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Sa, 12:53 Uhr
27.04.2019
Ökolandbau in Thüringen:

Neuer Flächenrekord erreicht

Mit 46.637 Hektar habe Thüringen 2018 einen neuen Flächenrekord im Öko-Landbau. Noch nie zuvor wurde in Thüringen 6 Prozent der Agrarfläche ökologisch bewirtschaftet. "Unser Öko-Aktionsplan ist ein voller Erfolg", konstatiert die zuständige Ministerin Birgit Keller...


Die Förderung und die enge Kooperation zwischen Landwirten und Behörden hat dazu beigetragen, dass der Ökolandbau in nur zwei Jahren in der Fläche um fast 25 Prozent gewachsen ist“, sagte heute Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller zu den veröffentlichten Strukturdaten des Thüringer Landesamts für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR).

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„Bereits 2017 freuten wir uns über fast 3.000 Hektar Zuwachs bei den Ökoflächen. Nun haben die Kontrollstellen weitere 6.251 Hektar neuer Ökoflächen gemeldet. Das zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Die Meldung der von den Kontrollstellen an das TLLLR übermittelten Strukturdaten wurde fristgerecht an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) weiter geleitet. Die Zahlen mit Stichtag 31.12.2018 sind bis zur Genehmigung der BLE vorläufig, verdeutlichen jedoch den starken Wachstumstrend im Thüringer Ökolandbau.

Nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus wirtschafteten 2018 im Freistaat Thüringen insgesamt 635 Betriebe, davon 387 im Bereich landwirtschaftliche Erzeugung und Imkerei, teilweise mit Hofverarbeitung (68 Betriebe). 210 weitere Betriebe stellen verarbeitete Lebensmittel her. Die restlichen 38 Firmen sind auf Import, Handel und Futtermittelproduktion spezialisiert.

Im Vergleich zum Vorjahr wirtschaften 39 Betriebe mehr nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus in der Lebensmittelproduktion sowie in der Verarbeitung. Im Jahr 2017 betrug die heimische Ökofläche noch 40.386 Hektar. Das entsprach 5,2 Prozent der landwirtschaftlichen genutzten Fläche in Thüringen.

„Immer mehr Betriebe nutzen unsere guten Angebote und stellen auf Ökolandbau um. Das verdeutlicht, wir haben verlässliche Bedingungen für die Landwirte geschaffen. Die Landesregierung ist eine zuverlässige Partnerin für sowohl die ökologisch als auch die konventionell wirtschaftenden Bauern in Thüringen“, sagte Keller. „Wir werden weiterhin auf eine Landwirtschaft setzen, die klimaschonend wirtschaftet, die regionale Wertschöpfung stärkt und möglichst kurze Versorgungsketten schafft.“

Mit dem ÖkoAktionsplan schuf die Landesregierung 2015 bessere Rahmenbedingungen für eine positive Ökolandbauentwicklung in Thüringen. „Neben unserem ÖkoAktionsplan sorgen die Verbraucher für die positive Entwicklung im Ökolandbau. Die Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten ist weiterhin hoch und bringt stabile Erzeugerpreise. Vor allem in landwirtschaftlichen Krisenzeiten motiviert das die Landwirte zum Umstieg auf die ökologische Landwirtschaft“, so Keller weiter.

Die Ministerin hält weiter am 10-Prozent-Ziel fest: „Den positiven Trend im Thüringer Ökolandbau wollen wir fortsetzen und wenn möglich beschleunigen. Unser Ziel für Thüringen ist Ökolandbau auf 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU nach 2020 setzen wir uns dafür ein, dass die EU-Agrar-Gelder für die Umstellung auf den Ökolandbau weiterhin in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.“
Autor: red

Kommentare
alterNeunordhäuser
27.04.2019, 14.00 Uhr
Kehrseite der Medaille
Klingt zwar schön und gut, aber in Dritt bzw. Schwellenländern, werden Wälder gerodet um Ackerfläche zu schaffen, in Deutschland hingegen werden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, Solarparks installiert, ob dieses sinnvoll ist, wage ich doch arg zu bezweifeln und ob das nachhaltig ist wenn man Getreide quer über den Globus schickt, frage ich mich ebenfalls ernsthaft.
H.Buntfuß
27.04.2019, 14.01 Uhr
Liebe Ministerin Birgit Keller..
Ich habe da eine Frage, was waren das für Flächen, bevor sie in Bioacker umgewandelt wurden? Lagen diese Flächen Jahrelang brach, um zu garantieren das völlig frei von irgendwelchen Belastungsstoffen, z:B. Dünger,Gülle und vieles mehr sind? Oder waren sie bis vor kurzem noch gewöhnliche Ackerflächen? Denn dann man nicht wirklich von Bioflächen reden.
5020EF
27.04.2019, 15.30 Uhr
10 Prozent wovon?
Ich fahre gern mit meinem Auto durch unser schönes Thüringen, zuletzt zur Leuchtenburg.
Ausser Raps und ein wenig Viehfutter ist mir nicht aufgefallen, dass Thüringen "ökologisch" ist.

Ich sah wenig, bis keine Wildblumen- Blüten für Bienen oder andere Bestäuber.
Auch Fluchtmöglichleiten oder Grasflure für Feldhasen sah ich selten....

