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28.06.2019
Demonstrationszug durch Nordhausen

Wir stehen mit dem Rücken an der Wand

Auf dem Rathausplatz kam heute wieder die "Fridays for Future" Bewegung zusammen. Die Demonstration war eine von 55 Veranstaltungen, die heute allein in Deutschland stattgefunden haben. Im Zentrum standen der Kampf gegen den Klimawandel, aber auch regionale Themen und die kleinen Dinge des Alltags...

Fridays for Future Demonstration in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel) Fridays for Future Demonstration in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)

Am 2. August geht die Welt wieder über ihre Grenzen, der "Earth Overshoot Day" markiert den Tag, an dem die Erdenbewohner ökologisch über ihre Verhältnisse hinaus Ressourcen verbrauchen. Das heißt zwischen Januar und August hat die Menschheit soviel verbraucht, wie die Erde im ganzen Jahr erneuern kann. Danach wird zuviel gefischt, zu viel abgeholzt und mehr CO2 ausgestoßen, als Wälder und Ozeane aufnehmen können. Als das "Global Footprint Network" seine Berechnungen 1971 zum ersten mal veröffentlichte, lag das Datum noch beim 21. Dezember. Folgt man den Betrachtungen, bräuchte die Menschheit heute 1,7 Erden, um ihren Ressourcenhunger nachhaltig zu stillen.

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Der "Erdüberlastungstag" ist nur einer von vielen Markern, die Menschen weltweit sorgenvoll in die Zukunft blicken lassen. In Nordhausen kamen heute rund 120 Personen zusammen, um auf die brisante Thematik aufmerksam zu machen. Dabei war man nicht allein, die Proteste der "Fridays for future" Bewegung fanden an diesem Freitag wieder weltweit statt, allein in Deutschland sind 55 Veranstaltungen gelistet.

"Diejenigen, die heute den Klimawandel vorantreiben, sind nicht diejenigen, die die Folgen ausbaden werden", sagt Jerome Lulaj am Nachmittag auf dem Rathausplatz, wenn man etwas bewegen wolle, müsse man solidarisch zusammenstehen und auch im Alltag mit gutem Beispiel vorangehen.

Verhindern könne man den Klimawandel nicht mehr, meinte Hauke Zierfaß vom Aktionsbündnis Südharz, nur eindämmen, um die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu sichern. Die Zeit für Kompromisse habe man 40 Jahre lang gehabt, nun befinde man sich in einer historisch einmaligen Situation und stehe mit dem Rücken zur Wand. Die Demokratie sei von "Wirtschaftsextremisten" unterwandert und schaffe es immer wieder, ihre Vorgaben eins zu eins im Text der Gesetze unterzubringen. Bleibt man tatenlos, werde das Leben auf der Erde, wie wir es kennen, an sein Ende kommen. "Alles hat seine Würde, nicht nur der Mensch. Doch diese Würde, die Würde der Tiere, der Wälder und der Ozeane, ist problemlos antastbar. Der Mensch hebt sich selbst aus der Kette des Seins und sieht sich nicht als Glied des Ganzen", sagt Zierfaß, man müsse deswegen anfangen global zu denken und regional zu handeln.

Ganz konkret am morgigen Samstag in Ellrich, wenn die Firma CASEA 150 Jahre Gipsabbau im Südharz feiert. Das Aktionsbündnis hat zusammen mit dem BUND zu einer entsprechenden Demonstration aufgerufen.

Fridays for Future Demonstration in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel) Fridays for Future Demonstration in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)

Das Demonstrationen alleine den Planeten nicht retten werden, meint auch Daniel Krieg. Der Student sitzt inzwischen für die Grünen im Nordhäuser Stadtrat, will seine Äußerungen am Nachmittag aber vor allem als Student der regenerativen Energietechnik verstanden wissen. Er befasse sich seit zehn Jahren intensiv mit dem Thema, sagte Krieg, manchmal sei das deprimierend gewesen. Die Zusammenkünfte in Nordhausen und anderswo machten aber Hoffnung.

Wenn man die Erwärmung der Erde in den nächsten Jahre nicht begrenze, dann drohten Kettenreaktionen, die nicht mehr einzufangen seien. "Tauen die Permafrostböden auf, wird viel Methan frei. Dann reden wir nicht mehr über eine Erwärmung um drei Grad, sondern von sechs Grad und mehr. Was das für die weitere Entwicklung bedeuten würde, ist nicht abzuschätzen, auch nicht von der Wissenschaft, zumindest nicht der seriösen", sagt Krieg.

