraße, keine „Bringschuld“, man kann den Menschen ihre Herkunft und ihre Geschichte nicht nehmen. In der sozialen Arbeit sprechen wir von der „Kontakthypothese“. Eine soziale und kulturelle Integration ist nur dann möglich, wenn man mit dem einheimischen Umfeld in Kontakt treten kann. An dieser Stelle muss die soziale Arbeit über die Erstaufnahme und die Arbeitsmarktintegration hinausgehen und genau das passiert im Landkreis, wenn überhaupt, nur auf Vereinsebene und im ehrenamtlichen Engagement. Die Pläne des Landrates, in ihrer jetzigen Form, laufen auf eine simple Formel hinaus: zuschließen und Kontaktverbot. Die vorgesehen Zwangsumsiedlung gepaart mit dem System der zentralen Untebringung führt zur totalen Entmündigung, ein Recht auf wohnen gibt es nicht mehr.

Über die Beweggründe des Landrates kann nur spekuliert werden. Die in der Vorlage formulierten Forderungen an den Freistaat lassen zumindest darauf schließen, dass es nicht primär um eine Lösung sozialer Probleme geht, sondern um finanzielle Zuwendungen, für die eine dichtere Belegung der GU's notwendig wird. In den vom Landkreis vorgehaltenen Wohnungen herrsche aktuell kein Leerstand, heißt es im Beschluss, dass man in den letzen Jahren den Bestand bewusst und stetig abgebaut hat, verschweigt man aber. Die eigene Agenda wird auf dem Rücken der Betroffenen vorangetrieben, der vermeintliche Schutz der öffentlichen Ordnung ist nicht mehr als ein Feigenblatt. Das die Probleme hausgemacht sind und nicht primär von Geflüchteten in dezentraler Unterbringung verursacht werden, das weiß man im Landratsamt sehr genau.

Es könnte auch anders gehen, wenn man den wollte. Die Strukturen, die einen anderen, integrativen Ansatz möglich machen würden, gibt es im Landkreis aber sie werden kaum genutzt. Statt ein „Ankerzentrum light“ zu errichten, müsste die soziale und psychologische Betreuung ausgebaut werden. Statt die GU's vollzupacken sollten die Einrichtungen sukzessive geschlossen werden, der Weg der dezentralen Unterbringung im Stadtgebiet vorangetrieben und Freiräume geschaffen werden, die von allen genutzt werden können. Die Zentralisierung mag die Arbeit der Behörden des Landkreises vereinfachen, aber sie wird keine Probleme lösen. Im Gegenteil: sie wird weitere Probleme schaffen. Mehr Menschen in den GU's zu zwingen ist nicht die Lösung des Problems, die GU's sind das Problem.

Anm. d. Red.: Der Name des Autors ist der Redaktion bekannt.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

02.09.2019, 13.30 Uhr
N. Baxter | sagt doch bereits alles:
Es geht um „Nicht anerkannte ausländische Flüchtlinge..."

10   |  3     Login für Vote
02.09.2019, 13.49 Uhr
Frank Paarmann | Zentrale Unterbringung
Man kann dem anonymen Schreiber des Artikels in einem Punkt nur Recht geben. Die zentrale Unterbringung von Flüchtlingen ist keine Lösung des Problems , aber ein erster Schritt in die richtige Richtung.

14   |  3     Login für Vote
02.09.2019, 14.08 Uhr
Latimer Rex | Unterbringung/Mit Sachverstand
Eine Stimme der Vernunft und des Sachverstandes, welch'
ein Lichtblick in Nordhausen. Eine Minorität in der Bevöl-
kerung und in dieser Rubrik, von Vorurteilen besessene
Querulanten, versucht unrühmlicherweise, die grandiose
humanitäre Leistung der Willkommenskultur zu zersetzen.
Die Geschichte wird über dieses dunkle Kapitel hinweg-
gehen.

