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12.03.2019
Demonstration auf dem Rathausplatz

Freitags für die Zukunft

Angefangen hat alles mit einem jungen Mädchen, das an einem Freitag im August des vergangenen Jahres begann vor dem schwedischen Parlament zu demonstrieren. Sie ist nicht mehr allein, am kommenden Freitag sind Demonstrationen in über 50 Ländern geplant. Auch in Nordhausen hat sich eine Gruppe Schüler daran gemacht, für ihre Zukunft auf die Straße zu gehen...


"Fridays for Future" - Freitags für die Zukunft, nennt sich die inzwischen globale Bewegung, die dem Beispiel der jungen Schwedin Greta Thunberg folgt. Weil die schwedische Regierung ihre eigenen, im Pariser Klima-Abkommen festgehaltenen Ziele zur CO2 Reduzierung nicht erreicht, begann die damals 15jährige vor dem schwedischen Parlament zu demonstrieren. Allein mit einem selbstgebastelten Plakat. Einen "Schulstreik für das Klima" nannte die junge Dame das und fand Nachahmer und Unterstützer in Schweden und bald auch in anderen Ländern Europas.

Die bis dato größte Welle an Protesten wird für den kommenden Freitag erwartet, in 50 Ländern weltweit und auf (fast) allen Kontinenten, soll dann demonstriert werden. Allein in Deutschland sind mindestens 150 große und kleine Demonstrationen angemeldet, auch in Nordhausen.

Eine handvoll Schüler des Humboldt-Gymnasiums haben den Stein ins Rollen gebracht. "Für uns hat das eigentlich mit einem Witz auf dem Schulhof angefangen", sagt Jan-Niklas, der die Demo zusammen mit seinen Freunden Karl, Konstantin, Richard, Josefine und Hendrik seit knapp zwei Wochen plant. "Aus dem Spaß ist dann später eine ernste Diskussion geworden, wir interessieren uns für das Thema Klimawandel und sind damit nicht allein, wir haben lange geredet und schließlich entschieden das selber zu organisieren, haben eine Facebook-Seite und eine WhatsApp-Gruppe erstellt und mit Freunden, Verwandten und Bekannten geredet."

Es ist unsere Zukunft

Es geht um ihre Zukunft und es ist an der Zeit, mehr dafür zu tun, das ist die Kernbotschaft der jungen Demonstranten. "In der Politik wird zu vielem "ja" gesagt und es werden Pläne geschmiedet, aber am Ende ändert sich wenig. Geht es an die Umsetzung, steht meist doch wieder die Wirtschaft und nicht der Mensch und die Umwelt im Vordergrund", sagt Richard, das Ziel des Pariser Klimaabkommens die Erwärmung des Planeten nicht über 2 Grad Celsius steigen zu lassen müsste überhaupt erst einmal eingehalten werden, bisher sehe es nicht danach aus, dass dies gelingen würde und Deutschland stehe in seiner Bilanz sogar noch schlechter da als Schweden.

Ein paar Lösungsansätze, wie dem CO2-Ausstoß weiter beizukommen wäre, haben die Schüler auch parat, etwa die Besteuerung von Flugreisen und Kerosin. Es könne nicht sein, dass man für zehn Euro nach London fliegen könne, die Bahn als Alternative aber immer teurer würde. Zudem bedürfe es einer allgemein klimafreundlicheren Ernährung, also: weniger Fleischkonsum. Auch hier könne die Besteuerung als Hebel dienen. "Außerdem muss die Wegwerfmentalität endlich ein Ende haben. Klimaschutz ist immer auch Umweltschutz und es gibt da viele Entwicklungen, die in die richtige Richtung gehen, etwa bei der Verbreitung von Plastiktüten, aber es reicht nicht. Wir müssen uns trauen diese Dinge neu zu denken und alte Ideen wie das Pfandsystem auszuweiten und zu verbessern", sagt Jan-Niklas.

Allein bei den globalen Themen will man am kommenden Freitag nicht bleiben, sondern auch vor Ort sehen, wie ein umweltfreundlicheres Nordhausen aussehen könnte. Vielfach dürften die Jungen bei manch "Alten" da offene Türen einrennen: auf der Agenda der Schülerinnen und Schüler steht die Ablehnung der Neuverritzung im Südharzer Gipskarst genauso wie der Ausbau der Radwege, des klimaneutralen Verkehrs und des ÖPNV. "Wenn ich mit der Straßenbahn für drei Haltestellen 1,70 Euro zahle, dann ist das einfach zu teuer, da kann die Bahn mit dem Auto nicht mithalten. Mehr als ein Euro sollte es nicht sein. Außerdem müssten die Taktzeiten am Wochenende erhöht werden.", meint Straßenbahnenthusiast Hendrik, man könne auch die Linie 10 voll elektrifizieren und dafür sorgen das die Straßenbahn mit Ökostrom aus der Region laufe. "Über so etwas muss gemeinsam nachgedacht werden, es kann nicht sein das solche Diskussionen schon im Vorfeld von einer Seite abgelehnt werden.", sagt der Schüler.

Negatives im Netz, positives "iRL"

Das alles, die globale Idee vom Einstehen für die Zukunft und das Engagement vor der eigenen Haustür, hat schnell viel Anklang gefunden, weit mehr als die Schüler erwartet hatten. "Wir haben diese WhatsApp-Gruppe aufgemacht, mit freiem Zugang und dachten da kommen vielleicht 20 Leute rein. Nach zwei Stunden waren es 40 und noch ein paar Stunden später 80, dann 100. Wir mussten das dann mehr moderieren und den freien Zugang schließen weil sich leider auch ein paar Trolle unter die Leute gemischt hatten und ein paar sehr unschöne Sachen geschrieben haben, aber insgesamt hat uns das große Interesse voll überrascht.", erzählt Jan-Niklas. Interessante Erfahrungen habe man auch online machen dürfen, während man gerade auf Facebook viele negative Kommentare bekommen hätte, habe man von den meisten Leuten, mit denen man "in der Realität" gesprochen habe, positive Resonanz zum Anliegen und ihrem Engagement erhalten.

Jugendliche könnten sich sehr wohl für Politik interessieren und sich auch fundiert dazu äußern, meinen die Schüler. "Uns betrifft die Zukunft noch am länsten und wir sollten ein Mitspracherecht haben, wenn es darum geht wie sie gestaltet wird, politisches Engagement ist nicht altersabhängig", meint Josefine, das Wahlrecht ab 16 Jahren sei ein Weg dem mehr Gewicht zu verleihen, allein bei den Kommunalwahlen wählen zu dürfen reiche aber noch nicht.

Protestieren statt pauken

Der kommenden Freitag ist an vielen Nordhäuser Schulen ein freier Brückentag, an dem der Unterricht ohnehin ausfällt. Einem allgemeinen Kritikpunkt können die Schülerdemonstranten so umschiffen, aber man will nicht davon absehen, auch in der regulären Schulzeit zu demonstrieren. "Wir halten es da mit Greta Thunberg: "Warum für eine Zukunft lernen, die es so nicht mehr geben wird", sagt Jan-Niklas, man werde auch an anderen Freitagen zur Demonstrationen aufrufen, diese dann aber möglichst so gestalten, das nicht mehr als ein oder zwei Schulstunden verloren gehen. "Das man bewusst die Schule ausfallen lässt, um von seinem demokratischen Recht Gebrauch zu machen, das baut auch einen gewissen Druck auf und zeigt das es uns ernst ist".

Darüber hinaus werde man versuchen sich auch anderweitig ins Gespräch zu bringen, etwa im Stadtrat oder dem Kreistag, in der Freizeit und am Wochenende, vielleicht mit einem gemeinsamen Frühjahrsputz und anderen Aktionen. Konkretes weiß man noch nicht, Ziel Nummer eins heißt erst einmal die Demonstration durchziehen.

