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Di, 10:42 Uhr
01.03.2005

Arbeitslose: Erwartungsgemäß

Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Agentur für Arbeit hat heute die Arbeitslosenzahlen für den Monat Februar vorgestellt. Erwartungsgemäß – so die Grundaussage der Experten. Erwartungsgemäß – das bedeutet einen Anstieg der Quote. Die Details wie immer mit einem Klick auf MEHR.

Arbeitslose: Erwartungsgemäß (Foto: nnz) Arbeitslose: Erwartungsgemäß (Foto: nnz)


Die Zahl der Arbeitslosen hat sich erwartungsgemäß im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen nochmals erhöht. Dieser Anstieg war zum einen jahreszeitlich bedingt in Folge des relativ späten Wintereinbruchs und resultiert zum anderen aus der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe. So sind im Laufe des Monats ehemalige Sozialhilfeempfänger auf ihre Arbeitsfähigkeit überprüft und als Arbeitslose registriert worden. Darüber hinaus wurden auch erwerbsfähige Angehörige, die sich bemühen müssen, ihre Hilfebedürftigkeit zu mindern oder zu beenden, zu den Arbeitslosen durch die Agentur für Arbeit gezählt.

Insgesamt beträgt die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Nordhausen im Berichtsmonat 34.830, das sind 476 mehr als im Monat Januar und 1.884 mehr als im Vorjahr. Lediglich im Jahr 1998 waren in einem Monat Februar zuletzt mit 38.384 Arbeitslosen, ohne Empfänger der Sozialhilfe, mehr Menschen ohne Job. Besonders der Anteil jugendlicher Arbeitsloser unter 25 Jahren erhöhte sich gegenüber dem Vormonat von rund 4.300 auf über 4.550. Diese Entwicklung ist in erster Linie Folge von Entlassungen des Baugewerbes. Der Bestand Langzeitarbeitsloser im Agenturbezirk liegt mit 13.656 nur leicht über dem Vormonatsniveau, hat aber verglichen mit dem Jahr 2004 eine Erhöhung um über 1.300 erfahren.

Die Situation hat sich in den Geschäftsstellen sehr unterschiedlich entwickelt. Während den höchsten Anstieg die Geschäftsstelle Leinefelde mit fast 300 Arbeitslosen mehr gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr zu verzeichnen hat, ist ein geringfügiger Rückgang des Bestands von Arbeitslosen im Bereich Sondershausen um 44, verglichen mit dem Monat Januar, festzustellen.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, erhöhte sich im gesamten Agenturbezirk, verglichen mit dem Monat Januar, um 0,3 Prozentpunkte von 22,6 auf 22,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 21,4 Prozent. Während sich im Bereich Leinefelde die Quote um 0,7 Prozentpunkte von 19,2 auf 19,9 erhöht hat, gab es in Artern bei 27,8 Prozent keine Veränderung gegenüber dem Vormonat. Der Bereich Sondershausen durfte sogar eine positive Entwicklung erleben. Hier ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte von 26,3 auf 26,1 Prozent gesunken.

Beim Zugang von Arbeitslosen ist in den letzten vier Wochen ein merklicher Rückgang spürbar. So meldeten sich insgesamt 3.647 Personen erneut oder wieder arbeitslos. Das waren über 3.000 oder 45,2 Prozent weniger als im Monat Januar, 235 weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, aber auch 185 weniger als im Monat Februar 2003. Allein aus Erwerbstätigkeit kamen 2.099 Männer und Frauen. Den höchsten Anteil hatten 940 Entlassungen aus dem Dienstleistungsgewerbe, 749 aus Baubetrieben und 557 aus Ausbildung oder Qualifizierung. Die Zugänge an Arbeitslosen waren gleichermaßen in allen Bereichen der Agentur rückläufig. Den höchsten Rückgang, verglichen mit dem Monat zuvor, mit 1.237, hatte die Hauptagentur Nordhausen selbst. 1.134 Personen oder 47,8 Prozent meldeten sich hier gegenüber Januar weniger.

3.190 Männer und Frauen beendeten in den letzten vier Wochen ihre Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Januar bedeutet dies ein Plus von 232. Vergleicht man allerdings die Monate Februar der letzten acht Jahre, so ist auch erkennbar dass es sich um den geringsten Abgang seit 1998 handelt. Mit fast 1.653 Abgängen weniger seit Jahresbeginn, verglichen mit Januar und Februar 2004, zeigt sich die deutlich ausgebliebene Arbeitskräftenachfrage und damit das rückläufige Stellenangebot. Die saisonalen Einflüsse sorgen im Agenturbezirk auch bei den Abmeldungen für ein uneinheitliches Bild. Während sich in Sondershausen die positive Entwicklung fortsetzte und mit 610 fast 150 Abgänge mehr als im Januar registriert wurden, verringerte sich die Zahl in Leinefelde um rund 80 auf fast 600.

1.497 arbeitslose Menschen und damit fast zwei Drittel aller Abgänge aus der Arbeitslosigkeit mündeten in Erwerbstätigkeiten ein. Im Januar waren es 1.382 Personen. Fast verdreifacht hat sich im vergangenen Monat der Anteil von Vermittlungen durch die Agentur für Arbeit Nordhausen. Waren es im Januar noch 128, so konnten im Februar bereits 377 Männer und Frauen mit Hilfe der Arbeitsagentur einen neuen Arbeitsplatz und damit eine neue berufliche Perspektive finden. 437 Arbeitslose wurden beim gleichen Arbeitgeber wieder eingestellt.

