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Mo, 15:00 Uhr
29.04.2019
Stadtrat

Sechs auf einen Streich

Die Nordhäuser Sozialdemokraten wollen vor den Kommunalwahlen Ende des Monats noch einmal ein Zeichen im Stadtrat setzen und haben zu diesem Zweck diverse Anträge vorbereitet. Doch über die wird man zur kommenden Sitzung nicht sprechen können, im Hauptausschuss haben es die Anträge nicht auf die Tagesordnung geschafft. Die SPD zeigt sich konsterniert...

Wahl (Foto: nnz) Wahl (Foto: nnz)

Kurz bevor die Bürger am 26. Mai an die Urnen gerufen werden um den neuen Stadtrat zu wählen, wollen die Sozialdemokraten ihrem politischen Programm noch einmal Gewicht verleihen.

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Sechs Anträge zu verschiedensten Themen, von der Beschäftigung Schwerbehinderter bis zu Wohnungsbau, Ordnung und Kinderspielplätzen haben die Genossen vorbereitet. Nur in den Stadtrat werden sie es nicht schaffen, die Rathausspitze hat eine Aufnahme in die Tagesordnung im Hauptausschuss abgelehnt.

Im Detail geht es um Anträge zu folgenden Themen:
  • die Beschäftigungspflicht für Menschen mit Schwerbehinderung soll in Unternehmen mit städtischer Beteiligung durchgesetzt werden
  • die Kontrollzeiten des Außendienstes des Ordnungsamtes sollen Wochentags und an Sonn- und Feiertagen erweitert werden. Zudem soll mit der Polizei über die Errichtung eines Rathausbüros für einen Kontaktbereichsbeamten als Anlaufstelle für Bürger verhandelt werden
  • in Nordhausen Nord soll ein neuer Kinderspielplatz errichtet, die vorhandenen Anlagen in Ost ausgebaut werden
  • zum 01.01.2020 soll die Beförderung von Kindern bis zu einem Alter von 11 Jahren im Stadtgebiet der Stadt Nordhausen kostenfrei erfolgen
  • bis zum Ende des Jahres soll der Oberbürgermeister Eckpunkte für eine Strategie für den sozialen Wohnungsbau vorlegen. Außerdem möge dem Stadtrat bis zum Ende des Jahres ein Verfahrensvorschlag zu unterbreitet werden, wie eine Quote von 30 % bei Wohnungsneubauvorhaben für sozialen Wohnungsbau gesichert werden kann
  • es sollen neue Wohnbauflächen für junge Familien auf einer Brache im Stürzetal ausgewiesen werden
Begründungen für die Ablehnungen habe es verschiedene gegeben, sagt Georg Müller, Ortsvorsitzender der SPD, unter anderem weil die Anträge nach Geschäftsordnung keine rechtlich zuverlässigen Deckungsvorschläge, sprich Finanzierungsvorstellungen, darstellen würden. "Das ist zum Teil an den Haaren herbeigezogen, da nicht alles sofortige finanzielle Auswirkungen haben muss. Der Antrag zur Arbeit des Ordnungsamtes etwa ließe sich auch intern mit den vorhandenen Ressourcen lösen. Wenn wir über den Bau eines Spielplatzes reden, dann bewegen wir uns im nächsten Haushaltsjahr, für das noch kein Haushaltsplan vorliegt, man also auch keine konkreten Deckungsvorschläge machen kann. Und an anderer Stelle, etwa beim Wohnungsbau, geht es uns vor allem darum, dass überhaupt erst einmal ein Konzept vorgelegt wird und man reden kann. Solche Anträge sind auch Dokumentationen des politischen Willens"

Bei den Genossen herrscht der Eindruck, dass in der Rathausspitze mit zweierlei Maß gemessen wird oder doch zumindest eine gewisse Willkür herrscht, wenn es um die Tagesordnung des Stadtrates geht. An der Entscheidung des Hauptausschusses gibt es nun aber erst einmal nichts mehr zu rütteln. Mit den Anträgen der SPD wird sich der dann neu gewählte Stadtrat befassen müssen. Man werde die Vorschläge dann definitiv noch einmal in den Stadtrat einbringen, kündigt Müller an, und bei der Kommunalaufsicht nachhaken ob die Ablehnung seitens der Verwaltung Rechtens waren.
Angelo Glashagel

Die Anträge finden sich im Detail zusammengefasst hier .
Autor: red

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Kommentare
Franz Tabak
29.04.2019, 15:16 Uhr
Wahlkampf
Es ist Wahlkampf, alle Parteien versuchen jetzt so "Bürgernah" und "Sozial" wie nur irgendwie möglich zu sein.

Man sollte jedoch nicht vergessen, welche Parteien Hartz IV, Sozialabbau, Massenarbeitslosigkeit sowie Wohnungsnot herbeigeführt haben?

