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So, 11:56 Uhr
27.01.2019
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Ein Stück Menschenwürde zurückgeben

Europaweit wurde heute den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Auch auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof trat man zu einer Schweigeminute zusammen. Das Gedenken diene dabei nicht der Reinigung des Gewissens, sondern der Würde der Menschen, sagte Oberbürgermeister Kai Buchmann...

Gedenken auf dem Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel) Gedenken auf dem Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Seit 1996 dient der Tag der Befreiung als Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus, für Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, körperlich und geistig Behinderte, politisch Andersdenkende und alle anderen, die in den Lagern der Nazis Leid und Tod erdulden mussten.

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Dass die Würde des Menschen im Grundgesetz von 1949 an erster Stelle stehe, sei eine direkte Folge der Greuel der Konzentrationslager, sagte heute Oberbürgermeister Kai Buchmann. Ihre Würde hätten die Nazis ihren Opfern aber schon lange vor Beginn des Holocausts aberkannt und indem sie ihnen die Lebensgrundlagen nahmen.

In einer Zeit in der immer weniger Zeitzeugen und Anknüpfungspunkte an die Vergangenheit gebe, sei das Gedenken an die Opfer nicht gedacht das eigene Gewissen zu reinigen, sondern das Bewusstsein für die Ereignisse wach zu halten und vor allem um den Menschen ein Stück ihrer Würde zurückzugeben.
Angelo Glashagel
Gedenken auf dem Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Gedenken auf dem Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Gedenken auf dem Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Gedenken auf dem Ehrenfriedhof (Foto: Angelo Glashagel)
Autor: red

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