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Fr, 11:43 Uhr
17.05.2019
Wahlaufrug des NUV

Nordhtüringer Unternehmer rufen zum Urnengang

Der Nordthüringer Unternehmerverband appeliert in Richtung der fast 200 Mitgliedsunternehmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bitten, von dem wichtigsten demokratischen Grundrecht, der freien und geheimen Wahl, am 26. Mai Gebrauch zu machen...

Die Mitglieder des Nordthüringer Unternehmerverbandes engagieren sich zunehmend in der kommunalen und Landespolitik. So konstatierten die Vorstandsmitglieder auf ihrer jüngsten Sitzung, dass auf den Kandidatenlisten aller demokratischen Parteien, die zu den Kommunalwahlen am 26. Mai antreten, zahlreiche Mitglieder oder Mitarbeiter von Mitgliedsunternehmen des NUV sind.

Nicht auf den Kandidatenlisten sind laut Beschluss die Mitglieder des Vorstandes des NUV, um die Unabhängigkeit des Verbandes deutlich zu machen. “Über diese Entwicklung freut sich der Vorstand, da so die Möglichkeit besteht, parteiübergreifende Themen der Region gemeinsam voranzubringen”, sagte Vorstandschef Niels Neu. Dabei sollen jedoch nicht nur die Wirtschaftsthemen besetzt werden, sondern es soll in erster Linie Verständnis dafür geweckt werden, dass es dem gesellschaftlichen Gemeinwesen gut gehe, wenn es der Wirtschaft gut geht.

Auf der Vorstandssitzung wurde zudem eine Gratulation an die Verwaltung des Kyffhäuserkreises ausgesprochen. Die Behörde wurde nun schon zum dritten Mal in Folge als unternehmerfreundliche Verwaltung von der IHK Erfurt ausgezeichnet.

Mit Blick auf die Stadtverwaltung Nordhausen und insbesondere auf das Agieren der Behörde in punkto Weiterentwicklung des Areals rund um das künftige Hotel Fürstenhof, die Fehler bei Bebauungsplänen wie zum Beispiel für den Lindenhof im Gehege oder die wiederholte negative Stellungnahme zu einem Baugebiet in der Nachbargemeinde Harztor will der NUV nach der Kommunalwahl die Plattform bieten, um gemeinsam mit den Mitgliedern des neuen Stadtrates wieder zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zu finden. Der Vorstand bewertet die Kooperation mit der Stadtverwaltung rückblickend als überwiegend positiv, wird aber nicht akzeptieren, dass wirtschaftliches Engagement so be- und verhindert wird und hofft, dass die vorgenannten Beispiele Einzelfälle bleiben werden.

Der NUV, als größter unabhängiger Unternehmerverband in Thüringen, sieht es immer wieder als seine Aufgabe, Entwicklungsprobleme der Region aufzunehmen und zu diesen Themen Gespräche mit den Verwaltungen - immer mit dem Ziel einer prosperierenden Entwicklung - der gesamten Region zu organisieren und zu einer guten Wirtschaftlichen Entwicklung beizutragen.
Ein weiterer Punkt der Vorstandssitzung diente der Vorbereitung der nächsten Veranstaltung des Verbandes. In der wird Ende Mai die E-Mobilität im Mittelpunkt stehen. Dazu wurden unter anderem Prof. Dr.-Ing. Uwe Adler von der FH Erfurt und Ministerpräsident a.D., Dieter Althaus als Vertreter der Automobilzulieferindustrie eingeladen.
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Kommentare

17.05.2019, 12.01 Uhr
Franz Tabak | NUV und Politik
Mich wundert schon, dass der NUV keine Wahlempfehlung abgibt, aber vielleicht gibt es ja einige Unternehmer, die sozialistisch oder gar kommunistisch geprägt sind und aus diesem Grund für eine Enteignung wären.

Mich würde schon interessieren, wo sich denn die Unternehmer politisch engagieren, auch wenn man eine Tendenz im Text schon herauslesen kann. Also, werte Unternehmer, was wäre denn, ihrere Meinung nach, eine gute Wahl?

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17.05.2019, 12.39 Uhr
Siegfried Werner | Unternehmer rufen zum Urnengang
Für mich ist das ein Witz. „Mit Blick auf die Stadtverwaltung Nordhausen und insbesondere auf das Agieren der Behörde in punkto Weiterentwicklung des Areals rund um das künftige Hotel Fürstenhof, die Fehler bei Bebauungsplänen.“ Hier zeigt man die Fehler auf die von den Politiker/Innen gemacht wurden. Nun schauen sie sich einmal die Wählerlisten an. Da stehen genau die selben Personen drauf, die diese Fehler gemacht haben. Und die sollen wir nun wieder wählen, ist das nicht zum lachen? Oder möchte der Unternehmerverband das wir eine Partei WÄHLEN, die wirklich etwas ändern möchte, nur welche ist das?

