Sa, 09:49 Uhr
05.03.2005
Zum Geburtstag
Zum Geburtstag
Limlingerode (nnz). Die Lyrikerin Eva Strittmatter ist am 8. Februar 2005 fünfundsiebzig Jahre geworden. Was sich die lyrische Hauptstadt im Landkreis Nordhausen dazu hat einfallen lassen, das hat Heidelore Kneffel für die nnz aufgeschrieben.
Am Samstag (19.3.) wird es um 14.30 Uhr eine Lesung ihrer Gedichte, durchwoben von altnordischer Volksmusik, in der Lange Reihe 11 in Limlingerode geben. Die Veranstaltung mit Hedi Bialkowski, aus Artern stammend und mit mehreren Dichterlesungen bekannt geworden, gibt einen Überlick über das lyrische Schaffen von Eva Strittmatter. In einer nur scheinbar alltäglichen Sprache formt die Lyrikerin ungewöhnliche Bilder. Sie will von den Leuten verstanden werden, mit denen sie lebt. In den Briefen aus Schulzenhof schreibt sie: Ich hätte nicht gern, dass meine Nachbarin sagt: Sonst ist sie doch ganz normal.
Im ersten Teil ist eine Auswahl von Gedichten aus sieben Lyrikbänden (1973 – 1988) zu hören. Der zweite Teil macht mit Neuerscheinungen der letzten Jahre bekannt, dem Gedichtband Der Schöne (Obsession) (1997), in dem in beeindruckender Offenheit die Chronik einer flüchtigen, aber unerhört tief wirkenden Begegnung mit einem jüngeren Mann, dem Schönen, beschrieben wird. Liebe und Hass. Die geheimen Gedichte (2000), verwirrend und aufrüttelnd, bricht mit Tabus und Konventionen, entzaubert die Legende vom Schulzenhof. Hundert Gedichte (2001) enthalten 22 bisher nicht veröffentlichte, neueste Gedichte.
Aus Anlass des Geburtstages erschien im Aufbau – Verlag Berlin der neue Gedichtband: Der Winter nach der schlimmen Liebe, den es im Buchhandel für 12,50 Euro gibt.
Alt-finnische und alt-keltische Volkslieder begleiten die Gedichte, vorgetragen von Sonnhild Göbel. In idealer Weise ergänzen sich Lyrik und Musik auf der Leier.
Hedi Bialkowski, diplomierte Sprechwissenschaftlerin, arbeitete war nach ihrem Studium als klinische Sprechwissenschaftlerin. Neben dieser Tätigkeit nutzte sie Möglichkeiten, auch sprechkünstlerisch zu arbeiten. Seit einigen Jahren gestaltet sie eigene, sehr unterschiedliche Programme, die stets musikalisch begleitet werden. Für das Eva-Strittmatter-Programm Ich mach ein Lied aus Stille ... hat sie die Freizeitmusikerin Sonnhild Göbel gewonnen, eine promovierte Medizinerin. Alt-finnische und alt-keltische Volkslieder werden von ihr auf einer Leier gespielt, die in ihrer Form an die Kithara des alten Griechenland anknüpft und von ihrem Mann entworfen und gebaut wurde.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzLimlingerode (nnz). Die Lyrikerin Eva Strittmatter ist am 8. Februar 2005 fünfundsiebzig Jahre geworden. Was sich die lyrische Hauptstadt im Landkreis Nordhausen dazu hat einfallen lassen, das hat Heidelore Kneffel für die nnz aufgeschrieben.
Am Samstag (19.3.) wird es um 14.30 Uhr eine Lesung ihrer Gedichte, durchwoben von altnordischer Volksmusik, in der Lange Reihe 11 in Limlingerode geben. Die Veranstaltung mit Hedi Bialkowski, aus Artern stammend und mit mehreren Dichterlesungen bekannt geworden, gibt einen Überlick über das lyrische Schaffen von Eva Strittmatter. In einer nur scheinbar alltäglichen Sprache formt die Lyrikerin ungewöhnliche Bilder. Sie will von den Leuten verstanden werden, mit denen sie lebt. In den Briefen aus Schulzenhof schreibt sie: Ich hätte nicht gern, dass meine Nachbarin sagt: Sonst ist sie doch ganz normal.
Im ersten Teil ist eine Auswahl von Gedichten aus sieben Lyrikbänden (1973 – 1988) zu hören. Der zweite Teil macht mit Neuerscheinungen der letzten Jahre bekannt, dem Gedichtband Der Schöne (Obsession) (1997), in dem in beeindruckender Offenheit die Chronik einer flüchtigen, aber unerhört tief wirkenden Begegnung mit einem jüngeren Mann, dem Schönen, beschrieben wird. Liebe und Hass. Die geheimen Gedichte (2000), verwirrend und aufrüttelnd, bricht mit Tabus und Konventionen, entzaubert die Legende vom Schulzenhof. Hundert Gedichte (2001) enthalten 22 bisher nicht veröffentlichte, neueste Gedichte.
Aus Anlass des Geburtstages erschien im Aufbau – Verlag Berlin der neue Gedichtband: Der Winter nach der schlimmen Liebe, den es im Buchhandel für 12,50 Euro gibt.
Alt-finnische und alt-keltische Volkslieder begleiten die Gedichte, vorgetragen von Sonnhild Göbel. In idealer Weise ergänzen sich Lyrik und Musik auf der Leier.
Hedi Bialkowski, diplomierte Sprechwissenschaftlerin, arbeitete war nach ihrem Studium als klinische Sprechwissenschaftlerin. Neben dieser Tätigkeit nutzte sie Möglichkeiten, auch sprechkünstlerisch zu arbeiten. Seit einigen Jahren gestaltet sie eigene, sehr unterschiedliche Programme, die stets musikalisch begleitet werden. Für das Eva-Strittmatter-Programm Ich mach ein Lied aus Stille ... hat sie die Freizeitmusikerin Sonnhild Göbel gewonnen, eine promovierte Medizinerin. Alt-finnische und alt-keltische Volkslieder werden von ihr auf einer Leier gespielt, die in ihrer Form an die Kithara des alten Griechenland anknüpft und von ihrem Mann entworfen und gebaut wurde.
Heidelore Kneffel

