Mi, 08:39 Uhr
19.09.2001
"Höchste Eisenbahn" übt Kritik
Nordhausen (nnz). "Die angekündigte Fortsetzung der Sanierungsarbeiten auf der Südharzstrecke zwischen Northeim und Nordhausen stellt in Wirklichkeit das Eingeständnis des Scheiterns der bisherigen Bemühungen der Verantwortlichen in Hannover dar." Zu dieser für den Südharz wenig schönen Erkenntnis gelangt die Initiative Höchste Eisenbahn im Südharz.
"Der Abschnitt Ellrich-Woffleben sollte bereits 2000 saniert werden. Dann wurde uns - noch im Juni diesen Jahres! - die Sanierung bis Oktober 2001 zugesagt. Nunmehr ist vom Frühjahr 2002 die Rede. Es stellt sich die Frage, ob die DB Netz es mit der Südharzstrecke wirklich Ernst meint oder ob der Südharz wieder nur hingehalten werden soll" meint Sprecher Reinboth zu der Ankündigung der DB. Sie stelle keineswegs einen Fortschritt, sondern eher einen Rückzug dar.
"Wer sagt uns, dass dieses Mal die Zusage auch eingehalten wird? Schließlich hat es schon mehrfach Verzögerungen gegeben. Vielleicht will man die Sanierung ja auch gar nicht mehr betreiben" bleibt Reinboth angesichts schlechter Erfahrungen mit DB Netz pessimistisch.
"Wulften in Ordnung zu bringen ist ja keine großartige Leistung, sondern eine verglichen mit anderen Dingen sehr bescheidene Maßnahme, die auch schon fünf Jahre auf sich warten lässt!". Die Initiative befürchtet außerdem das Hinausschieben weiterer Arbeiten. Ursprünglich war für 2002 die Sanierung der Bere- und Zorgebrücken geplant. Man muss davon ausgehen, dass sich dieses nun auf 2003 verschieben wird. Sofortmassnahmen zur Stabilisierung sind dringend erforderlich. Der Zustand der Südharzstrecke ist auf bestimmten Abschnitten durch unterlassene Maßnahmen nicht besser geworden. Darüber hinaus wurde in den letzten Jahren auch mit zu erwartenden negativen Spätfolgen die Unkrautbekämpfung eingestellt.
"Einige Abschnitte der Strecke erinnern bereits sehr an Biotope. Der Oberbau wird hierdurch aber nicht besser" kritisiert Michael Reinboth die DB Netz. "Höchste Eisenbahn" erwartet von der Bahn, dass sie in Anbetracht der erneuten Verschiebung der Arbeiten durch vorläufige Maßnahmen wenigstens die bisherigen Verhältnisse stabilisiert. Eine weitere Temporeduzierung zwischen Ellrich und Woffleben sei unter keinen Umständen zu akzeptieren.
Autor: nnz"Der Abschnitt Ellrich-Woffleben sollte bereits 2000 saniert werden. Dann wurde uns - noch im Juni diesen Jahres! - die Sanierung bis Oktober 2001 zugesagt. Nunmehr ist vom Frühjahr 2002 die Rede. Es stellt sich die Frage, ob die DB Netz es mit der Südharzstrecke wirklich Ernst meint oder ob der Südharz wieder nur hingehalten werden soll" meint Sprecher Reinboth zu der Ankündigung der DB. Sie stelle keineswegs einen Fortschritt, sondern eher einen Rückzug dar.
"Wer sagt uns, dass dieses Mal die Zusage auch eingehalten wird? Schließlich hat es schon mehrfach Verzögerungen gegeben. Vielleicht will man die Sanierung ja auch gar nicht mehr betreiben" bleibt Reinboth angesichts schlechter Erfahrungen mit DB Netz pessimistisch.
"Wulften in Ordnung zu bringen ist ja keine großartige Leistung, sondern eine verglichen mit anderen Dingen sehr bescheidene Maßnahme, die auch schon fünf Jahre auf sich warten lässt!". Die Initiative befürchtet außerdem das Hinausschieben weiterer Arbeiten. Ursprünglich war für 2002 die Sanierung der Bere- und Zorgebrücken geplant. Man muss davon ausgehen, dass sich dieses nun auf 2003 verschieben wird. Sofortmassnahmen zur Stabilisierung sind dringend erforderlich. Der Zustand der Südharzstrecke ist auf bestimmten Abschnitten durch unterlassene Maßnahmen nicht besser geworden. Darüber hinaus wurde in den letzten Jahren auch mit zu erwartenden negativen Spätfolgen die Unkrautbekämpfung eingestellt.
"Einige Abschnitte der Strecke erinnern bereits sehr an Biotope. Der Oberbau wird hierdurch aber nicht besser" kritisiert Michael Reinboth die DB Netz. "Höchste Eisenbahn" erwartet von der Bahn, dass sie in Anbetracht der erneuten Verschiebung der Arbeiten durch vorläufige Maßnahmen wenigstens die bisherigen Verhältnisse stabilisiert. Eine weitere Temporeduzierung zwischen Ellrich und Woffleben sei unter keinen Umständen zu akzeptieren.


