eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 06:47 Uhr
04.02.2019
Abschied nach über 40 Jahren im Lehramt

"Urgestein" des Herder-Gymnasiums tritt ab

Die Freude auf den wohl verdienten Ruhestand sieht man ihr an. Aber die kleine Träne, die sich Edith Große aus dem Augenwinkel wischen muss, zeigt auch, dass es ihr schwerfällt, die Bühne ihres Wirkens zu verlassen. Und das ist nachvollziehbar...

Edith Große geht in den wohl verdienten Ruhestand und Anna Medzech beendet ihr Referendariat im Haus und beginnt als Kollegin (Foto: Heike Roeder) Edith Große geht in den wohl verdienten Ruhestand und Anna Medzech beendet ihr Referendariat im Haus und beginnt als Kollegin (Foto: Heike Roeder) Edith Große geht in den wohl verdienten Ruhestand und Anna Medzech beendet ihr Referendariat im Haus und beginnt als Kollegin

Kolleginnen und Kollegen, Schulleitung und Ehemalige bereiteten der langjährigen Mitstreiterin einen herzlichen Abschied, erinnerten an Schülersprüche, gemeinsame Aktivitäten und Erlebnisse. Davon gab es in den fast 44 Jahren ihres pädagogischen Wirkens mehr als genug.

Anzeige Refinery (lang)
Die gebürtige Nordhäuserin zog es nach ihrem Studium in Mühlhausen sowie zwei Jahren der Lehrtätigkeit in Freital wieder in die Geburtsstadt zurück. Bis 1990 arbeitete sie als Mathe- und Chemielehrerin an der POS Juri Gagarin und erlebte die Wende sowie die damit verbundene Umbruchszeit mit. Mehr noch, Edith Große entschied sich, die schulische Umstrukturierung mitzugestalten und bewarb sich an der nun gegründeten EOS II, die 1991 zum Herder-Gymnasium wurde.

In dieser Zeit waren nicht nur Engagement und Ideen gefragt, sondern auch Improvisation. Große gehörte demnach zum Lehrerstamm der ersten Stunde des Gymnasiums und unterrichtete noch in allen drei Gebäuden der Schule (Morgenröte, Breitscheidstraße und in der Wiedisgburg), ehe im Jahr 2000 das Stammhaus vollständig saniert alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen konnte.

Schulleiter Wilhelm König hob zudem die langjährige Tätigkeit Großes als Fachschaftsleiterin sowie Organisatorin und Durchführende unzähliger Olympiaden sowie Kolloquien im Fach Mathematik hervor. Unvergessen bleiben wohl auch ihre Projekte und Workshops zur Nordhäuser Mundart, für die sie immer wieder zahlreiche Interessenten aus der Schülerschaft gewinnen konnte.

Mit Edith Große tritt, wie es Eltern zum Abiturball 2017 formulierten, als Große ihren letzten Stammkurs verabschiedete, „ein Urgestein des Herder-Gymnasiums ab.“

Über sechsunddreißigtausend reine Unterrichtsstunden absolvierte Edith Große, war zwanzig Mal Klassen- bzw. Stammkursleiterin – das ließ die Mathelehrkraft mit einem Augenzwinkern in ihrer Rede verlauten und ist sich auch nach den vielen Jahren im Dienst sicher, den „schönsten Beruf der Welt“ ergriffen zu haben.

Gerührt nahm Edith Große von den Kolleginnen und Kollegen den Titel „Hoch löblicher Lehrer a.D.“ entgegen und übergab das pädagogische Zepter symbolisch an Anna Medzech, die am Herder-Gymnasium ihre zweite Phase der Lehrerausbildung sehr erfolgreich absolviert hat und nun hier in der Wiedigsburg ihre erste berufliche Station findet. Die junge Biologie- und Religionslehrkraft fühlt sich in der Mittelstufe genauso wohl wie in der Oberstufe, erweist sich als methodisch kreativ und hat bereits mit einigen Projekten, wie den Energiedetektiven, das Schulleben bereichert.

Gemeinsam stießen Große und Medzech mit dem Kollegium auf Vergangenheit und Zukunft an und bekräftigten beide, wie wichtig es sei, eine starke Gemeinschaft um sich zu wissen sowie sich gegenseitig zu unterstützen. Für sie sei es Motivation, ebenfalls hoffentlich langjährig so erfolgreich zu agieren, so Anna Medzech.
Heike Roeder
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)