Angesichts anhaltender Katastrophenmeldungen dürfe man nicht in "Schockstarre" fallen oder sich durch "Unkenrufe" in den Kommentarspalten entmutigen lassen, führte Krieg weiter aus, noch sei es nicht zu spät, dem Einhalt zu gebieten. Reparieren statt wegwerfen, Urlaub vor der eigenen Haustür, weniger Fleischkonsum - man könne in jedem Moment des Lebens Entscheidungen fällen, kleine Schritte tun und Gewohnheiten ändern. Ressourcenhunger und Klimawandel zu begegnen sei die größte Herausforderung, der sich die Spezies Mensch je gegenüber gesehen habe, eine gesellschaftliche Aufgabe, an der alle partizipieren müssten.
Angelo Glashagel
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Kommentare

28.06.2019, 17.21 Uhr
tannhäuser | Urlaub vor der eigenen Haustür?
Klingt sehr vernünftig. Dumm nur, dass sich durch die "grüne" Politik zukünftig immer weniger Menschen einen Urlaub leisten können.

Und wenn ein großer Blackout kommt, wird der laut Baerbock im Netz gespeicherte Strom nicht reichen, um beispielsweise keine Notstromaggregate in Krankenhäusern (Womit laufen die? Etwa dem Teufelszeug, das auch in Autotanks kommt?) betreiben zu müssen, damit die Patienten nicht wegsterben.

Dann müssen nämlich andere Energielieferanten einspringen. Den Artikel von Vera Lengsfeld dazu hatte ich hier schon vor Monaten erwähnt.

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28.06.2019, 18.45 Uhr
radikalliberal | Fridays Against Freedom
Gegen den Klimawandel zu demonstrieren ist ungefähr das Gleiche, als würde ich gegen schlechtes Wetter demonstrieren. Das nur mal kurz zum Sinn des Ganzen. Das populistische, totalitäre Verhalten einiger hohen Köpfe der Bewegung ("der Guten"), welches bei der Jugend auf scheinbar völlige Zustimmung und Freude trifft, ist für aber mehr als fraglich. Die Mehrheit der Jugend denkt höchstwahrscheinlich, dass sie eine friedliche und freiheitliche Partei gewählt haben (welche gemeint ist, sollte klar ist). Ob das an der Indoktrinierung an den Schulen und Hochschulen, an fehlendem Wissen oder an beidem liegt, kann man nicht eindeutig sagen. Die Mehrheit der Jugend sind die Individuen, die einen blauhaarigen Influencer feiern, welche der festen Überzeugung ist, "dass es nur eine legitime Meinung" gibt. Solch populistisches Verhalten ist eigentlich Hauptkritikpunkt, bei einer von denen sehr verhassten Partei. Die Grünen haben doppelt so viel Moral als andere, deswegen sind sie ja auch die Partei der Doppelmoral. Dies kann man eindrücklich in den sozialen Netzwerken verfolgen: Wenn zum Beispiel ein junger Grünen-Politiker der Auffassung ist, dass die zertrampelten Möhren, die beim Überqueren der Felder zertrampelt wurden, während der "Ende Gelände" Aktion, weniger wichtig sind, als deren Klima. Ein Grünen-Politiker, welcher augenscheinlich noch nie einer produktiven Arbeit nachgegangen ist. Oder eine Grünen-Politikerin, welche das Fliegen hoch besteuern will, aber bei Instagram alle Bilder löscht, welche sie im Flugzeug zeigen (sie fliegt echt viel), sowie die Kommentarfunktion zu deaktivieren.

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28.06.2019, 19.52 Uhr
Murat | Urlaub vor der Haustür...
... Kostet ja erstmal weniger als in Mallorca.

Sehr schönes Zeichen der jungen Leute das ihnen die Zukunft nicht egal ist.

@tannhäuser das ihnen aufgrund ihres Alters egal ist was die Zukunft bringt kann ich nachvollziehen, sie werden es vermutlich nicht erleben. Aber ohne grüne Politik ist es auch egal ob wir uns einen Urlaub leisten können oder nicht. Dann müssen wir uns eher Gedanken machen wo wir Wasser zum waschen unseres SUVs herbekommen.

