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Di, 09:00 Uhr
25.09.2001

nnz-Rückspiegel: 25. September 2000

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war. Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Der schmerzhafte Abschied des Klaus Gorges

Klaus Gorges hat all seine politischen Ämter niedergelegt. Er ist aus den PDS-Fraktionen im Kreistag und im Stadtrat ausgetreten und hat gleichzeitig seinen Austritt aus der PDS erklärt. Hintergrund sollen u.a. die Querelen im Vorfeld und im Nachgang der Wahl zum hauptamtlichen Beigeordneten sein. Diese, so Gorges, waren allerdings nur der Auslöser für seine Entscheidung. Selbst innerhalb der eigenen Kreistagsfraktion habe er auch nach seiner Wahl immer wieder Angriffe gegen ihn und wenig Unterstützung verspürt. Da soll von einer Fehlbesetzung und „nicht unser Mann„ die Rede gewesen sein. Vor seiner Entscheidung habe Gorges mit vielen politischen Freunden gesprochen, die er außerhalb der PDS habe.

Auf die Frage: wie weiter? hat Gorges mehrere Antworten parat. Er wird gemeinsam mit den parteilosen Mitgliedern der PDS-Stadtratsfraktion, Angela Schnelle und Kathrin Schäfer, eine neue Fraktion gründen. Sie soll sich „Demokratische Mitte„ nennen. Auf Anfrage der nnz wurde dies durch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke bestätigt. Ein entsprechendes Schreiben von Gorges sei bei ihr eingegangen, hieß es aus dem Rathaus. Sein Mandat wird Klaus Gorges sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag behalten.


Sachliche Arbeit bleibt im Kreistag in nächster Zeit auf der Strecke

Landrat Joachaim Claus (CDU) war heute nachmittag in Sachen „Beigeordnetenwahl„ in Weimar zu Gast im Landesverwaltungsamt. Nach nnz-Recherchen muß die Wahl vom 3. September vermutlich wiederholt werden. Bereits am Freitag soll die Chefetage des Landratsamtes entsprechende Signale per Fax aus Weimar erhalten haben. Heute nun war die mündliche Stellungnahme von Claus erwünscht. Ein Sonderkreistag wird über die Ungültigkeit der Wahl befinden müssen und Neuwahlen werden angesetzt. Im Klartext bedeutet dies, daß auch eine Ausschreibung erforderlich ist. Im Vorfeld könnte Landrat Claus erneut seine Variante von der Ausschreibung nur eines Beigeordneten in Feld führen. Und er wird erneut eine Abfuhr erhalten. Sowohl PDS als auch SPD werden auf zwei Beigeordnete bestehen. PDS-Frontmann Klaus Hummitzsch: „Zwischen den Fraktionen von PDS und SPD besteht Einigkeit über zwei Beigeordnete.„ Beste Chancen nun für Loni Grünwald von der PDS, die über einige Abschlüsse verfügt, die selbst in der ersten Ausschreibung gefordert waren. Ob ein erneut hochgradiger Ausschreibungstext veröffentlicht wird, das wird man sehen. Sollte dies geschehen, dann haben politische Mandatsträger des Kreistages überhaupt keine Chance, dann werden Kandidaten wie zum Beispiel Anja Höche gewählt „werden müssen".
Das bisherige Prozedere der Beigeordnetenwahl zwingt dem Beobachter schön jetzt ein Lächeln ab und ist an Peinlichkeit nicht zu übertreffen, inklusive Vorbereitung, Durchführung und dem jetzt bekannten „Nachtrag„. Noch schlimmer: diese Wahl schadet nicht nur dem Ansehen des Kreises, seiner Verwaltung und des Kreistages, es nimmt den Abgeordneten auch Zeit, sich mit dringenderen Punkten zu befassen. Die da zum Beispiel der künftige Haushalt wären. Doch dieses Sacharbeit wird wohl noch einige Zeit auf der Strecke bleiben und auch die neuen Beigeordneten werden wohl nicht mehr in diesem Jahr gewählt werden.
Am 30. September endet die Amtszeit der Herren Goutier und Uebner. Was sie danach machen, das steht vorerst in den Sternen. Die Position des Amtsleiters für Brand- und Katastrophenschutz wird neu ausgeschrieben und Günther Uebner kann sich bewerben. Und für Günter Goutier, so murmelt man hinter vorgehaltenen Händen im Landratsamt, soll ein Geschäftsführerposten möglich sein, zum Beispiel bei Wacker Nordhausen. Kein Gerücht ist hingegen, daß ab 1. Oktober 2000 Winfried Theuerkauf als derzeitiger ehrenamtlicher Beigeordneter der offizielle Stellvertreter des Landrates ist. Und Joachim Claus wollte eigentlich in den Herbstferien Urlaub machen.


Die „Neuen" erkunden Campus und die Rolandstadt

Morgen (26.9.00) beginnt die Einführungswoche mit einer Begrüßung durch die Rektorin. Im Anschluß daran sind Fachvorträge geplant, die alle Aspekte des Studiums in Nordhausen beleuchten sollen. In den folgenden Tagen wird den Erstsemestern in kleinen Gruppen der Campus vorgestellt. Mit dieser Aktion will die Fachhochschule Nordhausen den Studierenden die Möglichkeit bieten, schnell und umfassend sowohl ihre neue Hochschule, als auch die Stadt Nordhausen für sich zu entdecken. Für letzteres wird ein Stadtrundgang angeboten. Rund ein Drittel der 200 Studienanfänger kommen nicht aus der Region, ein für eine Fachhochschule erfreulich hoher Anteil. Grund hierfür seien die innovativen Studiengänge wie Sozialmanagement, Technische Sanierung und der ab dem Wintersemester beginnende Studiengang Technische Informatik.
Autor: nnz

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