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Fr, 12:02 Uhr
12.07.2019
Neues aus dem NUV

Kritik und Lob

Mit einer gewissen Genugtuung nahm der Vorstand des Nordthüringer Unternehmerverbandes während seiner jüngsten Sitzung in dieser Woche zur Kenntnis, dass im Moderationsprozess zu einem beabsichtigten Biosphärenreservat Südharz/Kyffhäuser nun endlich eine Gebietskulisse seitens des Projektbüros vorgelegt wurde. Aber die Vorständler hatten noch mehrere Themen zu besprechen...

Der Blick in den hinteren Teil der Bahnhofstraße zeigt immer noch die Hinterlassenschaften aus DDR-Zeiten. Auch hier will Investor Heck "aufräumen".

Diese Kulisse zwar erst am letzten Tag der ersten Phase der Moderation auf den Tisch gekommen, sei aber nun Ausgangspunkt für weitere Diskussionen. Obwohl es in der Mitgliedschaft des Verbandes überwiegend ablehnende Stimmen zum geplanten Biosphärenreservat gibt, werde der weitere Prozess sachlich und kritisch begleitet.

„Nach unserer Auffassung ist es auch in den Arbeitsgruppen nicht gelungen, deutlich zu machen, welcher konkrete Nutzen, außer das Einwerben von Fördermitteln, sich für unsere Mitgliedsunternehmen aus dieser „Reservatsbezeichnung“ ergibt“, so Niels Neu.

Aussagen seitens des Moderationsteams bei der Abschlussveranstaltung wie „Wer sich nicht mitgenommen gefühlt hat, hat sich nicht genug eingebracht“ zeugen nicht nur von einer gewissen Überheblichkeit, sondern auch von der noch immer notwendigen Aufklärungsarbeit zu einem anstehenden Biosphärenreservat.

Bei der Vorstandssitzung, die in der Lounge des neu gestalteten Hotels Fürstenhof stattfand, wurde neben der Auswertung des jüngsten Sommerfestes auch die nächste Mitgliederversammlung des Nordthüringer Unternehmerverbandes im September vorbereitet.

Dabei werden die Probleme des beschlossenen Kohleausstiegs im Zusammenhang mit dann nicht mehr zur Verfügung stehenden REA-Gips, der über 50 Prozent der gesamten Gipsproduktion ausmacht, angesprochen und diskutiert. Auch soll die Frage beantwortet werden, wie künftig die Rohstoffsicherung und den damit verbunden Arbeitsplätzen für Deutschland und insbesondere für Nordthüringen gesichert werden soll.

Im Zusammenhang mit neuen Recyclingmethoden werden hierzu derzeit Gespräche zwischen Landesregierung und der Hochschule Nordhausen auch im Hinblick auf eine mögliche Ansiedlung im Industriegebiet „Goldene Aue“ geführt.

Die Vorstandsmitglieder bedankten sich bei NUV-Mitglied Axel Heck für eine anschließende Führung durch den “Fürstenhof” und lobten dahingehend den “alten” Stadtrat, dass er am Ende der vorigen Legislatur mit überwältigender Mehrheit das Begehren von Teilen der Stadtverwaltung abgelehnt habe, den gut frequentierten Parkplatz am Bahnhof zu bebauen. Die Stadtplaner sollten sich vielmehr mit der Situation entlang der Bahnhofstraße, dem Leerzug der Südharz-Galerie sowie der zunehmenden geschlossenen Geschäfte beschäftigen, statt innovative private Investitionen zu behindern.

Ein Gang nach 19 Uhr durch das Viertel würde den Verantwortlichen zeigen, welche Maßnahmen in diesem Bereich der Stadt in den kommenden Jahren auf den Weg gebracht werden müssen. Klar sei auch, so der Vorstand, dass Politik hier nur die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen könne.

Heute öffnet die Echte Nordhäuser Fürstenhof Lounge als Nordhausens “höchste Bar“ mit einem sehenswerten Ausblick über die Stadt und wird hoffentlich als neuer Impuls eines privaten Investors zur Belebung des Viertels beitragen können.
Vorstandssitzung mit Blick über Nordhausen (Foto: NUV)
Vorstandssitzung mit Blick über Nordhausen (Foto: NUV)
Vorstandssitzung mit Blick über Nordhausen (Foto: NUV)
Vorstandssitzung mit Blick über Nordhausen (Foto: NUV)
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