Am Monatsende Februar lagen der Arbeitsagentur Nordhausen insgesamt 755 Arbeitsstellen vor, das sind rund 170 mehr als im Vormonat. Der Zugang offener Stellen hat sich mit insgesamt 768 um 443 gegenüber dem Monat Januar und um 243 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Nachdem sich vor allem im zweiten Halbjahr das Stellenangebot auf sehr niedrigem Niveau bewegt hat, ist nun erfreulicherweise ein Anstieg vor allem in der Dienstleistungsbranche in sozialen und erzieherischen Berufszweigen, aber auch im Bereich des Handels erkennbar. Betriebe und Verwaltungen meldeten allein der Hauptagentur 421 Arbeitsstellen, das sind fast 300 oder 223 Prozent mehr als im Januar und 327 mehr als im gleichen Zeitraum 2004. Eine ähnliche positive Entwicklung ist in Artern zu vermelden. Hier beträgt die Zahl der im Berichtsmonat registrierten Stellen 193 und damit 123 mehr als im Monat zuvor.

Fast 600 Stellen und damit 287 mehr als im Januar wurden insgesamt im Februar wieder besetzt. In Metallberufen erfolgten 92 Einstellungen, mehr als das Doppelte gegenüber dem Vormonat, in sonstigen Dienstleistungsunternehmen verdreifachten sich die Einstellungen auf fast 100. Im Vergleich zum Januar hat sich in der Hauptagentur die Zahl der Einstellungen um 261 auf 381 und in Artern um 76 auf 88 erhöht.

Die positive Tendenz, insbesondere im Bereich des Stellenzuganges, soll durch gezielte
Aktionen der Arbeitsagentur künftig noch mehr unterstützt werden. Wie bereits berichtet, wird der Akquirierung freier Arbeits- und Ausbildungsstellen in den nächsten Wochen ein besonderes Augenmerk geschenkt.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente entlasteten den regionalen Arbeitsmarkt auch im Februar 2005 wieder erheblich. Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt steht dabei im Vordergrund, wobei der Einsatz finanzieller Mittel auf das notwendige Maß begrenzt wird. Dennoch befinden sich 3.551 Frauen und Männer in beschäftigungsbegleitenden Maßnahmen, 1.941 Personen werden durch die Zahlung von Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschuss in ihrer Selbständigkeit unterstützt.

Das Förderniveau bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurde auch im Berichtsmonat weiter abgesenkt. Die Mehrzahl der in Frage kommenden Arbeitslosen werden durch die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II betreut, dadurch haben sich auch die finanziellen Rahmenbedingungen für die Arbeitsagentur deutlich verändert. Im Februar sind 361 Personen in ABM, das sind 177 weniger als im Januar. In Strukturanpassungsmaßnahmen waren es 435, das ist ein Minus zum Vormonat von 35.

Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar um 220 auf 11.551 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 1.119 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Februar 24,2 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 21,3 % belaufen. Im Februar meldeten sich 1.237 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 86 Personen oder 7 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.023 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 165 oder 14 % weniger als vor Jahresfrist. In der Hauptagentur Nordhausen waren im Februar 362 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar ist das ein Plus von 40. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 18 Stellen weniger.


Artern
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar geringfügig gestiegen, und zwar um 8 auf 6.199. Im
Vergleich zum Vorjahr gab es 64 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Februar 27,8 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 27,4 % belaufen. Im Februar meldeten sich 596 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 107 Personen oder 15 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 587 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 145 oder 20 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Artern waren im Februar 189 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar ist das ein Plus von 105. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 101 Stellen mehr.


Heiligenstadt
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar geringfügig gestiegen, und zwar um 12 auf 3.702. Im
Vergleich zum Vorjahr gab es 46 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Februar 16,8 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 17,2 % belaufen. Im Februar meldeten sich 389 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 165 Personen oder 30 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 376 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 11 oder 3 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt waren im Februar 48 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar ist das ein Plus von 1. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 27 Stellen weniger.


Leinefelde
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar um 262 auf 7.223 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 281 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Februar 19,9 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 18,9 % belaufen. Im Februar meldeten sich 856 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 6 Personen oder 1 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 594 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 270 oder 31 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Leinefelde waren im Februar 70 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar ist das ein Rückgang von 14. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 132 Stellen weniger.


Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Februar um 45 auf 6.155 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 466 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Februar 26,1 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 23,6 % belaufen. Im Februar meldeten sich 569 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 55 Personen oder 9 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 610 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 106 oder 15 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im Februar 106 Stellenangebote registriert,
gegenüber Januar ist das ein Plus von 39. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 18 Stellen weniger.


Bad Langensalza
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar um 218 auf 4.016 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 140 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Februar 21,5 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 20,3 % belaufen. Im Februar meldeten sich 506 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 92 Personen oder 15 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 289 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 243 oder 46 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Bad Langensalza waren im Februar 221 Stellenangebote registriert,
gegenüber Januar ist das ein Plus von 83. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 99 Stellen
mehr.


Mühlhausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar um 405 auf 8.239 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 746 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Februar 20,6 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 18,3 % belaufen. Im Februar meldeten sich 1.175 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 105 Personen oder 10 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 769 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 318 oder 29 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Mühlhausen waren im Februar 191 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar ist das ein Rückgang von 45. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 60
Stellen mehr.
Autor: she

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