So, 17:30 Uhr
03.02.2019
Nordhäuser Linke startet in den Wahlkampf
Zusammen Links
Der Wahlkampf um die Sitzverteilung im Kreistag und dem Nordhäuser Stadtrat wirft seine Schatten voraus. Heute stimmte die Nordhäuser Linke darüber ab, wer für die Partei ins Rennen gehen soll und setzte ihre ersten Themen für die Kommunalwahlen...
Die Nordhäuser Linke trat heute im "Nordhaus" zusammen um ihre Kandidaten und Kandidatinnen für die bevorstehenden Kommunalwahlen zu küren. Mit insgesamt 39 Männern und Frauen können man in diesem Jahr so viele Bewerber wie schon lange nicht mehr ins Rennen schicken, meinte der Vorsitzende des Kreisverbandes, Alexander Scharff. Neben altgedienten Parteikadern und Neulingen in der Kommunalpolitik haben sich auch einige Parteilose Kandidaten gefunden, die über die Linke in die politischen Gremien der Region drängen, insgesamt sei der Zuspruch ein "hervorragendes Zeichen" für die Partei, so Scharff.
Selten sei Engagement im Wahlkampf so wichtig gewesen wie in 2019, da man sich nicht mehr allein den etablierten Parteien stellen müsse. Es reiche aber nicht allein "gegen Rechts" zu sein, die Linke müsse auch ihre sozialpolitischen Themen offensiv vertreten und vor kontroversen Diskussionen, etwa in der Flüchtlings- und Migrationspolitik, nicht zurückschrecken, auch wenn das nicht immer angenehm sei. Man müsse "zusammen Links" sein, schwor Scharff die Genossen auf den Wahlkampf ein.
Um die gewählten Kandidaten mit dem nötigen verbalen Rüstzeug in den Wahlkampf schicken zu können hat die Partei eine neue Internetplattform auf die Beine gestellt. Über "collabo" sollen sich Parteigenossen und Wahlkämpfer übersichtlich zu Kommunal- und Landespolitischen Themen informieren und auch eigene Themen setzen und Aktionen vorschlagen können.
Bevor man in den Kommunalwahlkampf startete, wählte die Linke ihren neuen Kreisvorstand
Personell wird auf eine Mischung aus frischem Blut, erfahrenen Polit-Veteranen, Vertreter der verschiedenen Kreisregionen, Fachleute, Parteilose Kandidaten und den bekannten "Gesichtern" der Partei gesetzt. Die Linke Liste für den Kreistag wird angeführt von der Fraktionsvorsitzenden Heike Umbach aus Sollstedt. Platz zwei übernimmt der Uthlebener Tim Rosenstock, der unter anderem den Jugendverband der Partei repräsentiert. Auf Platz drei findet sich Angela Hummitzsch aus Werther. Hier sei längst nicht mehr allein der Name Programm, meinte Scharff, Frau Hummitzsch verdiene sich ihren Platz dank ihrer Expertise in Migrations- und Frauenrechtsfragen.
Soweit die ersten drei Plätze, die allgemeinhin als "sichere Bank" gelten. Im weiteren hält Alexander Scharff auf der Liste die Verbindung zu den Gewerkschaften und ein Platz für Landwirtschafts- und Infrastrukturminsiterin Birgit Keller ist selbsterklärend. Unter den "Erfahrenen" stehen auch Hannelore Haase und Rainer Bachmann wieder zur Wahl. Caroline Roth, Familientherapeutin am Südharz-Klinikum und Matthias Marquardt, Personalratsmitglied bei der Kreissparkasse, gehen als Parteilose Kandidaten über die Liste der Linken ins Rennen. Desweiteren werden Uwe Hübscher, Sina Jana Hillemann und Ulrich Künzel sowie weitere Kandidaten auf dem Zettel stehen.
Ein Schwerpunkt im Wahlkampf werde man auf die Entwicklung des ländlichen Raumes legen, erklärte Heike Umbach in ihrer Bewerbungsrede. Insbesondere die medizinische Versorgung müsse hier verbessert werden, etwa über die Etablierung von Gemeindeschwester- und Ärzten. Die Änderungen beim kommunalen Finanzausgleich könnten hier die nötigen Mittel für sorgen. Allgemein müssten Gemeinden wieder in die Lage versetzt werden, auch freiwillige Aufgaben zu erfüllen.
