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Di, 15:49 Uhr
21.05.2019
Wahl 2019

Nordhausen als "Kornstadt" vermarkten

Kurz vor Ultimo haben Steffen Iffland und Stefan Nüßle noch einmal zu einem Pressetermin geladen. Sie wollten unter anderem vermitteln, dass Nordhausen eine neue Vermarktung-Strategie brauche. Und einen intelligenten ÖPNV...


Für den Spitzenkandidat der CDU-Liste zur Stadtratswahl und den Ortsvorsitzenden steht fest, dass es für die größte Stadt im Norden des Freistaates eines neuen Vermarktungskonzeptes bedarf. Eigentlich überhaupt eines Konzeptes, denn bislang sei davon wenig erkennbar.

Es gebe da zwar einige Alleinstellungsmerkmale wie die HSB, die Gedenkstätte, den Dom oder den Park Hohenrode, doch das Verbindende zwischen Tradition und Moderne, das, was Nordhausen deutschlandweit bekannt gemacht habe, dass sei der Nordhäuser Doppelkorn, sind sich Nüßle und Iffland einig.

"Wollen wir künftig auf Tourismus setzen oder sind wir nur der geografische Lückenfüller zwischen Kyffhäuser und Brocken", fragt Steffen Iffland und weiß, dass man, wenn man zum Ziel kommen will, kleine Schritte gehen müsse. Das fange für Iffland bei Kleinigkeiten an wie zum Beispiel Visitenkarten mit Nordhäuser Sehenswürdigkeiten, die an vielen Punkten der Stadt ausgelegt werden könnten.

Fakt ist, eine der ersten Beschlussvorlagen, die von der künftigen CDU-Stadtratsfraktion eingebracht werden, soll die Beauftragung der Verwaltung zur Erstellung eines Marketingkonzeptes zum Inhalt haben.

Das zweite Thema, das vom CDU-Duo angestoßen wird, ist der Öffentlichen Personennahverkehr. Nicht zuletzt plakatiert die CDU mit einer ÖPNV-Flaterate von 9,99 Euro pro Monat für die Nutzung aller Nachverkehrsangebote im gesamten Landkreis. "Wir brauchen keine Geisterzüge auf der Linie 20, sondern wir müssen zusehen, wie wir die Menschen mit lukrativen Angeboten dazu bewegen, die Busse und die Bahn zu nutzen. Kriterien für die Attraktivität sind dafür die Erreichbarkeit der Orte und der Preis.

"Die 9,99 Euro sind ein Angebot zur Diskussion, genauso müssen die Ortsteile in Zukunft mit intelligenten Angeboten an die Kernstadt angebunden werden. Da muss nicht zwingend ein großer Bus zu jeder vollen Stunde fahren", argumentiert Stefan Nüßle. Er und Steffen Iffland sehen die kommunale Politik hierbei erst am Anfang eines Diskussionsprozesses, bei dem die Menschen mit einbezogen werden müssen. "Wir wollen das nicht allein den Verwaltern dieser Stadt überlassen", ist sich Iffland sicher. Beide wollen dabei natürlich auch das Land in die Pflicht nehmen, denn die klügsten Ideen können finanziell nicht realisiert werden, wenn das Land als Fördermittelgeber nicht mitziehe.
Peter-Stefan Greiner

Update: Bei der ins Gespräch gebrachten Flaterate handelt es sich nicht um eine Zwangsgebühr, sie kann individuell, je nach Bedarf, gebucht und auch wieder abgebucht werden.
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Kommentare

21.05.2019, 16.24 Uhr
Franz Tabak | Hoch die Tassen!
Werte CDU, vielleicht hilft es, wenn auch Sie mehr trinken! Vielleicht machen Sie dann endlich eine vernünftige Politik und sehen dann alles Klarer! Aber wie sagt doch unsere Kanzlerin immer: "Wir schaffen das!"

Also peinlicher geht es wohl nicht mehr, als unter Iffland und Nüßle, für Nordhausen.

