Di, 13:00 Uhr
27.08.2019
van Asten verlängert Pachttvertrag
Nochmal 20 Jahre für den Ökolandbau
Seit 1993 wird am Rande von Salza fleißig gegärtnert. Bis heute kümmert man sich im ökologischen Gartenanbau nicht nur um Gemüse, Blumen und frische Beeren, sondern auch um diejenigen, die das Grün hegen und pflegen. Mit der Verlängerung des Pachtvertrages durch die Firma van Asten wird man das nun noch mindestens 20 weitere Jahre tun können...
Im Gewächshaus werden die Tomaten langsam rot, auf dem Feld hat mancher Kürbis schon eine beachtliche Größe erreicht und zwischendrin wachsen Rot- und Weißkohl, Porree, Kartoffeln, Zwiebeln, Rote Beete, Bohnen und Linsen.
Auf den gut zwei Hektar des "ökologisch zertifizierten Gartenbaus" gibt es viel zu tun dieser Tage. "Wir haben hier jeden halben Monat einen Höhepunkt", sagt Sandra Stade, erste Anleiterin des Geländes, jeden Montag gibt man den Empfängern der Gartenerzeugnisse wie den Großküchen des Vereins und anderen Abnehmern bekannt, was man in dieser Woche anbieten kann, je nach Saison. "Das ist so im ökologischen Gartenbau, wir orientieren uns an der Natur und ihren Vorgaben. Wenn wir zum Beispiel einmal Schädlingsbefall durch Kartoffelkäfer oder Rotspinne haben, dann kann auch schon mal eine Ernte ausfallen."
Schon seit 1993 wird das Gelände am äußersten Rand Salzas gegärtnert, der Lift-Verein hatte dazu damals den Anstoß gegeben. Die reine Wirtschaftlichkeit und maximale Ausbeute sollten dabei nie im Vordergrund stehen, der Gartenbau sollte auch als soziales Projekt dienen, das Menschen einen Weg bietet, wieder in ein geregeltes Leben zurückzufinden.
Inzwischen wird der Großgarten vom Verein Horizont betrieben. Aktuell sind 20 Personen hier beschäftigt, 14 davon in sogenannten "Arbeitsgelegenheiten", die über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter ihren Weg hierher gefunden haben. "Viele der Leute haben mit multiplen Problemlagen zu tun", erzählt René Kübler, Geschäftsführer des Horizont, das können Drogenprobleme, Schulden oder andere Umstände sein, die den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt verbauen. In der Arbeit mit Tomate, Kohl und Hühnerei sollen die Angestellten wieder zu einem geregelten Alltag zurückfinden, Selbstvertrauen und Selbstwert finden. Einen "Kontinuitätsprozess" nennt Landrat Matthias Jendricke das. Viele Menschen könne man, angesichts der aktuellen Arbeitsmarktlage, schnell auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln, niemals aber alle, meinte Jendricke, bei manchen Menschen säßen die Probleme tiefer, insofern habe man aus Sicht des Landkreises durchaus ein Interesse daran, Projekte wie den Gartenbau zu halten.
Das wird der Horizont wohl noch einige Jahre tun können. Die Firma van Asten verlängerte heute, vertreten durch Monique van Asten, den Pachtvertrag für das Gelände um weitere 20 Jahre, für den symbolischen Betrag von 88 Euro pro Jahr.
Angelo Glashagel
Autor: redIm Gewächshaus werden die Tomaten langsam rot, auf dem Feld hat mancher Kürbis schon eine beachtliche Größe erreicht und zwischendrin wachsen Rot- und Weißkohl, Porree, Kartoffeln, Zwiebeln, Rote Beete, Bohnen und Linsen.
Auf den gut zwei Hektar des "ökologisch zertifizierten Gartenbaus" gibt es viel zu tun dieser Tage. "Wir haben hier jeden halben Monat einen Höhepunkt", sagt Sandra Stade, erste Anleiterin des Geländes, jeden Montag gibt man den Empfängern der Gartenerzeugnisse wie den Großküchen des Vereins und anderen Abnehmern bekannt, was man in dieser Woche anbieten kann, je nach Saison. "Das ist so im ökologischen Gartenbau, wir orientieren uns an der Natur und ihren Vorgaben. Wenn wir zum Beispiel einmal Schädlingsbefall durch Kartoffelkäfer oder Rotspinne haben, dann kann auch schon mal eine Ernte ausfallen."
Schon seit 1993 wird das Gelände am äußersten Rand Salzas gegärtnert, der Lift-Verein hatte dazu damals den Anstoß gegeben. Die reine Wirtschaftlichkeit und maximale Ausbeute sollten dabei nie im Vordergrund stehen, der Gartenbau sollte auch als soziales Projekt dienen, das Menschen einen Weg bietet, wieder in ein geregeltes Leben zurückzufinden.
Inzwischen wird der Großgarten vom Verein Horizont betrieben. Aktuell sind 20 Personen hier beschäftigt, 14 davon in sogenannten "Arbeitsgelegenheiten", die über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter ihren Weg hierher gefunden haben. "Viele der Leute haben mit multiplen Problemlagen zu tun", erzählt René Kübler, Geschäftsführer des Horizont, das können Drogenprobleme, Schulden oder andere Umstände sein, die den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt verbauen. In der Arbeit mit Tomate, Kohl und Hühnerei sollen die Angestellten wieder zu einem geregelten Alltag zurückfinden, Selbstvertrauen und Selbstwert finden. Einen "Kontinuitätsprozess" nennt Landrat Matthias Jendricke das. Viele Menschen könne man, angesichts der aktuellen Arbeitsmarktlage, schnell auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln, niemals aber alle, meinte Jendricke, bei manchen Menschen säßen die Probleme tiefer, insofern habe man aus Sicht des Landkreises durchaus ein Interesse daran, Projekte wie den Gartenbau zu halten.
Das wird der Horizont wohl noch einige Jahre tun können. Die Firma van Asten verlängerte heute, vertreten durch Monique van Asten, den Pachtvertrag für das Gelände um weitere 20 Jahre, für den symbolischen Betrag von 88 Euro pro Jahr.
Angelo Glashagel