3   |  11     Login für Vote
02.09.2019, 15.01 Uhr
Tor666 | Ach Latimer Rex
"Die Geschichte wird über dieses dunkle Kapitel hinweg gehen." Klar, Ihre Lösungen in den letzten Jahren sind grandios. Wegschauen, Probleme unter den Teppich kehren, alles schönreden, sich der Realität verweigern. Wenn alles nicht mehr hilft, dann kommt die Erinnerung an unsere Geschichte. Mit der Bitte, doch die Klappe zu halten und die Folgen gefälligst hinzunehmen.

Wie auch hier wieder. Der böse deutsche Nachbar wartet nur darauf, dass sich die ach so tadellosen engelsgleichen Migrantennachbarn nur zu laut die Schuhe zubinden, um sie zu denunzieren. Der böse Deutsche liegt auf der Lauer. Wir verbreiten Angst. Wir sind schuld, wenn etwas passiert, wir machen die Fehler. Niemals Merkels Gäste.

Da ist es schon besser, alle Problemfälle, die es ja scheinbar gar nicht gibt, überall zu verteilen und somit auch den Ärger. Den es ja dann auch nicht gibt, was angeblich das Landratsamt weiß.

Was bedeutet "kleine Erfolge"? Kleine Erfolge bei großen Problemen? Begreift Ihr nicht, dass wir arbeiten, Geld verdienen und für unser Leben bezahlen, also auch für unsere Wohnung mit dem Umfeld. Dies alles vermiest Ihr einen großen Teil der Menschen mit Eurer Gutmüdigkeit. Das wollen wir nicht.

14   |  3     Login für Vote
02.09.2019, 15.09 Uhr
Nörgler | Das Problem
Das Problem sind diese Leserbriefschreiber, die sich nicht mal trauen, ihren Namen zu nennen. Denen sind die 20 oder 25 Milliarden Euro, die uns jährich die Flüchtlinge mindestens kosten, noch nicht genug. Es ist der helle Wahnsinn, was da von einer Asylindustrie alles unternommen wird. Und es ist egal, ob es Gesetze gibt oder nicht. Wer sind Bleiberecht verwirkt hat, der gehört abgeschoben. Das hat jedenfalls ein Gericht letztlich entschieden. Oder reicht den Flüchtlingsanbetern, die eigentlihc nur Angst um ihren Job haben, die Justiz als Gewalt im Staate nicht mehr? Kein Wunder, dass die LINKE gestern massiv verloren hat, die haben doch nur das Wohl und Wehe der Gäste im Sinn und nicht mehr das ihrer Mitglieder und einstigen Wähler.

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02.09.2019, 15.36 Uhr
Leser X | Nörgler
Das mit der Anonymität ist doch wohl verständlich. Ich wollte auch keine AfD-Demo vor meiner Haustür oder gar noch schlimmeres.

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02.09.2019, 15.51 Uhr
tannhäuser | Und täglich werden es mehr...
...die nach dieser "human-empathischen" Denkweise Wohnungen brauchen. Wo sollen die alle hin und wo befindet sich dieser Wohnraum?

Wo sollen die denn alle hin? Glauben Sie ernsthaft, es klappt mit der gegenseitigen Akzeptanz der unterschiedlichen Mentalitäten besser, wenn sich diese Menschen nicht in der Küche der Flüchtlingsunterkunft, sondern im Keller oder Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses begegnen?

Wo es keinen Sicherheitsdienst gibt und langjährige friedliche Nachbarn unverschuldet in den Streit hineingeraten können.

Spätestens nach den Silvesterkrawallen in Köln 2015 hätten ein Umdenken und Politikwechsel erfolgen müssen. Das hätte vielen (Darunter nicht wenige davon offiziell verschwiegen) "Erlebenden" eine Vergewaltigung, Ermordung oder Zum-Krüppel-Treten erspart.

Die Domplatte war das Fanal zum Motto "Wir dürfen alles, weil Ihr es nicht schafft und wir nun mal hier sind!"