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21.05.2019, 16.51 Uhr
Luftikus | Gute Ideen sind gefragt
Das sind sehr gute Ansätze. Die Stadt muss endlich mal aus den Puschen kommen.
Die Traditionsbrennerei ist ein Magnet, das muss die Stadt nutzen.

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21.05.2019, 17.17 Uhr
Crimderöder | Abofalle
Die 9,99 Euro im Monat stellt die CDU zur Diskussion. Ist ist immer gut, wenn Ideen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bei einer solch weitgehenden Entscheidung sollte aber nicht nur der Stadtrat abstimmen, sondern eine wahre Bürgerabstimmung abgehalten werden. Mit Volksabstimmungen läßt sich die Union aber bekanntlich nicht ein...

Ich persönlich halte solche Flatrate-Angebote nicht für zielführend. Am Ende ist es nur wieder eine zusätzliche STEUER à la GEZ bzw. "Beitragsservice". Auch bei kostenloser Beförderung würde ich den ÖPNV so gut wie nie nutzen.

Außerdem fehlen noch ein paar Eckdaten: ab welchen Alter muss für das Abo gezahlt werden, ab 18? Und für Minderjährige ist es kostenlos? Muss etwa der Petersdorfer genauso viel bezahlen wie der Einwohner in Stadtmitte, der eine viel bessere Anbindung zum ÖPNV hat?

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21.05.2019, 17.28 Uhr
Franz Tabak
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21.05.2019, 18.35 Uhr
gosalianer
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
21.05.2019, 21.27 Uhr
Rainer H. | Kornstadt Nordhausen, längst überfällig!
Ich kenne keine Region die so stolz den Aufkleber an seinen Autos plakatiert: "Echter Nordhäuser".
Das ist ein sehr guter Vorschlag von den Beiden. Natürlich gibt es auch Dom, Theater, Kultur und Hochschule, aber der Korn, den Echten Nordhäuser, kennt man europaweit!

Was den ÖPNV betrifft, finde ich den Diskussions-Vorstoß richtig. Bevor man in die Technik investiert müssen erst einmal die Bahnen voll sein. Neben einen Einzelfahrschein für Vielfahrer ein Flatratepreis einzuführen und diesen auf den Kreis auszudehnen finde ich gut.

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21.05.2019, 22.29 Uhr
pitti7 | @Rainer H.
Warum sollten auch andere Regionen 'Echter
Nordhäuser' an ihrem Auto platzieren??? *grübel* ;)

Desweiteren: Warum sollte man 'Visitenkarten' an irgendwelchen Punkten der Stadt auslegen??? Damit noch mehr Müll entsteht und herumfliegt??? So wie bei den (bald) ehemaligen 'FfF'-'SsD's???

Naja,ich dachte schon wer mit der Zeit geht,platziert mal schnell einen QR-Code an mehr oder weniger stark frequentierte Orte um auf sich aufmerksam zu machen und Werbung zu betreiben!

Nordhausen-EINE STADT DIE (mit solchen Ideen) IMMER DEN ANSCHLUß VERSCHLÄFT

Vielleicht schaltet ja eine andere Partei schneller...

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22.05.2019, 08.15 Uhr
Pe_rle | Kornstadt??????
was so manchem "Politiker"kurz vor der Wahl noch einfällt!!!!
Nur,nach der Wahl hört man nichts mehr von Ihnen

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22.05.2019, 12.05 Uhr
Hans Dittmar | @Crimderöder Abofalle
Wenn man den Beitrag liest ergibt sich nichts mit GEZ und Pflichtgebühren. Die Ansätze sind gut!
Nordhausen mit seinem Oberbürgermeister, der sich auf seinem großen Wahlerfolg ausruht und den Schlaf der Gerechten hält, wird nichts in die Wege bringen.
Ich bin gespannt, wie der neue Stadtrat sich zusammensetzt.

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22.05.2019, 12.53 Uhr
Franz Tabak
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
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