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28.06.2019, 21.13 Uhr
Psychoanalytiker | Im Artikel wird darauf hingewiesen ...
... dass man 40 Jahre Zeit hatte. Sehe ich auch (mindestens) so. Nun kann man sich mal einen Zettel hinlegen und aufschreiben, welche Parteien in dieser Zeit Regierungsverantwortung hatten. Da kommt man schnell auf CDU/CSU, SPD, FDP und DIE GRÜNEN. Angela Merkel, unsere langjährige, ach so geliebte Kanzlerin, war zuvor sogar Umweltministerin. Wer hat's also weitgehend verbockt? Ich zähle nochmal auf: CDU/CSU, SPD, FDP und DIE GRÜNEN. Wer es also ändern will, die Klimakatasthrophe noch verhindern will, darf zukünftig nicht wählen: CDU/CSU, SPD, FDP und DIE GRÜNEN. Und warum? Weil sie's 40 Jahre lang versaut haben, die CDU/CSU, die SPD, die FDP und nicht zu vergessen, DIE GRÜNEN ...

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28.06.2019, 21.18 Uhr
radikalliberal | Die Zukunft..
Ich freue mich sehr @Murat, dass dir "die Zukunft nicht egal ist". Mir ist die Zukunft auch sehr wichtig. Ich möchte auch in Zukunft keinen Ökosozialismus und ich denke, dass einige auch aussteigen werden, wenn die Verbote der grünen Verbotspartei ihr eigenes Privatleben beeinträchtigt. So wie die Linken den Mindestlohn erhöhen wollen und sich Befürworter wundern, warum die kleinen lokalen Bäcker pleite gehen oder dass der Friseur auf einmal so teuer ist.

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28.06.2019, 21.26 Uhr
Andreas Dittmar | Da ich bei der Ankündigung Kritik geübt habe, hier muss man auch mal loben...
Artenschutz, Gipsabbau sind gute regionale Themen. Das ihr das besetzt habt finde ich sehr gut.
Thema Windräder als negativen Faktor für die Umwelt habe ich etwas vermisst. Wenn man auf dem Schern steht und einen 360 Grad Blick wagt, sieht das Panorama nicht schön aus. Crimderöder hat auch die negativen Folgen für den Artenschutz angespochen.
Herr Krieg spricht das Thema Methan aus dem Auftauen der Permafrostböden an. Ich bezweifle, dass dieser Prozess vom Menschen durch regional begrenzte Maßnahmen bzw. überhaupt beeinflussbar ist. Könnte man es als Energieträger nutzbar machen, sicher lagern, speichern, bevor es als Treibhausgas Schaden anrichtet ? Weitere Themen wie Reparieren statt wegwerfen, weniger Fleisch und Urlaub vor der Haustür auch da gehe ich mit.
Massentierhaltung und Spritzmittel zur Optimierung der Anbauflächen müssen auch an die Konzerne addressiert werden.
Ergänzend hinzufügen muss ich : Kann man Produke so gestalten, dass sie weder nach kurzer Zeit kaputt gehen noch das sie nach kurzer Zeit technisch überholt bzw. unsicher sind. Alle 2 Jahre ein neues Handy halte ich nicht für sinnvoll. Das Gilt auch für Laptop, PC, Drucker, Netzwerkhardware.

Gut erkannt :
Zitat: "Die Demokratie sei von "Wirtschaftsextremisten" unterwandert und schaffe es immer wieder, ihre Vorgaben eins zu eins im Text der Gesetze unterzubringen."
Aber :
Die werden auch bei der Gestaltung der CO2 Steuer mit am Hebel sitzen.

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28.06.2019, 21.27 Uhr
tannhäuser | Sie schreiben sachlich @ Murat.
Deshalb antworte ich ebenso!

Ich habe nie behauptet, dass ich alt, Rentner oder ALG2-Bezieher bin.

Das haben sich irgendwelche Kommentatoren, denen scheinbar die Argumente fehlen, so zusammengereimt.

Ich habe eine sehr positive Einstellung zu Urlaub vor der Haustür. Ich war mehrfach an Ost- und Nordsee, aber nie auf Mallorca.

Es ist nur so, dass durch die All-Inclusive-Pakete Urlaub im Ausland günstiger ist als im eigenen Land.

Dass Strom und allgemein die Lebenshaltungskosten immer teurer werden, kann niemand abstreiten. Daher meinte ich sinngemäß, dass Urlaub für die "Abgehängten der Gesellschaft" auch zukünftig ein Traum bleiben wird, solange ihn nicht vielleicht RTL2 oder Kabel1 für ihre "Armutsreportagen" finanzieren.