Nach seinem persönlichen Bemühen um Integration der Gäste, egal ob mit Privatvermögen oder Wohnraum, frage ich Latimer Rex nicht mehr.

Er kann und wird wieder nicht antworten, weil seine Sorte Mensch nur beim Verteilen des Geldes anderer Leute ganz laut und fordernd ganz vorne mit dabei ist.

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02.09.2019, 16.03 Uhr
Frank Paarmann | Leser X
Was glauben Sie Leser X überhaupt zu sein. Sie nehmen sich wichtiger als Sie sind, wenn Sie meinen , die AfD würde vor ihrer Tür eine Demonstration veranstalten. Da gibt es wichtigeres im Landkreis zu tun, als sich um ewig frostrierte Linke zu kümmern.

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02.09.2019, 16.11 Uhr
Kama99 | Wenn man ...
...nicht so ewig brauchen würde um ein Anrecht auf Asyl zu prüfen, müsste man sich keine Gedanken über dezentrale Unterbringung machen. Für die meisten besteht doch eh kein Recht auf Asyl (Wirtschafts-und Klimaflüchtlinge). Da reicht die für kurze Zeit, bis zur Rückführung, eine GU völlig aus.

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02.09.2019, 16.13 Uhr
Tor666 | Leser X,
wer so denkt wie die Linie der AFD wird nicht vor Ihrer Haustür demonstrieren, oder wie in linken Kreisen üblich Häuser beschmieren, demolieren, Autos anzünden etc. Dass sich noch Politiker von Die Linke mit Antifa Shirt vor die Kamera setzen und Interviews geben, spricht Bände. Genau diese Menschen fordern, fordern, fordern. Oder sie klagen den bösen Deutschen an, wenn er statt 25 mal eben 30 Milliarden für den Wahnsinn spendieren soll.

Wir denken einfach weiter, beim Anblick von Kindergärten und Schulen in Großstädten, bei der wachsenden Anzahl von No Go Areas, was es wohl für unsere Kinder und Enkel bedeutet. Nichts Gutes, fürchte ich. Noch mehr pampern, da hört das Fordern und Beschimpfen der Deutschen auch nicht auf.

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02.09.2019, 16.30 Uhr
Andreas Dittmar | Jammern und Klagen auf hohem Niveau
Unseren Asylsuchenden geht es hier ja sooo schlecht ??????
Einfach mal nach Jordanien, Libanon, Nordafrika und Flüchtlingslager googlen. Dann auf Bilder wechseln. Dort herrschen definitiv andere Zustände. Diese Leute dort sind wirklich in Not. Dort gibt es noch nicht mal ausreichend sanitäre Anlagen und da gehören auch die Gelder hin. Ihr regt euch auf über Kleidung, warmes Essen und Dach über dem Kopf. Dort haust man in Zelten und zwar mit wesentlich mehr Leuten, ganz zu Schweigen was das für Frauen und Kinder bedeutet ......Einfach Unmöglich !!!!!

Appell an den Verfasser, Latimer Rex, Team Blau und Co., Statt sich Gedanken darüber zu machen, ab wann jemand als auffällig gilt oder welche Kriterien für welche Unterbringung ausschlaggebend sind, kann man in den Zeltlagern mal anfragen, ob man freiwillig und unentgeltlich mit zupacken kann. Da ist solch Engagement hilfreicher und wesentlich besser aufgehoben.

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02.09.2019, 18.49 Uhr
Skywalker | Zentrale Unterbringung
Wenn es den "Flüchtlingen"nicht gefällt können Sie doch wieder gehen ..... Es gibt sogar ne gratis Heimreise.