Ich habe fast den Eindruck, Ökolandbau findet nur in Stein-/Streuobstwiesen statt...
Paulinchen
27.04.2019, 17.51 Uhr
Bioanbau und Bioprodukte...
... was ist darunter eigentlich zu verstehen? Sind das die Felder, welche derzeitig mit Chemie getränkt in Massen werden? Bioprodukte - sind das die, welche in den letzten Wochen zu Hauf wegen gesundheitlichen Bedenken dringend aus den Regalen genommen und bei der Kundschaft zurück gerufen wurden? Derzeit gibt es mal wieder bei einer Vielzahl von Olivenölen Nachweise von Mineralölen als "Zusatzstoffe".
Es ist aus meiner Sicht, eine Schande, wie die Hersteller von Lebensmitteln mit der Gesundheit von uns Kunden spielen. Ich traue diesem Ökowahn inzwischen nicht mehr. Jetzt suchen schon einige Bauern in Niedersachsen Spender in der Bevölkerung, damit sie Blühfelder für die Insekten anlegen. Also will der Bauer sein Feld nicht mehr mit Saat für die Herstellung von Lebensmittelgrundlagen bestellen, sondern lieber einmal Samen für bunte Felder ausbringen und dann zu Hause bleiben? Hab ich da was falsch verstanden? Übrigens, unser Ökowaelder sehen krank und kläglich aus. Was ist denn nun eigentlich unter Öko zu verstehen?
tannhäuser
27.04.2019, 19.16 Uhr
Bio und Klima hin oder her...
...Tierschutz noch dazu in den Umweltdreier gepackt!

Solange Windräder (Von denen sich meist die Hälfte gar nicht dreht und damit keine Grüne Energie produziert) großflächig die Fauna terrorisieren, können wir im Abstand von 100 Metern Bienenhotels, Adlerhorsts und Greifvogelsitzplätze installieren.

Damit dürften wir unser Gewissen beruhigen und den Freitagshelden keine Munition fürs Schulschwänzen liefern, bevor Mutti und Vati aus Klimaschutzgründen das Smartphone einziehen und anstatt einer Flugreise nach Florida den Jakobsweg zur Bewanderung im Urlaub planen.
Pe_rle
27.04.2019, 19.18 Uhr
BIO /ÖKO
ich glaub schon lange nicht mehr das da wo Bio drauf steht auch Bio drin ist.Es sind mit einem Schlag zu viele Produkte im Regal.Und auf einmal haben wir so viele ÖKO Bauern
Wer,s glaubt wird Seelig
Der Zug rollt,aber einige Trittbretter sind noch frei
Flusslauf
27.04.2019, 19.34 Uhr
"Unser Öko-Aktionsplan ist ein voller Erfolg"
Dieser Rekord ist sicher positiv.Tatsache ist aber auch,daß der Bestand an Insekten,Vögeln,Fledermäusen und den Lebewesen in den Äckern seit 2017 kontinuierlich gesunken ist und im Frühjahr 2018 nach einer intensiven Pestizidanwendung am gleichen Tag gen 0 tendierte. Da nutzen auch keine lächerlichen Grünstreifen oder "Blüh-Pate"-Aktionen.Auch betreffs Letzterem müssten die Verursacher der hier stattgefundenen ökologischen Katastrophe zur Rechenschaft gezogen werden.Laut OECD nimmt jeder Bewohner eines Industrielandes etwa fünf Liter Pestizide pro Jahr auf! Ein weiter so-geht gar nicht !!!
M.Steinbach Nordhausen
Andreas Dittmar
27.04.2019, 22.18 Uhr
Kleiner Tip @Paulinchen
Schauen sie mal im Netz nach Sebastian Lege bzw. die Tricks der Lebensmittelindustrie. Der "zaubert" in seinem Chemielabor mit wenig Aufwand aus billigen Rohstoffen gut aussehende Produkte. Auch wo Bio draufsteht muss nicht unbedingt Bio drin sein. Nicht jedes Label ist geschützt oder an bestimmte Bedingungen gebunden. Am Tierwohl kaspert momentan die Weinkönigin als 4. Ministerin rum. Der normale Verbrauer ist damit hoffnungslos überfordert und das ist so gewollt. Wer googelt schon beim Shoppen nach den Labels ? Wer versteht sie überhaupt ? Teilweise wird sogar das selbe Produkt zB. Käse unterschiedlich angeboten. Frischetheke mit Betreuung oder Regal mit Selbstbedienung, geschnitten in Folie abgepackt oder am Stück und zwar mit saftigen Preisunterschieden. Hier geht es weder um Tierwohl noch um Öko, sondern wie bringe ich den Kunden dazu, dass er etwas über den Scanner ziehen lässt und dabei noch denkt was außergewöhnlich Gutes zu tun.
Das Selbe gilt auch für Gaststätten, wer zB. das Wiener Schnitzel in die Fritteuse schmeißt, wird auch bei der Produktauswahl nicht unbedingt großen Wert auf die Qualität legen.

Ach ja Frau Keller da haftet noch ein kleiner Makel. War es nicht ihre R2G Regierung welche 35 Mio Euro in der Goldenen Aue versenkt hat und damit fruchtbares Ackerland in nicht genutzte Gewerbefläche verwandelte?
Susanne Blau
28.04.2019, 11.24 Uhr
Fragen einer lesenden Susanne
Hmm, ich lese den Artikel und ich lese die Kommentare und es passt nicht zusammen. Da ist also die zertifizierte Anbaufläche für Öko-Landwirtschaft deutlich gewachsen - eine rundum gute Nachricht. Was machen unsere KommentarInnen daraus?

@alterNeunordhäuser: Bestimmt werden in Drittweltländern mehr Wälder gerodet! Aha, werden also weniger gerodet, wenn es keinen Ökolandbau in Thüringen gibt?

@Buntfuß: Da ist bestimmt noch altes Gift im Boden! Soso, es wäre also besser, weiter Gift darauf zu sprühen?

@5020EF: Immer wenn ich Auto fahren sehe ich keinen Ökolandbau! Es gibt also nur das, was ich durch die Windschutzscheibe meines Autos sehe?

@Paulinchen: Die Lebensmittelindustrie - und insbesondere die Ökofutzis - betrügt uns doch von hinten bis vorne! Also ist es falsch, dass sich Landwirte zahlreichen zusätzlichen Kontrollen aussetzen um entsprechend zertifiziert zu werden?

@tannhäuser: Wer nicht als Bettelmönch lebt, hat keinen Anspruch auf eine Meinung, die meinen Lebenstil kritisiert! Alle Menschen, die sich für etwas engagieren, beruhigen also nur ihr Gewissen? Und sind Deine nnz-posts nicht auch Engagement - was belastet also Dein Gewissen?