Gesundheit dürfe nicht dem Diktat des Profits untergeordnet werden, deswegen müsse auch das Südharz-Klinikum in kommunaler Hand verbleiben. Auch andere kommunale Einrichtungen wie die Service-Gesellschaft müssten weiter gestärkt werden. Ohne die hier vorhandene Expertise ließen sich weniger Fördermittel in die Region holen und so weniger Projekte umsetzen.
Desweiteren wolle man dafür sorgen das der Landkreis endlich der "digitalen Steinzeit" entkomme. Im weiteren Wahlprogramm findet sich auch der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, Tourismus, Kultur und Sport als Zukunftsmotor, sozialpolitische Dauerbrenner wie Kindergartenplanung, die Förderung des Ehrenamtes, der soziale Wohnungsbau, Barrierefreiheit und Bildungsfragen, soziale Gerechtigkeit, der Kampf gegen Rechts sowie Wirtschaft- und Infrastruktur. Bei dem Wahlprogramm handelt es sich bisher lediglich um einen ersten Entwurf für die Mitglieder der Partei, deren Ideen und Anmerkungen noch in die finale Fassung einfließen sollen.
Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl der Kandidatenliste für den Stadtrat. Zur Stunde war hierzu allerdings noch keine Entscheidung gefallen, die nnz wird die grundlegenden Ergebnisse nachliefern, sobald sie bekannt sind.
Angelo Glashagel
Die gesamte Liste für den Kreistag finden Sie hier .
Und hier der Nachtrag zur Aufstellung für die Wahl zum Stadtrat:
Bis 18 Uhr tagte der linke Stadtverband, um die Liste für die kommende Stadtratswahl aufzustellen. Insgesamt 26 Kandidaten und und Kandidatinnen wurden nominiert. Man schicke ein Team ins Rennen, dass die Vielfalt der Partei und der Stadt abbilde, teilten Michael Mohr und Katja Mitteldorf mit, die für den Stadtvorstand die Sitzung leiteten. "In unserer Liste vereinen wir alt und jung, jahrzehntelange kommunalpolitische Erfahrung und Neueinsteiger. Wir freuen uns auf einen engagierten Wahlkampf mit allen Kandidierenden"
Autor: redDie Nordhäuser Linke trat heute im "Nordhaus" zusammen um ihre Kandidaten und Kandidatinnen für die bevorstehenden Kommunalwahlen zu küren. Mit insgesamt 39 Männern und Frauen können man in diesem Jahr so viele Bewerber wie schon lange nicht mehr ins Rennen schicken, meinte der Vorsitzende des Kreisverbandes, Alexander Scharff. Neben altgedienten Parteikadern und Neulingen in der Kommunalpolitik haben sich auch einige Parteilose Kandidaten gefunden, die über die Linke in die politischen Gremien der Region drängen, insgesamt sei der Zuspruch ein "hervorragendes Zeichen" für die Partei, so Scharff.
Selten sei Engagement im Wahlkampf so wichtig gewesen wie in 2019, da man sich nicht mehr allein den etablierten Parteien stellen müsse. Es reiche aber nicht allein "gegen Rechts" zu sein, die Linke müsse auch ihre sozialpolitischen Themen offensiv vertreten und vor kontroversen Diskussionen, etwa in der Flüchtlings- und Migrationspolitik, nicht zurückschrecken, auch wenn das nicht immer angenehm sei. Man müsse "zusammen Links" sein, schwor Scharff die Genossen auf den Wahlkampf ein.
Um die gewählten Kandidaten mit dem nötigen verbalen Rüstzeug in den Wahlkampf schicken zu können hat die Partei eine neue Internetplattform auf die Beine gestellt. Über "collabo" sollen sich Parteigenossen und Wahlkämpfer übersichtlich zu Kommunal- und Landespolitischen Themen informieren und auch eigene Themen setzen und Aktionen vorschlagen können.
