Mo, 11:20 Uhr
04.04.2005
Würdevoll nach 60 Jahren
Nordhausen (nnz). Bei den Bauarbeiten in Vorbereitung auf die Landesgartenschau waren im Bereich des Petersberges zahlreiche Skelettüberreste gefunden worden. Die stammten von Opfern der verheerenden Bombenangriffe, derer in diesen Tagen gedacht wurde. Einige Gebeine wurden heute beigesetzt.
Würdevoll nach 60 Jahren (Foto: nnz)
Es habe 60 Jahre gedauert, bis diese Gebeine in Würde ihre letzte Ruhe finden konnten, meinte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) heute vormittag auf dem Ehrenhof des Nordhäuser Hauptfriedhofes. Mit dieser Bestattung ging letztlich auch ein Wunsch vieler Überlebender in Erfüllung, die sich das für ihre im Bombeninferno umgekommenen Angehörigen und Freunde gern gewünscht hatten. So habe Barbara Rinke viele Briefe erhalten, in denen Menschen – zum Teil aus dem Ausland – berichteten, dass sie in den Apriltagen des Jahres 1945 ihre verstorbenen Angehörigen nur oftmals notdürftig beisetzen konnten, teilweise im eigenen Garten.
Der katholische Geistliche Pfarrer Richard Hentrich wertete das Schweigen der Trauergäste heute als Betroffenheit und segnete den Sarg mit Osterwasser aus dem Nordhäuser Dom. Wehret allen Haß in der Menschheit betete er gemeinsam mit den Nordhäusern. Dann wurde der Sarg in die vorbereitete Erde gelassen
Autor: nnz
Würdevoll nach 60 Jahren (Foto: nnz)
Es habe 60 Jahre gedauert, bis diese Gebeine in Würde ihre letzte Ruhe finden konnten, meinte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) heute vormittag auf dem Ehrenhof des Nordhäuser Hauptfriedhofes. Mit dieser Bestattung ging letztlich auch ein Wunsch vieler Überlebender in Erfüllung, die sich das für ihre im Bombeninferno umgekommenen Angehörigen und Freunde gern gewünscht hatten. So habe Barbara Rinke viele Briefe erhalten, in denen Menschen – zum Teil aus dem Ausland – berichteten, dass sie in den Apriltagen des Jahres 1945 ihre verstorbenen Angehörigen nur oftmals notdürftig beisetzen konnten, teilweise im eigenen Garten.
Der katholische Geistliche Pfarrer Richard Hentrich wertete das Schweigen der Trauergäste heute als Betroffenheit und segnete den Sarg mit Osterwasser aus dem Nordhäuser Dom. Wehret allen Haß in der Menschheit betete er gemeinsam mit den Nordhäusern. Dann wurde der Sarg in die vorbereitete Erde gelassen