@Per_le: Es gibt immer mehr Bio-Produkte - das kann ja gar nicht sein! Hmm, vielleicht noch mal den Artikel lesen - könnte es nicht sein, dass das mit der gestiegenen Anbaufläche zu tun hat?

@Andreas Dittmar: Alle betrügen - also glaube ich gar nichts mehr! Ist es nicht möglich, sich für das zu interessieren, was man so in sich hineinschlingt? Gibt es wirklich nur Horrormagazine im Internet zum googlen und nicht auch gute Infokanäle z.B. zu den Ökolabels?

Man wird den Eindruck nicht los, dass unsere KommentatorInnen eigentlich gerne gesunde Lebensmittel essen würde. Sie fühlen sich aber überfordert und blicken nicht durch. Daraus folgt aber nicht, dass sie sich informieren, sondern sie hocken sich vor den Rechner und baden in ihrer Wehleidigkeit. Gruselig!
darkmoon
28.04.2019, 11.58 Uhr
Blau blüht der Enzian
Man Susanne Blau, verschonen Sie uns mit Ihren Kommentaren. Zeigen Sie uns Lösungen auf, z. Bsp. zur uneingeschränkten Zuwanderung, die Ihre "Linken" dauernd fordern. Wie soll das bezahlt werden?? Alle brauchen Nahrung! Und wie soll das Bienensterben verhindert werden? Und tausend andere Fragen. Beantworten Sie mir die Frage. Wie soll das bezahlt werden????
tannhäuser
28.04.2019, 11.59 Uhr
Lesende Susanne!
Wir sollten extra für Sie eine "Goldene Himbeere" für geballte "Böswillige Fehlinterpretationen" stiften.

Ich schrieb, dass Windräder Greifvögel und Insekten töten. Und schon machen Sie aus mir einen alten weißen Fettarsch, der vorm PC herumpolemisiert.

Es war allerdings nichts anderes aus einer Ecke zu erwarten, die gebetsmühlenartig Konservative zu Nazis erklärt!

Viel Spaß beim Demokratiemummenschanz am 1. Mai!
H.Buntfuß
28.04.2019, 12.12 Uhr
Susanne Blau
Fräulein/Frau Blau,
es sei mir eine Frage gestattet wo habe ich geschrieben, dass es besser wäre weiter Gift zu sprühen.
Zu Ihrer Erinnerung („was waren das für Flächen, bevor sie in Bioacker umgewandelt wurden? Kann man sie als Bioacker Bewerten? „)
Wenn Sie so gut informiert sind, dann beantworten Sie mir doch diese Frage, dann muss es die Ministerin nicht machen.
Eine weitere Frage wäre da noch ist Frau Blau Ihr korrekter Name, Ihr Pseudonym oder ein Zust.........
Holger18
28.04.2019, 12.30 Uhr
Warum sollte Frau Blau
auf Sie reagieren @Buntfuß? Wenn Sie an einer inhaltlichen Auseinandersetzung interessiert wären, sollten Sie nicht gleich beleidigend werden.
Wie Frau Blau schon sagt, wer Informationen sucht, welche Bedingungen die Umstellung auf Ökolandwirtschaft erfüllt werden müssen, findet diese - vielleicht erlaubt die nnz ja einen Link zu Frau Keller auf den Seiten von Thueringen.de: Und wie Frau Blau auch sagt - es scheint Ihnen dann doch mehr ums Jammern zu gehen.
H.Buntfuß
28.04.2019, 12.55 Uhr
Holger18
Ich würde sagen, weil sie es nicht KORREKT kann. Schickt Frau Blau jetzt ihre......Aber trotzdem gut gebrüllt Löwe.
Paulinchen
28.04.2019, 13.01 Uhr
Ach Susanne Blau...
...dann erklären Sie mir doch bitte, wie konnte es passieren, das noch vor 14 Tagen in der Presse zu lesen war, dass das Hähnchenfleisch dringend aus den Regalen und von den Verbrauchern zurück geholt werden muss, weil es gefährliche Stoffe enthält? Der Hinweis: "Es könnte zu lebensbedrohlichen Problemen führen", war für uns Verbraucher nicht grad beruhigend. Lag es etwa an der Verpackungsindustrie, oder doch am Erzeuger, mit Qualitätssiegel?

Ihre tolle Partei die Linke, ist schon ein bemerkenswerter Club. Was hat die Chefin, mit dem roten Schopf (Kipping) kürzlich von sich gegeben? Der Hartz IV Satz müsse mindest 1.000,- € betragen. Stocken Sie den derzeitigen Satz mit dem sicher "untergebrachten" SED-Geldern auf, oder woher nehmen Sie das Geld? Schämt sich Ihr Club nicht ein wenig, mit diesem Vorschlag, die Rentner, welche zum Teil weit über 40 Berufsjahre hinter sich haben, schlechter zu stellen, wie einen ALG II-Empfänger? Warum blockieren Sie ständig die fälligen Ausweisungen von 240.000 Flüchtlingen, welche unser Land wieder verlassen müssen?

Bitte fertigen Sie jetzt erneut, solch eine solch schöne Auflistung an, um meine und die der hinzugekommenen Anfragen zu beantworten!
Landarbeiter
28.04.2019, 13.04 Uhr
Na aber klar doch
überall wo "Bio" drauf steht wird laut Buntfuß, Paulinchen, Tannhäuser, Dittmar und Co betrogen, mit Gift gespritzt, der Käufer getäuscht, der Raps als Möhre verkauft,... und die Windräder sind am Insektensterben schuld. Bei Putin sollen schließlich schon Windräder unter der toten Insekten- und Greifvogellast zusammen gebrochen sein.

Vermutlich ist im Fleisch der Massentierhaltung nicht nur Antibiotika und im Getreide nicht nur Glyphosat versteckt, sondern noch etwas viel Schlimmeres!
geloescht.20220103
28.04.2019, 13.14 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
tannhäuser
28.04.2019, 13.18 Uhr
Zitieren Sie bitte richtig @ Hubbert!
Oder geben Sie sich dieselbe Mühe wie Gruppe Blau (Es gibt nicht DIE Susanne, immer noch nicht verstanden, was hier abgezogen wird?) und ordnen Sie bitte jedem Absender korrekt die Intention seines Kommentars zu!