Bevor man in den Kommunalwahlkampf startete, wählte die Linke ihren neuen Kreisvorstand
Personell wird auf eine Mischung aus frischem Blut, erfahrenen Polit-Veteranen, Vertreter der verschiedenen Kreisregionen, Fachleute, Parteilose Kandidaten und den bekannten "Gesichtern" der Partei gesetzt. Die Linke Liste für den Kreistag wird angeführt von der Fraktionsvorsitzenden Heike Umbach aus Sollstedt. Platz zwei übernimmt der Uthlebener Tim Rosenstock, der unter anderem den Jugendverband der Partei repräsentiert. Auf Platz drei findet sich Angela Hummitzsch aus Werther. Hier sei längst nicht mehr allein der Name Programm, meinte Scharff, Frau Hummitzsch verdiene sich ihren Platz dank ihrer Expertise in Migrations- und Frauenrechtsfragen.
Soweit die ersten drei Plätze, die allgemeinhin als "sichere Bank" gelten. Im weiteren hält Alexander Scharff auf der Liste die Verbindung zu den Gewerkschaften und ein Platz für Landwirtschafts- und Infrastrukturminsiterin Birgit Keller ist selbsterklärend. Unter den "Erfahrenen" stehen auch Hannelore Haase und Rainer Bachmann wieder zur Wahl. Caroline Roth, Familientherapeutin am Südharz-Klinikum und Matthias Marquardt, Personalratsmitglied bei der Kreissparkasse, gehen als Parteilose Kandidaten über die Liste der Linken ins Rennen. Desweiteren werden Uwe Hübscher, Sina Jana Hillemann und Ulrich Künzel sowie weitere Kandidaten auf dem Zettel stehen.
Ein Schwerpunkt im Wahlkampf werde man auf die Entwicklung des ländlichen Raumes legen, erklärte Heike Umbach in ihrer Bewerbungsrede. Insbesondere die medizinische Versorgung müsse hier verbessert werden, etwa über die Etablierung von Gemeindeschwester- und Ärzten. Die Änderungen beim kommunalen Finanzausgleich könnten hier die nötigen Mittel für sorgen. Allgemein müssten Gemeinden wieder in die Lage versetzt werden, auch freiwillige Aufgaben zu erfüllen.
Gesundheit dürfe nicht dem Diktat des Profits untergeordnet werden, deswegen müsse auch das Südharz-Klinikum in kommunaler Hand verbleiben. Auch andere kommunale Einrichtungen wie die Service-Gesellschaft müssten weiter gestärkt werden. Ohne die hier vorhandene Expertise ließen sich weniger Fördermittel in die Region holen und so weniger Projekte umsetzen.
Desweiteren wolle man dafür sorgen das der Landkreis endlich der "digitalen Steinzeit" entkomme. Im weiteren Wahlprogramm findet sich auch der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, Tourismus, Kultur und Sport als Zukunftsmotor, sozialpolitische Dauerbrenner wie Kindergartenplanung, die Förderung des Ehrenamtes, der soziale Wohnungsbau, Barrierefreiheit und Bildungsfragen, soziale Gerechtigkeit, der Kampf gegen Rechts sowie Wirtschaft- und Infrastruktur. Bei dem Wahlprogramm handelt es sich bisher lediglich um einen ersten Entwurf für die Mitglieder der Partei, deren Ideen und Anmerkungen noch in die finale Fassung einfließen sollen.
Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl der Kandidatenliste für den Stadtrat. Zur Stunde war hierzu allerdings noch keine Entscheidung gefallen, die nnz wird die grundlegenden Ergebnisse nachliefern, sobald sie bekannt sind.
Angelo Glashagel
Die gesamte Liste für den Kreistag finden Sie hier .
Und hier der Nachtrag zur Aufstellung für die Wahl zum Stadtrat:
Bis 18 Uhr tagte der linke Stadtverband, um die Liste für die kommende Stadtratswahl aufzustellen. Insgesamt 26 Kandidaten und und Kandidatinnen wurden nominiert. Man schicke ein Team ins Rennen, dass die Vielfalt der Partei und der Stadt abbilde, teilten Michael Mohr und Katja Mitteldorf mit, die für den Stadtvorstand die Sitzung leiteten. "In unserer Liste vereinen wir alt und jung, jahrzehntelange kommunalpolitische Erfahrung und Neueinsteiger. Wir freuen uns auf einen engagierten Wahlkampf mit allen Kandidierenden"