"Egal was am Freitag herauskommt. Eines haben wir jetzt schon erreicht: ein ganzer Haufen Leute redet über den Klimawandel, die sich sonst nur selten oder nie damit befassen.", sagt Jan-Niklas. Mit knapp 100 Teilnehmern rechnen die jungen Klima-Revoluzzer mindestens, wenn es am Freitag um 13 Uhr auf dem Rathausplatz mit einer Kundgebung losgeht. Vielleicht werden es auch ein paar mehr. Das globale Interesse scheint in jedem Fall vorhanden zu sein und es gibt keinen Grund anzunehmen, das der Südharz hier eine Ausnahme bilden sollte.
Angelo Glashagel
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Kommentare

12.03.2019, 10.00 Uhr
Nörgler | Meine Wünsche
1. 2.000 Euro Grundeinkommen für alle.
2. Mietfrei wohnen. Immer
3. Kostenfrei Obst und Gemüse einkaufen können.
4. Keine Steuern für mein Auto
5. Dreimal in der Woche demonstrieren (ohne Sanktionen durch den Arbeitgeber)
..
..
..

Fordern kann ich alles. Vielleicht sollten sich diese Jugendlichen (Gymnasiasten) mal mit den fiskalischen Möglichkeiten einer Kommune beschäftigen. Vielleicht mal googlen, was der Betrieb der Straßenbahn kostet. Woher soll das Geld genommen werden.

Ach ja, und weniger Fleisch sollen wir auch essen. Einfach Klasse. Da haue ich mir gleich meine zwei Kühltruhen mit jeder Menge Mett voll. Ehe darauf eine Fleischsteuer erhoben wird.

Mal ganz im Ernst: Ernst nehmen muss man das alles nicht. Ich (wie jeder andere Stromverbraucher auch) zahlt sich jetzt schon dumm und dämlich für den alternativen Ökowahn. Vielleicht können Eure Eltern das alles finanzieren, Jan-Niklas, Karl, Konstantin, Richard, Josefine und Hendrik. Meine sind beide Rentner und haben zusammen 1550 Euro Rente nach zusammen 85 Arbeitsjahren.

20   |  21     Login für Vote
12.03.2019, 11.00 Uhr
Alanin | Leider...
...sieht man an den Aussagen, dass Christian Lindner Recht hat...

Auf der einen Seite auf die Wirtschaft und deren Interessen schimpfen, nächsten Satz aber fordern, dass die Straßenbahn nur noch einen Euro kosten soll und im übernächsten davon reden, dass man auch nur noch Ökostrom dafür benutzt...

Geld, welches ein zentraler Grundpfeiler für alle diese Forderungen ist, kommt nicht aus dem Portmonee und der Strom nicht aus der Steckdose. Irgendwer muss all diesen Spaß finanzieren.

Und nur weil das, im Vergleich zur restlichen Welt, kleine Deutschland anfängt seine Wirtschaft total an den Rand der Rezession und sicherlich auch bald darüber hinaus zu bringen, wird sich absolut überhaupt nichts ändern.

Umweltschutz ist richtig und wichtig. Aber es muss auch umsetzbar sein und man darf bei all dem nicht allein den Umweltschutz in den Vordergrund stellen, man muss in einem Gebilde wie einer gesamten Volkswirtschaft ein paar mehr Bereiche in Betracht ziehen. Neben dem Umweltschutz gibt es nämlich auch noch sowas wie die Wirtschaft, die genauso wichtig ist wie der Umweltschutz.

13   |  16     Login für Vote
12.03.2019, 11.39 Uhr
Flitzpiepe | Es gibt mir Hoffnung
dass diese junge Generation endlich begriffen hat, dass ein 'Weiter so' der Nörgler und Alanins dieser Welt (ich sage bewusst nicht 'dieses Landes') in die globale Katastrophe führen wird. Nicht in den nächsten 50 Jahren aber trotzdem zeitnah und unumkehrbar, wenn wir nicht endlich mehr dagegen tun. Das Tempo des Umbaus, mit dem die aktuellen 'Profis' dieser Welt (Lindner ist kein Profi sondern ein Selbstdarsteller) derzeit arbeiten, ist einfach zu langsam. Freiwilligkeit hilft uns nicht mehr weiter.
Natürlich sind 16jährige keine Profis.
Natürlich sind die Themen alle sehr komplex.
Natürlich werden die persönlichen Einschnitte spürbar sein.
Und die, die jetzt gegen das Aufbegehren des Jugend wettern, haben Angst ihren jetzigen Status nicht wahren zu können - nach dem Motto 'Nach mir die Sintflut'.
Macht weiter so und lasst euch nicht von den Nörglern dieser Welt davon abbringen!

13   |  7     Login für Vote
12.03.2019, 11.58 Uhr
N. Baxter | was soll der Quatsch?
es gibt ein Schulgesetz. Also in der Freizeit können die machen was sie wollen...

11   |  15     Login für Vote
12.03.2019, 12.16 Uhr
Flitzpiepe | Das ist mir neu
dass sich Bürger dieses Landes strikt an die Gesetze halten.
Selbst die Profis tun das nicht.
Und die Schulen selber an das Schulgesetz schon gar nicht.
Wenn die Schüler das am Wochenende machen würden, würde das keinen Profi irgendwie jucken.
Arbeitnehmer streiken auch nicht in der Freizeit.

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12.03.2019, 12.25 Uhr
Jörg Thümmel | Wie weit es mit dem klimaneutralen Öffi
und dessen Nutzung dann in der Praxis her ist, kann man täglich früh morgens vor dem Herder- und Humboldtgymnasium beobachten, wenn sich die Karawane der SUV Muttitaxis, der wohlbehüteten Kinder aus gutbetuchten Elternhaus dieselnd ihren Weg durch die Altstadt bahnt, um die Sprößlinge ihren Streikauftrag zuzuführen.

In China gehen dabei derweil die Kinder fleißig zur Schule, um sich in der Realität fit zu machen, für die Herausforderungen, die die Zukunft so mit sich bringen wird und erarbeiten sich damit einen, nicht zu unterschätzenden Bildungsvorteil gegenüber Kevin, Malte-Torben und Fiete-Niklas.

Hauptsache, man rennt der neuen Hybis hinterher und zahlt zukünftig fleißig seinen Ablassbrief in Form von Klimazertifikaten, an deren Handel ja die Eltern der heiligen Klimaria aus dem Pippiland über die börsennotierte Firma "Wedonthavetime AB" offensichtlich beteiligt sind.

Wie hieß es im Mittelalter schon so schön; "Die Münze in dem Beutel klingt, die Seele in den Himmel springt".

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12.03.2019, 13.07 Uhr
Realist 1.0 | würden die Schüler es wirklich ernst meinen würden müssten sie
auf ihre ganzen geliebten Konsumgüter, mal für mehr als ein Monat verzichten wie Handys, Computer und ihre industriell gefertigte Kleidung, das würde bedeuten sie müssten in Leinensäcken demonstrieren. Zu dem Thema Kleidungsindustrie gibt es ja genügend Dokus.Ich frage mich zu dem, ob sie in der Schule oder mit ihren Eltern das Thema Strompreise schon einmal diskutiert haben und wie dieser sich im einzelnen zusammensetzt, dann würden sie erkennen in wieweit die Ököstrom-Umlage und die einzelnen Steuern sich auf den Strompreis auswirken und dieser Strompreis schlägt z.B. der Öffentliche Verkehr auf die Preise um. Vielleicht wäre wen sich die lieben Schüler mal einen oder mehrere Aktionstage machen würden, wo sie Industrie Betriebe in Nordhausen und den angrenzenden Bundesländer Besuchen und sich mal mit den Pendler unterhalten, und zuhören was diese zu den Benzinpreisen sagen( mal ganz zu schweigen was unsere Weltfremde Umweltministerin Schulze im ihrer CO² Steuer in den Ring geworfen hat), zudem Pendeln diese Menschen nicht aus jukz und dahereil oder weil sie lange weile haben, sonder weil sie Rechnungen von ihren Löhnen zahlen müssen. Meiner Meinung nach Her Linder( Ob wohl ich ihn und seine Partei absolut nicht ab kann) mit seiner Aussage Recht gehabt, das die Schüler bitte schön in ihrer Freizeit Demostrieren sollen und nicht während der Schulzeit.