Ich schrieb nichts von Gift und Putin ist, was Greifvögel, Insekten und Windröder betrifft, überhaupt kein Thema hier, es sei denn, ich bekomme einen Gestellungsbefehl als Reservist und würde, ginge es gen Osten, vorher desertieren.
Andreas Dittmar
28.04.2019, 16.41 Uhr
Brigade Blau, Eure Argumente sind etwas mager
Sebastian Lege halte ich schon für seriös aber wenn euch die Argumente nicht reichen dann schaut mal beim BUND vorbei. Da wird es echt spannend.

Auf der Seite des BUND gibt es einen Beitrag. Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Hier wird das staatliche Label als vertrauenswürdig deklariert aber trotzdem die Label von Anbauverbänden wesentlich hochwertiger eingestuft. Diese schränken konventionelle Futtermittel bis hin zum Verbot ein und lassen auch keine Ausnahmen bei unterschiedlichen Produktionsketten zu.

Für den Erzeuger ist das aus meiner Sicht ein erhebliches Risiko. Was ist wenn die Ernte wegen Trockenheit ausbleibt ? Was füttert er dann zu ? Der Hof verliert das Bio-Label und bleibt auch auf den tierischen Produkten sitzen. Bei der Tierhaltungdarf es keine Kompromisse geben . Ein bisschen Tierwohl gibt es nicht. Es ist makaber, einem Schwein 0,7 qm Stallfläche zu gewähren, damit ich am Ende mit einem günstigen Preis auch Geringverdiener anspreche. Qualität sollte sich bei Lebensmitteln durch die komplette Produktionskette ziehen und auch überwacht werden. Ein Bild vom Gesichtsausdruck eines Schweins auf der abgepackten Wurst sagt definitiv nichts über dessen Befinden aus....
Fönix
28.04.2019, 19.28 Uhr
Oje, Herr Dittmar, hier
(in Ihrem Kommentar "Kleiner Tip @Paulinchen") liegen Sie aber meilenweit (oder besser Jahrzehnte) daneben. Mit Ihrer suggestiven Frage

Zitat
"Ach ja Frau Keller da haftet noch ein kleiner Makel. War es nicht ihre R2G Regierung welche 35 Mio Euro in der Goldenen Aue versenkt hat und damit fruchtbares Ackerland in nicht genutzte Gewerbefläche verwandelte?"

enttäuschen Sie mich sehr. Bisher erhoben sich Ihre Beiträge meist deutlich über das Niveau der meisten Ihrer Mitstreiter. Aber RRG für die Kosten des bisher nicht belegten "Industriegebietes Goldene Aue" und dem damit verbundenen Verlust an fruchtbaren Ackerland verantwortlich zu machen kann ich nur als kompletten Nonsens einordnen. Schließlich hat das Land Thüringen bereits 2001 Fördermittel für den betreffenden Bebauungsplan gezahlt. Selbst der Beginn der Bauausführung liegt Lichtjahre vor dem Amtsantritt von Ramelow. RRG hat so einiges verbockt, aber diese Misere mit Sicherheit nicht. Hier haben Ihnen Ihre ideologischen Scheuklappen offenkundig die Augenhöhlen komplett, hermetisch und langanhaltend abgedichtet. Was in diesem Zusammenhang hinter den Augenhöhlen passiert ist, weiß ich nicht, aber die Auswirkungen scheinen erheblich zu sein.

PS.
Alles was an Obst, Gemüse, Feldfrüchten und Futtermitteln in Thüringen ökologisch produziert, auf kurzen Wegen verteilt und verbraucht wird, ist um Längen wertvoller als die konventionell erzeugten landwirtschaftlichen Produkte, die wir in der Masse zwar noch brauchen, die aber auch für ausgelaugte Böden, eutrophierte Gewässer, Insektensterben und vor allem schadstoffbelastete, ungesunde Lebensmittel stehen.
Andreas Dittmar
28.04.2019, 21.10 Uhr
Wirklich komplett Nonsens ?
Kleine Rückblende: Bis 2012 sind 4,5 Mio. Euro Fördermittel in das Gewerbegebiet geflossen. 2012 setzte sich Frau Keller bei der Landratswahl gegen Egon Primas durch. Sie wechselte 2014 in den thüringer Landtag. In ihrer Zeit als Landrätin flossen 13,5 Mio. Euro in das Gewerbegebiet. Weitere 14 Mio. landeten bis 2018 auf dem Acker. OK die Gelder waren in der Großflächeninitiative gebunden. Trotzdem kann und muss man die Reißleine ziehen, wenn erkennbar ist, dass Projekte aus dem Ruder laufen.

PS: Was regionale Produkte und kurze Wege betrifft, da bin ich voll ihrer Meinung.
Fönix
29.04.2019, 10.35 Uhr
Da kann ich nach wie vor nicht mitgehen, Herr Dittmar !
In Ihrem Kommentar haben Sie Ihr Argument eindeutig formuliert:

Zitat (an Frau Keller gerichtet):
"War es nicht ihre R2G Regierung welche 35 Mio Euro in der Goldenen Aue versenkt hat …"

Also beziehen Sie sich eindeutig auf die R2G-Regierung ab 2014. Zu diesem Zeitpunkt waren nach Ihren eigenen Angaben bereits 18 Mio. Euro für das Industriegebiet ausgegeben und natürlich auch schon viele weitere Aufträge erteilt, die dann in den Folgejahren nach der Ausführung abgerechnet wurden. Demzufolge ist es komplett Nonsens, R2G für diese Ausgaben verantwortlich zu machen. Auch die 2 Jahre davor, wo Sie in Ihrem letzten Kommentar Frau Keller in Ihrer Funktion als Landrätin in die Verantwortung hineinschummeln wollen, halten bei genauerer Betrachtung nicht einmal ansatzweise stand.

