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Fr, 15:04 Uhr
25.03.2005

nnz-Kurz-News am Karfreitag

Nordhausen (nnz). Die Redaktion der nnz hat sich an diesem Karfreitag wieder mal in Thüringen und Deutschland umgesehen. Was dabei herausgekommen ist, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick...


Erste Runden
Bei der Modellbahn-Schau in Wiehe im Kyffhäuserkreis hat am Karfreitag die Open-Air-Saison begonnen. Die Besucher können nun wieder mit der Gartenbahn Runden durch die Mini-Eisenbahn-Anlage drehen, wie eine Sprecherin der Ausstellung am Freitag sagte. Zwischen den kleinen Zügen sind Ostereier versteckt. In Wiehe sind auf 12 000 Quadratmetern Landschaften wie Thüringen und der Harz nachgebildet. Auch der legendäre Orientexpress ist im Miniaturformat zu sehen.


Programm abgeschlossen
Die Deutsche Post will ihr Schließungsprogramm für kleine Postfilialen in Thüringen bis Dezember beendet haben. Geplant sind noch 39 Schließungen, wie ein Sprecher der Post der Nachrichtenagentur dpa sagte. Betroffen sind Orte mit weniger als 2000 Einwohnern. Vor allem in ländlichen Gebieten wurden nach der Wende Postämter abgeschafft. Im Freistaat gibt es derzeit noch rund 600 Poststellen. Bundesweit soll die Zahl der Postämter von bislang 13 000 auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl von 12 000 sinken.


Mehr Glaubwürdigkeit
Der Bischof der Kirchenprovinz Sachsen, Axel Noack, hat angesichts des Vertrauensverlustes von Bürgern zu Unternehmen, Sport und Politik eine „Kultur der Glaubwürdigkeit“ gefordert. „Ohne Vertrauen läuft nicht viel, weder in der Wirtschaft noch in der Politik und schon gar nicht in den Familien und in der Nachbarschaft“, erklärte Noack am Freitag in Magdeburg. „Gott sei Dank haben sich immer wieder Menschen gefunden, die sich nicht entmutigen lassen. Genau dazu will Ostern uns helfen.“


Nicht vertreten
Der Freistaat Thüringen ist auf der am Karfreitag in Japan eröffneten Expo 2005 offiziell nicht vertreten. Für eine Teilnahme an der Weltausstellung habe dem Freistaat das Geld gefehlt. Einziger Beitrag aus Thüringen sei der Auftritt des Suhler Knabenchores. Die erste Expo des 21. Jahrhunderts hat im japanischen Aichi mit langen Warteschlangen begonnen. Thema ist die „Weisheit der Natur“.


In Saison gestartet
Der Schnee ist weg und Thüringens Freizeitparks starten in die neue Saison. „Ostern kommt sehr früh. Das war mächtig eng - aber wir machen auf“, sagte Frank Ullrich, Besitzer des Zwergenparks in Trusetal im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, in einer dpa-Umfrage. Auch der Märchenwald bei Saalburg (Saale-Orla- Kreis) geht in die neue Saison. Wer noch nicht genug gerodelt ist, für den hat die Sommerrodelbahn am Klumberg in Saalburg wieder geöffnet.


Schaden bei Brand
Beim Brand eines Parkettstudios in Ichtershausen im Ilm-Kreis ist in der Nacht zu Karfreitag ein Sachschaden von rund 200.000 Euro entstanden. Bereits nach kurzer Zeit hat das Gebäude nach Angaben der Polizei komplett gebrannt. Während der Löscharbeiten kam es zu einer Explosion. Durch die Druckwelle wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Die Brandursache war zunächst unklar.


Alles offen
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hält die Entscheidung für die Kanzlerkandidatur innerhalb der Union noch für offen. „Letztlich ist keiner aus dem Rennen, der in der CDU oder CSU die erste Reihe besetzt“, sagte Althaus in einem dpa-Gespräch in Erfurt. „Entscheidend ist, dass sich CDU und CSU einig sind.“ Die beiden Parteivorsitzenden Angela Merkel und Edmund Stoiber würden sich über die Personalfrage verständigen. Ende 2005 werde über die Kandidatur entschieden.


Abmahnungen drohen
Einigen regionalen Thüringer Energieversorgern drohen Abmahnungen des Wirtschaftsministeriums wegen zu hoher Gaspreise. „Wir sehen keine andere Möglichkeit, als in einigen Fällen kartellrechtliche Verfügungen vorzubereiten“, sagte Ministeriumssprecher Andreas Maruschke der Nachrichtenagentur dpa. Die Gespräche mit den Unternehmen seien sehr schwierig. Nun müssen sie mit Verfügungen zu Preissenkungen rechnen. Zur Zahl der Abmahnungen wollte sich Maruschke nicht äußern. Gespräche liefen noch.