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12.03.2019, 13.18 Uhr
Leser 3421 | Ahnungslosigkeit
Es kommt aber keiner von den Erziehungsberichtigten einmal auf die Idee, den Kindern die Welt richtig zu erklären.
Schlimm ist, dass sich Kinder hier aus Unwissenheit von einer bestimmten politisch, ideoligisch motivierten Kaste instrumentalisieren lassen.
Aber noch schlimmer ist, dass diese erbärmlichen Weltverklärer Kinder in diesem Alter benutzen, um ihr perfides Spiel zu spielen. Die Krönung des Ganzen gipfelt dann mit dem höchstpersönlichen Ritterschlag des amtierenden Grüßaugusts. Irre, was hier mittlerweile möglich ist.

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12.03.2019, 13.35 Uhr
Paulinchen | Es ist noch nicht...
... lange her, da waren in unserem Lande Eltern und Schüler auf der Straße und demonstrierten gegen den hohen Unterrichtsausfall in den Schulen.
Schon bemerkenswert, wie schnell sich doch die Meinungen ändern können. Aus meiner Sicht, ist diese Form von Meinungsäußerung der Schüler einfach nur unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht. Mögen sie doch eine Petition verfassen, diese von allen, die gleicher Meinung sind, unterschreiben und die gesammelten Werke beim Bundestagspräsidenten in Form einer Länderdelegation persönlich abgeben. Bin ja gespannt, was die Eltern im Juni den Schulen vorhalten, wenn der Sprössling auf Grund schlechter Noten vielleicht dass Klassenziel nicht erreicht hat.

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12.03.2019, 13.43 Uhr
Dixon | Interessant!
Ein Blick auf das Bild reicht völlig aus, um zu erkennen auf welchen Mist dieser Mist gewachsen ist!
Weltladen! Sagt schon alles!
Die können nur Kinder zur Front schicken!

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12.03.2019, 13.57 Uhr
N. Baxter | Demo der Dummheit
"Wir halten es da mit Greta Thunberg: "Warum für eine Zukunft lernen, die es so nicht mehr geben wird", sagt Jan-Niklas [...]"

Ich frage: Warum noch Arbeiten gehen, noch Steuern zahlen, warum noch an Gesetze halten wenn sowieso alles den Bach runter geht??? Hey Leute, die apokalyptischen Reiter sind noch mehr als eine Armlänge entfernt.

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12.03.2019, 14.09 Uhr
Paulinchen | Ist schon mal jemand...
... aufgefallen, dass es hier jemand gibt, der nichts weiter zu tun hat, außer die Kommentare mit dem Daumen nach unten zu bewerten?

Das hat etwas von wenig Verstand in der Sache zu tun! Also eher doch nur Kinderverstand.

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12.03.2019, 14.12 Uhr
Alanin | ...wo habe ich denn...
...von einem blinden weiter so geschrieben?

Ich bin auch für Umweltschutz, aber doch bitte nicht um jeden verdammten Preis. Man kann sich sicherlich hinstellen und fordern, dass die Straßenbahn einen für einen Euro durch die Stadt kutschiert und das ganze noch mit den lokalen Windrädern oder der Biogasanlage gespeist wird, aber wie soll das ganze denn wirtschaftlich funktionieren? Der öffentliche Nahverkehr ist Stand heute schon ein reines Zuschussgeschäft.

Wer hat denn initial das Geld in die Hand genommen und Solarmodule "erfunden", wer liefert die Technik für die Turbinen der Windräder? Das sind Firmen aus der privaten Wirtschaft und wenn ich die private Wirtschaft dahin bringe, dass sie nichts mehr abwirft bzw. überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig ist, dann wird es keine Zukunft geben in der Deutschland überhaupt noch einen Einfluss auf irgendetwas haben wird...

Wenn ich mir überlege warum wir gerade den Diesel wegen NOX so verteufeln und abschaffen. Das war wegen der Kurzsichtigkeit und dem ignorieren von Profis von ein paar grünen Fanatikern, die einen erbitterten Kampf gegen Feinstaub geführt haben. Ergebnis dessen war, dass man im Motor heißer verbrennt und damit auch den Feinstaub, nur leider entsteht massig viel NOX. Dass sich hinterher herausgestellt hat, dass das ganze Thema mit dem Feinstaub nur blinder Aktionismus war, konnte ja niemand ahnen. Denn der gemessene Feinstaub kommt nicht vom Straßenverkehr und nicht von der Verbrennung.

Und was war das Ergebnis? Massig viel NOX und nicht weniger Feinstaub. Einwände von führenden Forschern in diesem Gebieten waren total egal und werden bis heute verschwiegen.

Ja, Umweltschutz ist verdammt wichtig und wir müssen auch zusehen, dass wir GLOBAL den Mist endlich ordentlich eingetütet bekommen. Aber blinder Aktionismus hilft niemandem weiter. Vielmehr muss den Leuten, nicht nur den Schülern, vermittelt werden, dass ein Thema wie der Umweltschutz im Kontext einer Volkswirtschaft ein hochkomplexes Thema ist und bevor man hier nicht alle Gesichtspunkte beleuchtet ist alles nur blinder Aktionismus ohne Hand und Fuß.

Kernkraftwerke abschalten, haben wir gemacht. Langfristig ein Ziel, dass man sehr gut finden kann. Mittel- und kurzfristig total dämlich. Um unsere AKW zu kompensieren lassen wir uns Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland liefern. Und wenn man bedenkt, dass Deutschland die weltweit sichersten AKW hatte. Ich bin ja gespannt wer sich an der Grenze einfindet, wenn es darum geht die Wolke wieder zurück nach Polen zu pusten, sollte es mal dazu kommen.

Oder die Forderung auf fossile und nukleare Energie komplett zu verzichten, sicherlich ein tolles Ziel. Nur leider liefern weder Wind, noch Sonne Strom der unsere Netze allein stabil laufen lassen kann. Wir benötigen nämlich 50hz und die möglichst stabil. Und die bekommen wir aktuell nur, weil wir noch genug steuerbare Energielieferanten haben. Früher musste ein paar mal in einem gesamten Jahr eingegriffen werden um die Stabilität im Netz aufrecht erhalten zu können. Heute passiert das mehrmals täglich und es wird immer schlimmer.

Ja, wir müssen definitiv von fossilen und nuklearen Brennstoffen weg, aber es muss doch unbedingt technisch und auch wirtschaftlich machbar bleiben. Und die Forderung nach Augenmaß sollte doch Bitteschön erlaubt sein... Ansonsten driftet man wieder ganz schnell in blinden Aktionismus ab...

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12.03.2019, 14.41 Uhr
Herr Schröder | Flitzpiepe
hat völlig Recht! Diese jungen Leute stehen auf und kämpfen für ihre Ziele! Sie könnten sich auch, versteckt hinter der Anonymität der sozialen Netzwerke oder dieser Zeitung, bequem vom Sofa aus äußern. Aber nein, sie stehen auf, zeigen Gesicht um für ihre Meinung einzutreten! Für eine bessere, gerechtere Welt! Gut so! Das sich hier einige darüber aufregen, dass die Demos während der Unterrichtszeit stattfinden, halte ich für Alibi Argumente! Der Jugend wird doch oft genug vorgeworfen, nur noch mit dem Handy herum zu daddeln oder vor dem Computer zu hängen. Andersherum scheint es auch wieder nicht allen zu passen.
Euch sechs und dem Rest viel Erfolg! Lasst euch nicht unterbuttern! Wir sind 89 auch auf die Straße gegangen und haben etwas erreicht! Nur von dummen Sprüchen allein wird die Welt nicht besser. Und das sich etwas ändern muß sollte eigentlich jedem klar sein!

@Dixon
Der Weltladen ist nicht das schlechteste was Nordhausen zu bieten hat!

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12.03.2019, 15.07 Uhr
Kartoffelschäler | Vergiftete Diskussion
Ich finde es gut, dass es Personen gibt, die auf das Problem Klimawandel medienwirksam aufmerksam machen. Es ist sehr schade, dass den Schüler hierbei fragwürdige Absichten unterstellt wird. Das zeigt nur wie vergiftet das Thema hier in Deutschland behandelt wird. "Schüler, die gegen den Klimawandel demonstrieren? Die wollen doch nur die Schule schwänzen!" ist einer der häufigen Kommentare unter den Artikeln, die über dieses Thema berichten. Es ist sehr frustrierend, dass das Thema Klimawandel dann nur im Nebensatz diskutiert wird. Es ist ein internationales Problem. Ein Problem, dass vor allem unseren Nachfahren das Genick brechen wird. Ein Problem, dass JETZT angegangen werden muss. Nun ist die Politik an der Reihe, die Weichen zu stellen. Man sollte hier auf Experten hören und nicht auf die gefühlte Wahrheit einer bestimmten blauen Partei.