Die Probleme und damit zu einem erheblichen Teil auch die enormen Kosten dieses Industriegebietes sind bereits in der Konzeptions- und Planungsphase entstanden. Das fängt mit der Standortwahl an, hier nenne ich nur mal als Beispiele die gewaltigen Aufwendungen für die Planung und Ausführung des Hochwasserschutzes, und hört beim fehlenden Bahnanschluss noch lange nicht auf. Hier liegt ja das Problem in der Tatsache, dass der Damm zwischen den Kieessen nicht die A 38 UND gleichzeitig Bahngleise tragen kann. Das war frühzeitig bekannt, berücksichtigt wurde es trotzdem nicht. Und warum man ausgerechnet solche landwirtschaftlichen Nutzflächen auswählt, die einerseits die höchsten Bodenwertzahlen und anderseits auch noch eine veritable Hamsterpopulation aufweisen, konnte mir bis heute noch niemand plausibel begründen. Alles unglaubliche handwerkliche Fehler im Auftrag der CDU-geführten Landesregierungen nebst den nachgelagerten Verwaltungsgremien. R2G ist da komplett außen vor und deswegen war Ihr Kommentar diesbezüglich in meinen Augen auch kompletter Nonsens. Genauso wie Ihre Forderung nach der Reißleine, dafür war es schon lange viel zu spät.

Wenn Sie einfach so wie ich als politisch interessierter Bürger an den Diskussionen z.B. hier in der nnz teilnehmen würden, könnte man ja hinsichtlich der gravierenden Defizite in Ihrer Argumentation vielleicht nachsichtig sein. Da Sie nach eigenem Bekunden aber für den KV NEM der AfD stehen, darf man zumindest auf den Gedanken kommen, dass Sie versuchen, mit unwahren Aussagen den politischen Gegner zu diffamieren. Das ist unterste Schublade. Ich dachte, das haben Sie gerade kurz vor den Wahlen gar nicht nötig, weil das Volk auch so schon aufgebracht genug ist. Deswegen habe ich auch so klar meine Enttäuschung zum Ausdruck gebracht.
Mueller13
29.04.2019, 12.46 Uhr
@ Fönix - dann werden wir jetzt gerecht
und verteilen die bisherigen versenkten "Investitionen" gerecht auf:

18 Mille für CDU/SPD
17 Mille für Linke/SPD/Grüne
35 Mille gesamt

In der Hoffnung Ihrem Gerechtigkeitssinn entsprochen zu haben...
Warum man dafür den fruchtbaren Boden der Aue nehmen musste, kann ich Ihnen nicht beantworten, aber vermutlich habt ihr in NDH nicht viel flaches Land in der Nähe der A38 und in der Nähe von Bahngleisen. Falls doch würde auch ich hier der CDU/SPD-Regierung Versagen vorwerfen. Aber vielleicht können Sie uns ja aufklären.

PS1: das sind nicht meine Zahlen, sondern nur die übernommenen.
PS2: Den Kommentar von Dittmar als "unterste Schublade" zu bezeichnen, ist vorsichtig formuliert "gewöhnungsbedürftig". Ich denke, das gibt weder der sachliche Ton von Dittmar her noch das Thema an sich.
Fönix
29.04.2019, 13.40 Uhr
Ach ja, da war ja noch was ...
@Mueller13 - Lesen und Verstehen (ein letztes Mal):

2014 waren die meisten Aufträge für die Folgejahre bereits ausgeschrieben bzw. vergeben, da war nichts mehr zu reparieren. Ich hatte in meinem Kommentar ausdrücklich darauf hingewiesen. Ihre seltsame Kostenaufteilung ist und bleibt völliger Nonsens. Erst Recht, wenn man bedenkt, dass von 1999 bis 2009 die CDU in Thüringen allein regierte. Und genau dieser Zeitraum ist maßgeblich für die Entwicklung des besagten Industriegebietes in der Goldenen Aue.

Im Übrigen stehe ich nicht auf dem Standpunkt, dass es kein Industriegebiet hätte geben dürfen. Der auserwählte Standort ist durchaus fragwürdig, aber jetzt nun mal erschlossen. Jeder Rückbau zu jedem Zeitpunkt nach 201... wäre bescheuert, weil dann wirklich das ganze Geld ohne jeglichen Nährwert verloren wäre. Woran es hapert, ist die Vermarktung der Flächen, und die liegt in den Händen der LEG. Dort wirken übrigens im Wesentlichen immer noch die gleichen Personen wie vor 10 Jahren.

Und noch ein Hinweis für Sie, der Ihnen (vielleicht) helfen kann:
Ein qualifizierter Blick auf eine qualifizierte Landkarte mit Höhenlinien (falls Sie nicht wissen, was das ist und wie man sie versteht, bitte googlen, ich habe keine Lust mehr, die einfachsten Grundlagen hier wieder und wieder zu vermitteln) würde Sie (vielleicht) erkennen lassen, dass ausgedehnte Auenflächen und höherliegende Terassen in der morphologischen Struktur des Landkreises überwiegen. Aufragende Felsen und steile Hänge gibt es auch durchaus reichlich und bedingen zu einem erheblichen Teil die landschaftlichen Reize des Südharzes, aber sie sind nicht verantwortlich dafür, dass das Industriegebiet Goldenen Aue jetzt da liegt wo es liegt. Da sollte es eher eine Rolle gespielt haben, wem die Flächen gehören und in welcher Gemarkung sie liegen. Sie wissen schon (vielleicht), der schnöde Mammon ...
Fönix
29.04.2019, 13.56 Uhr
also das überrascht mich jetzt schon
@Müller13. Als diplomierter Wirtschaftswissenschaftler (wie ich gerade gelesen habe) sollten Sie eigentlich wissen, dass man sich nicht unbedingt der Fäkalsprache oder vergleichbaren Vokabulars bedienen muss, um die "unterste Schublade" zu bedienen ...
(bezugnehmend auf Ihr "PS2")
Mueller13
29.04.2019, 15.26 Uhr
@ Fönix... imA eine leidliche Diskussion
Als jemand, der es gelernt hat, wissenschaftlich zu arbeiten, weiß ich, dass man zuerst die zu verwendenden Begriffe definieren sollte.
Bei "unterste Schublade" fällt mir ein: sehr niveaulos, geschmacklos, primitiv.
Nichts davon verbinde ich mit den Kommentaren von Andreas Dittmar. wenngleich natürlich auch diese Kommentare falsch sein können.