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02.09.2019, 19.42 Uhr
Paulinchen | Aber hallo,...
... jetzt gehen wir, die neu gewählten Politiker, alle offenen Probleme und Projekte an. Ab morgen wird es andersrum gehen. Immerhin haben wir ja seit dem 1.9.19, die Bezüge für die Mekelgaeste gekürzt. Wenn auch teilweise um ein oder zwei Euro, aber wir haben es geschafft. Na ja, bevor wir die Rentenangleichung beschließen, warten wir noch ein wenig, denn dann haben sich noch einige verabschiedet. Da wird auch da und dort die eine oder andere Wohnung noch frei. Das erspart uns einen Teil vom notwendigen Bau neuer Sozialwohnungen. Wie weit ist das denn mit dem Digitalausbau an unseren Schulen voran gekommen? Aber jetzt, wo die Wahlen so recht und schlecht, gerade noch mal gut gelaufen sind, das legen wir uns so richtig in die Arbeit rein, oder warten wir noch mal ab? Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben in der Politik. Was sagte Angela einst? Ich bin und stehe für die Politik der kleinen Schritte. Das lässt doch hoffen.

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02.09.2019, 20.28 Uhr
Karla Kolumna | Begeisterung!
...ein sehr gelungener Artikel, bei dem es um das Thema Flucht und Migration geht. Ich freue mich sehr, dass es Menschen gibt, die sachliche Argumente in die Diskussion einbringen können und noch dazu auf wissenschaftlichen sowie empirischen Grundlagen basieren.

Keine Hetze, keine Vorurteile, keine Andere-schlecht-machen-aber-keine-Vorschläge-einbringen-Strategie à la AfD. Einfache Fakten.

Andere Leserinnen und Leser dürfen sich gerne eine Scheibe von Ihnen abschneiden. Vielen Dank an die unbekannte Leserin oder den unbekannten Leser.

Ich hoffe sehr, dass sich die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger aus dem Kreistag Ihren Text zu Herzen nehmen und nicht an irgendwelche Befindlichkeiten, sondern an die Menschen denken...

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02.09.2019, 20.58 Uhr
SebastianDrechsler | Ohne Verstand und Anstand...
Das Leben Anderer wird hier verargumentiert als sei es ein anderes Leben. Dabei leben wir alle das Gleiche.
Statt mit ein bisschen mehr Verstand und Anstand obigen Artikel zu betrachten, gibt es die nächsten (Hirn) - Luftblasen!
Gerne können sich sich auf meine Einlassung stürzen.

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02.09.2019, 21.01 Uhr
alex300800 | Na ja
einerseits ist eine dauerhafte oder langfristige Unterbringung in Objekten wie der Rathsfelder keinem Menschen zuzumuten - auch wenn Flüchtlingslager in Jordanien schlimmer sind. Aber als Erststation bis - und das muss schneller gehen-zur Entscheidung über das Bleiberecht finde ich das okay.

Was ich nicht okay finde ist, dass es Flüchtlingen nach den Ansichten des Briefeschreibers nicht zuzumuten ist, auf dem Land zu leben. Das finde ich schon beleidigend. Das dort auch ältere Menschen ohne Führerschein leben usw. ist wurscht, aber den lieben Geflohenen kann man das nicht zumuten? Und Integration geht nur in der Stadt? Wo leben Sie denn? Das klappt auf den Dörfern, sofern echtes Interesse an Integration besteht, vermutlich besser als in der Stadt!

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02.09.2019, 21.17 Uhr
Harzer66 | GU
War auch mal in einer GU. Nannte sich NVA. Konnte nicht einfach wieder heimfahren bevor die Zeit rum war. Hab überlebt weil alles zum Überleben da war. Essen. Warmes Bett. Hygiene.

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02.09.2019, 21.21 Uhr
Andreas Dittmar | Was spricht dagegen, privat Flüchtlinge aufzunehmen
oder auf eigene Kosten Wohnraum für die Menschen anzumieten ? Soweit ich weis, können auch Bürgschaften übernommen werden. Der Landrat hat Eigeninitiative nicht explizit ausgeschlossen oder sehe ich das falsch ?

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02.09.2019, 21.34 Uhr
Paul | asyl
Es geht hier nicht darum, wer hier wann und wo und wie untergebracht werden soll, wir wollen nur eins: das hier garkeiner mehr untergebracht wird. Weder zentral noch dezentral. Und das alle die,die sich lange genug hier in Deutschland unter dem "Asylmäntelchen" aufhalten langa genug hier waren und nun endlich mal wieder verschwinden können.