Und meinetwegen soll jeder demonstrieren, wann, wo und wofür er/sie will.

Aber dann sollte man erstens die Folgen des Engagements längerfristig im Auge behalten und zweitens nicht gegen Gesetze (Schulpflicht) verstoßen.

Und Murat, bewerten Sie jetzt meine Aussagen abhängig davon, ob ich 16, 30 oder 70 bin?

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28.06.2019, 21.36 Uhr
redela | Undank ist der Welten Lohn
Diese Kinder und Jugendlichen haben Angst. Und diese Angst ist berechtigt!!
Hier geht es doch nicht um Moral und Anschuldigungen. Es geht um das Leben!
Was machen wir,wenn der Hunger zu uns kommt? Ich will gar nicht darüber nachdenken...
Ich vermisse den Respekt und Empathie-ein Aufeinanderzugehen.
Die Jugend versucht zusammen zu arbeiten, und die Älteren zerstreiten sich.
Wir sitzen hier in unserer gemütlichen Welt-und ich bin sehr dankbar,hier zu leben!- und verlieren uns viel zu sehr in Kleinkram. Wir machen alle Fehler- das klingt total abgedroschen,ich weiß. Doch statt auf den Anderen einzuprügeln finde ich es sinnvoller, die Fehler nicht zu wiederholen und es besser bzw. anders zu machen. Und genau darum geht es hier doch. Neue Wege aufzeigen. Wir haben so viele Möglichkeiten- und nutzen sie nicht. Was hindert uns daran-Bequemlichkeit, Angst, Befindlichkeiten,Desinteresse an dem Gegenüber?
Das wäre mal eine aufschlußreiche Diskussion.
Wo sind die Inspirationen, die Aha-Erlebnisse?
Das fehlt mir in den Kommentaren- ein konstruktiver Meinungsaustausch. Stattdessen Trübsal und Gemecker...und die Anderen sin "Schuld"...
Eine kleine Anmerkung - in einigen Sprachen gibt es dieses Wort nicht.
Ich zolle jedenfalls der Jugend meinen Respekt- und wünsche ihnen Mut, Kraft und Ausdauer für die auf sie zukommenden Herausforderungen!! Und auch ein bißchen Weisheit- aus unseren Fehlern zu lernen.

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28.06.2019, 22.48 Uhr
gukono1450 | tannhäuser
hallo tannhäuser, ihren komentar kann ich nur beipflichten!
das ist die realität, schulpflicht usw.!
für mich ist das alles fefegt!!!

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28.06.2019, 22.57 Uhr
Waldemar Ceckorr | es gibt nur eine lösung der probleme,
und zwar die reduzierung der weltbevölkerung.

denkt mal darüber nach, was da alles dranhängt.

eigentlich erwarte ich ein kosmisches großereignis welches die weltbevölkerung halbiert.

der weise waldi

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28.06.2019, 23.36 Uhr
pitti7 | 100-120 oder doch 150 teilnehmer?
auf jeden fall sieht man schon mal an der teilnahme zu dieser tageszeit wie wichtig es den meisten mit dem klima wirklich ist...es war heut wohl bestes badewetter??? ;)

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29.06.2019, 08.08 Uhr
N. Baxter | alles gut
die kommenden Woche sind viele auf Malle oder sonstwo außerhalb von Deutschland...

@Waldi: Bist du der nächste Thanos?

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29.06.2019, 08.26 Uhr
Jäger53 | an Murat
Ich ergänze Ihren letzten Satz, und Strom für die vielen Elektroautos die in Deutschland fahren sollen.

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29.06.2019, 08.59 Uhr
Paulinchen | Es wundert mich nur,...
...die umweltschützenden Demonstranten protestieren angeblich für unsere Umwelt. Unser Umwelt braucht das Grün! Weshalb latschen sie dann hier (im kleinen) über die Grünanlage? (siehe Foto) Bei der letzten Demo im Braunkohletagebau, haben sie den dortigen Bauern die gesamte Ernte vernichtet, weil sie durch die Getreidefelder getrampelt sind. Diese bleiben nun auf den Schäden sitzen!
Wissen diese wildgewordenen Personen eigentlich, was sie wollen und tun? Reicht da der Verstand wirklich nur vom Auge bis zum Display vom Handy, oder anders gesagt, nicht mal vom Kopf bis zu den Füßen?