Viele Grüße
Euer Kartoffelschäler

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12.03.2019, 15.12 Uhr
Realist 1.0 | @Flitzpipe warum
sollen bitte schön Menschen die am unteren Bereich der Leiter stehen noch mehr persönliche Einschnitte hinnehmen. Was bringt es bitte wenn Deutschland alles Ausreizt was den Umweltschutz angeht, und die Polen,Russen, Chinesen und die Amerikaner machen heiter weiter wie bis her. Da brauch man nur Polen als Beispiel nehmen, als in Polen die UN Klimakonferenz stattgefunden hat, da wurde auch bekannt gegeben das Polen ein neues Riesen Kohlekraftwerk bauen will.Also was bringt es bitte schön wen wir Deutschen uns selbst geißeln und auf alles verzichten und dem größten Teil der Welt geht es am allerwertesten vorbei.

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12.03.2019, 15.25 Uhr
eduf | Dumm bleiben fürs Klima
Mich würde mal interessieren ob diese Schüler wissen, das CO2 früher auch einmal Kohlendioxid hieß, wieviel sich davon in unserer Atemluft befindet und wieviel Deutschland gemessen an dem Rest der Welt davon produziert. Auch würde mich interessieren, ob sie wissen, dass Kohlendioxid das Pflanzenwachstum beeinflusst bzw. erst ermöglicht. Das Wissen, dass durch die Pflanzen überlebenswichtiger Sauerstoff produziert wird, scheint auch nicht vorhanden zu sein.
Wahrscheinlich haben sie Physik, Chemie und Biologie abgewählt und machen nach ihrem Abitur irgendwas Soziales oder brechen das Studium ab und gehen in die Politik.

eduf

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12.03.2019, 15.54 Uhr
Mueller13 | Liebe Protestierende (korrekt gegendert?)
Wenn das gesamte Establishment von der Kanzlerin, über den Präsidenten bis hin zur Justizministerin Euch zu dieser Aktion beglückwünscht, dann solltet Ihr misstrauisch werden.
Vielleicht seid Ihr in diesem Spiel einfach nur die "nützlichen Idioten"... ist aber nur so ein Gedanke ;-).

PS: wer ist überhaupt der Adressat dieses Protests?

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12.03.2019, 16.12 Uhr
Jörg Thümmel | ich würde ja zu gerne sehen,
wie doof Kevin, Tim-Malte und Björn aus der Wäsche schauen, wenn ihnen Mutti und Vati erklären, dass Dank der CO2 Steuer leider der Jahresurlaub auf Malle ins Wasser fallen muss und die Reichweite des E-Mobiles leider auch keinen Ausflug an die Ostsee zulässt.

Nichts gegen das Engagement Jugendlicher, nur sollte man mal genauer hinschauen, vor welchen Karren man sich da spannen lässt und was die Hintermänner der heiligen Gretel da so treiben. Da hilft dann auch eine halbseidene Erklärung nichts mehr, man habe nichts mehr mit der Firma "Wedonthavetime AB" zu tun, die zum einen in den letzten Monaten zum einen Greta medial promotet hat und in deren Vorstand der Vater von Greta saß und zum anderen seit Emission ihrer Aktien einen guten Schnitt gemacht hat.

Genauso seltsam ist es dann auch, das just in dem Moment, in dem die Gretel beschließt fürs Klima dumm zu bleiben, ihre Mutter medienträchtig ein Buch über Gretel veröffentlicht.

Am Ende bleibt es halt ein gutes Geschäft mit der Angst.

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12.03.2019, 16.55 Uhr
Fönix | Pro und Kontra gleichermaßen
Diese Proteste sind im Grundsatz berechtigt und dringend notwendig, weil:

• die individuelle sowie die willkürliche und die organisierte industrielle Vermüllung unserer Umwelt regional und global schon längst irreversible Ausmaße angenommen hat und sofort jede mögliche Maßnahme zur Eindämmung mit größtem Nachdruck eingefordert werden muss
• die Menschen als Lebensform bzw. die sie repräsentierenden Institutionen sich bisher noch nicht einmal ansatzweise Gedanken darüber gemacht haben, wie eine nachhaltige umweltgerechte Zukunftsstrategie ganzheitlich (also für die Gesellschaft und die Wirtschaft gleichermaßen) global organisiert und umgesetzt werden kann
• bisher niemand bereit ist, politisch und gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen um die erforderlichen Maßnahmen auch mit Nachdruck umzusetzen; das fängt beim Ordnungsamt an und hört bei der UNO noch lange nicht auf
• diese Verantwortung als Grundvoraussetzung unbedingt eingefordert werden muss, denn wir werden keine zweite Chance bekommen; wenn wichtige Lebensgrundlagen in der Atmosphäre und in der Geosphäre immer schneller und unwiederbringlich verloren gehen, werden immer mehr biologische, physikalische und chemische Grundfunktionen ausfallen und es wird sehr zügig sehr ungemütlich auf diesem Planeten (Die Wüsten und Halbwüsten sind gnadenlos auf dem Vormarsch und Geld kann man bekanntlich nicht essen!)

Die von Greta Thunberg ausgelösten Proteste lehne ich in dieser Form ab, weil:

• weil sich Frau Thunberg und ihre Mitstreiter in ihrem jugendlichen Überschwang offenkundig gar nicht der Tatsache bewusst sind, dass sie mit ihren Aktionen und Forderungen gegen die älteren Generationen perfekt das Machtprinzip "Teile und Herrsche" bedienen und sich damit zum Knecht derer machen, die in erster Linie für die massiven Umweltbeeinträchtigungen verantwortlich sind; die jungen Umweltaktivisten ahnen offensichtlich nicht einmal, dass sie nur aus diesem Grund nicht nur geduldet, sondern von den Mächtigen sogar hofiert und forciert werden
• das Streitpotential auf einen Generationenkonflikt projiziert wird, der nicht ursächlich ist für das Problem und erst recht keinen tragfähigen Lösungsansatz bietet; wir haben nur eine Erde und die muss gleichermaßen für jung und alt lebenswert sein; gestalten lässt sich das nur miteinander und nicht gegeneinander
• sie keine selbstkritischen Aspekte in ihre Argumentationen pro und kontra der Verantwortlichkeit der verschiedenen Generationen einbringt, obwohl gerade junge Menschen, und beileibe nicht nur in Deutschland, die Unart besitzen, alles, was sie nicht mehr brauchen, genau dort stehen oder fallen zu lassen, wo sie sich gerade aufhalten.
• keine wirklich belastbaren Lösungsansätze beschrieben werden; es wird wie so oft gegen etwas protestiert, ohne konkret zu sagen wie ein "dafür" aussehen und funktionieren könnte; dabei spreche ich noch gar nicht von technisch, technologisch und wirtschaftlich realisierbaren Systemen z.B. für die globale Energieversorgung

Auf diesem Niveau sind die Proteste für mich eher Kindergartengeplänkel, was angesichts der prekären ökologischen Entwicklung unseres Planeten problematisch zu bewerten ist, denn wir brauchen ernstzunehmende zielstrebige und nachhaltige Aktivitäten. Wenn die "Thunberg-Proteste" eine Entwicklung in diese Richtung tatsächlich anschieben, würde mich das sehr wundern, aber natürlich auch sehr erfreuen!

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12.03.2019, 17.19 Uhr
Flitzpiepe | @Realist 0.01
Menschen, die nach Ihren Worten 'am unteren Ende der Leiter stehen' werden natürlich keine persönlichen Einschnitte mehr hinnehmen müssen. Wo von denn?
Denen reicht es nämlich und die machen sich auf den Weg zu uns nach oben.
Wir in Deutschland stehen nämlich nicht 'unten an der Leiter'. Wir sind oben an der Leiter und viele tun alles dafür dort oben zu bleiben und niemanden hoch zu lassen.
Ich würde trumpen dazu sagen oder 'Deutschland zuerst'.
Sie gehören wohl auch dazu und blenden völlig aus, dass es dieser Bewegung in jetzt schon 50 Ländern nicht um Deutschland bzw. ihr Land geht sondern um unseren Planeten.
Aber so einen weiten Horizont haben die nörgelnden Kommentatoren (nicht nur hier) leider nicht.

