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Mo, 10:34 Uhr
25.02.2019
Nuklearmedizin am Südharz-Klinikum

Die Kür der Diagnostik

Etwas mehr als zwei Jahre sind nun vergangen, in denen die Nuklearmedizin am Nordhäuser Südharz Klinikum nicht nur schlichtweg umgezogen ist, sondern an ihrem neuen Standort all das leisten kann, was einst das Ziel dieses ambitionierten Vorhabens war. Ein Blick auf das, was inzwischen möglich ist...

Die Medizintechnik entspricht sowohl in der Hardware als auch in der Software modernsten Ansprüchen (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH) Die Medizintechnik entspricht sowohl in der Hardware als auch in der Software modernsten Ansprüchen (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH)

“Dieser Kraftakt hatte sich für alle gelohnt. Für unser Team, aber vor allem für die uns anvertrauten Patienten”, beschreibt der Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, Dr. med. Gert Zinger die aktuelle Situation.

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“In anderen Kliniken oder Zentren brauchen die Verantwortlichen mehrere Jahre, hier wurden unter anderem Planung, notwendige Genehmigungsverfahren sowie die Anschaffung hochmoderner Geräte in einem Jahr realisiert”, freut sich der Nuklearmediziner und ist damit zurecht stolz. Auch die vormals in 2000 errichtete nuklearmedizinische Station zur Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen wurde nachfolgend grundlegend modernisiert.

Die Medizintechnik, die in den zurückliegenden Monaten vom Südharz Klinikum angeschafft und etabliert wurde, entspricht sowohl in der Hardware als auch in der Software modernsten Ansprüchen und ist selbst in großen Universitätskliniken keinesfalls häufig in Deutschland zu finden. So können die 16 Mitarbeiter der Klinik für Nuklearmedizin zum Beispiel die Vorzüge des sogenannten SPECT/CT nutzen. Die Bilder, die bei diesem diagnostischen Verfahren entstehen, zeigen die Verteilung eines Radiopharmakons im Körper, mit denen zum Beispiel von einem Tumor befallene Bereiche des menschlichen Körpers sichtbar gemacht werden, aber eben mittels der integrierten Computertomografie auch gleichzeitig den Ort und die Art und Weise der baulichen Veränderung.

So ist eine sehr schnelle und vor allem präzise Diagnose möglich, die sogenannte Frühdiagnostik. Darunter verstehen die Fachleute die Erfassung funktioneller Vorgänge im Organismus. ”So entsteht jederlei Erkrankung zunächst im funktionellen Bereich, erst teils wesentlich später kommt es zu baulichen strukturellen Veränderungen. Deshalb steht den Medizinern am Südharz Klinikum die Fusionsdiagnostik, also sowohl die funktionelle als auch die baulich-strukturelle Abbildung des Körpers zur Verfügung”, beschreibt es Dr. med. Zinger.

Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, Dr. med. Gert Zinger (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH) Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, Dr. med. Gert Zinger (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH)

Es lassen sich jedoch mit den heutigen und in Nordhausen zur Verfügung stehenden Verfahren nicht nur bösartige Erkrankungen früh erkennen, sondern auch deren Therapieverlauf dokumentieren. “Wir hatten eine 17 Jahre alte Patientin, deren Lymphsystem unter Anderem von einem 20 Zentimeter großen Tumor im Brustbereich befallen ist. Nach nur wenigen Behandlungen konnte festgestellt werden, dass der Tumor auf 12 Zentimeter zusammengeschrumpft war und 90 Prozent seiner Stoffwechselaktivität verloren hatte”, erzählt der Nuklearmediziner. Er weiß aus seiner beruflichen Erfahrung heraus, dass derartige Dokumentationen von Therapieerfolgen nicht nur für die Behandler, sondern vor allem für die betroffenen Patienten ein ungeheurer Gewinn von Lebensqualität sind, der letztlich durch die effektiven Untersuchungen möglich wurde.

Die gesamte Neugestaltung der Nuklearmedizin am Südharz Klinikum in Nordhausen hatte rund 5,5 Millionen Euro gekostet. Aus Sicht der Mediziner, der Techniker sowie der medizinisch-technischen Assistenten, vor allem aber aus Sicht der Patienten eine lohnende Investition, mit der “die Kür der Diagnostik” ermöglicht wird, wie es Chefarzt Dr. med. Gert Zinger passend formuliert.
Autor: red

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