Landrat erhält Bewährungsstrafe
Das Landgericht Erfurt hat den Gothaer Landrat Siegfried Liebezeit (SPD) wegen schwerer Untreue im Amt zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Liebezeit im Juli 2000 nach Amtsantritt sieben Mitarbeiter ohne Anhörung des Personalrates und ohne Ausschreibungen eingestellt hatte. Dem Landkreis soll dadurch ein Schaden von 125 000 Euro entstanden sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Inzwischen hat der SPD-Landesvorstand die Ortsverbände der Partei im Landkreis Gotha zur Einigkeit gemahnt. Einige Verbände wollen den Ausschluß von Liebezeit aus der SPD.


Raab nominiert
Allroundtalent Stefan Raab ist für den Musikpreis Echo in der Kategorie „Bester Musikproduzent des Jahres” nominiert. Das teilten die Veranstalter mit. Am 2. April findet die offizielle Echo-Gala in Berlin statt, bei der deutsche und internationale Künstler in 25 Kategorien ausgezeichnet werden. Moderiert wird die Show von Oliver Geissen und der Sängerin Yvonne Catterfeld. Unter anderem treten Popstars wie Anastacia und Nena auf. Die Band Silbermond liegt mit vier Nominierungen bei der Verleihung vorn.

Boom für Beschäftigung
Die Metallindustrie im Osten verzeichnet einen Beschäftigungsboom, während im Westen immer mehr Jobs verloren gehen. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt” unter Berufung auf Statistiken des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. Danach stieg die Beschäftigung im Osten seit 1997 um 20 Prozent auf 319 000 im Jahr 2004. Im gleichen Zeitraum ging die Beschäftigung im Westen um 45 000 zurück. Gründe für den starken Anstieg der Beschäftigung im Osten sind unter anderem die niedrigeren Stundenlöhne.


Oddset plant Wettverbot
Der staatliche Wettanbieter Oddset zieht Konsequenzen aus dem Manipulationsskandal im deutschen Fußball: Er plant noch in diesem Jahr ein Wettverbot für Spieler, Trainer, Schiedsrichter und möglicherweise Funktionäre. Dies sagte Erwin Horak, Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung in Bayern, der dpa. „Wir haben im Gespräch mit dem DFB und der DFL weitgehend Einigung über die künftige Zusammenarbeit erzielt”, so Horak.


In Deutschland teuer
Das Telefonieren ist in Deutschland spürbar teurer als im europäischen Durchschnitt. Das ergab eine Studie der EU. Der deutsche Kunde gibt durchschnittlich 39,80 Euro pro Monat für seinen Festnetzanschluss und die Gespräche aus - das sind fast drei Euro mehr als EU-weit. Am günstigsten kommen die Zyprer mit knapp 21 Euro weg. Bei Handy-Telefonaten sind die Unterschiede noch größer. Bei mittlerem Gebrauch müssen die Deutschen monatlich 51,35 Euro berappen. Im EU-Mittel sind es lediglich 36,18 Euro.


Verstecke genannt
Der mutmaßliche Kindermörder Marc Hoffmann soll einem Mithäftling weitere Leichenverstecke genannt haben. Das meldet der „Focus”. Danach will Hoffmann eine Anhalterin getötet und ihre Leiche in einem Bremerhavener Industriegebiet vergraben haben. Dort hatte die Polizei drei Tage vergeblich gesucht. Einen Jungen will Hoffmann an der Grenze von Niedersachsen zu Sachsen-Anhalt, ein Mädchen in Brandenburg sowie eine Anhalterin in Nordrhein-Westfalen vergraben haben.


Kirchen dicht?“
In Deutschland gibt es rund 21 000 evangelische Kirchen - 1000 davon könnten relativ problemlos aufgegeben werden. Das meint der Finanzexperte der Evangelischen Kirche, Thomas Begrich. Diese Gotteshäuser hätten für die Menschen in der jeweiligen Umgebung keine Bedeutung mehr. Wegen schrumpfender Finanzmittel diskutieren die beiden großen Kirchen hier zu Lande über den Verkauf von Kirchen. Das Kirchensteuer-Aufkommen nimmt ab. Das liegt an der wachsenden Arbeitslosigkeit, niedrigeren Geburtenraten und Kirchenaustritten.
Autor: nnz

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