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29.06.2019, 09.12 Uhr
BigBen | Murat
Wer fliegt denn mit Privatflugzeugen durch die Luft? Wer fährt denn mit den Super SUVs durchs Land? Wer durchpflügt die wellen mit dem eigenen Segelboot aus den Edelsten Hölzern? Wessen Wohnungen sind mit besten Hölzern und und edlen Tand ausgestattet? Wer produziert unnützen Kram den niemand braucht oder nach kurzer Nutzung weggeworfen wird, da er hinüber ist? Sind das alles die Normalbürger ,oder ist das eine Abgehobene Schicht? Die einen machen das aus reiner Profitgier,, andere aus Machtgier und andere aus reiner Unterwerfung gegenüber der Wirtschaft.

Denen sollten Sie die Flügel stutzen und nicht jenen, die das ganze Jahr hart arbeiten müssen, um sich vielleicht einen Urlaub zu können. Gehen Sie an die Leute, die das ganze Jahr nur Ihr geerbtes Geld verjubeln und nicht einmal wissen, wie Arbeit geschrieben wird. Sie lassen ihr Geld arbeiten und das auf den Rücken der Billiglöhner.

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29.06.2019, 09.19 Uhr
Murat | Schulpflicht
Ich wusste gar nicht das Freitags um 14 Uhr noch regulär Unterricht ist?! Ja nee dann haben die Schüler natürlich Unrecht.

Fakt ist doch, das ein weiter so unsere Lebensgrundlagen zerstört. Die gegenwärtigen Gesetze und Regeln u seres Zusammenlebens sind offensichtlich ungeeignet die Probleme des Klimawandels zu lösen. Eine Anpassung dieser Gesetze und Regeln ist also keine Flut von verboten, sondern die Chance zukünftiger Generationen auf unserem Planeten zu leben.
Mit ökosozialismus hat das aus meiner Sicht erstmal wenig uu tun, der Kapitalismus wird das Problem aber sicher nicht lösen. Erst wenn der letzte Baum gefällt würde, wird er den holzeinschlag beenden(das war als Metapher gemeint).

Die Jugendlichen gehen übrigens nicht nur für klimaschutz in Nordhausen auf die Straße, sondern weltweit. Und ich meine mich zu erinnern, dass ein Kommentator hier schonmal den treffenden Vergleich angebracht hat, dass wenn der Nachbar autoreofen in seinem Garten verbrennt man selbst das gleich ja auch nicht tut. Ich bin übrigens auch sicher das Tannhäuser hier schon mit seinem hohen Alter kuketiert hat. Aber egal. Schüler wird er nicht mehr sein.

Und es spricht natürlich jegliche Berechtigung ab, wenn die Schüler bei ihrer Demo eine Rasenfläche betreten. Sowas aber auch.

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29.06.2019, 09.25 Uhr
Murat | @bigben
Bitte keinen ökosozialismus fordern, dass ist hier nicht erwünscht. Siehe bitte Kommentar von radikalliberal. Der Markt wird es schon richten. Vertrauen Sie drauf.

(für die die es nicht verstanden haben, das war Sarkasmus)

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29.06.2019, 11.01 Uhr
tannhäuser | Sachte @ Murat!
U. a. A. Wolf hat mich und andere hier als Rentner tituliert. Und weil es mir zu albern und unwichtig erschien, das klarzustellen, war das noch lange keine Bestätigung für diese Behauptung.

Die Tatsache, noch in der NVA gedient habe, bedeutet nicht, 60 zu sein. Vor 30 Jahren war Schluss mit DDR, mit 18 konnte man eingezogen werden...Und nun sind Fertigkeiten in Grundrechenarten gefragt.

Und bitte...Wieso diskutieren wir über Schuleschwänzen? Weil nicht alle Demos der "Aktivisten" freitags ab 14 Uhr stattfinden.

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29.06.2019, 11.31 Uhr
Psychoanalytiker | An alle, die es noch immer nicht kapieren (wollen)
Über ALLEM in der Gesetzgebung dieses, unseres Landes steht das Grundgesetz. In dessen Artikel 65 steht, dass der/die(das?) Bundeskanzler*in die Richtlinien der Regierungspolitik bestimmt und dafür die Verantwortung trägt.