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17.05.2019, 13.04 Uhr
Franz Tabak | Unternehmer rufen zum Urnengang 2
Werter Siegfried Werner,

Sie schreiben, dass auf den Wählerlisten PolitikerInnen stehen, die Fehler wie am Fürstenhof verursacht haben aufgeführt sind. Das stimmt soweit, aber schauen wir uns doch die Kandidaten und Elite-PolitkerInnen im Stadtat und Kreistag an: auch dort gibt es den einen oder anderen Unternehmer, einer hat einen Verlag und Modegeschäft, ein anderer ein Geschäft, was auf Schmuck und Uhren spezialisiert sind, dies nur als Beispiel. Sie glauben doch wohl nicht allen ernstes, dass genau diese Elite-PolitierInnen Fehler machen, die ausgerechnet ihrem Geschäft schaden?

Es wäre schon Interessant, was diese Möchtegern-PolitikerInnen dazu sagen. Aber wie so oft wird entweder unter Pseudonym, ausweichend oder garnicht geantwortet. Also insgesamt gesehen, und damit haben Sie wieder recht Herr Siegfried Werner, sind diese Menschen nicht wählbar, aber die vielen Parteivasallen...

Aus diesem Grund wähle ich schon seit Jahren nur Kleinparteien, auch wenn ich hier gegen Windmühlen, wie es so schön heißt, kämpfe.

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17.05.2019, 13.17 Uhr
Glückaufer | Wahlaufruf macht Sinn
Es ist aus meiner Sicht geboten, zu einer besseren Wahlbeteiligung zu animieren. Das ist sehr positiv. Am besten die Schubladen verschließen und auf lokaler Ebene denen eine Chance geben, die sinnvolle Ziele anbieten. Ich kenne Unternehmer (nicht im NUV) , die parteilos auf Wählerlisten stehen, die links einzuordnen sind. Vielleicht nicht meine Wahl, aber insbesondere kommunalpolitisch vertraue ich Menschen, die mich mit ihrem Vorhaben und oder ihrem bisherigen politischen Wirken überzeugen.

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17.05.2019, 14.45 Uhr
tannhäuser | Sehr vernünftig...
...zum Wählengehen aufzurufen.

Solange man nicht wie die katholischen und evangelischen Kirchen beinahe mit der ewigen Verdammnis droht, wenn die Schäfchen einer bestimmten Partei ihre Stimmen geben.

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18.05.2019, 00.52 Uhr
Luftikus | Fehler bei Planungen am Fürstenhof
Irgendwie verwechseln die Kommentatoren etwas. Die Verwaltung hat hier gegen den Investor gearbeitet und der Stadtrat hat da dagegen gearbeitet. Das hat Herr Heck auch so erklärt.

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18.05.2019, 10.04 Uhr
Stechbarth | Nordhausen braucht eine kluge und starke Opposition
Was Nordhausen dringend braucht, ist im Stadtrat eine straffe, entschlossene Opposition. Damit ist nicht unbedingt die Afd gemeint.

Die Stadt leidet seit ungefähr 15 Jahren an einem Rat, der sich dem Einheitsbrei und einer falschen Konsenssucht verschrieben hat. Kritische und substantielle Nachfragen bzw. Hinterfragen sind Fehlanzeige.

Gerade jetzt, wo Nordhausen stillsteht, wo Strategie statt Streitereien an der Tagesordnung sind, wo die Rathausführung neben Passivität nur noch Verhinderungsstrategien entwickelt, da ist die Bürgerschaft gefragt, will man etwas für die Stadt erreichen.

Ist die Stadtführung passiv und auf dem falschen Weg, müssen die gewählten Räte umso wachsamer und kontrollierender sein.

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18.05.2019, 10.58 Uhr
Stechbarth | Korrektur: Streitereien statt Strategien
Im obigen Text muss es richtig heißen:
“Streitereien statt Strategie“ sind an der Tagesordnung.

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18.05.2019, 11.50 Uhr
Tora | Luftikus
Sie haben schon Recht. „Die Verwaltung hat hier gegen den Investor gearbeitet.“ Aber wer hat den ganzen Mist in den Stadtrat gebracht? In der Hoffnung es durchzupeitschen. Meines Wissens kann das nur ein Stadtratsmitglied machen, oder?
_______________________________________________
Anmerk. d. Red: Die überwiegende Mehrheit der Beschlussvorlagen werden durch die Verwaltung eingebracht. So auch diese. Einfach mal auf den Seiten des Rathauses suchen.

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18.05.2019, 12.12 Uhr
Tora | Danke
Danke für die schnelle Aufklärung, wenn dem so ist muss mich für diesen Einzelfall bei den Damen und Herren der Politik entschuldigen. Ist aber kein Grund übermütig zu werden, es gibt noch sehr viel aufzuarbeiten.

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18.05.2019, 12.32 Uhr
Stechbarth | Kein Beschluss ohne Vorlage durch Rathausspitze
Jeder Beschlussvorschlag trägt die Unterschrift von OB und in seiner Vertretung durch den Stellvertreter. Sie allein entscheiden, ob und was den Stadträten vorgeschlagen wird. Ihre Unterschrift bedeutet: Ich will, das das so beschlossen wird. Niemand anders und so war es auch sicher beim Fürstenhof. Der OB hätte sie nicht auf die Tagesordnung setzen müssen. Punktum.

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