Do, 11:35 Uhr
28.03.2019
Patientenakademie in Bleicherode
Werden unsere Kinder rückenkrank?
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Deutschen. Doch was, wenn schon die Kleinsten über Schmerzen im Kreuz oder der Hüfte klagen? Prof. Dr. Holger Mellerwicz, Chefarzt für Kinderorthopädie und Kindertraumatologie im Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin, eröffnet demnächst die diesjährige Patientenakademie in der Helios Klinik Bleicherode...
Herr Prof. Dr. Mellerowicz, welche Rückenerkrankungen gibt es bei Kindern und ab welchem Alter sollten Eltern auf Erkrankungserscheinungen achten?
Rückenerkrankungen sind im Kindes- und Jugendalter erfreulicherweise nicht so häufig wie bei Erwachsenen, aber dennoch zunehmend auffällig. Dies betrifft insbesondere die Rückenschmerzen im Schulalter. Neben Haltungsschwächen, sind vor allen Dingen der Hohlrundrücken und die seitlichen Verbiegungen der Wirbelsäule, die sogenannten Skoliosen, als häufige Probleme zu nennen. Wesentlich seltener sind Wirbelgleiten, Entzündungen, Bandscheibenvorfälle oder Tumore vorhanden.
Welche Symptome deuten auf einen kranken Kinderrücken?
Schmerzen im Kindes- und Jugendalter sind selten, aber zunehmend vorhanden. Häufiger sind die Formfehler wie das Hohlkreuz, der Hohlrundrücken und die seitlichen Verbiegungen und hier die echte Skoliose. Darunter versteht man die seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit der Ausbildung des Rippenbuckels und des Lendenwulstes.
Prof. Dr. Holger Mellerwicz, Chefarzt für Kinderorthopädie und Kindertraumatologie im Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin (Foto: Helios Klinik Bleicherode)
Wie unterscheidet sich ein gesunder Kinderrücken von einem kranken?
Der gesunde Kinderrücken hat ab dem Schulalter die gesunde Rückenform mit einer leichten Rückschwingung der Brustwirbelsäule und Vorschwingung der Lendenwirbelsäule ohne eine seitliche Verschiebung (Skoliose). Die häufigste Ursache der Rückendeformitäten und Schmerzen sind der Bewegungsmangel, welcher heute enorm und weit verbreitet auftritt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Gehen Sie mit ihren Kindern raus an die frische Luft und vermitteln Sie ihnen frühzeitig Spaß an Sport und Bewegung. Das ist die beste Behandlung und sorgt auch auf vielen weiteren Ebenen für gesunde und ausgeglichene Kinder. Für die stärkeren Deformitäten haben sich viele neue operationsvermeidend konservative und gering invasive operative Verfahren entwickelt. Diese werde ich in meinem Vortrag in Bleicherode erläutern.
Seit vielen Jahren nimmt Privatdozent Dr. Holger Mellerowicz den Weg von Berlin nach Bleicherode auf sich, um seine Kollegen in der HELIOS Klinik Bleicherode bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit orthopädischen Erkrankungen zu unterstützen. Die Kooperation hat Tradition und ist ein Segen für die ambulante Versorgung für die Kinderorthopädie im Landkreis Nordhausen.
Die Patientenakademie der Helios Klinik Bleicherode geht in diesem Jahr bereits in die vierte Runde. Der Auftakt erfolgt erst jetzt, da bis vergangenen Monat die Klinikcafeteria gebaut und der Hörsaal als Übergangscafeteria genutzt wurde. Der Eintritt der Patientenakademie ist frei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Insgesamt finden in diesem Jahr acht verschiedene Vorträge für Patienten, Interessierte und Besucher statt.
Die Patientenakademie am Dienstag, den 2. April um 18 Uhr.
Autor: redHerr Prof. Dr. Mellerowicz, welche Rückenerkrankungen gibt es bei Kindern und ab welchem Alter sollten Eltern auf Erkrankungserscheinungen achten?
Rückenerkrankungen sind im Kindes- und Jugendalter erfreulicherweise nicht so häufig wie bei Erwachsenen, aber dennoch zunehmend auffällig. Dies betrifft insbesondere die Rückenschmerzen im Schulalter. Neben Haltungsschwächen, sind vor allen Dingen der Hohlrundrücken und die seitlichen Verbiegungen der Wirbelsäule, die sogenannten Skoliosen, als häufige Probleme zu nennen. Wesentlich seltener sind Wirbelgleiten, Entzündungen, Bandscheibenvorfälle oder Tumore vorhanden.
Welche Symptome deuten auf einen kranken Kinderrücken?
Schmerzen im Kindes- und Jugendalter sind selten, aber zunehmend vorhanden. Häufiger sind die Formfehler wie das Hohlkreuz, der Hohlrundrücken und die seitlichen Verbiegungen und hier die echte Skoliose. Darunter versteht man die seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit der Ausbildung des Rippenbuckels und des Lendenwulstes.
Prof. Dr. Holger Mellerwicz, Chefarzt für Kinderorthopädie und Kindertraumatologie im Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin (Foto: Helios Klinik Bleicherode)
Wie unterscheidet sich ein gesunder Kinderrücken von einem kranken?
Der gesunde Kinderrücken hat ab dem Schulalter die gesunde Rückenform mit einer leichten Rückschwingung der Brustwirbelsäule und Vorschwingung der Lendenwirbelsäule ohne eine seitliche Verschiebung (Skoliose). Die häufigste Ursache der Rückendeformitäten und Schmerzen sind der Bewegungsmangel, welcher heute enorm und weit verbreitet auftritt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Gehen Sie mit ihren Kindern raus an die frische Luft und vermitteln Sie ihnen frühzeitig Spaß an Sport und Bewegung. Das ist die beste Behandlung und sorgt auch auf vielen weiteren Ebenen für gesunde und ausgeglichene Kinder. Für die stärkeren Deformitäten haben sich viele neue operationsvermeidend konservative und gering invasive operative Verfahren entwickelt. Diese werde ich in meinem Vortrag in Bleicherode erläutern.
Seit vielen Jahren nimmt Privatdozent Dr. Holger Mellerowicz den Weg von Berlin nach Bleicherode auf sich, um seine Kollegen in der HELIOS Klinik Bleicherode bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit orthopädischen Erkrankungen zu unterstützen. Die Kooperation hat Tradition und ist ein Segen für die ambulante Versorgung für die Kinderorthopädie im Landkreis Nordhausen.
Die Patientenakademie der Helios Klinik Bleicherode geht in diesem Jahr bereits in die vierte Runde. Der Auftakt erfolgt erst jetzt, da bis vergangenen Monat die Klinikcafeteria gebaut und der Hörsaal als Übergangscafeteria genutzt wurde. Der Eintritt der Patientenakademie ist frei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Insgesamt finden in diesem Jahr acht verschiedene Vorträge für Patienten, Interessierte und Besucher statt.
Die Patientenakademie am Dienstag, den 2. April um 18 Uhr.