Was das Zahlenwerk betrifft, bitte ich Sie, nicht die Methode des selektiven Lesens anzuwenden. Ich sollte mit dem PS1 hinzureichend darauf aufmerksam gemacht haben, dass ich hier nur das Zahlenwerk der laufenden Diskussion übernommen habe (mithin Ihre Angaben).

Meine Formulierung hätte Ihnen durchaus kenntlich machen sollen, dass ich diese Diskussion für leidlich halte. Letztendlich ist es egal, welche Regierung unter welcher Altpartei hier am Werk war. Versunkene Kosten. Nicht mehr entscheidungsrelevant. Können wir jemanden verantwortlich machen? Nein, nicht möglich. Dann lassen Sie uns neu beginnen.
Niemand würde über die Millionen diskutieren, wenn sich jemand angesiedelt hätte. Also lassen Sie uns diesen Zustand herbeiführen. Jenseits von sinnbefreiter Parteienzuständigkeitsdiskussion. Und wenn Linke (was ja Ihr Verein zu sein scheint) und AfD gemeinsam zu der Erkenntnis kommen, dass an der Vermarktung etwas zu ändern ist, kann man sich ja nach der Wahl mal unterhalten. Sinnvollen Vorschlägen wird sich die AfD nicht entziehen.

Sie müssen mir auch nicht erklären, was eine Höhenlinie ist. Speziell wenn ich von SDH kommend in Richtung Harz unterwegs bin, überschreite ich einige. Aber wie gesagt. Die Diskussion ist müssig. Das Gewerbegebiet ist da, wo es ist. Falls, wie Sie andeuten, Nordhäuser Klüngelei im Spiel war, können Sie uns ja aufklären. Dass es an der Gemarkung hängt, kann ich mir durchaus vorstellen. Einen Förderbescheid gibt es eben nur für "Nordhausen" und nicht für "Lipprechterrode". Dann wird eben auch in NDH erschlossen und nicht 20km weiter, wo es vielleicht topographisch sinnvoller gewesen wäre.
Fönix
29.04.2019, 18.33 Uhr
@Müller13 - die Erste:
Zitat Müller13:
"Bei "unterste Schublade" fällt mir ein: sehr niveaulos, geschmacklos, primitiv."
Da bin ich ganz bei Ihnen. Es ist sehr niveaulos, geschmacklos, primitiv, wenn man den politischen Gegner mit unwahren Behauptungen diffamiert. Genau das habe ich in diesem konkreten Fall bei "Andreas Dittmar" kritisiert. Und die Begründung, warum ich seine diesbezügliche Unterstellung als falsch einschätze, habe ich auch gleich noch mitgeliefert. Wo ist das Problem ?

Die verschiedenen Ausführungen von Ihnen zum betreffenden "Zahlenwerk", das in diesem Thread übrigens vom Kommentator "Andreas Dittmar" stammt und nicht von mir, nachzuvollziehen fällt Ihnen offensichtlich auch sehr schwer. Denn ich stelle ja nicht die Zahlen an sich in Frage, sondern nur die Zuordnung und die damit verbundenen Interpretationen von Herrn Dittmar und Ihnen. Das ist ein himmelweiter Unterschied, das zu Erkennen setzt allerdings ist ein Mindestmaß an Abstraktionsvermögen und logischem Grundverständnis voraus. Beides scheint Ihnen hier abhanden gekommen zu sein. Anders kann ich mir Ihre Ausführungen nicht erklären:

Zitat Mueller13 (in Ihrem ersten Kommentar zu diesem Thread):

"@ Fönix - dann werden wir jetzt gerecht … und verteilen die bisherigen versenkten "Investitionen" gerecht auf:

18 Mille für CDU/SPD
17 Mille für Linke/SPD/Grüne
35 Mille gesamt"

Zitat Mueller13 (in Ihrem zweiten Kommentar zu diesem Thread):

Ich sollte mit dem PS1 hinzureichend darauf aufmerksam gemacht haben, dass ich hier nur das Zahlenwerk der laufenden Diskussion übernommen habe (mithin Ihre Angaben).

Diese Ansage im zweiten Zitat ist bezeichnend für Ihre oberflächliche Betrachtungsweise! Denn die (inhaltlich völlig verquere) Zuordnung von Investitionssummen stammt wie hier und natürlich in den vorstehenden Kommentaren jeder sehen und lesen kann, von Ihnen und nicht von mir. Dass Sie dann noch suggerieren wollen "(mithin Ihre Angaben)", dass das auf meinem Mist gewachsen sein könnte, schlägt dem Fass dem Boden aus. Das ist so schräg und unverfroren, dass ich im Augenblick nicht weiß, ob ich wütend sein soll oder Mitleid haben muss.

Sie haben offensichtlich nicht nur ein Problem mit "Lesen und Verstehen" sondern auch mit "Sehen und Erkennen". Nachfolgend ein Beispiel:

Zitat Mueller13 (in Ihrem ersten Kommentar zu diesem Thread):

" … aber vermutlich habt ihr in NDH nicht viel flaches Land in der Nähe der A38 und in der Nähe von Bahngleisen."

Zitat Mueller13 (in Ihrem zweiten Kommentar zu diesem Thread):

"Sie müssen mir auch nicht erklären, was eine Höhenlinie ist. Speziell wenn ich von SDH kommend in Richtung Harz unterwegs bin, überschreite ich einige."

