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Do, 10:16 Uhr
10.03.2005

Flexiblere Arbeitszeiten

Nordhausen (nnz). Die Arbeitgeber wollen immer flexiblere Arbeitszeiten durchsetzen. So unflexibel wie manchmal behauptet, sind die Thüringer jedoch gar nicht. In welchen Brachen die meisten Arbeitnehmer unregelmäßig tätig sind, verrät die nnz.


Immer mehr Thüringerinnen und Thüringer arbeiten auch außerhalb der normalen Arbeitszeit, die im Allgemeinen die Zeitspanne Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr umfasst. So gaben 555,1 Tausend Erwerbstätige an, im Zeitraum Januar bis März 2004 zumindest gelegentlich an Wochenenden, feiertags, abends, nachts oder in Wechselschicht gearbeitet zu haben. Das waren nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik 54,0 Prozent aller Erwerbstätigen. Im Jahre 1991 waren es 35,7 Prozent.

Aus den Ergebnissen des Mikrozensus, der repräsentativen Haushaltsbefragung, geht weiter hervor, dass besonders für Selbständige flexible Arbeitszeiten Alltag sind. 79,9 Prozent der Selbständigen arbeiteten Anfang 2004 auch außerhalb der normalen Arbeitszeit.

Vor allem die Arbeit am Samstag (44,3 Prozent) und in den Abendstunden (37,2 Prozent) ist für viele Erwerbstätige Normalität.

Erwartungsgemäß ist der Anteil der Beschäftigten mit flexiblen Arbeitszeiten im Dienstleistungsbereich am höchsten. Im Handel und Gastgewerbe waren 77,0 Prozent und im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung 72,5 Prozent der Mitarbeiter auch außerhalb der normalen Arbeitszeit, vor allem samstags, tätig. Am niedrigsten ist der Anteil in der öffentlichen Verwaltung mit 29,0 Prozent.

Männer (56,7 Prozent) arbeiten etwas häufiger nach flexiblen Arbeitszeiten als Frauen (50,9 Prozent). Ein höherer Anteil bei den Männern ist vor allem im produzierenden Gewerbe (51,1 Prozent, Frauen 46,8 Prozent), Land- und Forstwirtschaft (63,7 Prozent, Frauen 59,2 Prozent), im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung (73,8 Prozent, Frauen 68,8 Prozent) und in der öffentlichen Verwaltung (42,9 Prozent, Frauen 15,1 Prozent) festzustellen.
Dagegen arbeiteten Im Bereich Handel und Gastgewerbe vier von fünf Frauen (79,5 Prozent) vor allem auch samstags (Männer 72,6 Prozent).
Autor: nnz

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