Wenn die "40-Jahre-verpennt-Theorie" stimmt, haben Helmut Schmidt (3 Jahre), Helmut Kohl (16 Jahre), Gerhard Schröder (7 Jahre) und Angela Merkel (14 Jahre; alles gerundet) dafür gesorgt, dass die Umwelt so ist, wie sie derzeit ist. Hinzu kommen einige "Umweltminister", wie Walter Wallmann (CDU/1 Jahr), Klaus Töpfer (CDU, 7 Jahre), ANGELA MERKEL (CDU, 4 Jahre), Jürgen Trittin (GRÜNE, 7 Jahre), Siegmar Gabriel (SPD, 4 Jahre), Norbert Röttgen (CDU, 3 Jahre), Peter Altmaier (CDU, 1 Jahr), Barbara Hendricks (SPD, 5 Jahre) und Svenja Schulze (SPD, 1 Jahr), die die Umweltpolitik "versaut" haben.

Also liebe Kinder und Jugendliche, sowie alle, denen die Umwelt sehr, sehr wichtig ist: Wen dürft ihr demnächst und zukünftig NICHT wählen? Richtig, die CDU/CSU, die SPD und DIE GRÜNEN. Und weil sie eine zeitlang auch in der Regierung war, auch nicht die FDP. Aber Achtung und nicht vergessen: AUCH NICHT DIE GRÜNEN!!!

Und seid jetzt alle brav, lest bei GOOGLE nach, informiert Euch und wenn Ihr wirklich konsequent seid, wählt Ihr zukünftig NICHT: CDU/CSU, SPD, DIE GRÜNEN und FDP ...

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29.06.2019, 12.30 Uhr
radikalliberal | Sarkasmus im Internet
Ach @Murat, erst unterstellst du hier der einen Person, dass sie zu alt ist, um sich für die Zukunft zu sorgen. Nun wird mir marktradikales Gedankengut vorgeworfen. Ich habe mich eigentlich nur gegen ein totalitäres System geäußert und ich dachte, dass dieses Verhalten löblich ist. Zur Bestrafung sollte ich in den Zuchtforst und Mikroplastik aus Fischen sammeln .. ich denke, dass diese Strafe angemessen ist. Wie kann ich auch so naiv sein und behaupten, dass der Markt weiser ist als Herr Habeck? Hm, vielleicht sollte der Herr doch Bundeskanzler werden. Das wäre für mich vielleicht doch ganz gut. Da dann natürlich der Klimawandel verschwunden ist, ist es im Sommer nicht mehr so heiß in meiner Stube. Wäre sehr angenehm. Es ist allgemein viel löblicher, dass die Jugend auf einer Demonstration mit Markenschuhe und -handys den Kapitalismus zerschlagen möchte.


Nein ganz im Ernst, ich kann auch nichts dafür, dass du ein ökonomischer Flacherdler bist.

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29.06.2019, 12.48 Uhr
radikalliberal | Eingeständnis
Hm, aber vielleicht hat er ja recht. Vielleicht würde ja dann wirklich alles besser werden. Man stelle sich mal vor, dass Deutschland wieder einen Sündenbock hätte, dem die Politik alles Üble der Morderne anlasten würde. Was soll da schon schiefgehen?

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29.06.2019, 13.25 Uhr
Libelle | Demonstrationsrecht gilt nicht nur für Rentner oder Rechte
Man kann immer nur wieder darauf hinweisen, dass das Demonstrationsrecht in der Demokratie auch für junge Menschen gilt. Das Demokratiefeinde damit Probleme haben, beweist die Kommentarfunktion dieser Zeitung zwar zur Genüge, ändert aber nichts an den Tatsachen.

Den Anhängern totaler Regime mögen Demonstrationen von Jugendlichen zwar nicht gefallen, diese Anhänger haben aber jederzeit die Möglichkeit und die Freiheit, sich zum Beispiel bei Putin oder Kim anzusiedeln. Da kommt so etwas nicht vor, da auf die Jugendlichen mit Schlagstöcken, Gefängnis, Folter und noch Schlimmeren durch die Autokraten und ihre Henker eingewirkt würde.

Das würde einigen doch bestimmt gut gefallen. Könnte man zumindest meinen, wenn man die ganze Sosse so liest. Was heute neu ist, dass sich sogenannte "...liberale" an dem Unsinn beteiligen. Wahrscheinlich sind die selbst noch im Schulalter und haben "Liberalismus" in der Schule noch nicht behandelt!

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