Jeder, der auf der B4 von Sondershausen kommt, hat auf der Strecke zwischen den Abzweigen Hain und Steinbrücken genügend Gelegenheiten, die Goldenen Aue östlich von Nordhausen in ihrer ganzen Ausdehnung und Strukturierung (inklusive A38 und Bahnstrecke Halle/Kassel) wahrzunehmen. Nur Müller13 sieht das scheinbar nicht und ist offensichtlich genötigt, dazu vage Vermutungen zur Landschaftsstruktur anzustellen. Wenn Ihre Augen so schlecht sind, hoffe ich, dass Sie nicht selber Auto fahren …

Wie man sich auf so engem Raum so offensichtlich in so offenkundige Widersprüche verwickeln kann, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.
Fönix
29.04.2019, 18.36 Uhr
@Müller13 - die Zweite:
Wenn ich mich so an frühere Kommentare von Ihnen erinnere, waren ja gelegentlich ganz passable Argumentationen dabei. Aber hier verlaufen Sie sich immer mehr. Mit der (von Ihnen ja schon häufiger gegenüber anderen Kommentatoren geäußerten) "Bitte", "nicht die Methode des selektiven Lesens anzuwenden" konterkarieren Sie sich selber. Sie gehen z.B. mit keiner Silbe auf die in meinen Kommentaren ausführlich erläuterten Hinweise und Zusammenhänge zur politischen Zuständigkeit bei der Planung und Vermarktung des Industriegebietes ein. Losgetreten wurde diese Diskussion in diesem Thread übrigens von Herrn Dittmar, nicht von mir. Allerdings hatte Herr Dittmar sich dabei (vielleicht sogar aus Versehen) den falschen Sündenbock ausgesucht, diesen Fehler habe ich in aller Ausführlichkeit korrigiert. Was Sie aber beim "selektiven Lesen" offensichtlich überlesen haben. In der Folge werden Sie sogar noch besser und versteigen sich in der haltlosen Unterstellung, dass die "Linke" mein "Verein zu sein scheint". Das ist dann nicht mehr "selektives Lesen", sondern schon selektives Spekulieren. Dass Sie dabei auch noch böse falsch liegen, sei nur nebenbei erwähnt.

Ich will es jetzt dabei bewenden lassen, obwohl es noch Einiges dazu zu schreiben gäbe. Aber ich nähere mich immer mehr der Erkenntnis von "Trüffelschokolade" an, dass es in bestimmten Konstellationen wenig Sinn macht, hier mit Allen Alles bis in's Detail auszudiskutieren. Spätestens wenn die tolerable Obergrenze der Realitätsverweigerung überschritten wird (ob unbewusst oder bewusst aus politischem Kalkül heraus), wird es Zeit, den Schlussstrich zu ziehen und sich auf die wesentlichen Hinweise und Klarstellungen zu beschränken.

PS.
Natürlich bin ich nicht so naiv zu glauben, dass diese ganzen AfD-affinen Kommentare der letzten Wochen Zufallsprodukte sind. Es ist schon amüsant zu beobachten, wie im politischen Diskurs in erster Linie Die Linke, die SPD und die Grünen (als amtierende Regierungskoalition in Thüringen) unter Dauerfeuer genommen werden, während die Auseinandersetzung mit CDU und FDF nur sehr verhalten bis gar nicht geführt wird. Welches Kalkül man dahinter vermuten darf? Ganz einfach: bei den Letztgenannten sieht die AfD bei einem entsprechenden Wahlausgang durchaus Chancen auf eine Koalition, also Regierungsbeteiligung. Bei den Erstgenannten ist das wohl eher auszuschließen.
Fönix
29.04.2019, 18.54 Uhr
@Müller13 - Nachtrag:
Zitat Müller13:

"Falls, wie Sie andeuten, Nordhäuser Klüngelei im Spiel war"

Folgendes hatte ich geschrieben (Zitat Fönix):

" … Da sollte es eher eine Rolle gespielt haben, wem die Flächen gehören und in welcher Gemarkung sie liegen. Sie wissen schon (vielleicht), der schnöde Mammon ... "

Wie kommen Sie darauf mir zu unterstellen, dass ich in diesem Fall den Nordhäusern Nordhäuser Klüngelei unterstelle? Das ist unglaublich.
Landarbeiter
29.04.2019, 19.52 Uhr
Geht es hier um Ökolandbau?
Oder geht es hier um selbst ernannte "Wissenschaftler" die das Thema verfehlen und nichts dazu beitragen können, Herr @Müller13?

Jeder Hektar, aber wirklich jeder Hektar, der von konventioneller Landwirtschaft auf Bio umgestellt wird ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das Leute die biologische Landwirtschaft in ein schlechtes Licht rücken, um freiwillig weiterhin mit Antibiotika, Arsen, Quecksilber, … verseuchte Lebensmittel zu kaufen und um mit Nitrat belastetes Wasser zu trinken, zeugt jedenfalls nicht von wissenschaftlicher Analyse der Prozeße!