Wer hat uns denn verraten? Die Sozialdemokraten! Und wer war mit dabei? Die grüne Partei! Dennoch ist auch die Unionspartei CDU / CSU keine Alternative, schon garnicht für Deutschland! Wählen kann man keine von den sogenannten "etablierten" Volksparteien oder auch von den "neuen", aufsteigenden roten, blauen oder gar braunen Parteien, den denen, werte Leser, geht es doch nur um Stimmenfang. Denn, wie bereits oben geschrieben, es ist Wahlkampf!
Realist 1.0
29.04.2019, 16:06 Uhr
Die SPD die uns Knüller wie Harz 4 eingebrockt hat
möchte sich lieb Kind Beim kleinen Mann machen und glaubt das die Menschen die letzten 17 Jahre vergessen haben.Ich stell mir ja die frage in wie weit Herr Jendricke an den Programm mit gewirkt hat, um der Stadt und dem Oberbürgermeister eins reinzuwürgen.
Psychoanalytiker
29.04.2019, 16:32 Uhr
Ja, es ist "Wahlkampf", nur ...
... merkt man dies kaum. Bisher sehe ich lediglich Plakate mit (für mich) lächerlichem Inhalt. Unter "Wahlkampf" stelle ich mir etwas anderes vor.

Und bezüglich der Parteien habe ich "die Nase voll", Einheitsbrei wohin man schaut. Manchmal gibt es zwar unterschiedliche Willensbekundungen, aber der Koalitionsfrieden oder die Aussage, dass etwas so nicht im Koalitionsvertrag steht, relativieren die Versprechen sofort. Es hat sich noch immer NICHTS geändert.

Sieht man Debatten im Bundestag, sieht man fast nur Politiker, die "sich gegenseitig lieb" haben. Ich jedenfalls werde diesmal Opposition wählen, weil es sonst nur ein "Weiterso" mit Stillstand gibt ...
0lli
29.04.2019, 17:16 Uhr
An der Misere Schuld
Die liebe SPD, da fehlen einen die Worte. Jetzt vor der Wahl wiederholt die Bürger veralbern mit Versprechungen, das ist armselig und mehr als peinlich. Die AFD hat bewiesen und erkannt und zeigt Lösungen auf die vom Bürger gewünscht und gefordert werden. Viele im Kreis und Stadt freuen sich auf den 26.5.19 und das mit Recht.
Waldemar Ceckorr
29.04.2019, 17:35 Uhr
ich hätte gerne,
das die spd mal gegenüberstellt, wir haben dies und das zur letzten wahl versprochen und das haben wir wirklich draus gemacht.
und bitte nicht mit, ... im koalitionsvertrag steht was anderes... oder ähnliches blabla, abwiegeln.
das bedeutdet nämlich die leute belogen zu haben.

der waldi

p.s. gilt ebenso für die anderen " volksparteien "
Mueller13
29.04.2019, 17:53 Uhr
BV und Blockwart sind wieder da
Der Antrag ist gut:

"die Kontrollzeiten des Außendienstes des Ordnungsamtes sollen Wochentags und an Sonn- und Feiertagen erweitert werden. Zudem soll mit der Polizei über die Errichtung eines Rathausbüros für einen Kontaktbereichsbeamten als Anlaufstelle für Bürger verhandelt werden"

-> Oder mit anderen Worten: Knöllchen auch am Wochenende ;-). Ja ich weiß, es geht Euch um den Sicherheitsaspekt. Wie wäre es denn, wenn wir die Außengrenzen wieder schließen und Kriminelle schneller inhaftieren/ausweisen? Aber die SPD betreibt lieber Symptombekämpfung.
-> Kontaktbereichsbeamter: die Vorgänger hießen ABV und Blockwart. Sie hatten einen wirklich guten Ruf^^.
Marino50
29.04.2019, 18:27 Uhr
Wahlkampf und Wahlen
Von mir aus kann Wahlkampf ohne Ende geführt werden. Ich weiß nur zu gut welcher Partei ich es zu verdanken habe, dass ich mit 63 Jahren zwangsverrentet würde und 7,2 % Abzüge von meiner Rente habe für den Rest meines Lebens. Warum also sollte ich Parteien wählen, die mich " entmündigt" haben.
FreierBürger
29.04.2019, 18:32 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Liane Enzinger
29.04.2019, 19:21 Uhr
Natürlich SPD Wahlkampfgetöse, aber ...
... ob es rechtskonform ist, alle Anträge künftig abzulehnen, wenn der Antragssteller die Folgekosten nicht kennt? Dann kann die Demokratie in NDH ganz tot sein.

Was ist, wenn jemand den Bau eines Radwegs zwischen NDH und Rüdigsdorf beantragen möchte? Woher soll der Antragssteller wissen, wie teuer so was ist? Antrag deshalb abgelehnt? Kann ja wohl nicht sein und grenzt an Willkür.

Die Politik in NDH ist wieder am Totpunkt. Stillstand und Streit wie seit Jahren. Gruselig.

Liane Enzinger, M.A.
Hans Dittmar
29.04.2019, 21:25 Uhr
Alle Anträge auf einen Schlag ...
... und warum wurde das nicht in den letzten 5 Jahren beantragt? Was hat die SPD überhaupt für Anträge in den letzten Jahren eingebracht?
Was hat denn die SPD wirklich in Nordhausen geschaffen, von den Schulden und der Haushaltssperre mal abgesehen?!

Zank und Streit die Jahre hindurch. Zum Glück haben da die anderen Parteien nicht mitgemacht.
Wenn ich die wirklich aktiven Akteure der letzten Jahre aufzählen müsste, fallen mir nur wenige ein. Aber die sitzen nicht in der SPD!
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