Mi, 11:15 Uhr
19.09.2001
Mehr als sechs Millionen für Schulen
Nordhausen (nnz). Mit den Maßnahmen zur Landesgartenschau soll sich nicht nur das Outfit des Petersberges verändern. Auch die beiden Schulen werden einer Sanierung unterzogen. Das beschloß gestern der Stadtrat.
Rund 6,5 Millionen Mark sollen für die Petersbergschule und die Bertolt-Brecht-Schule zur Verfügung gestellt werden. Zum ersten Mal wird sich die Stadt Nordhausen dabei eines Finanzierungsmodells bedienen. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG) wird mit der Sanierung der beiden Schulen beauftragt. Im Rahmen dieses Modells soll die Finanzierung zu günstigen Konditionen machbar sein. Ein Teil des Geldes soll aus der Investpauschale des Landes Thüringen bereitgestellt werden. Diese Pauschale werde man vollständig in Anspruch nehmen und auf die beiden Schulen aufteilen.
Für den Rest sollen sowohl Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau, aus dem Infrastrukturprogramm als auch die Zinsvergünstigungen der Europäischen Investitionsbank genutzt werden, heißt es in der Begründung zum gestrigen Beschluß. Diese Möglichkeit der Finanzierung bestehe nur, wenn die Sanierung in privater Hand über einen Generalunternehmer durchgeführt wird. Diese Doppelrolle wird die SWG übernehmen. Die Sanierung der beiden Schulen soll im kommenden Jahr beginnen und kurzfristig abgeschlossen werden, Die Ausschreibung für die Arbeiten soll öffentlich, jedoch in einem beschränkten Teilnahmewettbewerb durchgeführt werden.
Die Rekonstruktion und Umgestaltung der Grund- und Regelschule Ost wird allerdings nach dem Willen des Stadtrates zurückgestellt. Das werden aber vor allem die Eltern der Kinder in Ost nicht hinnehmen. Ein Elternsprecher machte bereits gestern auf katastrophale Zustände in dieser Schule aufmerksam. Fliesen würden von der Wand fallen, die sanitären Anlagen seien zum Teil nicht zu nutzen. Das nahm Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) nicht unwidersprochen hin. Mehrere Millionen Mark seien in den zurückliegenden Jahren für Kinder und Jugendliche in diesem Stadtteil ausgegeben worden. Wenn es jetzt kleine Mängel gebe, dann habe schlichtweg der Direktor der Schule hinsichtlich seiner Informationspflicht versagt, so Wahlbuhl. Die Stadtverwaltung habe sich intensiv bemüht, die Schule in das Investprogramm für Plattenbauschulen des Freistaates Thüringen aufzunehmen. Hier warte man die Entscheidung des Finanzministeriums ab, ein Aufnahme in dieses Programm sei jedoch von Minister Trautvetter signalisiert worden.
Autor: nnz
Rund 6,5 Millionen Mark sollen für die Petersbergschule und die Bertolt-Brecht-Schule zur Verfügung gestellt werden. Zum ersten Mal wird sich die Stadt Nordhausen dabei eines Finanzierungsmodells bedienen. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG) wird mit der Sanierung der beiden Schulen beauftragt. Im Rahmen dieses Modells soll die Finanzierung zu günstigen Konditionen machbar sein. Ein Teil des Geldes soll aus der Investpauschale des Landes Thüringen bereitgestellt werden. Diese Pauschale werde man vollständig in Anspruch nehmen und auf die beiden Schulen aufteilen.Für den Rest sollen sowohl Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau, aus dem Infrastrukturprogramm als auch die Zinsvergünstigungen der Europäischen Investitionsbank genutzt werden, heißt es in der Begründung zum gestrigen Beschluß. Diese Möglichkeit der Finanzierung bestehe nur, wenn die Sanierung in privater Hand über einen Generalunternehmer durchgeführt wird. Diese Doppelrolle wird die SWG übernehmen. Die Sanierung der beiden Schulen soll im kommenden Jahr beginnen und kurzfristig abgeschlossen werden, Die Ausschreibung für die Arbeiten soll öffentlich, jedoch in einem beschränkten Teilnahmewettbewerb durchgeführt werden.
Die Rekonstruktion und Umgestaltung der Grund- und Regelschule Ost wird allerdings nach dem Willen des Stadtrates zurückgestellt. Das werden aber vor allem die Eltern der Kinder in Ost nicht hinnehmen. Ein Elternsprecher machte bereits gestern auf katastrophale Zustände in dieser Schule aufmerksam. Fliesen würden von der Wand fallen, die sanitären Anlagen seien zum Teil nicht zu nutzen. Das nahm Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) nicht unwidersprochen hin. Mehrere Millionen Mark seien in den zurückliegenden Jahren für Kinder und Jugendliche in diesem Stadtteil ausgegeben worden. Wenn es jetzt kleine Mängel gebe, dann habe schlichtweg der Direktor der Schule hinsichtlich seiner Informationspflicht versagt, so Wahlbuhl. Die Stadtverwaltung habe sich intensiv bemüht, die Schule in das Investprogramm für Plattenbauschulen des Freistaates Thüringen aufzunehmen. Hier warte man die Entscheidung des Finanzministeriums ab, ein Aufnahme in dieses Programm sei jedoch von Minister Trautvetter signalisiert worden.