@Fönix, warum schreiben Sie so viele Worte? Der @Andreas Dittmar verbreitet hier in dieser Zeitung Fake News! Unwahrheiten! Und das nicht erst seit gestern. Was ist so schwer daran eine Lüge als Lüge zu bezeichnen?
Andreas Dittmar
29.04.2019, 19.56 Uhr
Es ist angekommen @Fönix
Ich kenne auch gute Beiträge von Ihnen @Fönix aber muss das so ausufern ? Wenn ein Satz in meinem Kommentar bei ihnen so ankommt, dass ich die Alleinschuld Frau Keller und der R2G Regierung für das Versenken von 35 Mio. in einen fragwürdigen Gewerbestandort gebe. Ja @Fönix es ist angekommen und ich nehme zur Kenntnis, dass es nicht allein die R2G-Regierung war.
Die Aufstellung über die gezahlten Fördermittel stammen aus einer Anfrage an den Thüringer Landtag. Dort wurden die Summen nach Jahren aufgeschlüsselt. Wenn sie @Fönix der Meinung sind trotzt ihrer selbst geäußerten und belegbaren Gegenargumente das Projekt durchzuziehen dann ist das eben ihre Meinung. Meine Meinung ist eine andere. Diese gigantischen Flächen mit der mageren Infrastrukturanbindung und dem Quadratmeterpreis sind wenn überhaupt schwer zu vermarkten. Das Sie jetzt auch Müller13 unter Sperrfeuer nehmen, finde ich nicht in Ordnung. Er wollte ihnen auch lediglich zusammenfassend den Irrsinn der Kosten aufzeigen. Jeder hat eine Meinung und kann diese äußern. Auch wenn Sie meine Meinung unterste Schublade finden....dann ist das so.
Mueller13
30.04.2019, 18.11 Uhr
@ Fönix - immer noch unsinnig
Mann Fönix, das langweilt ja sogar mich. Ich habe mehrfach betont, dass es nicht meine Zahlen sind, sondern übernommene. Auch Sie haben mit diesen Zahlen unwidersprochen operiert. Und nochmal: es ist mir völlig egal, wie Sie diese 35 Mille auf die Altparteien verteilen. Es sind versunkene Kosten, für die Zukunft nicht mehr entscheidungsrelevant. Und da wir niemanden mehr zur Verantwortung ziehen können, ist eine Diskussion komplett sinnbefreit. Sie ziehen sich an etwas hoch, dem ich null Bedeutung beimesse.

Zitat Fönix: "...und hört beim fehlenden Bahnanschluss noch lange nicht auf. Hier liegt ja das Problem in der Tatsache, dass der Damm zwischen den Kieessen nicht die A 38 UND gleichzeitig Bahngleise tragen kann."

Wenn ich das sinngemäß inhaltlich übernehme, Zitat mueller13: " … aber vermutlich habt ihr in NDH nicht viel flaches Land in der Nähe der A38 und in der Nähe von Bahngleisen"

Daraus machen Sie, Zitat fönix: "Jeder, der auf der B4 von Sondershausen kommt, hat auf der Strecke zwischen den Abzweigen Hain und Steinbrücken genügend Gelegenheiten, die Goldenen Aue östlich von Nordhausen in ihrer ganzen Ausdehnung und Strukturierung (inklusive A38 und Bahnstrecke Halle/Kassel) wahrzunehmen. Nur Müller13 sieht das scheinbar nicht und ist offensichtlich genötigt, dazu vage Vermutungen zur Landschaftsstruktur anzustellen".

Entweder kommen Sie mit Ihrem eigenen Text nicht klar, bekommen sofort einen Schreibkrampf, wenn Sie meinen Nick sehen oder wir sind kompatibel.

Was das Abarbeiten an den anderen Parteien betrifft: Sie haben natürlich recht. Inhaltlich liegt uns die CDU/FDP näher als die Linke/SPD/Grüne. Wenn Sie in die Programme von CDU/FDP der 1990er schauen, werden Sie die AfD abgebildet bekommen. Und ja, auch ich kann mir in Land/Bund keine Zusammenarbeit mit SPD oder Grüne vorstellen. Was anderes ist das auf lokaler Ebene. Zumindest die AfD im Kyffhäuserkreis wird sich nicht in Fundamentalopposition begeben. Vernünftigen Vorschlägen gegenüber wird man aufgeschlossen sein. Mitarbeit wird hier eher das Credo sein. Dass wir CDU/FDP hier weniger aufs Korn nehmen, liegt einfach daran, dass sie weniger Anlass dazu geben.
Auf anderen Medien kann ich dieses Verhalten allerdings nicht bestätigen. Sowohl CDU (Wahlplakate mit "sicheren Außengrenzen") oder die FDP (Frauenquote) bieten genug Anlass für Spott (Diskussion, Auseinandersetzung).
Fönix
01.05.2019, 11.02 Uhr
@Hubbert
Zitat Hubbert:
"Warum schreiben Sie so viele Worte?"

Weil es mir Spaß macht! Und weil es mir wichtig ist, wichtige Sachverhalte richtig darzustellen. Wenn ich dann hier solchen Quark lese wie die diversen Ausführungen zum Industriegebiet Goldene Aue lässt mir mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn keine Ruhe und die Finger fangen an zu jucken...
Landarbeiter
02.05.2019, 20.30 Uhr
Okay @Fönix.
Habe es verstanden. Jeder auf seine Art. Hauptsache den Lügnern nicht das Feld überlassen! ;)
Andreas Dittmar
02.05.2019, 21.59 Uhr
@Hubbert
Mit ihren inhaltlich sehr "anspruchsvollen" Kommentaren berühren sie mich immer wieder tief in meiner "dunklen" Seele.
Sie zeigen viele Missstände auf, bringen aber keine wirklichen Lösungen. Ich habe auch niemals gesagt, dass ökologische Landwirdschaft schlecht ist. Ein fragwürdiges Biolabel als Verkaufsargument zu nutzen, halte ich nicht für zielführend. Schauen Sie selber in den Supermärkten nach den Kennzeichnungen und bitte bitte korrigieren sie mich, wenn ich falsch liege.

Wenn sie der Meinung sind, dass ich Fake News verbreite, dann ist das ihre ganz persönliche Meinung welche sie auch äußern dürfen. Ich versuche da eher Lösungen zu finden.
H.Buntfuß
03.05.2019, 12.30 Uhr
Industriegebiet
Da sich im Industriegebiet so gar nichts tut, ist mir folgender Gedanken gekommen. Ist es möglich, dass hier überhaupt kein Industriegebiet entstehen soll? Kann es sein, dass der Acker für den Bioanbau vorbereitet wird? Lang genug lag er ja nun brach, die Giftstoffe dürften aus den Boden verschwunden sein. Also ran last uns den Acker BIOMÄSSIG bearbeiten.

Allerdings muss ich sagen, wenn man jeden Bioacker auf diese Art und Weise gewinnen will, dann kann sich niemand die Bioprodukte leisten, bei einer so teuren Umstellung von Normal auf Bio. Hoffentlich habe ich jetzt nicht etwas ins rollen gebracht? Deshalb stelle ich klar, das es sich hier um Satire handeln soll.
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