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12.03.2019, 17.21 Uhr
Flitzpiepe | @Paulinchen
Ich kann Ihre Kommentare leider nur einmal disliken.

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12.03.2019, 18.06 Uhr
Realist 1.0 | @Flitzpiepe erweitern sie erst mal ihren Horizont
Es gibt in Deutschland Menschen die 2 bis 3 Job ausüben um über die Runden zu kommen und ihre Rechnungen zu zahlen, nur weil sie nicht zum Amt rennen wollen.Das Deutschland unten an der Leiter steht habe nicht behauptet, sondern das es in Deutschland genug Menschen gibt, die an der unteren Leiter stehen, und die garantiert erfreut wen es noch eine Umweltsteuer oder eine Umwelt Umlage geben würde nur damit die Bundesumweltministerin Frau Schulze sich einen Heiligenschein aufzusetzen kann.

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12.03.2019, 18.57 Uhr
Herr Schröder | Realist 1.0
Da haben sie nur teilweise Recht! Denn den Menschen, die bei uns ganz unten an der Leiter stehen geht es immer noch besser als denen die in den Ländern der dritten Welt die von Umweltkatastrophen geplagt sind. Ich bin mit nichten ein Anhänger der Linken, aber ein Gregor Gysi hat einmal sinngemäß gesagt: "Wir müssen die Probleme in der dritten Welt lösen, sonst kommen die Probleme zu uns!" und da hat er Recht wie man sieht!

Die Fluchtursachen bekämpfen, den Menschen da unten helfen damit die nicht flüchten müssen! In Europa die Grenzen schließen ist das eine, wir müssen aber weiterdenken und nicht an der eigenen Grenze aufhören zu denken und zu handeln. Die Welt ist tatsächlich rund und nicht eine "deutsche" Scheibe. Wer sagt, dass da unten geht mich nichts an, der braucht sich nicht wundern wenn die von da unten plötzlich vor der eigenen Tür stehen!

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12.03.2019, 19.14 Uhr
Mueller13 | @ Flitzpiepe (nomen est omen): bitte Hirn einschalten
Danke, dass Sie den globalen Aspekts des Themas ansprechen.
Meinen Sie ernsthaft, dass wir die Welt retten, wenn wir unsere sicheren Atomkraftwerke abschalten?
Meinen Sie ernsthaft, dass wir die Welt retten, wenn wir unsere 10 Kohlekraftwerke abschalten, während derzeit 1400 weltweit in Planung sind?
Meinen Sie ernsthaft, dass wir die Welt retten, wenn wir unsere hochmodernen Diesel nicht mehr in die Städte lassen, während wir wissen, dass 17 Containerschiffe mehr Schadstoffe rausblasen als alle Autos der Welt zusammen?
Meinen Sie ernsthaft, wir retten die Welt, wenn wir unsere Automobilität auf Elektro umstellen, obwohl weder das Stromnetz das erlaubt, noch die Ressourcen (Kobalt, Lithium) grundsätzlich vorhanden sind?
Meinen Sie ernsthaft, dass wir die Welt retten, wenn wir sämtliche Landschaften Deutschlands verspargeln, obwohl wir wissen, dass dies keine sichere Versorgungsquelle ist?
Meinen Sie ernsthaft, wenn wir unseren lokalen Nutzwald dem Zugriff der Holzwirtschaft entziehen (Wildnis), retten wir auch nur einen Baum auf der Welt?

Ich bin sicherlich kein Freund von Christian Lindner (er ist ein Blender), aber wie er fordere ich, dass wir unser Gehirn bei solchen Entscheidungen einschalten und uns nicht von irgendwelchen romantischen Idealvorstellungen leiten lassen.

Und ja, diese Schüler haben ein eingeschränktes Wissen vom Leben, der Wirtschaft und der Umwelt. Sie sind idealisiert und versuchen jetzt im Sinne eines trotzigen Kindes etwas durchzusetzen, was
- inhaltlich weder definiert ist,
- noch einen Adressaten hat.

Was genau wollen die Schüler bei wem erreichen?

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12.03.2019, 19.21 Uhr
Realist 1.0 | @Herr Schröder
da stell ich mir die Frage warum es in Deutschland ein Entwicklungshilfeministerium gibt, wo jedes Jahr mehre Hundert Millionen Euro in Entwicklungsländer gepumpt werden.

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12.03.2019, 19.37 Uhr
Dogmen | Soviel zur Verfassungstreue
Da machen ein paar junge Menschen von ihrem in der Verfassung verbrieften Demonstrationsrecht gebrauch und eine Korona von Muellers, Thümmels, Baxters, edufs...möchten ihnen dieses Recht einfach nehmen. Diese Typen sollten einmal unsere Verfassung, das Grundgesetz, lesen, begreifen und akzeptieren, sonst sieht es schlecht aus mit der Verfassungstreue. Diese Leute haben eine seltsame Einstellung zum Rechtsstaat. Recht und Gesetz gilt nicht nur für sie.

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12.03.2019, 19.38 Uhr
Mueller13 | @ Schröder: da übernehmen wir uns
Sie werden so oder so vor unserer Tür stehen. Das ist ganz einfache Mathematik. Afrika verdoppelt sich einwohnertechnisch alle 25-30 Jahre. Afrika kann soviele Menschen nicht ernähren. Afrika treibt genau wie weite Teile Asiens Schindluder mit seiner Natur.
Was genau stellen Sie "die Fluchtursachenbekämpfen" vor? Wie wollen Sie die Probleme Afrikas lösen, ohne eine Art Kolonialismus? Ohne strikte Bevormundung? Einfach Kohle nach Afrika pumpen? Die Warlords werden sich freuen.
Wir hatten halbwegs entwickelte Gebiete in Afrika:
Südafrika: auf den Weg in ein "Shithole", die Buren werden systematisch vertrieben,
Simbabwe: früher die Kornkammer Afrikas, dann hat man die weißen Siedler vertrieben, jetzt ist es das Armenhaus Afrikas.

Wir lösen auch kein Problem, wenn wir eine massenhafte Zuwanderung zulassen. Wir weiten das Problem nur auf Europa aus.
Ich denke ein Zaun, so 6-10Meter hoch, an der europäischen Grenze ist nicht die schlechteste Idee. Wenn wir den Zaun gebaut haben, können wir weiterreden.

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12.03.2019, 19.46 Uhr
Ndh09 | Großartige Aktion
Seid laut für eine umweltfreundliche und damit attraktive(re) Stadt!

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12.03.2019, 20.24 Uhr
Dixon | AHA
So rein UNPolitisch scheint die ganze Aktion garnicht zu sein! Der Jan-Niklas ist ein Paradebeispiel!
Beisitzer bei SPD Nordhausen
Beisitzer bei Jusos Nordhausen
Stellvertretender Schülersprecher bei Staatliches Gymnasium Wilhelm von Humboldt

Sagt schon in welche Richtung diese Aktion gehen soll.
Wählerstimmenfang!

16-Jährige dürfen ja nun in Thüringen wählen!
Und wer hier trollt zeigt sich gerade.
Daumentrolle sind unterwegs!

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12.03.2019, 21.06 Uhr
Dixon
Der Beitrag wurde deaktiviert.
12.03.2019, 21.58 Uhr
Flitzpiepe | @Dixon: Nicht Ihr Ernst?
Das Niveau sinkt ja hier schon wieder ins Unterirdische, wenn man keine anderen Quellen als die BILD 'Zeitung' für so einen Unsinn vorweisen kann.
Als Nächstes kommt dann der Postillon!?

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12.03.2019, 22.34 Uhr
Alanin | Da wird man echt bekloppt...
Nur weil die Quelle die BILD ist, ist eine Aussage falsch?

Benutzen Sie das Internet, damit den richtigen Suchbegriffen ist die Trefferliste voll von dem Bullshit denn Herr Janecek da abgelassen hat. Selbst seine eigene Seite taucht recht weit oben auf.