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02.09.2019, 22.45 Uhr
Tor666 | Karla Kolumna.
welche wissenschaftlichen sowie empirischen Grundlagen sind das denn? Kunterbunte Wunschträume von abhängigen Wissenschaftlern? Die dürfen doch auch nur noch sagen, was genehm ist, wenn sie nicht ihre Posten verlieren wollen. Beispiele gibt es genug.

Ich wünsch mir auch so manches, was empirisch und wissenschaftlich gut für mich wäre. Damit ginge es mir sicherlich auch besser. Das Leben ist kein Wunschkonzert und man kann eben nicht alles haben. Genauso ist es sicherlich wissenschaftlich, auf die Einheimischen Rücksicht zu nehmen.

Und diese sinnfreien Lügen über die AFD. Natürlich wäre es sinnvoller, vor Ort zu helfen anstatt einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen, was hier viel mehr kostet, nicht besser, aber alles schlechter macht und noch zusätzlich weitere Flüchtlingen anlockt. Dort helfen, sofort, aber nicht hier. Welche Vorschläge bringen denn andere Parteien? Die meisten können nur mehr Geld fordern, damit noch mehr gepampert wird. Während wir mit allen nur erdenklichen Mitteln abgezockt werden. Wieviel Menschen, Leistungsträger, verlassen jedes Jahr unser Land? Weils einfach nur noch unerträglicher wird. Sehr viele, die kann man niemals mit Flüchtlingen ersetzen. Was dies in ein paar Jahren zur Folge hat, kann man sich ohne wissenschaftliches Geschwätz vorstellen. Das Leistungsniveau fällt und somit alles, was Deutschland zu bieten hat. Wer dritte Welt importiert, bekommt auch die dritte Welt. Nur eine Frage der Zeit. Unsere Kinder und Enkel werden sich freuen, wenn sie mal auf solche Realitätsverweigerer zurückblicken.

Was muss noch passieren? Gerichte überlastet, Knäste rappelvoll, Polizei kapituliert schon, Politiker schreiben Brandbriefe. Massenhaft Parallelgesellschaften mit all den erbärmlichen Folgen, No Go Areas. Da helfen Ihre wissenschaftlichen Träumereien leider nicht weiter. Ich möchte nicht solche Zustände wie in westlichen Großstädten. Grauenvoll, dass soll eine bunte Bereicherung sein, die Freude macht? Da fass ich mich an den Kopf.

Die Flüchtlinge nutzen unseren schwachen Rechtsstaat aus, was man ihnen ja nicht vorwerfen kann. Ist nur Folgerichtig. Befeuert von der Asylindustrie, die dadurch ganz gut leben können. Viel zu viele. Dass die alle gegen die AFD propagieren, ist doch logisch. Denn dann droht ja ehrliche Arbeit.

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02.09.2019, 23.37 Uhr
shershen834 | Flüchtlinge
Es ist schon erstaunlich,das immer nur von Flüchtlingen die Rede ist.Wer kann sicher sagen,wie viele der Fremden,echte Flüchtlinge sind und wie viele Wirtschaftsmigranten?Hier trennen sich die Wahrheiten gewaltig.Es ging doch anfangs um Syrer und nicht um jedermann,der kein Deutscher ist und sich hier auf unsere Kosten ein schönes Leben macht .
Dabei die hiesigen Steuerzahler noch auslacht ,aber nichts zum Bruttosozialprodukt beiträgt. Ich bezeichne die ganze Geschichte als Rassismus gegen die Deutschen.Dazu zählen auch die jetzt wieder aufkommenden Reparationsforderungen einiger Länder. Aber weiter so,eines Tages sind die Kassen leer und was dann geschieht,haben die bisherigen Befürworter und Beschöniger zu verantworten,dann nützt schönreden auch nicht mehr.Traurig..