Aber Hauptsache erstmal am Thema vorbei kritisiert?! Nun gut, passt ja wunderbar ins Bild. Hauptsache gegen alles und jeden runter machen, zur Not halt in die AfD Ecke verorten, haben wir hier im Artikel zum Glück noch nicht, aber kommt bestimmt auch noch.

Hatte heute im Spiegel (hoffentlich zählt der als Quelle für Sie, ich hab ja schon ein bisschen Angst) einen Artikel über einen Verein gelesen, der sich in einer Petition gegen gegenderte Sprache einsetzt. Unterschrieben als Erstzeichner hatten da unter anderen Dieter Nuhr und Didi Hallervorden. Der Autor stellte dann, auf Grund der Zeichnung gleich mal die Nähe zur AfD her, einzig die Zeit für den Mitgliedsantrag hätte gefehlt.

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13.03.2019, 00.14 Uhr
Harzkind | Immer die gleichen Totschlagargumente wirken irgendwann verzweifelt.
Es ist einfach nur erbärmlich, wie hier von einigen versucht wird den jungen Menschen die Fähigkeiten des selbstständigen Denkens abzusprechen, nur weil es manchen Kommentatoren nicht in ihr eigeschränktes Weltbild passt. Immer wieder wird von ihnen suggeriert, dass Deutschland das einzige Land sei, welches sich für den Klimaschutz einsetzen würde. Das ist nicht so und ich frage mich warum wir dann nur auf Platz 27 des Klimaschutzindex sind? Also ist es schonmal so, dass das Argument, dass nur Deutschland das Klima retten will, soll oder auch muss, schlichtweg nicht stimmt. Zum Thema Streik am Wochenede. Viele verwechseln hier gerne und bewusst Demonstrationen und Streik um ihre subjektive Meinung zu rechtfertigen. Es habdelt sich bei dieser Aktion um einen Streik und dieser soll halt durch nichterbringung einer Leistung Druck ausüben. Eine Demo würde keinen Politiker auch nur ansatzweise jucken. Somit ist dieses Mittel für diesen Protest gerechtfertigt. Und diese Kinder lernen an diesen Tagen nichts? Sie lernen zusammen für etwas einzusteihen. Sie lernen Verantwortung für etwas zu übernehmen. Sie lernen, dass Protest kein Spaziergang ist und mit Kritik und Anfeindungen umzugehen und diese für ihr Ziel zu ertragen. Sie lernen die Konsequenz für ihr Handeln zu tragen. Sie lernen, dass Neid, Hass und Missgunst unsere Welt zerstören und dass nur ein Miteinander zur Lösung von Problemen führen. Sie erkennen, dass sie auf der Welt nicht allein mit ihren Ängsten und ihren Ansichten sind. Sie lernen was Demokratie und Mitbestimmung heißt. Sie lernen sich und ihren Protest zu organisieren. Sie lernen mutig zu sein. Sie lernen, dass auch sie ihre Meinung äußern dürfen. Sie lernen, dass es mehr und wichtigere Dinge gibt als materiellen Status, Macht und Geld. Ich könnte noch zig Dinge benennen, welche die Jugendlichen genau durch diese Aktion lernen ohne auf der Schulbank zu sitzen. Sie lernen scheinbar so viel, was einigen hier mächtig Angst machen muss und sie dazu treibt diese Jugendlichen und ihren Protest klein und schlecht zu reden. Vielleicht ist es auch der Neid, dass Kinder und Jugendliche es vielleicht schaffen einen weltweiten friedlichen Protest zu organisieren, der für etwas gutes ist. Vielleicht ist es auch der Hass auf alle und jeden die grundlegend etwas gutes anstreben anstatt gegen etwas zu sein, der manche veranlasst ihr Ansinnen ins lächerliche zu ziehen. Auch wenn es ein paar Schüler geben sollte, denen die Freistunde wichtiger ist als das Anliegen der meisten Jugendlichen, ist das ok. Das schöne ist, dass all die entsetzten, erbosten, besserwissenden und hetzenden Kritiker dem Protest mit ihren Kommentaren und Postings noch mehr Aufmerksamkeit verleihen. Vielleicht schafft es diese Generation eine schlauer, bessere, verantwortungsvollere und friedlicher als die jetzige zu werden.

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13.03.2019, 05.43 Uhr
janko | @Dixon: BILDung...
Der von der BILD hochgeputschte Artikel ist fake.
In einem Interview sagte EIN Grüne-Abgerodneter lediglich, er findet einen Vorschlag eines Professors "interessant", dass jeder Bürger ein Budget an sechs Hin- und Rückflügen haben KÖNNTE, die man bei Nicht-Nutzung verkaufen könne. Was macht die BILD daraus? Einen "Bevormundungs-Anfall bei den Grünen". Und alle fallen darauf herein und macht wie Sie "ÖkofaschistenSPDGRÜNELINKE" daraus.

Das ist echt peinlich.

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13.03.2019, 07.05 Uhr
Petra G | Einfach mal drüber
nachdenken und nicht immer alles schlecht reden. Eigentlich sollten sich alle dieser Demo anschließen.

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13.03.2019, 07.09 Uhr
Jörg Thümmel | tja zum eigentsändigen Denken
gehört vor allem, erst einmal in der Lage zu sein, die anstehenden Probleme ganzheitlich beurteilen zu können.
Dazu bedarf es aber einer gewissen, naturwissenschaftlichen und ökonomischen Grundbildung um dies realisieren zu können.
Wiegesagt während in Asien die Kinder zur Schule gehen um sich den erforderlichen Wissensstand anzueignen, um auf die zukünftigen Probleme und Herausforderungen, die ,mit dem Klimawandel einhergehen, entsprechend reagieren zu können, zieht es die derzeitige Generation doch lieber vor, sich der Bildung zu verweigern und stattdessen in eine Mischung aus Populismus und apokalyptischer Grundstimmung zu verfallen.

Des weiteren, gehört zum hier vielmals beschriebenen, eigenständigen Denken eben auch, entsprechende realisierbare Lösungen anzubieten.
Stattdessen ergehen sich hier Jungpolitiker einer SPD in einem Querschnitt an populistischen Phrasen, die sich allesamt wie die Wasserstandsmeldungen der vergangenen drei Wochen aus lokaler Presse (Thema Gipsabbau, Strassenbahn) und den massenmedialen Ergüssen (Flugsteuer, CO2 Steuer, einem überhöhten WIR Gefühl als Ersatz für die individuelle Verantwortung) lesen und in anderer Form und anderen Kontext auch von einer AfD stammen könnten. Wenn immer im Deutschland der vergangenen 150 Jahre mit einem WIR argumentiert wurde und dabei ein angeblicher Konsens über das Individuum gestellt wurde, ist das Resultat bekannt.

Beim Thema Straßenbahnelektrifizierung nach Ilfeld kann man schön sehen wessen Lied der gute Jan-Niklas da singt und von welcher Seite ihm dieses Thema wahrscheinlich eingepflanzt wurde.
Natürlich geschieht dies auch hier ohne auch nur ansatzweise die dafür notwendigen, ökonomischen Randbedingungen überblicken zu können. 1,70€ für eine Strassenbahnfahrt sind zu teuer, zumindest teurer als die Fahrt mit dem Auto, gleichzeitig wird aber eine Elektrifizierung der Straba bis Ilfeld auf Basis von Ökostrom gefordert (der Strom für die Nordhäuser Straba wird übrigens bereits seit 100 Jahren mehrheitlich aus Wasserkraft mittels Pelton Turbine aus der Talsperre Neustadt gewonnen ). Freilich wird nicht ansatzweise erwähnt, wie eine entsprechende Elektrifizierung und Erweiterung des Netzes im zweistelligen Millionenbereich finanziert werden soll, ob dafür überhaupt Bedarf im Hinblick auf die Einwohnerprognosen für die zu erschließenden Gebiete besteht und diese Erweiterung überhaupt energetisch sinnvoll ist.

Für den geneigten Leser, sei ein Verweis auf einen FAZ Artikel genannt, der sich mit der deutschen Klimaria Luisa Neubauer (Grüne) und dem diametralen Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit ihres persönlichen Handels, ihrem persönlichen Ecofootprint, wie auch der Widersprüchlichkeit des Milieus aus dem sie kommt auseinandersetzt.