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02.09.2019, 23.56 Uhr
emmerssen | Daumen hoch für Harzer 66 und Paul
mit der Einschränkung, dass alle Flüchtlinge herzlich willkommen sind, die genau so arbeiten gehen wie wir jeden Tag. Genau so ihre Steuern zahlen, das Sozial Säckel füllen und sich so benehmen, dass man auch im dunkeln wieder seine Kinder ohne Angst vor die Tür lassen kann! Das ihr lieben Politiker versucht doch mal auf die Reihe zu bekommen. ....

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03.09.2019, 08.49 Uhr
spaßamdienstag | @paul
Die Kurzform "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" zu schreiben haben Sie sich wohl nicht getraut? ;o)

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03.09.2019, 12.02 Uhr
Andreas Dittmar | Verkrümelt
Wo sind 'se hin ? Karla Kolumna, Latimer Rex, Team Blau, Trüffelschokolade, Guckan..... Da mach ich mal zwei aus meiner Sicht gute Vorschläge und dann kommt das Schweigen im Walde.

Wenn es um Hilfe vor Ort geht, also keine Schlepper-Projekte, wie Free Carola von Heufer-Umlauf oder das Füllen fragwürdiger NGO-Kassen geb ich auch gern etwas mit dazu.

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03.09.2019, 22.07 Uhr
Karla Kolumna | Andreas Dittmar & Co.
Manchmal habe ich keine Zeit und auch keine Lust, mich mit derartigen Argumenten auseinanderzusetzen. Ich werde Sie & Co. wahrscheinlich sowieso nicht umstimmen können. Sie haben Ihre Meinung und werden davon nicht abkommen, egal welche Argumente ich einbringe. Von mir aus...
Deshalb versuche ich den Zeitpunkt zu erkennen, an dem ich meine Ressourcen doch lieber für andere Dinge aufsparen sollte. In diesem Sinne: Refugees Welcome, over and out.

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04.09.2019, 00.57 Uhr
Trüffelschokolade | Vorschläge
Herr Dittmar, wie die meisten anderen Menschen habe ich auch noch ein Leben außerhalb der Lokalzeitung. Das Bedürfnis zu jeder einzelnen Meldung zu Wort zu kommen habe ich nicht.

Welche Vorschläge genau meinen Sie? Das Mitanpacken? Da darf ich Ihnen versichern, dass ich da nicht ganz unbefleckt bin.
Oder die Sache mit dem Wohnen? Auch da kann ich Ihnen mitteilen, dass ich meinen Anteil tue: ich wohne mit einem Geflüchteten zusammen, der den Wohnraum zu Preisen unter dem Mietspiegel anmietet, zu einem Preis, der nicht dem "gerechten" Anteil an der Wohnfläche entspricht sondern darunter liegt.

Und selbst? Wie stehen Sie zu Ihren Vorschlägen?

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10.09.2019, 15.03 Uhr
Lotterfee | Leser der nnz, der sich mit der Materie auskennt...
Das finde ich ganz toll, sein Arrangement in Ehren, aber wo werden die wirklichen Probleme angesprochen. Mal ehrlich, so manch angekommener Gast verhält sich nicht gerade vorbildlich und alles auf der Psychoschiene abzuladen bringt den Geschädigten wenig und löst auch keine Probleme. Zum anderen wird immer wieder verlautete, daß Wohnungssuchende immer öfters abgewiesen werden, weil der Wohnraum für Flüchtlinge zurück gehalten wird. Was ist das für eine Politik?
Ich finde diesen Weg richtig, daß erst einmal eine zentrale Unterbringung angestrebt wird und später auf freien Wohnraum verteilt wird. Ich finde es auch beschämend wenn ständig auf die Forderungen der Flüchtlinge eingegangen wird und anderswo der brave Bürger nicht gehört wird. Gutmütigkeit hat auch Grenzen, vorallem wenn sich besagte nicht an Recht und Gesetz halten

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