"Grüne, Klimaschützer und Vielflieger " FAZ vom 16.02.2019
https://edition.faz.net/faz-edition/wirtschaft/2019-02-16/6e470c6fad287dfe54d5f19dd471b2a7/

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13.03.2019, 07.47 Uhr
altmeister | Wo bleibt der persönliche Beitrag?
Was doch alles gelernt werden kann, wenn man nicht die Schule besucht! Da kann sich die Schule aber mal ein Beispiel nehmen und die Lehrinhalte sollten wohl überdacht werden, wozu Physik, Biologie, Mathematik, Chemie, da können diese wichtigen Erkenntnisse nun mal nicht vermittelt werden.
Mal ganz ehrlich, wenn nicht einmal Schüler eines Gymnasium in der Lage sind, die von Ihnen, @Harzkind, aufgeführten „Lerninhalte“ im täglichen Leben zu verinnerlichen, dann sehe ich einen großen Mangel an sozialer Kompetenz und Mündigkeit!
Zum Thema Streik ist in erster Linie festzustellen, dass es einer Grundlage entbehrt, da kein Tarifpartner vorhanden ist, die Pflicht zur Verhältnismäßigkeit nicht beachtet wurde, es sich also um einen wilden Streik handelt und keine Möglichkeit einer Schlichtung gegeben ist. Wie auch, es gibt keine Organisation als Ansprechpartner der „streikenden“ Seite und weiterhin keinen Adressaten des Streiks. Somit ist es also doch kein Streik, auch wenn es von den Schülern so genannt wird, sondern eine Demonstration während der Schulzeit.
Bei einer Verlagerung dieser Demos auf das Wochenende würde sich herausstellen, wie hoch das Interesse der Schüler wirklich ist, wenn Freizeit dafür genutzt werden muss! Das einzige, was diese Demos zeigen, ist, dass die politischen Ziele bestimmter Parteien ohne Diskussionsmöglichkeit vertreten werden, ohne dass die Schüler selbst in Umweltfragen ihre Möglichkeiten ausschöpfen durch Verzicht auf z. B. Urlaubsreisen, Handy, Computer, Markenklamotten, Automitfahrt usw.
Wer fordert, sollte zuerst bei sich selbst anfangen und persönliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Das allerdings scheint wieder zu weit zu gehen. Fragt mal die auf dem Foto abgebildeten Schüler und auch andere Mitaktionisten, wo im letzten Jahr und wo dieses Jahr Urlaub erlebt wurde und wird, welches Handy gerade aktuell genutzt wird, wo ihre Kleidung hergestellt wurde, welche Autos in der Familie genutzt werden…

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13.03.2019, 11.11 Uhr
Mueller13 | @ HarzKind: 90% Ihres Kommentars sind Polemik
Nein Deutschland ist nicht das einzige Land, welches Naturschutz betreibt, aber nennen Sie mir doch bitte ein anderes großes Industrieland, das
- seine Atomreaktoren stilllegt,
- seine Kohlekraftwerke stilllegt,
- seine Landschaft mit Windmühlen verspargelt,
- solche hohen Strompreise hat,
- Dieselautos die Zufahrt in Städte verbietet,
- soweit im Norden liegt und soviel Solarenergie erzeugt.
Bitte, nur eines.

Was den Klimaschutzindex betrifft:
das ist ein selbstgebasteltes Scoring eines Vereins. Als ich gesehen habe, dass Indien auf Platz 6 liegt, habe ich ihn wieder zugeklappt. Ich habe halb Indien bereist, das Scoring ist ein Witz.

Was den Streik/Demonstration betrifft: recherchieren Sie mal, wie Streik definiert ist und was er für Voraussetzungen hat. Wo ist der Tarifpartner?
Und erklären Sie mir bitte, welches konkretes Ziel der Streik hat und wer der konkrete Adressat des Streiks ist. Merkel, Steinmeier und Barley können es ja nicht sein, die haben sich ja schon solidarisch erklärt.

Und was die Schüler nicht alles Lernen, wenn sie nicht in die Schule gehen. Ja, alles nett. Aber nicht Bestandteil des Lehrplans. Die Fächer heißen Mathe, Bio, Deutsch, Physik usw.. Professionelle Streiker können wir auch später noch an den Unis ausbilden, da gibt es genügend Gender- und Sozialwissenschaften.

Was Ihre sonstige Polemik betrifft:
Nein, ich bin nicht verzweifelt (warum auch?).
Nein, mein Weltbild ist nicht eingeschränkt, ich habe nur eine andere Meinung.
Nein, ich habe keine Angst vor den Protesten (warum auch?).
Nein, ich bin nicht neidisch (worauf?).
Nein, ich spüre keinen Hass (warum auch?).
Nein, ich habe nichts gegen grundlegend Gutes, nur etwas gegen blinde ideologische Projekte.

Zitat HK: "Vielleicht schafft es diese Generation eine schlauer, bessere, verantwortungsvollere und friedlicher als die jetzige zu werden."
-> Das wünsche ich mir. Dazu benötigt es Bildung und Wissen und weniger Ideologie. Die letzten ideologischen Großprojekte (1933ff, 1949ff) in Deutschland sind krachend gescheitert, ich habe keine Lust, jetzt Teil eines grünen Ideologieprojektes zu werden.

Im übrigen: wenn man meint, dass die eigene Denkweise grundlegend die Richtige (die Gute) ist, hat man verloren. Genau das haben die Kollegen 1933 und 1949 auch gedacht.

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13.03.2019, 11.28 Uhr
Fönix | Umweltschutz ist unbestritten wichtig und existenziell, Bildung ist aber noch viel wichtiger!
Zitat Harzkind:
"Vielleicht schafft es diese Generation eine schlauer, bessere, verantwortungsvollere und friedlicher als die jetzige zu werden."

Da hab ich meine Zweifel, weil:

Zitat Jörg Thümmel:
"… zum eigentsändigen Denken gehört vor allem, erst einmal in der Lage zu sein, die anstehenden Probleme ganzheitlich beurteilen zu können.
Dazu bedarf es aber einer gewissen, naturwissenschaftlichen und ökonomischen Grundbildung um dies realisieren zu können.
Wiegesagt während in Asien die Kinder zur Schule gehen um sich den erforderlichen Wissensstand anzueignen, um auf die zukünftigen Probleme und Herausforderungen, die ,mit dem Klimawandel einhergehen, entsprechend reagieren zu können, zieht es die derzeitige Generation doch lieber vor, sich der Bildung zu verweigern und stattdessen in eine Mischung aus Populismus und apokalyptischer Grundstimmung zu verfallen."

Diesen Ausführungen stimme ich zu 100 Prozent zu. Im Zusammenschnitt vieler Gespräche mit Lehrern, Professoren und Unternehmern sind nicht nur unsere anarchischen, chaotisch organisierten Bildungsstrukturen problematisch, auch die Lernfähigkeit und der Wissensdurst unserer Kinder und Jugendlichen bewegt sich im Durchschnitt auf einem deutlich niedrigeren Level als beispielsweise bei den Asiaten. Vor unserer Haustür kann jeder der will beobachten, wie die asiatischen Studenten oft bis spät in die Nacht hinein lernen, während viele einheimische Kommilitonen im gleichen Zeitraum nach Vorlesungsschluss nicht nur ihren Freizeitvergnügungen nachgegangen sind, sondern oft auch schon den damit gelegentlich verbundenen Rausch ausgeschlafen haben. Nicht alle, aber viele. Und wer behauptet oder gar glaubt, das unsere Studenten den Stoff eben schneller begreifen, hat den Ernst der Lage noch nicht erfasst. Was diese Entwicklung für das Hochtechnologieland Deutschland letztendlich bedeutet, darf sich jeder selber ausmalen. In 20, 30 oder 50 Jahren werden die Umweltprobleme zwar gewaltig sein, aber die schwerwiegendsten Herausforderungen sind dann ganz anderer Natur. Erste zarte Eindrücke, von dem, was auf uns und die nachfolgenden Generationen zukommt, erhält man, wenn man sich die Worte eines schon im Rentenalter befindlichen Unternehmers und Eigentümers einer kleinen, aber feinen High-Tech-Firma auf der Zunge zergehen lässt: "Seit Jahr und Tag suche ich verzweifelt einen geeigneten Nachfolger. Zum wiederholten Mal musste ich jetzt einen ambitionierten Kandidaten nach Hause schicken, weil es an Wissen und Lernbereitschaft fehlte. Was sie nicht googlen können, glauben sie nicht."
Ganz nebenbei illustriert das auch die zweifelhafte Rolle der kleinen elektronischen Helferlein in der Ausbildung, zumindest in Bezug auf die heutzutage praktizierte Handhabung. Aber diese Thema ist nur ein Nebenkriegsschauplatz.

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13.03.2019, 12.02 Uhr
HUKL | War diese schwedische Schülerin vielleicht fremdgesteuert?
Mittlerweile dürfte die erst 15- jährige schwedische Schülerin schon weltweit bekannt sein, weil sie immer zu dem gleichen wöchentlichen Zeitpunkt mit ihrem Plakat vor das Parlament zieht, um für ein besseres Klima und natürlich auch für sich selbst Aufmerksamkeit zu gelangen!

Natürlich hat sie damit überraschend schon viel erreicht, doch geben diese nicht alltägliche Aktionen, die weltweit immer mehr Nachahmer fanden und noch weiterhin finden werden, auch Anlass für einige kritische Nachfragen.......Ohne alle Politiker in Schutz nehmen zu wollen, wird die als nicht gerade aufmüpfig erscheinende oben abgebildete Nordhäuser Gruppe, die ihre geplanten Aktionen ehrlicherweise zuerst als einen Jux bezeichneten, kaum zu einer kurzfristig zu erwarteten weltweiten Klimaveränderung beitragen können! Das dürfte jedermann hier und dort auch wissen. In der Gegenwart werden durch alle Medien bereits auf genügend derzeitige und unbedingt abzustellende bzw. zu reduzierende Missstände hingewiesen. So schnell können aber nicht die allgemeinen Wünsche, speziell dieser demonstrierenden jungen und noch relativ unerfahrenen Personengruppen, praktisch zeitnah in die Tat umgesetzt werden, weil allein nur regionale Veränderungen kaum die erwartete kurzfristige Wirkung herbeiführen können!

Die wie in einem Uhrwerk zusammenhängenden und nach und nach einzuleitenden technischen Veränderungen in globaler Hinsicht sollte man aber schon den gewählten Politikern überlassen, die doch nicht so einfach von den „Heranwachsenden“ plötzlich auszutauschen sind, da auch in diesem zarten Alter die verschiedensten Zusammenhänge noch nicht komplett zu erkennen sind und außerdem wissen sollten, dass es in der Welt noch wesentlich mehr und viel größere Probleme gibt! Der angestrebte Klimawandel ist ein wichtiges Problem, doch dürfen wir nicht einfach dabei die anderen verschiedenen Bereiche unserem Land dafür vernachlässigen! Wer aber mit den politischen „Volksvertretern“ in den verschiedenen Gremien sowie Parlamenten nicht mehr zufrieden ist, hat doch die Gelegenheit diese abzuwählen! Die entsprechenden und realen Anregungen der Jugend sind allerdings aber deshalb interessant, weil sie praktisch als Nebeneffekt auch auf Dinge im direkten Umfeld des normalen Lebens hinweisen, die relativ kurzfristig zu verändern wären!


Meine persönliche Meinung zur letzten Sendung des MDR, „Fakt ist“ in Erfurt zum gleichen Thema:
Wenn der Veranstalter als „Sprecher der Jugend“ am Tisch der direkten Gesprächsrunde z.B. einen 18- jährigen Schüler mit roter Strickmütze zulässt, ist man schon zu Beginn der Diskussion zur Vorsicht angeraten, weil dieser üppig gelockte „Endschüler“ , der ohnehin auch keine entsprechende Lösungsvorschläge unterbreiten konnte, dafür auffallend trotzdem von den scheinbar zusammengehörenden und nur auf die „schlafenden“ Politiker schimpfenden „Fans“ beklatscht wurde. Ehrlich gesagt, würde ich mir speziell diese junge Besuchergruppe, die dicht an der Grenze zwischen Wollen und Populismus nicht unbedingt als die kommenden Führungskräfte im Land wünschen........

Übrigens sollten die Demonstrationen und Proteste nicht nur an festgelegte - wie an den ungünstigen Freitagen - Zeiten gebunden sein, um an die Änderungen zu erinnern!

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13.03.2019, 13.36 Uhr
Dixon
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
14.03.2019, 10.01 Uhr
harztorIlfeld | Hass, Neid
manchmal kann man diesen Hass von Ihnen als Kommentatoren nicht mehr ertragen. Es ist schade für die Zukunft dieser Jugendlichen. Macht weiter so Kinder. Lasst Euch nicht verbiegen.

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14.03.2019, 10.19 Uhr
Mueller13 | @ Harztorilfeld: selbstgerecht und ohne Argumente
Wo ist der Hass? Wo ist der Neid?
Versuchen Sie hier einfach nur andere Meinungen in ein negativ besetztes Umgebungsfeld (neudeutsch framing) zu rücken?

Die Fraktion Pro Schülerdemo kann ja zur Abwechslung auf die vorgebrachten Argumente reagieren. Macht Sie aber nicht, wie immer in solchen Fällen wird sich ins Emotionale geflüchtet und man betrachtet sich selbst als "das Gute" und alle anderen als hassende Neidhammel.

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14.03.2019, 10.29 Uhr
Demokrit | 1400 Kohlekraftwerke in Bau oder Planung
sind es laut Handelsblatt weltweit. Da gehört schon eine gehörige Portion an Realitätsverweigerung dazu, um hier in Deutschland dagegen zu protestieren. China hat seinen CO2 Austoß in 26 jahren "todesmutig" fast verdreifacht.
http://www.cerina.org/de/laender-investitionen/co2-2016
Und dabei ist es wissenschaftlich höchst umstritten ob CO2 wirklich diesen angenommen Effekt auf unser Klima hat.
Ich bin dafür, in den Schulen ein Fach für kritisches Denken einzuführen.

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14.03.2019, 11.13 Uhr
Fönix | Wenn es möglich wäre, würde ich
Müller13 für seinen letzten Kommentar 111mal ein like geben !
Es war interessant zu beobachten, wie die Protagonisten der Streiks ganz schnell auf den nächsten Thread wechselten ("Ihr"), um den selben polemischen Quatsch auf's Neue in das Gefecht zu werfen. Ehrlicher, zielführender und glaubwürdiger wäre es gewesen, sie hätten sich den hier vorgetragenen Bedenken gestellt und eine Diskussion auf Sachebene geführt. Eine solche Diskussion scheint diese Mannschaft aber zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Für mich ist dieses Verhalten gleichermaßen bezeichnend und tragisch, denn im Grunde befürworte ich sachgerechten Umweltschutz ausdrücklich und räume ihm eine sehr hohe Priorität ein. So wie hier die selbsternannten Umweltaktivisten mit Worthülsen um sich werfen, geht der ganze Schuss gewaltig nach hinten los!

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14.03.2019, 13.18 Uhr
Paulinchen | Wenn das die Großtaten der Umweltschützer sind,...
... dann kommen bei mir erhebliche Zweifel an deren Vorstellungen in Sachen Umweltschutz auf.
Im Hambacher Forst hat die Polizei 50 frisch gefällte Bäume ausgemacht. Sie wurden nicht einmal fachgerecht gefällt, aber ihre Stämme werden zum Bau neuer Baumhäuser verwendet. Kann man daraus schlussfolgern wohin wir demnächst unsere neuen Wohnungen errichten sollen, wenn es nach den Vorstellungen der Grünen geht?

Mein Kompromissvorschlag an die Schüler, welche freitags jetzt immer demonstrieren möchten und nun auch ihre Eltern dazu einladen, wie wäre es denn, wenn der ausgefallende Unterricht am folgenden Samstag nachgeholt würde? Immerhin zahlen wir Steuerzahler die Bummelschichten vom Freitag. Wollen Sie später in ihrem Berufsleben dann auch nur verkürzt ohne Lohnausfall beschäftigt sein? Das sieht das kapiltalorientierte System sicher anders.

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